Minijob mündliche Kündigung, Arbeitnehmer zögert schriftliche Kündigung heraus

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Lina_5

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Hallo,....
Folgendes, habe nach einer mündlichen Kündigung und kurzer Krankheit (1 Woche) im anschließenden Monat einen neuen Minijob begonnen. Dieser ist insofern besser, als dass ich jeden Monat 400 euro verdienen kann, nich wie vorher nur unregelmäßig unter 400 euro.
Das Jobcenter fordert mich nun dazu auf eine schriftliche Kündigung einzureichen. Habe den Arbeitgeber nun schon mehrmals dazu aufgefordert diese vorzubereiten, so dass ich sie abholen kann, ... (Auch die Lohnabrechnung für den letzten Monat steht noch aus, habe sie beim Jobcenter nur durch Kontoauszug belegt) hat erst versucht sich rauszureden, mit ...ja der Arbeitsvertrag bestand ja auch nur mündlich, .... langsam, nach 6 wochen reichts mir,:icon_mued: ....
Da ihm so Verwaltungssachen auch schwer fallen, überlege ich, ein Kündigungsschreiben aufzusetzen dass er dann entsprechend nurnoch unterschreiben kann, wenn er einverstanden ist, ...
gibts sowas als Onlinevordruck?
... Eigentlich war es eine Kündigung aus Geldersparnisgründen, meine Aufgaben übernimmt eine kostenlose Praktikantin, ... außerdem ist und war die Stelle in der Jobbörse ausgeschrieben, während der 2 Monate, die ich dort gearbeitet habe, ....
hm, was mache ich nun, um in der vom Jobcenter genannten Frist zu bleiben und die Dokumente einreichen zu können. ....:icon_neutral:?

...
Danke ....freue mich über Tipps.....
 

biddy

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Könntest Du dem ehemaligen AG vorlegen:
§ 57 SGB II - Auskunftspflicht von Arbeitgebern

1Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit auf deren Verlangen Auskunft über solche Tatsachen zu geben, die für die Entscheidung über einen Anspruch auf Leistungen nach diesem Buch erheblich sein können; die Agentur für Arbeit kann hierfür die Benutzung eines Vordrucks verlangen. 2Die Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf Angaben über das Ende und den Grund für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisse
Ansonsten muss sich das JC an ihn wenden, vermutlich werden sie ihm dann auch ein Ordnungsgeld o.ä. androhen:
§ 63 Bußgeldvorschriften

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1. entgegen § 57 Satz 1 eine Auskunft nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt, [...]

Deine Mitwirkung hat auch Grenzen - was sollst Du denn machen, wenn der AG nicht reagiert?
*klick* § 65 SGB I Grenzen der Mitwirkung Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I)
 
E

ExitUser

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Hallo,

mündliche Kündigungen sind nicht rechtsgültig.
Biete dem AG weiterhin Deine Arbeitskraft an und mache ihn darauf aufmerksam, dass er zur weiteren Zahlung der Vergütung verpflichtet ist, so lange bis die Kündigung rechtswirksam wird und dass Du die Vergütung notfalls einklagen wirst.

Ich könnte mir vorstellen, dass der AG die schriftliche Kündigung dann schnellstens ausstellt!

Grüße
Arbeitssuchend
 

Mario Nette

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Du hast keine Sanktionen zu befürchten, wenn du schriftlich kündigst, denn du hast für einen Job gekündigt, der besser entlohnt wird und damit deine Hilfsbedürftigkeit senkt.

Mario Nette
 

BlackForest

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Hallo,

mündliche Kündigungen sind nicht rechtsgültig.
Biete dem AG weiterhin Deine Arbeitskraft an und mache ihn darauf aufmerksam, dass er zur weiteren Zahlung der Vergütung verpflichtet ist, so lange bis die Kündigung rechtswirksam wird und dass Du die Vergütung notfalls einklagen wirst.

Ich könnte mir vorstellen, dass der AG die schriftliche Kündigung dann schnellstens ausstellt!
Falls er darauf auch nicht reagiert, mußt du vor dem Arbeitsgericht klagen. Meines Wissens geht das Jobcenter bei Verstößen gegen das Arbeitsrecht oder Sittenwidrigkeit des Jobs nicht vors Arbeitsgericht.
 

juergen1958

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Hallo,
wie schon gesagt, eine mündliche Kündigung ist keine Kündigung, Du hast also weiterhin ein Arbeitsverhältnis bei der Firma. Also dieser deine Arbeitskraft anbieten und dem Jobcenter mitteilen, daß dein erster Arbeitgeber dich momentan nicht bezahlt. Dann brauchst Du dem Jobcenter nicht nachweisen, was es gar nicht gibt.
Grüsse
Jürgen
 
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