Minijob bei Selbstständigkeit (1 Betrachter)

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jobhb

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Hallo Forum-Mitglieder!
Ich habe keinen Bock mehr auf den Kontakt zur Arbeitsagentur bzw. zum Jobcenter und tue alles mögliche, um davon zu kommen.

Ich beziehe seit 10.2012 ALG2. Seit Februar 2013 bin ich dabei meine Idee der Selbstständigkeit umzusetzen. Das Jobcenter zahlt Einstiegsgeld. Die Umsätze bleiben aber noch aus.

Kann mir jemand sagen, ob und in wie weit das Jobcenter einen 450 Euro Job anrechnet? Und wer zahlt die KV-RV-AV? Muss der Arbeitgeber über die ALG2 Leistungen bescheid wissen?

Über Eure Antworten wäre ich sehr dankbar.
 

Tollkirsche

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Wie hoch ist denn das Einstiegsgeld?

Bei Arbeitslosengeld-II-Bezug bleiben die ersten 100 Euro anrechnungsfrei, von allem darüber hinaus kannst Du 20 % behalten.

Bei einem Einkommen von 450 Euro bleiben Dir also 170 Euro.

Die Krankenversicherung zahlt weiterhin das JC, wenn Du leistungsberechtigt bist.

Es gibt verschiedene Modelle bei einem Minijob, z. B. mit oder ohne Lohnsteuerkarte. Das liegt in der Hand des Arbeitgebers. Informiere Dich mal auf der Seite https://www.minijob-zentrale.de


Für Dich selbst wird nicht in die AV eingezahlt, der Arbeitgeber zahlt pauschale Abgaben an die Minijobzentrale.

Seit dem 1. Januar werden automatisch Beiträge zur Rentenversicherung abgeführt, Du kannst Dich aber befreien lassen.

Das JC wird Dich auffordern, eine Einkommensbescheinigung des AG vorzulegen. Leider steht häufig auf dem Vordruck der Vermerk "Jobcenter". Also wird der Arbeitgeber davon erfahren. Hier im Downloadbereich gab es mal eine neutrale Vorlage, vielleicht wird das auch akzeptiert. Einkommensbescheinigungen muß der Arbeitgeber auch für andere Belange ausfüllen, dann würde das "Outing" entfallen.
 

jobhb

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Vielen Dank für die Antwort.

In wie weit ändert sich der Sachverhalt, wenn:

- es sich um eine Sozialversicherungspflichtige Anstellung handelt
- die mehr als € 450,- einbringt, aber flexible Einkommen monatlich erzielt
werden
- die Selbstständigkeit aber als Haupttätigkeit läuft (Überbrückung der
Startphase - ich bin nicht nur gewillt unabhängig von der BA zu sein,
sondern auch verpflichtet alles dafür zu tun)
- und durch die Selbstständigkeit auch in der Startphase "geringe"
Einnahmen generiert werden?

Zahlt das Jobcenter trotzdem Einstiegsgeld?
Wie geht das Jobcenter mit dieser Konstellation um?

Gibt es jemanden, der Erfahrungswerte berichten kann oder vom Fach ist?
 

BiancaBerlin

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In wie weit ändert sich der Sachverhalt, wenn:

  • es sich um eine Sozialversicherungspflichtige Anstellung handelt
  • die mehr als € 450,- einbringt, aber flexible Einkommen monatlich erzielt werden
  • die Selbstständigkeit aber als Haupttätigkeit läuft (Überbrückung der Startphase - ich bin nicht nur gewillt unabhängig von der BA zu sein, sondern auch verpflichtet alles dafür zu tun)
  • und durch die Selbstständigkeit auch in der Startphase "geringe" Einnahmen generiert werden?
Zahlt das Jobcenter trotzdem Einstiegsgeld? Wie geht das Jobcenter mit dieser Konstellation um? Gibt es jemanden, der Erfahrungswerte berichten kann oder vom Fach ist?
Gute Erfahrungen habe ich mit der Selbstständigenberatung von ver.di gemacht: www.verdi-Mitgliederservice.de: Selbstständigenberatung. Sie steht auch Nichtmitgliedern offen.
 

beckerle

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Hallo an alle,

Ich habe den Absprung von der Arbeitslosgikeit hin zur Selbständigkeit gemeistert. Auch wenn es ein harter und steiniger Weg war, bin ich glücklich diesen Schritt getan zu haben. Ich habe mir vorweg immer gesagt, dass der Gastronomiebedarf nie wirklich gestillt sein wird und habe eine kleine aber feiner Lokal im Herzen von Berlin eröffnet
 
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