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Minijob vs. 1 Euro-Job

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Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo!

Ich bekomme seit fast 2 Jahren Alg 2 und kann jetzt in einem Geschäft auf 400 Euro-Basis anfangen. Es ist geplant, daß aus der Stelle ein Voll- oder zumindest Teilzeitstelle wird, allerdings kann noch nicht genau gesagt werden, wann (vermutlich nach ca. einem halben Jahr). Um festzustellen, ob ich überhaupt für den Job geeignet bin, hat mir die ARGE vorab ein 4tägiges Praktikum in dem Laden genehmigt. Als ich dann gestern ankam und gesagt habe, daß ich den Job haben kann, meinte meine Arbeitsvermittlerin, daß ich ihr schnellstmöglich die Arbeitsbedingungen (Lohn, Arbeitszeit etc.), Vertrag etc. vorlegen soll, damit sie das genehmigen kann. Wenn ich das nicht tue oder ihr irgendwas anderes nicht paßt, will sie mir einen 1 Euro-Job zuweisen.

Nun zu den Sachen, die ich geklärt haben möchte:

1. Soweit ich weiß, hab ich die Pflicht, den Minijob zu melden, muß mir diesen aber nicht vom Amt genehmigen lassen. Ich muß mich halt nur, solange es bei dem Minijob bleibt, weiter um eine feste Anstellung bemühen. Das ist soweit richtig oder? Wenn ja, dann darf ich den Job also ausüben, auch wenn meiner Arbeitsvermittlerin z. B. der Stundenlohn nicht paßt oder sie keine schriftliche Bestätigung vom AG bekommt, daß aus dem Minijob bald mehr wird? So eine Bestätigung will sie nämlich unbedingt haben. Aber mein AG meinte, daß er dazu nicht verpflichtet ist und daß eine mündliche Bestätigung völlig ausreicht, wenn überhaupt.

2. Könnte mir meine Arbeitsvermittlerin jetzt tatsächlich einen 1 Euro-Job aufs Auge drücken, wenn ihr irgendwas nicht paßt? Als sie mir das Praktikum genehmigt hat, wußte sie ganz genau, daß es sich erstmal um einen Minijob handelt aus dem dann irgendwann höchstwahrscheinlich mehr wird. Aber auch, wenn sich das alles jetzt spontan entwickelt hätte, geht doch ein Minijob vor einem 1 Euro-Job oder? Vor allem, wenn aus dem Minijob mehr werden kann. Bei einem 1 Euro-Job kann man ja, soweit ich weiß, nicht übernommen werden. Also was würde mir das dann bringen?!

3. Und was ist, wenn meine Arbeitsvermittlerin mir droht, daß wenn ich den 1 Euro-Job nicht annehme, ich dann Geld gekürzt oder gestrichen bekomme? Normalerweise ist das ja so, wenn man irgendwas, was vom Amt kommt, verweigert. Aber gilt das auch in diesem Fall oder könnte ich dagegen angehen?

Ich will diesen Minijob wirklich unbedingt haben. Es ist zwar eine ganz andere Branche als ich gelernt habe, aber es wäre mein absoluter Traumjob. Und mein AG will mich auch unbedingt haben.
 

gelibeh

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17.046
#2
ich hab mir meinen Minijob auch nicht vom Amt genehmigen lassen, Änderungsmitteilung schicken und gut ist.Wenn Du den Job hast, wird das mit dem EEJ scjwer, denn im Gesetzbuch steht folgendes
SGB II § 2 Grundsatz des Forderns
(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.

(2) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen.




Das tust Du mit Deinem Minijob

und
Zitat:
§16 SGBII 3) Für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden können, sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Werden Gelegenheiten für im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeiten nicht nach Absatz 1 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gefördert, ist den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen; diese Arbeiten begründen kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts; die Vorschriften über den Arbeitsschutz und das Bundesurlaubsgesetz mit Ausnahme der Regelungen über das Urlaubsentgelt sind entsprechend anzuwenden; für Schäden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit haften erwerbsfähige Hilfebedürftige nur wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Also geht ein Minijob immer vor einem EEJ. Wenn sie Dir was kürzen willm verweis mal auf die Paragrafen oben.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Wenn meine Arbeitsvermittlerin aber trotzdem hart bleibt, könnte ich also dagegen vorgehen und würde wohl auch Recht bekommen oder?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Ich hab mich zur Vorsicht mal an einen RA gewandt und tatsächlich muß ich mir überhaupt keine Sorgen machen. Ich kann den 1 Euro-Job ablehnen und muß auch keine Angst haben, daß das Amt mir dafür das Geld kürzt. Und wenn doch, kann ich mit sehr guten Erfolgsaussichten dagegen angehen. Trotzdem danke für die Antwort, gelibeh!
 

gallo

Elo-User/in

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#5
minijob contra EAJ

hallo,
ich habe soeben deinen und die vorgegangenen threads im forum gelesen.
auch ich habe genau dieses thema am hals --- minijob gegen EEJ.

wie ich deinem beitrag entnehmen kann, und dies hats du ja durch eine RA anscheinen bestätigt bekommen, reicht ein sogenannter minijob aus, damit man nicht zu einem (zusätzlich) EEJ verdonnert werden kann.

mich würde interessieren, ob du etwas rausfinden konntest was die
bedingungen dafür sind ...
reicht es wenn man einen minijob z.b. 10 stunden die woche mit
6.-€ stundenlohn also monatlich 240€ antritt ???
mein FM hat mir angedeutet dass sie erwartet dass ich einen
job mache der 400€ pro monat einbringt, alles andere würde dazu führen dass sie mir noch einen EEJ zusätzlich aufbrummt ...

thanks
 
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