Minijob, Nachzahlung fehlender Vergütung - Anrechnung auf Rente?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Zwergin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juli 2015
Beiträge
254
Bewertungen
104
Hallo,

eine Frage, vielleicht, weiß grad jemand was dazu.
AG hat Minijob nicht korrekt entlohnt, es kommt jetzt zu einer Lohnnachforderung.
Diese wird nun als Einmalzahlung gezahlt.

Wird dies als Hinzuverdienst im laufenden Jahr angerechnet?
Eigentlich sind das ja noch Ansprüche aus dem vorherigen Jahr (auch mit diesen
Nachforderungen wären es noch jeden Monat unter 450 € gewesen im letzten Jahr)
Muss eine solche Zahlung überhaupt gemeldet werden? (Minijob wurde bei Beginn
gemeldet und das ok durch die Rentenversicherung gegeben).
Hätte der AG korrekt gezahlt, dann wäre es ja nie zu dieser Nachzahlung gekommen...

Grüße, die Zwergin
 

Zwergin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juli 2015
Beiträge
254
Bewertungen
104
Hm, ich hab jetzt einige verschiedene Aussagen...

Darf der Rentner hier wirklich benachteiligt werden, wenn er unterschlagene Lohnzahlungen einklagt?

Wie gesagt, diese Einmalzahlung wäre ja gar nicht zustande gekommen, wenn der Ex Arbeitgeber korrekt abgerechnet hätte in den letzten Jahren...
Und die Hinzuverdienstgrenzen wären ja durch korrekte Zahlung auch nie überschritten worden in den letzten Jahren.

Wie wäre der Fall, wenn der AG nicht auf einmal zahlen kann und dann über Monate Ratenzahlungen leisten muss.... Dann würde die Hinzuverdienstgrenze ja auch in keinem Monat überschritten werden und die Anrechnung findet nicht statt.

Ich seh schon, das ist wohl wieder ein recht spezieller Fall.

Mir wurde hier auch schon gesagt, dass eine Urlaubsabgeltung nicht gemeldet werden muss, wenn man davon ausgehen kann, dass diese nicht angerechnet wird. Die habe ich damals korrekt angegeben und mir wurde diese dann doch wider Erwarten angerechnet...
 

Zwergin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juli 2015
Beiträge
254
Bewertungen
104
Und wie wäre der Fall, wenn der Arbeitgeber aufgrund eines Engpasses nicht den Lohn pünktlich zahlen kann... Wenn sich dann 3 oder 4 Monate ansammeln, z. B. Okt, Nov, Dez.... Im Februar kommt wieder ordentlich Kohle rein und er zahlt den Monatslohn Februar 450 Euro + die drei Monate aus dem letzten Jahr 1350 Euro.
Wäre das Pech für den Rentner und er bekommt dann wegen der Nachzahlung Abzug der Rente?

Wäre ja theoretisch das gleiche...
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.774
Bewertungen
4.400
Maßgeblich dürfte hier wohl der Jahresverdienst sein. Dieser darf aber nicht höher als 6.300 € sein. Als Berechnungszeitraum gilt das Kalenderjahr (Januar – Dezember) in dem der Verdienst zufließt. Melden muss du den nachgezahlten Verdienst in jedem Fall.

In wieweit sich diese Nachzahlung auf die 6.300 € in diesem Jahr auswirkt, vermag ich nicht zu beurteilen. Hier könnte es auch ggf. darauf ankommen, zu/mit welchen Datum/Daten der Arbeitgeber diese Beträge als Korrekturmeldung abgesetzt hat. Ansonsten frage einfach mal telefonisch bei dem Rentenversicherungsträger nach.

Weitere Infos gibt es hier. Klick

https://www.deutsche-rentenversiche...4/erwerbsminderungsrentner_hinzuverdienen.pdf
Erwerbsminderungsrente - Erwerbsunfähigkeit - betanet
https://www.bmas.de/SharedDocs/Down...gsrente-2013-04-26.pdf?__blob=publicationFile
 

Zwergin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juli 2015
Beiträge
254
Bewertungen
104
Ok.
Ich war davon ausgegangen, dass ich 2x im Jahr doppelten Hinzuverdienst haben darf, also 900 Euro. Das muss nicht zwangsläufig auf zwei Monate verteilt sein, sondern für die Berechnung ist die Grundlage 6300 € erzielt in 12 Monaten, bzw im Kalenderjahr.
Habe ich das richtig verstanden?

Da die Sache vermutlich über einen Anwalt laufen wird und wie ich meinen vorherigen Arbeitgeber kenne, vor Gericht enden wird, ist es wohl sinnvoll, das schon im Vorfeld zu klären... Vermutlich läuft so etwas ja auch auf einen Vergleich hinaus.... In dem Fall wäre ich wahrscheinlich eh noch unter der jährlichen Hinzuverdienstgrenze, da ich mit der angesetzten Forderung nur knapp drüber bin..

Bislang war ich vom einzelnen Monat ausgegangen, in dem der Zufluss erfolgt.
Und dass dann gilt: zu hoher Hinzuverdienst = keine Rente für den Monat.
Muss ehrlich sagen, dass ich durch den Bescheid von damals mit der Berechnung bei der Urlaubsabgeltung auch nicht so ganz durchsteige..

Edit: danke für den link, der beantwortet meine Fragen! Ist ja auch mit Berechnungsbeispien, das verstehe ich...

Wusste nicht, dass es 2017 eine Änderung gab...
Aber das erklärt auch, warum die Rentenversicherung nun nicht mehr nach den täglichen Stunden fragt, sondern nur den erwarteten Jahresverdienst abfragt.

Danke dir!
 
Zuletzt bearbeitet:
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten