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Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrogant!

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Ricardo 2008

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Wie ich in dem Thread (http://www.elo-forum.org/euro-job-mini-job/34738-50-euro-job-ohne-abschluss-egv-5.html#post387021) schrieb, habe ich seit Anfang Februar bei einer Firma einen 400 Euro Minijob gefunden und bin sofort eingestellt worden.

Wie in einem anderen Thread (Zwei Ein-Euro-Job Vorschläge innerhalb von 7 Tage) beschrieben, habe ich einen weiteren Ein-Euro-Job Vorschlag bekommen.

Diesen wollte ich, entgegen dem ersten Vorschlag, nicht ablehnen, sondern zunächst einen Vorstellungstermin mit dem Träger vereinbaren. Hier kam es nun zu folgendem Konflikt.

Ich rief am vergangenen Donnerstag die zuständige Person, ein Herr mit Doktortitel an. Ich erklärte am Telefon, dass ich einen Vorschlag vom Jobcenter für einen 1,50 Euro- Zusatzjob bei seinem Institut für technische Weiterbildung (ITW Berlin) bekommen habe.

Die Person fragt am Telefon sofort nach meinen Kenntnissen in Bezug auf MS Office und Netzwerke. Und ob ich Hardware Kenntnisse habe. Ich antwortete daraufhin, dass ich nur Kenntnisse aus dem Hausgebrauch habe.

Er erklärte mir, dass er gerne ein persönliches Gespräch mit mir vereinbaren möchte. Ich fragte wann. Er gab mir daraufhin einen Termin für Mittwoch 10.30 Uhr. Ich sagt, dass es mir Vormittags nicht möglich wäre, da ich Vormittags bereits einen 400 Euro Job ausübe.

Hier antwortete er, dass ihn das nicht interessiere und ich gefälligst den Termin so wahrzunehmen habe, wie er es wünscht. Auf meinen Einwand, dass ich trotz eines 400 Euro Minijobs dennoch vertragliche Verpflichtungen habe und der Arbeitgeber mich Vormittags benötigt, antwortete er, dass auch das ihn nicht interessiere und er darauf keine Rücksicht nehmen will. Wenn ich den Termin nicht wahrnehmen werde, würde er dem Jobcenter mitteilen, dass ich an dem 1,50 Euro Job kein Interesse habe.

Daraufhin fragte ich den "netten" Herr Dr. H. ob es wenigstens möglich wäre, den Termin einen Tag später, auf Donnerstags zu verlegen, weil besonders der Mittwoch extrem schlecht bei meinem Arbeitgeber wäre. Auch darauf lies sich der "Herr des Trägers" nicht ein. Entweder ich komme am Mittwoch um 10.30Uhr oder der Jobcenter wird informiert. Ich fragte noch abschliessend, ob ich bereits vor Vertragsabschluss als Leibeigener von ihm angesehen werde. Ich fragte höflich ob ein andere Termin möglich ist und er geht nicht ein Millimeter auf mich zu. Was soll das für eine Basis zur möglichen Zusammenarbeit sein?

Ich möchte daher hier fragen, ob mir das eventuell beim Jobcenter negativ ausgelegt werden kann, wenn ich den Termin, so wie dieser Herr es wünscht, nicht wahrnehmen kann. Ich lehne weder den 1,50 € Job ab, noch lehne ich ein Gespräch ab. Ich würde nur gerne das Gespräch zu einem Termin legen, der nicht mit meinem Minijob kollidiert.

Da der 1,50 Euro Job in Schulen, also ausschliesslich Vormittags ausgeübt wird und meine 400 Euro Minijob auch nur Vormittags machbar ist, wird so oder so keine Möglichkeit bestehen, dass ich den 1,50- Job anfangen kann, es sei denn, ich verzichte auf meinen Minijob. Aber das kommt nicht in die Tüte.

Hat jemand einen Tipp, wie man da vorgehen kann?
 
E

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Eigentlich schützt dich dieser 400-Euro-Job vor dem EEJ. Den EEJ hättest du ablehnen können mit der Begründung, dass gem "§ 16d die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsenschädigung nur für Leistungsempfänger sind, die keine Arbeit finden können".
 

FrankyBoy

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Wären wir in Österreich könnte ich deine Anfrage viel eindeutiger beantworten - nämlich so:
Begründung
Dem im Bezug von Notstandshilfe stehenden Beschwerdeführer wurde vom Arbeitsmarktservice Wien,
Regionale Geschäftsstelle Prandaugasse (in der Folge AMS Prandaugasse), ein Arbeitstraining beim
sozialökonomischen Betrieb D mit Beginn 24. Mai 2007, 9h ("Infoveranstaltung"), zugewiesen und ihm dieser
Termin in einem als Kontrolltermin im Sinne des § 49 AlVG vorgeschrieben.
Mit einem E-Mail vom 25. Mai 2007 teilte der Beschwerdeführer dem AMS Prandaugasse mit, dass er den
Termin bei D nicht habe wahrnehmen können, da er zeitgleich einen Vorstellungstermin bei einem anderen
Unternehmen gehabt habe. Er ersuche um Rückantwort, falls das AMS eine Bestätigung dafür brauche.
In einer am 5. Juni 2007 vom AMS Prandaugasse aufgenommenen Niederschrift über die Nichteinhaltung
einer Kontrollmeldung wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer den Kontrolltermin am 24. Mai 2007
nicht eingehalten habe, da er einen Vorstellungstermin gehabt habe, einen Beleg könne er im Moment nicht
vorweisen. Auf der Niederschrift findet sich der Vermerk "Kunde verweigert Unterschrift".
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWT_2007080247_20080702X00/JWT_2007080247_20080702X00.pdf
Dir möchte ich mal raten, hier rein zu sehen: Sozialgerichte
 

Ricardo 2008

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Der Jobcenter schreibt mir dazu folgendes:

"Trotz Nebentätigkeit nehmen sie weiter Leistungen nach SGB II in Anspruch. Die Anspruchsvoraussetzungen einschließlich der Regelungen zur Zumutbarkeit sind in den §§ 7 bis 10 des SGB II festgelegt.

Eine Nebenbeschäftigung rechtfertigt somit nicht die Ablehnung einer Maßnahme. Das gilt auch für Einladungen mit Rechtsfolgebelehrungen."
 

ethos07

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Hm, hast du denn eine EGV unterschrieben, die einen Ein-Euro-Job vorsieht?

Wenn nicht, würde ich wohl dem eigenen Vermittler/SB bei deinem JC einen gesalzenen Brief schreiben und begründen, warum dich der Minijob eher zu einer Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt bringt als dieser Ein-Euro-Job. Ohne diesen natürlich direkt abzulehen! Und dich auch gleich über die dreiste Art, dich beim Vorstellungstermin zeitlich sinnlos zu drangsalieren, lauthals beklagen.

Mit Hinweis, dass du diese deine Beschwerde über den Umgang mit erwachsenen Mitbürgern 1. an das regionale Kundenreaktionsmangement, 2. an den GF deines JC, 3. an die Ombdusfrau der Berliner Zeitung sendest 4. dir den Beizug der Lokalpresse, TV. Gwerkschaften vorbehälst, wenn solche Umgangsformen seitens des JC & ihren Vasallen-Träger-Profiteure nicht sofort unterbunden würden. Wo denn hier das Qualitätsmanagement angesiedelt wäre? Da würde doch wohl Steuergeldverschwendung zugunsten eines privaten Trägers betrieben, indem diesem x-beliebige Ein-Euro-Jobler zugehalten würden und zur Schönung der Arbeitslosen-Statistik in irgendwelche für sie unpassende Abstellgleise bei Trägern verschoben würden. Das alles würde DICH jedoch keinen Schritt beruflich dem ersten Arbeitsmarkt intergrieren können, weil... usw.
Natürlich wärst du an auch an diesem EEJ interessiert, wenn dieser nachweislich hin zu einem festen Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt hinführen würde. Zeit für ein Vorstelllungsgespräch hättest du dann und dann und dann sofort oder in der nächsten Woche.
Aber es wäre doch widersinnig, deinen aktuellen Minijob nur wegen der zeitlichen Drangsalierung durch einen EEJ-Trägers zu gefärden, da nach allseitiger bisheriger Erfahrung nach EEJs eh keine festen Stellen hinterher für die Teilnehmer herausschauen würden etc. etc.

So in etwa. Voll vom Leder ziehen. Aber gleichzeitig höflichst bleiben.

* * *

Bei welchem Berliner JC bist du denn? Nach meiner Erfahrung lassen sich die JCs in Berlin durchaus durch geharnischtes Winken mit Zaunpfählen, sprich Öffentlichmachungen meistens zur Räson bringen. Wird ja sonst jeder Fall schnell zum Politikum. Nicht zuletzt weil wir nun ja die Wahlaspirationen der DieLi (DIE Linke) nun immer noch hübsch mit ins Spiel bringen könnten :)).

Ich finde solche offensiven Verhandlungstaktiken mit den Berliner JCs meistens eigentlich erfolgreicher und spannender als das rein jurisitsche Vorgehen.
Das ist aber natürlich auch Geschmackssache.

Zum rechtlichen Verhältnis von Minijob und Ein-Euro-Job noch dies gefunden.
 

Ricardo 2008

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Nein, eine gültige EGV besteht zur Zeit nicht.

Dennoch habe ich innerhalb der letzten zwei Monate zwei 1.50 Euro Jobs (Mehraufwendung/Zusatzjobs) angeboten bekommen.
Einen habe ich bisher abgelehnt und eine 30% Sanktion erhalten und um den zweiten geht es hier in diesem Thread.

Ich habe eigentlich keine Lust auf eine 60% Sanktion nur weil ich den Vorstellungstermin wegen meinem Minijob nicht so wahrnehmen kann, wie es der Träger wünscht.
 

Ricardo 2008

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Hallo ethos07,

Danke für dein Bericht.

Ich glaube jedoch nicht, dass ich mit einem Schreiben an die GF und meine Fallmanagerin Erfolg haben werde. Ich führe inzwischen mehrfach Widersprüche gegen den JC und schreibe ständig Beschwerden an die GF. Die sind inzwischen schon so genervt, dass sie mir irgendwie eins auswischen wollen. Auf meinen 400 Euro Job nehmen die keine Rücksicht. Die sagen sich, ich bekomme Sozialleistungen, also habe ich den Ein-Euro-Jobs anzunehmen.

Mich kotzt jetzt nur dieser Träger an, der glaubt, er könnte mit mir rumspringen wie er will. Ich würde halt nur gerne wissen, ob mir der JC was anhaben kann (Stichwort: weitere Sanktion), wenn ich sage, dass ich durchaus gewillt bin eine Vorstellungsgespräch zu führen. Jedoch zu einem Termin, der mit meinem Minijob vereinbar ist.

Ich lehne ja weder diesen Ein-Euro-Job ab, noch den Vorstellungstermin. Ich will nur den Termin mitbestimmen und mir nicht diktieren lassen.

Ich würde gerne wissen, ob eine Träger sich so aufführen und aufspielen kann und darf.

Vielleicht wende ich mich dann an das Kundenreaktionsmanagement. Das wäre noch eine Idee.
 

ethos07

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Ja, das verstehe ich natürlich - 60% Kürzung sind definitiv nicht tragbar.:icon_neutral:
Ich hoffe, dass sich hier die in EEJ eingefuchsten User mit für dich nützlichen Ratschläge noch melden.
 

FrankyBoy

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Das ist absolut krass, so etwas ist mir noch nicht untergekommen. habe den Verdacht, dass die dich absichtlich dazu bringen möchten, deinen 400,-- € Job zu verlieren und was stand den in der Begründung für die 30%ige Sanktion drin?

Jetzt drehen diese ARGE-Fuzzis völlig am Rad - es währe nützlich zu wissen, aus welcher Gegend du kommst - einmal gibt es hier "gute Beistände" und auf der anderen seite kannst du bei abgeordnetenwatch.de: Politik und Wahlkampf im Internet mal passende Fragen an die Volksverräter stellen.

Also ich währe an deiner Stelle längst auf die barrikaden gesprungen und würde den ARGE-Typen mal zeigen was es heißt zu kämpfen - als es aber bei mir so weit war, viel ich auch in tiefe Depressionen nur in deinem Fall ist das einfach nicht mehr hinnehmbar sondern gehört verurteilt.

Nein, eine gültige EGV besteht zur Zeit nicht.

Dennoch habe ich innerhalb der letzten zwei Monate zwei 1.50 Euro Jobs (Mehraufwendung/Zusatzjobs) angeboten bekommen.
Einen habe ich bisher abgelehnt und eine 30% Sanktion erhalten und um den zweiten geht es hier in diesem Thread.

Ich habe eigentlich keine Lust auf eine 60% Sanktion nur weil ich den Vorstellungstermin wegen meinem Minijob nicht so wahrnehmen kann, wie es der Träger wünscht.
 

ethos07

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Zwei für dich ev. nützlichen Adressen:

Das zentrale Kundenreaktionsmangement in Nürnberg: Beschwerden, Lob und Anregungen - www.arbeitsagentur.de -

(Meist bringt das allerdings auch nur etwas wenn man parallel noch anderswo seinen Fall publik machen.

Das regionale Kundenreaktionsmanagements in Berlin ist inzwischen dazu übergegangen, Beschwerden bezüglich Jobcenters direkt an das Kundenreaktionsmanagement in den jeweilien Jobcenters zu überstellen - also das bringt dann meist wohl gar nix mehr.)

Und hier die Ombudsfrau der Berliner Zeitung :


OMBUDSFRAU

Die Ombudsfrau der Berliner Zeitung hilft Leserinnen und Lesern, die Probleme mit Firmen oder Behörden haben und allein nicht weiterkommen. Das Wort Ombudsmann stammt aus demSchwedischen und steht dort für jemanden, der Rechte gegenüber Behörden wahrnimmt. Bitte vergessen Sie nicht Ihre Telefonnummer anzugeben, wenn Sie der Berliner Zeitung schreiben. Die Adresse:

Redaktion Ombudsfrau/Leserbriefe

Karl-Liebknecht-Straße 29

10178 Berlin

Telefon: 030/23 27 58 60

Fax: 030/23 27 54 30

E-Mail: blz-ombudsfrau@berliner-zeitung.de leserbriefe@berliner-zeitung.de
 
E

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Beim Kundenreaktionsmanagement hast du aber nur Erfolg, wenn du etwas schriftlich oder durch Zeugenerklärung belegen kannst. Das ist ja hier nicht der Fall. Absonsten nehmen die die Beschwerde nicht ernst und sie bleibt fruchtlos. Sie muss auch sehr gut geschrieben sein und es ist meist besser, wenn sie ein Dritter schreibt, weil der Betroffene sich meist seine Gefühle darin nicht verkneifen kann. Ein Brief voll Wut kommt nie gut an.

Ich fürchte, die Wut zu diesen Träger wirst du erstmal irgendwie wegstecken müssen. Der hat mit vielen Leuten mit dieser Druckmethode Erfolg und wendet sie eben bei jedem an.

Der Schutz vor einem EEJ durch einen Minijob ist leider nicht ganz 100%ig. Die meisten ARGEn sehen es aber so und letztendlich entscheidet immer der Richter. Bei mehr als 30% Sanktion bekommst du Lebensmittelgutscheine.

Ich fürchte, dein Amt reitet dich bewusst in Sanktionen, die du dann einklagen sollst. Wie du aber feststellen durftest, scheint das mit dem § 31 Abs. 1 Satz 1d SGB II, der ins Leere läuft, zu funktionieren. Das wird auch im Eilverfahren beim SG bearbeitet. Wenn du Glück hast, sind es nur 3 Wochen, wenn du Pech hast, sind es 8 Wochen. Lass dich bitte nicht unterkriegen. Du hast ja jetzt einen Anwalt; das läuft immer besser als wenn man alles allein macht.
 

Archibald

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Ich lehne ja weder diesen Ein-Euro-Job ab, noch den Vorstellungstermin. Ich will nur den Termin mitbestimmen und mir nicht diktieren lassen.

Ich würde gerne wissen, ob eine Träger sich so aufführen und aufspielen kann und darf.

Vielleicht wende ich mich dann an das Kundenreaktionsmanagement. Das wäre noch eine Idee.
Du musst keinen 1€-Job annehmen da eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt vorgeht und ein Minijob ist Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt! Zudem verstößt die Anordnung eines 1€-Jobs gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot und ist somit unverhältnismäßig, da ein 1€-Job den Steuerzahler Geld kostet, der Minijob hingegen spart dem "Steuerzahler Geld ein.

Weiteres hierzu:
http://www.elo-forum.org/euro-job-mini-job/36050-eurojob-vs-minijob.html
Minijob gegen 1 Euro-Job Sozialrecht frag-einen-anwalt.de
 

Martin Behrsing

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Ich verstehe nicht, waum hier jemand mit Trägern und Behörden überhaupt noch etwas telefonisch macht. Man ist es selber schuld, derartige antworten zu bekommen.
Also alles nachweislich schriftlich. Auch hier ein etwas schriftliches hin schicken, auf die vertraglichen Verpflichtungen des Minijobs hinweisen und an den Jobcenter ein Schreiben, dass der Minijob Vorrang hat und du dir kaum vorstellen kannst, dass ein SB ernsthaft verlangt, dass Du deine immerhin um 240 Euro veringerte Hilfebedrüftigkeit aufgeben solltest. Sollte er anderer Meinung sein, soll er dies rechtssicher begründen.

P.S. Frag einen Anwalt müssen wir hier nicht unbedingt verlinken. Da sind wir doch - glaube ich - etwas fitter
 
E

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Du musst keinen 1€-Job annehmen da eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt vorgeht und ein Minijob ist Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt! Zudem verstößt die Anordnung eines 1€-Jobs gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot und ist somit unverhältnismäßig, da ein 1€-Job den Steuerzahler Geld kostet, der Minijob hingegen spart dem "Steuerzahler Geld ein.

Weiteres hierzu:
http://www.elo-forum.org/euro-job-mini-job/36050-eurojob-vs-minijob.html
Minijob gegen 1 Euro-Job Sozialrecht frag-einen-anwalt.de

So ganz 100%ig geklärt ist das nach dem neuen Gesetz aber nicht! Eindeutig Vorrang hat ausschl. der sozialversicherugnspflichtige Job. Der Text "nur für Leistungsempfänger, die keine Arbeit finden können" ist aber immernoch im Gesetz. Man kann ihn aber unterschiedlich auslegen. Wenn sich hier ein Amt hartnäckig anstellt (so wie in diesem), würde ich das mit der zeitliche Nicht-Vereinbarkeit von beiden Jobs begründen. So z.B "mein 400-Euro-Job ist auf Abruf. Keine feste Arbeitzeit." und möglichst noch vom Arbeitgeber schriftlich bestätigen lassen, dass keine weitere Beschäftigung gewünscht ist (oder ähnliches). Dann sind die machtlos, denn dann müssen sie dich schriftlich auffordern, deinen 400 Euro-Job zu kündigen. Das machen die niemals!
 

Rechtsverdreher

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Die 30% Sanktion die Du erhalten hast sind rechtswidrig ergangen.

Am besten Du gehst gleich zum Rechtsanwalt damit, die Schulden Dir nämlich noch Geld.
 

Mario Nette

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Wie ich es verstehe ist die 30er Sanktion aus der vorhergehenden Ablehnung entstanden und schon etwas älter.

Mario Nette
 

Ricardo 2008

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Richtig!

Die 30%ige Sanktion wurde aufgrund einer Ablehnung aus einem ersten Ein-Euro-Job Angebot ausgesprochen. Hier ist, neben dem Widerspruch, bereits das Verfahren über das Sozialgericht in Form einer EA am Laufen.

Das zweite Ein-Euro-Job- Angebot kollidiert mit meinem Minijob. Dieser Ein-Euro-Job soll nur in den Vormittagsstunden ausgeübt werden. Der Minijob ist jedoch auch nur Vormittags möglich. Hier wird die Frage zu klären sein, ob der Jobcenter ebenfalls sanktionieren kann, weil man den Minijob gegenüber dem Ein-Euro-Job vorzieht.

Ärgerlich ist bei der ganzen Sache, dass im Falle einer weiteren Sanktion erst mal 60% Sanktionshöhe auftreten. Egal ob man im Recht ist oder nicht. Somit haben die Jobcenter das Druckmittel der Sanktion immer auf ihrer Seite und spielen diese Karte bewusst aus, die ihnen der Gesetzgeber auf dem Silbertablett präsentiert hat.
 
E

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Der 2. Job war doch gar nicht richtig bestimmt! Lehne ihn doch schriftlich wegen fehlender Bestimmtheit ab. Dazu gibt es ebenfalls sehr viele Urteile. Das ist sicherer als die Deckung durch einen 400 Euro-Job. Hält die jedenfalls eine WEile in Atem.

Mag sein, dass das dein Amt ebenfalls als einen "nicht wichtigen Grund" betrachtet. Dafür hast du jetzt aber einen Rechtsanwalt. Der wird denen schon wegen dem 1. EEJ eins reinwürgen. Ich frage mich, ob die wegen dem 2. auch noch eins drauf haben wollen. Wenn ja, wird es wegen der Sanktion erstmal unbequem. Trotzdem sind keine Konsequenzen zu erwarten.
 

Ricardo 2008

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Der 2. Job war doch gar nicht richtig bestimmt! Lehne ihn doch schriftlich wegen fehlender Bestimmtheit ab. Dazu gibt es ebenfalls sehr viele Urteile. Das ist sicherer als die Deckung durch einen 400 Euro-Job. Hält die jedenfalls eine WEile in Atem.

Mag sein, dass das dein Amt ebenfalls als einen "nicht wichtigen Grund" betrachtet. Dafür hast du jetzt aber einen Rechtsanwalt. Der wird denen schon wegen dem 1. Ein-Euro-Job eins reinwürgen. Ich frage mich, ob die wegen dem 2. auch noch eins drauf haben wollen. Wenn ja, wird es wegen der Sanktion erstmal unbequem. Trotzdem sind keine Konsequenzen zu erwarten.
Als ich das Angebot des zweiten Ein-Euro-Job hier eingestellt hatte, wurde leider gar nicht erkannt, dass wohl dieses Angebot nicht richtig bestimmt ist. Du bist der erste User der das erkennt.

Woran erkenne ich denn, dass dieser 2. Ein-Euro-Job nicht richtig bestimmt ist? :icon_question:

Die Bezeichnung der Tätigkeit wird mit "Hilfsarbeiter/in ohne näher Tätigkeitsangabe" beschrieben. Das wäre sicher als nicht richtig bestimmt zu deklarieren. Aber unter "Beschreibung/Anforderungen" wird die Tätigkeit des Ein-Euro-Job näher erklärt. Was ist, wenn der Jobcenter sagt, dass der Ein-Euro-Job aufgrund dieser Beeschreibung im Angebot richtig bestimmt ist?

Wann ist eine Ein-Euro-Job nicht richtig bestimmt und wie sieht eine richtige Bestimmung aus, die man nicht angreifen kann?
 
E

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AW: Minijob kolidiert bereits mit Vorstellung zum Ein-Euro-Job. Träger reagiert arrog

Ich meine, du hattest den hier reingesetzt und hab das so in Erinnerung: Der 1. war nicht zusätzlich, der 2. nicht richtig bestimmt. Wo steht er denn? Kannst du mir einen Link setzen? Hier ist so viel durcheinander gekommen!
 
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