Minijob vorhanden, soll Maßnahme antreten - dringend

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Elo-User*in
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Hallo,

ich bitte für eine Bekannte um Rat, es geht um folgenden Sachverhalt:

Minijob auf 165,- Euro in der häuslichen privaten Pflege für einen Querschnittsgelähmten besteht, ist der ARGE bekannt.

Heute Termin bei ARGE, soll ab morgen früh (!) an einer sinnlosen Maßnahme in einem bfz teilnehmen, Inhalte:
Aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt (kennen wir doch alle)
Aktuelle Anforderungen (bekannt)
Bewerbungstraining (sinnlos)
Vertiefung kaufmännischer Grundlagen (keine Vorhanden)
Einführung in Word (ok)
Excel (ok)
Internet Browser (ok)
Email und Qutlook (ok)
Grundlagen Access (ok)

Die Person hat mit kaufmännisch und EDV nichts am Hut sondern hat erst letztes Jahr eine Ausbildung zur Krankenpflegehelferin absolviert und da auch diesen Minijob gefunden.

Diesen müsste sie ja jetzt wortwörtlich von heute auf morgen kündigen um an der Maßnahme teilzunehmen, ansonsten 30% Kürzung für 3 Monate laut ARGE.

Meine Frage:
Kann meine Bekannte die Maßnahme nach § 31 Absatz 1 SGB II (wichtiger Grund) ablehnen?

Erstens besteht ja ein Arbeitsvertrag, wenn auch nur auf 165,- Euro mit Kündigungsfrist, ist der ARGE bekannt.

Und zweitens Hintergrund: Meine Bekannte hat natürlich gegen falsche Bescheide jeweils Widerspruch eingelegt und bisher immer Recht bekommen, es ist offensichtlich, daß die ARGE sie auf dem Kicker hat, das nur nebenbei.

Es besteht offensichtlich keine Aussicht auf einen kaufmännischen Beruf, da dies auch nicht das Interesse meiner Bekannten ist, sondern die Pflege.

Aussage der ARGE:
Ein Minijob ist kein Grund, eine Maßnahme nicht anzutreten, die Arbeitszeiten lassen sich aber auch nicht mit der Maßnahme vereinbaren, sonst wäre ja alles kein Problem.

Bitte dringend um fundierten Rat, da sie ja morgen entweder arbeiten oder zu der Maßnahme muß.

Vielen Dank
 

wolliohne

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Ein vers.pfl. Job geht immer vor (auch 400,-€)!

Lass Dir keinen Unsinn erzählen.

Am besten schriftl. Widerspruch einlegen gegen diese Maßnahme,und notfalls vor das SG ziehen.
Vorsorglich würde ich zum RA od. zur Gewerkschaft gehen und diese schon einmal informieren.

Ps. ich würde auch nach Möglichkeit am 1.Tag der Maßnahme erscheinen
und dann vor Ort alles klären !

Alles Gute
 

Andi_

Priv. Nutzer*in
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19 April 2006
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Hat sie nicht morgen einen zeitgleichen / zeitnahen Termin beim 165 Job? Ansonsten hingehen und Zeitplan machen. Sie kann natürlich nicht in den Zeiten, in denen sie einem angemeldeten Nebenjob nachgeht. Bei 165 sind das wohl etwa 16,5 Stunden mtl.? Zu den übrigen Zeiten kann man ihr aber sicherlich die Maßnahme zumuten. So sinnlos sie auch ist, dürfte sie nicht den Zumutbarkeitsrahmen sprengen, wie etwa ein Bewerbungstraining für einen Handwerker der vor einem Jahr seine Meisterprüfung abgelegt hat und davor als Arbeitgeber Personal beschäftigte. Dank Hartz IV ist mittlerweile das offensichtlich Unzumutbare zumutbar geworden :(
 
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