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Minijob selber kündigen

Ramsesrock

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#1
Hallo zusammen.
Wie ist das eigentlich? Wenn ich meinen 450,- € Job selber kündige, werde ich dann sanktioniert? Es ist doch kein sozialversicherungspflichtiger Job? Und wie würde die Sanktion aussehen? Muß es da auch eine Anhörung geben?
Thanx schonmal.....
 

Caso

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#2
Hallo zusammen.
Wie ist das eigentlich? Wenn ich meinen 450,- € Job selber kündige, werde ich dann sanktioniert? Es ist doch kein sozialversicherungspflichtiger Job? Und wie würde die Sanktion aussehen? Muß es da auch eine Anhörung geben?
Thanx schonmal.....
Ja. Da würdest du sanktioniert.
Ja. Da würde es vorher eine Anhörung geben.
Da würden 30% für Monate Sanktion drohen, wenn du Ü25 bist
Ob der Job sv-pflichtig ist, spielt keine Rolle.
Wenn er mehr als 100,- einbringt, machst du dich hilfebedürftiger.
Wenn du allerdings einen wichtigen Grund hast und der akzeptiert wird, kommt keine Sanktion.
Es kommt also wie immer---drauf an.
 

AntiHartz

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#3
In Verbindung mit der Sanktion wird im Anschluss nach SGB II §34 geprüft.
Für die Leistungen, die dann erbracht werden würden aufgrund der Kündigung ohne wichtigen Grund wäre man dann ggf. rückzahlungspflichtig.
 

Caso

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#4
In Verbindung mit der Sanktion wird im Anschluss nach SGB II §34 geprüft.
Für die Leistungen, die dann erbracht werden würden aufgrund der Kündigung ohne wichtigen Grund wäre man dann ggf. rückzahlungspflichtig.
Du meinst, da gäbe es einen Automatismus?
Wie kommst du darauf?
 

Ramsesrock

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#5
Zur Erläuterung: Wie es aussieht, werde ich ab 01.09. wieder eine reguläre Arbeit haben. Entscheidet sich morgen (mündlich ist schonj alles ok - aber noch kein Papier). In diesem Minijob bin ich erst einen Monat - habe also 2 Wochen Kündigungsfrist. Wenn morgen alles unter Dach und Fach ist, würde ich gerne sofort kündigen, damit ich die restlichen zwei Wochen im August noch ein bisschen Zeit habe. Das JC würde ja noch 1x bezahlen, nämlich für September. Und für diese eine Zahlung könnte ich die Sanktion verkraften.
Mit was für Schikanen muß ich denn nach meiner Arbeitsaufnahme am 01.09. noch rechnen? Kontoauszüge? Vorlage des Arbeitsvertrages etc. ? Am liebsten würde ich denen ein Veränderungsmitteilungs-Formular schicken und gut. Natürlich mit der Info über die Mini-Job Kündigung.
 

Ramsesrock

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#7
Wenn ich am 01.09. anfange, krieg ich mein erstes Gehalt Ende September.
 

Caso

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#8
Zur Erläuterung: Wie es aussieht, werde ich ab 01.09. wieder eine reguläre Arbeit haben.
Dann mal toitoitoi für morgen!
In diesem Minijob bin ich erst einen Monat - habe also 2 Wochen Kündigungsfrist. Wenn morgen alles unter Dach und Fach ist, würde ich gerne sofort kündigen, damit ich die restlichen zwei Wochen im August noch ein bisschen Zeit habe.
Verständlich. Würde ich dann auch so machen;-)
Das JC würde ja noch 1x bezahlen, nämlich für September. Und für diese eine Zahlung könnte ich die Sanktion verkraften.
Aha. Dann kannst du das so machen mit dem Urlaub.
Mit was für Schikanen muß ich denn nach meiner Arbeitsaufnahme am 01.09. noch rechnen? Kontoauszüge? Vorlage des Arbeitsvertrages etc. ?
Fällst du denn ganz aus dem Leistungsbezug raus?
Am liebsten würde ich denen ein Veränderungsmitteilungs-Formular schicken und gut. Natürlich mit der Info über die Mini-Job Kündigung.
Das geht auch.
Aber das JC wird wissen wollen, ob es dir für September evtl. zuviel bezahlt hat und dieses Geld zurückverlangen. Wenn dir noch im September der 1. Lohn aufs Konto fließt, verlangt das JC zu Recht die Leistungen für September zurück.
Manche AG schaffen es bei Neueinstellungen oft nicht mit der regulären ersten Zahlung zum Monatsende. Kommt der Lohn dann erst am 1.10. würde dir auch das Alg2 für September noch zustehen!
Bei großen Firmen wird da sicher nichts zu schieben sein---aber denk mal drüber nach.
Wenn du deine Hilfebedürftigkeit verringerst oder gar beendest durch Aufnahme eines anderen Jobs, dürfte mM keine Sanktion erfolgen.

Wegen der 2 Wochen könnten die sich aber evtl. doof anstellen und trotzdem eine Sanktion androhen.
 

Ramsesrock

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#9
Ich würde ganz gut (normal) verdienen - bräuchte also keine Unterstützung mehr. Deswegen will ich ja auch erstmal nichts mehr mit "denen" zu tun haben.
Hmmm...? Das heisst dann, wenn ich für September kein ALG II mehr kriege, ich die Miete und so weiter von meinem (nicht vorhandenen) Ersparten zahlen muß. Ja toll.

Kleine Randbemerkung: Mich wundert, daß keinerlei Anfragen bezüglich des wahrscheinlich frei werdenden Mini-Jobs kommen. So leicht sind die auch nicht zu kriegen. Achso: München!
 

AntiHartz

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#10
Du meinst, da gäbe es einen Automatismus?
Wie kommst du darauf?
Ich habe hier im Forum mal ein entsprechendes Schreiben gelesen.
Das hatte ein Threadersteller hier reingestellt und dort stand eben, das aufgrund der Umsetzung von §31 nun automatisch geprüft werden müsse nach §34. In dem Fall ging es auch um Eigenkündigung eines Minijobs.
Das ganze ist etliche Monate her. So hab ich das nun nicht mehr griffbereit.
 

ela1953

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#11
Wenn du den Vertrag hast bitte darum, dass das erste Gehalt erst paar Tage später auf deinem Konto ist. Klappt das nicht, kannst du ein Darlehn beantragen und in Raten zurückzahlen. 56% der KdU dürfen nicht zurückgefordert werden.
 

Ramsesrock

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#13
@ Texter 50
Danke, ja das weiß ich. Das wäre bei mir jetzt 1 Tag. Ich arbeite ja nur 11 Stunden die Woche (1x 6 und 1x 5 Stunden).
 

Ramsesrock

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#14
So, das hat sich alles erledigt. Es hat sich mal wieder bewahrheitet: Alles, was Du nicht schriftlich hast, ist für den Arsch. Beim Vorstellungsgespräch und Probearbeiten alles ok.
Und plötzlich hat man es sich anders überlegt und es wird doch kein Full-time-Job. Bloß gut, daß ich meinen Minijob noch nicht gekündigt hatte.
Der Optimist in mir wird immer kleiner.
 

Ramsesrock

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#15
Achso...wo ich gerade dabei bin:
Von was wird mein Bedarf incl. Minijob jetzt eigentlich berechnet?
Vom Brotto (450,-), oder vom netto (437,-)?
 

Ramsesrock

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#17
Logischerweise dachte/denke ich das auch. Sag' das mal dem JC.
 
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