Minijob Arbeit auf Abruf, wöchentlich vereinbarte Stunden werden nicht erreicht. Werden die Stunden dennoch vergütet?

mariovalentino

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Hi, ich habe zur Aufbesserung meiner ALG 2 Einkünfte einen Minijob - in Form von Arbeit auf Abruf angenommen.
Lt. Arbeitsvertrag heißt es: "Die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit beträgt 2 Stunden".

Diese Stunden leiste ich zur Zeit gar nicht ab, da der AG mich nicht abruft oder mir Arbeit zuweist.
Das geht nun schon ein paar Wochen so, dass es hier entgegen der ersten Wochen zum Arbeitsbeginn überhaupt
zu einem Verdienstausfall kommt.

Meine Frage hierzu, wenn sich jemand auskennt:
Habe ich dennoch Anspruch auf die Auszahlung der vertraglich vereinbarten 2 Wochenstunden, auch ohne tatsächlichen Abruf / Einsatz?

Man stelle sich mal diese Stelle in Teilzeit vor, wenn man darauf angewiesen wäre, dass man Einkommen dadurch erhält, aber er durch den nicht-abruf scheinbar entfällt.

Danke schon mal für jeden Input!
 

mariovalentino

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Danke für die Antwort. lt. Arbeitsvertrag: "Der AN wird bei jedem Arbeitseinsatz mindestens zwei aufeinanderfolgende Stunden pro Tag in Anspruch genommen." Weitere Anhaltspunkte für min. oder max. konnte ich jetzt nicht finden.
 

Holler2008

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Das ist aber nicht "wöchentlichen Arbeitszeit von 2 Stunden".
Das heißt pro Einsatz mindestens 2 Stunden oder mehr. Wie viele Einsätze pro Woche kann man daran nicht ablesen, womit auch 0 Einsätze möglich sind.
 

TazD

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo @mariovalentino ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

Stell dir einfach folgende Situation vor und frage dich selbst, ob du so auch mit deinen Mitmenschen kommunizierst:

Mario: "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
Mario: "Minijob Arbeit auf Abruf, wöchentliche vereinbarte Stunden werden nicht erreicht"
Helfer: "????..... Und wie ist jetzt deine Frage?...."
 

Kerstin_K

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Schau dir mal den §12 teilzeit- und Befristungsgesetz an.

da in deinem Arbeitsvertrag kwinw Wöchentliche Arbeitszeit geregelt ist, gelten 20 Wochenstuden als vereinbart. Davo muss der Arbeitgeber immer mindestens 80 % bezahlen, aich wenn er weniger abruft.
 

bondul

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Und wenn beides im Vertrag steht? TE sollte diesen einmal genauer lesen...

"Die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit beträgt 2 Stunden".

"Der AN wird bei jedem Arbeitseinsatz mindestens zwei aufeinanderfolgende Stunden pro Tag in Anspruch genommen."


§ 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz
[..] 3Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von 20 Stunden als vereinbart. 4Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen. [..]
 
Zuletzt bearbeitet:

mariovalentino

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Danke an dieser Stelle für die Antworten.
Da scheinbar unklar ist, ob und inwiefern eine Arbeitszeit festgelegt ist, stelle ich mal den kompletten §2 Arbeitszeit auf Abruf, Lage der Arbeitszeit, Verpflichtung zu Bereitschaftsdienst, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, Überstunden, Aufzeichnungspflicht hier hinein. Aus meiner Sicht sind 2 Stunden / Woche vertraglich geregelt. Doch nun ist weiterhin die Frage, ob diese Stunden, sofern nicht abgerufen vom AG dennoch vergütet werden müssen?

(1) Die Parteien vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall auf Abruf des Arbeitgebers zu erbringen hat. Die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit beträgt 2 Stunden. Sie kann je nach betrieblichem Bedarf ungleichmäßig auf die Wochen verteilt werden, jedoch nur so, dass die regelmäßige Wochenarbeitszeit von 2 Stunden im Jahresdurchschnitt erreicht wird.
(2) Der Arbeitnehmer wird bei jedem Arbeitseinsatz mindestens zwei aufeinanderfolgende Stunden pro Tag in Anspruch genommen. Ein darüber hinaus gehender Anspruch auf gleichmäßige Verteilung der vereinbarten Wochenarbeitszeit besteht nicht. Die Arbeitsleistung ist an fünf Tagen in der Woche zu erbringen. Dem Arbeitgeber steht es frei, die Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit nach Maßgabe der betrieblichen Bedürfnisse zu bestimmen.
(3) Der Arbeitnehmer ist zur Aufnahme der Tätigkeit verpflichtet, wenn ihm die Lage und Dauer der jeweiligen Arbeitszeit mindestens vier Tage im Voraus durch den Arbeitgeber mitgeteilt werden.
(4) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auch über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus tätig zu werden, wenn die betrieblichen Belange dies erfordern (Überstunden). Er ist weiterhin zu Bereitschaftsdienst, Sonn-, Nachtund Feiertagsarbeit verpflichtet, soweit dies gesetzlich zusätzlich ist. Bei Anordnung von Überstunden, Bereitschaftsdienst Sonn-, Nacht- und Feiertagsarbeit wird der Arbeitgeber die berechtigten Belange des Arbeitnehmers angemessen berücksichtigen.
(5) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, Beginn und Ende seiner täglichen Arbeitszeit sowie, die Pausen, spätestens bis zum Ablauf des siebenten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages, aufzuzeichnen.
 

Kerstin_K

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Okay, so wie sich das nach diesem Auzug darstellt, sind tatsächlich 2 Stunden im Vertrag angegeben. Dann darf diese Zeit Lait Teilzeit- und Befristungsgesetz höchstens um 25 % überschritten und höchstens um 20 % unterschritten werden. Das heisst im Klartext, dassder Arbetgeber dich immer für mindestens 1,5 Stunden (genau sind es 96 Minuten) je woche bezahlen muss, auch wenn er weniger abruft.
 
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