• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Mir droht der Absturz in die Grundsicherung

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo,
ich war heute bei meiner SB.
Ich sollte eine Arbeitgelegenheit Antreten, dies tat ich nicht, da ich Krank bin, deswegen bin ich auch im Reha Bereich.
Laut Gutachten vom letzten Jahr bin ich für den ersten Arbeitsmarkt nicht Leistungsfähig und da ich jetzt auch die Arbeitsgelegenheit nicht antreten konnte, so soll beim nächsten Termin beim Psychologen mein Sozialarbeiter anwesend sein und fragen des Jobcenters stellen.
Je nachdem, soll dann ein Amtsarzt entscheiden, ob ich in den nächsten 6 Monaten wieder Arbeitsfähig werde.

Was kann ich tun, damit ich nicht in die Grundsicherung abrutsche?
 

nordlicht22

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Jun 2010
Beiträge
3.755
Gefällt mir
1.032
#2
wie jetzt :confused:

Deine SB will an einem Gespräch mit DEINEM Psychologen teilnehmen??????


Sag mir bitte, dass das ein Scherz ist :eek:
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.085
Gefällt mir
1.854
#3
Nimm einen Befundbericht von deinem behandelnden Psychologen mit. Kollegen widersprechen nicht gern einander.
 

gast_

Forumnutzer/in

Mitglied seit
12 Okt 2008
Beiträge
22.606
Gefällt mir
6.484
#6
Du kannst dir einen Beistand deines Vertrauens mitnehmen...
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
Wenn ich es nicht zulasse, dann riskiere ich eine Sanktion.
Ich kann nur hoffen, das mein Psychologe das nicht möchte.
 

HIS_2

Elo-User/in

Mitglied seit
4 Jan 2011
Beiträge
457
Gefällt mir
137
#8
Hallo jordon,

so soll beim nächsten Termin beim Psychologen mein Sozialarbeiter anwesend sein und fragen des Jobcenters stellen.
Wie? Du hast einen SOZIALARBEITER vom JC? Und dieser SOLL (=muss) bei DEINEM Psychologen dabei sein und Fragen des JC stellen?

So weit kütt dat noch!

An MEINEM Leben lasse ich NUR den VON MIR ERWÄHLTEN PSYCHOLOGEN ran und SONST GAR NICHTS!!!!

Auf welcher GESETZLICHEN Grundlage soll denn "Dein" Sozialarbeiter (wer ist das??) an DEINEM Termin mit DEINEM Psychologen teilnehmen??

Wie wäre es mal mit dem Selbstbestimmungsrecht?

Gruß,
HIS
 

nordlicht22

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Jun 2010
Beiträge
3.755
Gefällt mir
1.032
#9
Jordan, ich hätte wohl schon eher so ähnlich wie HIS geantwortet. Nur habe ich bereits von Dir einiges gelesen, was mich denken lässt, dass Du das alles gar nicht so dramatisch findest und schon gar nicht Dich dagegen wehren willst.

Stellenweise war ich bereits am Überlegen, ob Du nicht bereits einen Betreuer vorgesetzt bekommen hast.

Der Psychologe wird hoffentlich so ein Gespräch ablehnen. Ich hoffe es sehr, denn dies ist so nicht erlaubt.
Der Sozialarbeiter unterliegt der Schweigepflicht und darf daher von sich aus keine Fragen für das JC stellen und diese dann der SB beantworten.

Die SB geht das ales nichts an. Sie kann Dich zu einem Amtsarzt schicken und mehr nicht.

Nimm es bitte nicht persönlich und schon gar nicht negativ auf, aber lasse Dich bitte einmal richtig gut beraten vom sozialpsychiatrischen Dienst, ob Du nicht eine Betreuung bekommen kannst. Du machst auf mich einen ziemlich wehrlosen Eindruck. Wenn Du für Deine Interesse nicht einstehen kannst, dann bist Du der SB hilflos ausgeliefert.

Du kannst nicht sanktioniert werden, weil Du mit einem Psychologen alleine reden möchtest.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#10
Vielen Dank für eure Antworten.
Ihr habt recht, ich kann den Mund nicht im richtigen Moment aufzu machen und sagen was mich stört.
Ich denke dann ich werde im weiteren verlauf Schikaniert, dazu habe ich schon zu viel erlebt.

Ich werde es so machen, ich gehe zum meine Psychologen und kläre mit Ihm die Sache, das ich damit nicht einverstanden bin.
Sollte ich zulassen, das die Fragen schriftlich gestellt werden?
Es geht darum, das ich wirklich zu Psychisch Erkrankt bin, das ich selbst die Arbeitgelegenheit nicht aufnehmen kann, es soll nur ein Zweizeiler sein, damit die SB abgericht ist.

Der Sozialarbeiter ist nicht vom Jobcenter, arbeitet aber mit dem Jobcenter eng zusammen.
 

nordlicht22

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Jun 2010
Beiträge
3.755
Gefällt mir
1.032
#11
na da bin ich doch schon mal erleichtert, dass Du nicht beleidigt bist :icon_smile: So etwas ist im Internet immer schwer abzuschätzen. Du hast es also richtig verstanden...

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem sozialpsychiatrischen Dienst gemacht. Die schicken meist einen Sozialarbeiter (die geschult worden sind), um erst einmal abzuklären wo Du Hilfe benötigst und wie sie Dir helfen können. Dieser Dienst ist grundsätzlich nur eine Hilfe zur Selbsthilfe. So wenig wie möglich, so viel wie nötig sagte mir der Sozialarbeiter. Genau das haben sie auch eingehalten. Die Erfahrungsberichte sind sehr, sehr unterschiedlich. Die einen haben Glück - wie ich, andere haben schlechte Erfahrungen gemacht.

Ein für mich sehr großes Vorteil war, dass der Amtsarzt von diesem Dienst ein Gutachten erstellt hat. Damit hat er mir bereits mehrmals den A*** beim Amt und auch vor dem Gericht gerettet.
Meine behandelnden Ärzte und Psychologen sind keine guten Attestschreiber und damit habe ich echte Probleme gehabt.

So ein Amtsarzt macht das ständig und das Gutachten zählt sehr viel mehr, als eine Einschätzung durch einen Sozialarbeiter.

Trau Dich ruhig einmal dort anzurufen.

Deinen jetzigen Sozialarbeiter würde ich erst einmal überprüfen lassen. Ich habe von einem Dienst gelesen, der von den Jobcentern eingerichtet werden soll um psych. Kranke zu begleiten. Nur wenn diese Sozialarbeiter, die ja der Schweigepflicht unterliegen, den gleichen Arbeitgeber haben wie Deine SB, dann ist das sicher nicht zu Deinem Vorteil.

Alleine die Forderung an einem psych. Gespräch teil zu nehmen und Fragen zu stellen finde ich mehr als dreist.
Die Therapie ist DEINE und die ist sicherlich nicht dafür da, die neugierigen Fragen einer SB zu beantworten. Ausserdem darf der Psychologe gar nicht antworten, da auch er der Schweigepflicht unterliegt. Rede also mit ihm und zwar ganz offen. Er wird dann die Teilnahme verweigern, was Dir dann nicht zum Nachteil ausgelegt werden kann.

Wenn Du in Deinem Umkreis Hilfe suchst, dann rufe doch bitte einmal die unabhängige Patientenberatung unter 0800 0 11 77 22 kostenlos (Festnetz) an. Die können Dich sehr gut beraten und Dir Kontakte nennen. Suche Dir einen unabhängigen Betreuer. Manchmal sind diese auch im Freundeskreis zu finden.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.085
Gefällt mir
1.854
#13
Ich würde den Sozialarbeiter erst einmal zulassen. Bis es zum persönlichen Gespräch mit dem Psychogen kommt, wirst du sicher ein paar dusselige Tests bestehen müssen und der Sozialarbeiter kann dir doch dabei helfen. Wenn der Sozialarbeiter beim Gespräch dabei sein will, musst du widersprechen, sonst gilt das als konkludentes Einverständnis. Wenn der Psychologe den Sozialarbeiter dann nicht herausschmeißt, verstößt er gegen die Berufsordnung und macht sich nach § 203 StGB strafbar.
 

Lhara

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Feb 2010
Beiträge
19
Gefällt mir
5
#14
Ich gehe in solchen Fällen auch erst mal zu "meinem" sozialpsychiatrischen Dienst. Wenn die Ämter wissen, dass man eine andere Institution an seiner Seite hat, entschließen sie sich doch manchmal zum besseren benehmen. Bzw zum korrekteren.
Ohne wäre ich zwischen den Ämtern schon längst untergegangen und alle gemacht worden.
Die sind da sogar noch eher zuständig als Psychiater oder Therapeuten.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.085
Gefällt mir
1.854
#15
Hallo Lhara!
gehst du wirklich angstfrei zum sozial psychiatrischen Dienst? Nordlicht ist auch ganz begeistert von dem Dienst. Hast du keine Angst vor einer Zwangseinweisung? Nach dem PsychKG NRW ist das dafür eine zuständige Behörde.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#16
Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
Ich werde darauf hinwirken, das der Psychologe das Treffen untersagt.

Aber was mache ich wenn vom Amtsarte festgestellt wird, das ich für die nächsten 6 Monate Arbeitsunfähig bin und die die Grundsicherung abrutsche?
 

nordlicht22

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Jun 2010
Beiträge
3.755
Gefällt mir
1.032
#17
So schnell geht das alles nicht und selbst wenn - Gesundheit geht vor.

Ich empfehle immer offen und ehrlich mit dem Amtsarzt zu reden. Meiner Meinung sind die meisten Lügendetektoren auf zwei Beinen. Das kommt wohl von dem täglichen Umgang damit.

Was ich viel zu spät erkannt habe - ohne Arzt und Facharzt ist es sehr schwer bei Behörden etwas zu erreichen. Nur weil ich sage krank zu sein, bin ich es für ein Amt noch lange nicht.

Manchmal hilft es im Vorfeld alles aufzuschreiben. In so einem Gespräch werden die wichtigsten Punkte schnell vergessen und eigentlich ist ja alles gar nicht so schlimm und und und.

Bereite Dich gut auf Gespräche mit einem Amtsarzt vor.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.085
Gefällt mir
1.854
#18
Offen und ehrlich mit einem Gutachter um zu gehen, das schützt nicht vor einer Fehldiagnose. Das ist meine traurige Erfahrung. Na ja, Nordlicht, du bist ja auch Behördenärger gewohnt.
 

nordlicht22

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Jun 2010
Beiträge
3.755
Gefällt mir
1.032
#19
Offen und ehrlich mit einem Gutachter um zu gehen, das schützt nicht vor einer Fehldiagnose. Das ist meine traurige Erfahrung. Na ja, Nordlicht, du bist ja auch Behördenärger gewohnt.
oh ja - das bin ich zu genüge :icon_sad:
trotzdem habe ich gerade bei den Amtsärzten sehr viel gute Erfahrungen gemacht. Allerdings auch erst, als ich ehrlich mit denen geredet habe. Das mache ich bei einer SB natürlich nicht - die gehen meine Diagnosen nichts an.

Ich denke auch, dass den Amtsärzten zu viel schlechtes nachgesagt wird. Sicher gibt es auch da Ärzte, die wohl besser den Beruf wechseln sollten. Wo gibt es solche Menschen nicht?¿

Was ich immer mit gemischten Gefühlen rate ist dieser sozialpsychiatrische Dienst. Der für mich zuständige in Nordfriesland ist Topp :icon_daumen: Sehr engagiert und nie ien böses Wort.
Allerdings kenne ich von Bekannten, Leidensgenossen ganz andere Berichte. Alles dabei - von Zwangseinweisung, Fixierung, Nötigung usw. eben das volle Programm der Horrorvorstellung.
Diese Berichte kommen meist aus dichtbesiedelten Gebieten. Dann wird auch stets berichtet, dass man ewig in einer Warteschleife hängt und gar nicht an die Helfer ran kommt. Ob das nun eine Überlastung, eine schlechte Organisation oder sonst was ist - eine Entschuldigung ist es sicher nicht. Gerade in diesem Bereich sollten wirklich geeignete Menschen arbeiten. Aber das habe ich auch in dem Bereich eines Sozialamtes erwartet und nicht gefunden.

Was gerne vergessen wird und was ich erst lernen musste - dieser Amtsarzt hat null Ahnung von mir. Der kennt mich nicht und soll sich innerhalb einer sehr kurzen Zeit ein Bild von meiner Erkrankung machen. Das geht einfach nicht - unmöglich!

Deswegen rate ich stets dazu einen Wochenplan mit Familie, Partner und auch Nachbarn, Pfleger usw. zu erstellen. Das ist der einzige wirklich glaubhafte Nachweis, wie der Alltag tatsächlich aussieht und wo es Einschränkungen gibt.

Ich habe zuerst so etwas wie einen Hellseher erwartet. Das ist ein Arzt udn der muss doch sehen wie schlecht es mir geht. Funktioniert einfach nicht und schon gar nicht im psych. Bereich - Stichwort Maske.

Wer sich traut bei diesen Diensten anzurufen und ein wenig auf sein Bauch hört, der dürfte auch keine schlechten Erfahrungen machen. Auch diese Angst vor der Zwangseinweisung ist unbegründet. Das ist nicht so einfach - auch nicht für einen Amtsarzt. Meine Ärzte haben Vollmachten, für den Fall das die mich doch mal wegsperren wollen. Dann liegt die Entscheidung bei meinem Hausarzt und auf den kann ich mich verlassen. Mir kann dieser Amtsarzt also eigentlich nichts - nur helfen, wenn ich es zulasse.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.085
Gefällt mir
1.854
#20
Hallo Nordlicht, ich habe keinen guten Erfahrungen mit Amtsärzten gemacht. Ein Arzt war so menschenverachtend, dass er von mir verlangt hat, mich in einem eiskalten Untersuchungsraum (in dem Raum wurde das Vorgespräch geführt und ich habe schon in Sachen gefroren) bis auf die Unterhose auszuziehen. Das war dann das letzte mal, dass ich ohne Beistand zu einem Gutachter gegangen bin.
Deine Idee sich auf den Bauch zu verlassen, praktiziere ich auch. Ich habe mal beim sozialpsychologischen Dienst angerufen und fand, dass die Leute inkopetent sind. Wahrscheinlich hängt dass damit zusammen, dass ich einer Großstadt wohne, wie du gesagt hast.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#21
Hey JORDON,was meinst Du mit abrutschen indie Grundsicherung???Hast DU ALG 1???
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#22
Sollte es zu einen Termin beim Amtsarzt kommen, so hole ich mir hier noch einmal rat, ist das möglich?
Sollte es wirklich auf 6 Monate AU hinlaufen, werde ich dann auch aufgefordert Rente zu beantragen?
Wobei ich glaube ich bekomme gar keine.
Wie lang muß man denn eingezahlt haben um Anspruch zu haben und zählen auch Zeiten des ALG 1 und 2 Bezuges?
 

nordlicht22

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Jun 2010
Beiträge
3.755
Gefällt mir
1.032
#23
Sollte es zu einen Termin beim Amtsarzt kommen, so hole ich mir hier noch einmal rat, ist das möglich?

Klar kannst Du das :icon_smile:

Sollte es wirklich auf 6 Monate AU hinlaufen, werde ich dann auch aufgefordert Rente zu beantragen?

Das würde ich bezweifeln. Über eine Rente entscheidet nur die DRV und das ist nicht so einfach.
Da kann Doppeloma aber wesentlich bessere Auskunft geben.


Wobei ich glaube ich bekomme gar keine.
Wie lang muß man denn eingezahlt haben um Anspruch zu haben und zählen auch Zeiten des ALG 1 und 2 Bezuges?
Innerhalb der letzten 5 Jahre müssen 3 Jahre Beiträge gezahlt worden sein. ALG II wird ab 1.1. keine RV Beiträge mehr gezahlt.
ALG I und Krankengeld werden Beiträge gezahlt.

Du kannst recht einfach herausbekommen, ob Du die Voraussetzungen für eine Rente überhaupt erfüllst. Die DRV hat eine kostenlose Hotline 0800 1000 4800

  • Montag bis Donnerstag: 7.30 bis 19.30 Uhr

  • Freitag: 7.30 bis 15.30 Uhr
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#24
Wenn ich es nicht zulasse, dann riskiere ich eine Sanktion.
Nein, riskierst du nicht, da dies nun wirklich nicht zu den in den Gesetzestexten gelisteten Mitwirkungspflichten gehört. Das kannst du ablehnen ohne daß das irgednwelche Folgen hätte.
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#25
Stellenweise war ich bereits am Überlegen, ob Du nicht bereits einen Betreuer vorgesetzt bekommen hast..
Du scheinst einen ernsthaften Betreuerfimmel zu haben. In meinem Thread hast du auch vermutet daß da ein Betreuer vorhanden wäre... :icon_laber:
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#26
Sollte ich zulassen, das die Fragen schriftlich gestellt werden?.
Selbstverständlich NICHT!!!

Wenn sie irgendwas näheres über deine Gesundheit wissen wollen sollen sie dich zum medizinischen Dienst schicken. Aber auch von dort werden sie nur ein Gutachten über deine Leistungsfähigkeit erhalten, die Eckdaten über deine Einsatzfähigkeit und Einschränkungen enthält. Auf mehr hat eine Arge keinen Anspruch und sollte sie auch aufgrund des Datenschutzes auch nicht bekommen.

Bei mir gab es bei der psychiatrischen Begutachtung keine körperliche Untersuchung. Ich würde eine solche bei psychischer Erkrankung auch ggf verweigern. Und bei einer Begutachtung kannst du einen Beistand mitnehmen.
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#27
Desweiteren, warum hast du Angst statt ALG2 Grundsicherung zu erhalten? Die Leistungen sind die selben, nur beim Schonvermögen und Zuverdienst ist die Grundsicherung schlechter, aber du hättest keinen Vermittlungsdruck mehr.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#28
Mein Psychologe ist Einverstanden, das mein Sozialarbeiter mitkommt.
Er denkt wohl, das er mir damit hilft.
Nun muß ich das so hinnehmen.
Ich hoffe es wird nicht zu meinen Nachteil ausgelegt.
Wie könnte es denn ablaufen, im Bezug mit der Prüfung der Erwerbstätigkeit?
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.085
Gefällt mir
1.854
#29
Ich würde den Sozialarbeiter nur bei dem Gespräch dabei haben wollen, wenn ich mir persönlich etwas davon verspreche. Wenn das nicht der Fall ist, spreche ich mit dem Psychologen vertraulich und dieses Recht auf Vertrauensschutz hast du.
 

Lhara

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Feb 2010
Beiträge
19
Gefällt mir
5
#30
Hallo Lhara!
gehst du wirklich angstfrei zum sozial psychiatrischen Dienst? Nordlicht ist auch ganz begeistert von dem Dienst. Hast du keine Angst vor einer Zwangseinweisung? Nach dem PsychKG NRW ist das dafür eine zuständige Behörde.
Ich war jetzt ein paar Tage nicht hier, deshalb jetzt erst die Antwort.
Man muß ein bisschen Glück haben.
Ich hab damals Kontakt zum SPD aufgenommen, als ich merkte, dass es mir immer schlechter ging. Von daher hatte ich Gelegenheit, die Sozialarbeiterin da etwas kennen zu lernen und auch sowas wie ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.
Meistens klappt das mit dem SPD recht gut, von einer hörte ich das Gegenteil, die bekam wohl eine, die meinte, "das können Sie doch alles selbst", also eher die inkompetente Sorte.
Aber wie gesagt, die meisten, die ich kenne, die dort hin sind, haben das wirklich als hilfreich empfunden.
Da geht es auch wirklich um reale Hilfen, Begleitung auf Ämtern, gucken, was man für Rechte, sortieren und "übersetzen" von Amtsbriefen usw.
Die können gar nicht zwangseinweisen.
Ich hab damals zwar auch das Thema Klinik beredet, aber da ging es auch eher darum, wie ich das gedeichselt kriege.

Zum Thema Gutachter: Ich hatte auch damit Glück, er machte kein Terz, als ich sagte, ich komme nur mit Begleitung, und er zwang mich auch nicht zur körperlichen Untersuchung (mit ausziehen und so)
Aber ich hab von andern auch schlimmere Dinge gehört. Und die scheinen leider öfter vorzukommen, als das positive.

Im großen und ganzen ging es darum, warum ich nicht mehr arbeiten kann, in meinen Worten, zusätzlich zu den Klinikberichten. Was ich so an Zielen habe und sowas alles.
Ich muß ehrlich sagen, für mich war das trotzdem soviel Stress, dass ich die Befragung gar nicht mehr so widergeben kann.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.085
Gefällt mir
1.854
#31
Im PychKG NRW stehen einige gruseligen Passagen
§ 7 PsychKG - Ziel der vorsorgenden Hilfe

Die vorsorgende Hilfe soll insbesondere dazu beitragen, dass Betroffene rechtzeitig medizinisch und ihrer Krankheit angemessen behandelt werden, und sicherstellen, dass zusammen mit der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung psychosoziale Maßnahmen und Dienste in Anspruch genommen werden.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Nach oben --------------
§ 8 PsychKG - Durchführung der Hilfe

(1) Zur Durchführung der vorsorgenden Hilfe sind bei den Sozialpsychiatrischen Diensten der unteren Gesundheitsbehörden regelmäßig Sprechstunden abzuhalten. Diese sollen unter der Leitung einer in dem Gebiet der Psychiatrie weitergebildeten Ärztin oder eines in dem Gebiet der Psychiatrie weitergebildeten Arztes, zumindest aber einer in der Psychiatrie erfahrenen Ärztin oder eines in der Psychiatrie erfahrenen Arztes durchgeführt werden. Sie dienen dazu, im Einzelfall festzustellen, ob und in welcher Weise geholfen werden kann, ob eine Beratung Erfolg gehabt hat oder ob weitere Maßnahmen zu treffen sind.


"ob weitere Maßnahmen zu treffen sind."
Diese Passage in § 8 I PsychKG finde ich schon sehr gruselig. Ich war vor 2 Tagen bei einem Psychiater wegen einem Hilfsmittel. Das Hilfsmittel habe ich nicht bekommen, aber der wollte mich nicht mehr gehen lassen und das war noch nicht einmal eine Behörde, die für Zwangseinweisung zuständig ist.
 

HIS_2

Elo-User/in

Mitglied seit
4 Jan 2011
Beiträge
457
Gefällt mir
137
#32
Hallo Muzel,

bei einem Psychiater
Und genau DAS ist der Grund, warum ich zu einem Psychologen gehe und NICHT zu einem Psychiater!

Tabletten fr**** können DIE selber - ICH nicht!

Gruß,
HIS
 

Lhara

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Feb 2010
Beiträge
19
Gefällt mir
5
#33
Mit Psychiater habe ich teilweise auch nicht so gute Erfahrungen gemacht. Die sind unwahrscheinlich schnell mit extremen Tablettenhämmern zur Hand. Und haben teilweise eine ruppige Art, mit Patienten umzugehen.
Auch da lernte ich mal eine Ausnahme kennen, die aber leider nicht mehr praktiziert, die hatte sich auch ständig mit den Krankenkassen angelegt, und ich vermute mal, sie hatte dazu keinen Bock mehr. Leider.
Diese sollen unter der Leitung einer in dem Gebiet der Psychiatrie weitergebildeten Ärztin oder eines in dem Gebiet der Psychiatrie weitergebildeten Arztes, zumindest aber einer in der Psychiatrie erfahrenen Ärztin oder eines in der Psychiatrie erfahrenen Arztes durchgeführt werden.
Da gibt es anscheinend sone und solche SPD's (=sozialpsychiatrische Dienste)
Ich kenne nur die in psychosomatisch arbeitenden Kliniken, und die, die von der Stadt bzw von der Kirche (Caritas zb) unterhalten werden. Die in Kliniken kann man in anspruch nehmen, wenn man da in der Klinik ist, denn da fallen ja oft so knifflige Ämtergeschichten an.
Da arbeiten keine Psychiater und auch keine Ärzte.
In denen von der Stadt oder von der Caritas geht man selbst hin, bzw macht einen Termin aus.
Dann ist natürlich die Frage, wen man da erwischt. Und ob die Chemie auch ein bisschen stimmt.
Aber die machen eigentlich nie was über den Kopf des Ratsuchenden hinweg. Dafür haben die auch zuviel Andrang.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#34
Hallo,
bin bin jetzt so weit, da mir meine SB keine ruhe lässt bezüglich 1 EUR Job, obwohl für den 1 Arbeitsmarkt nicht geeignet, meinen Sozialarbeiter am Montag zu sagen, das ich EU Rente beantragen werden.
Sollte ich dies tun?
Was hat das für vor und nachteile?
 

HIS_2

Elo-User/in

Mitglied seit
4 Jan 2011
Beiträge
457
Gefällt mir
137
#35
Hallo Jordon,

nun ja, ich beschäftige mich auch schon etwas länger mit dem Thema "ob oder ob nicht"!

Meine Gedankengänge:

Vorteil(e):
Ruhe, vor den teilweise herabwürdigenden SB des JC
Innere Ruhe, weil Du Dich um Deine Gesundheit kümmern kannst
Solange Dein Rentenverfahren läuft, erhälst Du -ohne Druck- weiter Leistungen nach dem SGB II

Nachteil(e):
Wenn DU Dich mit den Gedanken anfreunden kannst, in Rente zu gehen, dann tue es (ich kann es nicht!)
Du verabschiedest Dich von dem Gedanken, jemals wieder arbeiten zu können (ich kann es nicht!)
Weniger Vermögensgrenzen als im SGB II (ich habe keines mehr!)

Gruß,
HIS
 
Oben Unten