Minijob 450€ und Maßnahme?

Messi

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Februar 2013
Beiträge
5
Bewertungen
0
Hallo,

habe mal einige Fragen an die Experten hier.

Also ich beziehe ALG II und habe vom JobCenter eine Einladung zu einer Maßnahme bekommen. (Maßnahmedauer 2 Monate, 4 Halbtage in der Woche, Bewerbungstraining, Bewerben usw.) Muss dazu sagen, dass ich sowieso schon genug Bewerbungen verschicke.

Nun das ist nicht das Problem. Würde ja auch hingehen, wenn ich keine geringfügige Beschäftigung (Minijob 450€) gefunden hätte, wodurch meine Hilfebedürftigkeit vermindert wird. Habe noch nicht angefangen dort zu arbeiten, weil ich das vorher mit dem SB klären wollte. In diesem Fall bin meinen Pflichten nachgegangen und habe die Möglichkeit genutzt, dass meine Hilfebedürftigkeit gemindert werden kann. (100€ Freibetrag, von dem Rest müssten 80% von meinem Regelbedarf vermindert werden)

Voraussetzungen bei diesem Minijob sind, ich müßte vormittags bis nachmittags ca. 6 Std. täglich, (4/5 Tage in der Woche) und ebenso auf Abruf arbeiten.

Dies habe ich dem SB mitgeteit und ihm auch eklärt, dass ich deshalb bei dieser Maßnahme nicht teilnehmen kann, weil ich dann, wenn ich dort anfange vormittags und nachmittags am Arbeiten sein werde. Ich schlug ihm vor, dass ich wenigstens einen Tag in der Woche an der Maßnahme teilnehmen könnte. Daraufhin sagte er, das wäre noch lange kein Grund, NICHT an der Maßnahme teilzunehmen und ich dürfte ja sowieso nicht länger als 15 Std. in der Woche bei einem Minijob arbeiten. Daher hätte ich, weil ich nur 15 Std. in der Woche nur arbeiten DARF, noch genügend Zeit bei der Maßnahme teilzunehmen. Daraufhin habe ich ihm gesagt, das meines Wissens diese Zeitbegrenzung nicht gibt, antwortete er, "DOCH, die gibt es" und ich solle beides zusammen machen. Ich soll meine Arbeitszeiten so verlegen, dass ich auch zu der Maßnahme kann. Wenn ich NUR aus diesem Grund NICHT zu der Maßnahme hingehe, würde meine Leistung (Regelbedarf) um 30% gemindert werden.

Habe dann bei dem Arbeitgeber (Minijob) angerufen und ihm gesagt, dass ich unbedingt zu dieser Maßnahme zu den Uhrzeiten wo ich gearbeitet hätte hin muss und ebenso in der Woche NUR 15 Std. arbeiten darf. Dem AG hat das natürlich nicht gepasst, weil er mich länger als 15 Std. in der Woche arbeiten lassen wollte. Nun die Arbeitszeiten lassen sich aber nicht verlegen. Daraufhin sagte er, ja wenn du nicht länger als 15 Std. in der Woche und tagsüber ebenso nicht für mich arbeiten kannst, dann können wir die Sache vergessen.

Die Maßnahme fängt nächste Woche an und ich bin DANK dem SB meinen Minijob los. Habe dem SB mitgeteilt, besser gesagt übermitteln lassen, da er selbst nicht im JC war, dass ich deswegen diesen Minijob nicht mehr habe.

Fragen:

1- Ist das alles rechtens?

2- Wie kann es sein, dass ein SB nicht weiß, das man bei einem Minijob als ALG-II-Bezieher sehr wohl mehr als 15 Std. in der Woche arbeiten darf? Wichtig ist doch, dass man nicht mehr als 450€ im Monat arbeiten darf?

3- Oder darf man doch nicht mehr als 15 Std. in der Woche arbeiten?

4- Ist der Minijob oder die Maßnahme vorrangig? (bei der Maßnahme gibts keine Verminderung der Hilfebedürftigkeit. Bei dem Minijob schon!)

5- Was kann ich oder sollte ich tun?

6- Würde es etwas bringen, wenn ich dem SB nochmals versuche klar zumachen, das es keine Zeitbegrenzung gibt und ich bei diesem Minijob jeden Tag arbeiten muss und DARF, dass er sich das nochmal überlegen soll, ob er mit dieser (Fehl)Entscheidung mich nicht um meinen Recht bringt usw.?

Weil, wenn ich den AG (Minijob) anrufe und ihm sage, dass ich jetzt DOCH tagsüber (vormittag bis nachmittag) mehr als 15 Std. in der Woche arbeiten kann und darf, hätte ich den Job wieder, aber dafür müßte ich von der Maßnahme befreit werden. Beides zusammen geht nicht.

Also liebe Freunde. Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Bedanke mich schonmal im Voraus für eure Antworten / Ratschläge.

MfG
Messi
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.048
Versuch,ob Du den Minijob noch bekommen kannst. Denn das ist alles Blödsinn was der SB da erzählt hat. Du darfst auch mehr als15 Stunden die Woche arbeiten, solltest aber schon den Stundenlohn im Auge behalten. Und dann telefoniert man nicht mit einem SB, sondern lässt sich das alles schriftlich geben inklusive Rechtsgrundlage.
 

Lilastern

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 Mai 2011
Beiträge
7.868
Bewertungen
2.314
Wenn du bei einem Arbeitgeber 15 Stunden arbeitest zählt das nicht mehr als arbeitslos.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.048
Ja, aber es istnicht verboten in einem 400€-Job mehr als 15 Stunden zu arbeiten. Und ja, man verringert die Hilfsbedürftigkeit. Ich würde zusehen, dassich den Job noch wiederbekommen und dann wäre das ganz gut, mal die EGV und die Zuweisung ohne persönliche Daten einzuscannen.
6- Würde es etwas bringen, wenn ich dem SB nochmals versuche klar zumachen, das es keine Zeitbegrenzung gibt und ich bei diesem Minijob jeden Tag arbeiten muss und DARF, dass er sich das nochmal überlegen soll, ob er mit dieser (Fehl)Entscheidung mich nicht um meinen Recht bringt usw.?
Nicht reden
Minijob annehmen, Änderungsmitteilung schicken. Und den SB schriftlich bitten, Dir zu schriftlich unter Nennung der Rechtsgrundlagen zu bescheinigen, dass Du den Minijob wegen der Maßnahme aufgeben sollst. Ansonsten siehst Du Dich nicht in der Lage, der Maßnahme vollumfänglich nachzukommen.
Nicht mit dem SB reden. Das lässt sich nicht nachweisen.
 

Margarita

Neu hier...
Mitglied seit
6 Februar 2013
Beiträge
1
Bewertungen
2
Wie kommt dein Sachbearbeiter nur auf die 15 Wochenarbeitsstunden? Diese gelten nur bei ALG 1 und früher bei der Arbeitslosenhilfe (aber die gibt´s seit 2005 nicht mehr). Du sollst ja gerade jede Arbeit annehmen, um deine Hilfsbedürftigkeit zu verringern (steht auch immer in der Belehrung zum Antrag). Und so etwas sollte ein Sachbearbeiter im JobCenter schon wissen.

Was die Maßnahme betrifft: Ich hatte mal ein ähnliches Problem. Hier ist es so, dass eine sozialversicherungspflichtige Maßnahme, wie ÖBS usw. vorgeht, wenn du nur einen Minijob hast. Sollst du dagegen nur einen 1-€-Job machen, geht selbstverständlich der Minijob auf dem 1. Arbeitsmarkt vor.

Ein Bewerbungstraining fällt dabei wahrscheinlich unter die Rubrik "Qualifizierung", wobei du nicht einmal den einen Euro pro Stunde zusätzlich bekommst. Ich würde an deiner Stelle dem Sachbearbeiter schriftlich erklären, dass du an der Maßnahme nicht teilnehmen kannst, da du um die und die Zeit arbeitest, um deine Hilfsbedürftigkeit zu verringern. Sanktioniert er dich, lege Widerspruch ein.

Lass dich nicht ins Bockshorn jagen und nimm den Minijob an!

Übrigens gibt es auch keine 450.-€-Grenze bei ALG II. Du kannst verdienen, soviel du willst, nur wird es dann eben auf die Leistung angerechnet.
 

Messi

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Februar 2013
Beiträge
5
Bewertungen
0
Ja, aber es istnicht verboten in einem 400€-Job mehr als 15 Stunden zu arbeiten. Und ja, man verringert die Hilfsbedürftigkeit. Ich würde zusehen, dassich den Job noch wiederbekommen und dann wäre das ganz gut, mal die EGV und die Zuweisung ohne persönliche Daten einzuscannen.
Nicht reden
Minijob annehmen, Änderungsmitteilung schicken. Und den SB schriftlich bitten, Dir zu schriftlich unter Nennung der Rechtsgrundlagen zu bescheinigen, dass Du den Minijob wegen der Maßnahme aufgeben sollst. Ansonsten siehst Du Dich nicht in der Lage, der Maßnahme vollumfänglich nachzukommen.
Nicht mit dem SB reden. Das lässt sich nicht nachweisen.
Also kann ich ganz beruhigt den Minijob annehmen? Und dem SB schriftlich mitteilen, dass ich dort doch anfangen werde zu arbeiten. OK dann werde ich das so machen. DANKE.

Ach und eine EGV habe ich nicht bekommen. Habe nur eine Einladung bekommen, wo ich erst mal hingehen soll wo diese Qualifizierungsmaßnahme auch stattfinden wird. Höchstwahrscheinlich bekomme ich dann dort die EGV und muss sie auch dort unterschreiben.
 

Messi

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Februar 2013
Beiträge
5
Bewertungen
0
Wie kommt dein Sachbearbeiter nur auf die 15 Wochenarbeitsstunden? Diese gelten nur bei ALG 1 und früher bei der Arbeitslosenhilfe (aber die gibt´s seit 2005 nicht mehr). Du sollst ja gerade jede Arbeit annehmen, um deine Hilfsbedürftigkeit zu verringern (steht auch immer in der Belehrung zum Antrag). Und so etwas sollte ein Sachbearbeiter im JobCenter schon wissen.

Was die Maßnahme betrifft: Ich hatte mal ein ähnliches Problem. Hier ist es so, dass eine sozialversicherungspflichtige Maßnahme, wie ÖBS usw. vorgeht, wenn du nur einen Minijob hast. Sollst du dagegen nur einen 1-€-Job machen, geht selbstverständlich der Minijob auf dem 1. Arbeitsmarkt vor.

Ein Bewerbungstraining fällt dabei wahrscheinlich unter die Rubrik "Qualifizierung", wobei du nicht einmal den einen Euro pro Stunde zusätzlich bekommst. Ich würde an deiner Stelle dem Sachbearbeiter schriftlich erklären, dass du an der Maßnahme nicht teilnehmen kannst, da du um die und die Zeit arbeitest, um deine Hilfsbedürftigkeit zu verringern. Sanktioniert er dich, lege Widerspruch ein.

Lass dich nicht ins Bockshorn jagen und nimm den Minijob an!

Übrigens gibt es auch keine 450.-€-Grenze bei ALG II. Du kannst verdienen, soviel du willst, nur wird es dann eben auf die Leistung angerechnet.
Genau es ist eine Qualifizierungsmaßnahme mit Bewerbungstraining und wo ich mich auch dort Bewerben kann und soll. Verstehe nicht, ich bewerbe mich sowieso schon die ganze Zeit. Naja.

Also ist es doch besser, wenn ich den Minijob 450€ annehme und das auch schriftlich dem SB mitteile. DANKE. So werd ichs machen. Bin schon ganz verzweifelt gewesen.

Ich frage mich aber, ob der SB das bewusst macht oder ob er das wirklich nicht weiß, dass man über 15 Std. die Woche arbeiten darf? Unglaublich.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.048
Höchstwahrscheinlich bekomme ich dann dort die EGV und muss sie auch dort unterschreiben.
Man muss nie eine EGV unterschreiben und schon gar nicht sofort. Du hast immer das recht die mit nach Hause zu nehmen und in Ruhe zu prüfen. wollen die das nicht, können sie Dir die EGV als Verwaltungsakt schicken. Gegen den kann man dann Widerspruch einlegen. Ist das eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung mit Verweis auf den §59 SGBII in Verbindung mit §309 SGBIII? Dann müsstest Du da hin, sonst gibt es eine Sanktion von 10%. Das ist aber nicht der Maßnahmeantritt!
Schreib bitte mal die Einladung ab, oder einscannen!!!
 
Mitglied seit
20 Februar 2011
Beiträge
1.899
Bewertungen
443
Lässt du dich gerne ausbeuten?
Bei 4 Tagen ala 6 Stunden sind rund 96 Stunden im Monat ergibt nen Bruttolohn von 4,68 /h
Und wenn du dann mehr Stunden hast wirds noch weniger.....
 

Messi

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Februar 2013
Beiträge
5
Bewertungen
0
@gelibeh,
@Margarita,

Also wenn ich den Minijob angenommen habe, teile ich dem SB schriftlich mit, dass ich an der Maßnahme nicht teilnehmen kann, da ich um die und die Zeit arbeite, um meine Hilfsbedürftigkeit zu verringern. Und gleichzeitig bitte ich den SB schriftlich darum, dass er mir schriftlich unter Nennung der Rechtsgrundlagen bescheinigen soll, dass ich den Minijob wegen der Maßnahme aufgeben soll. Wenn er das nicht macht und stattdessen mich direkt sanktioniert, lege ich Widerspruch ein und warte ab?

Er hatte ja schon am Telefon gesagt, dass der Minijob kein wichtiger Grund dafür ist, dass ich nicht an der Maßnahme teilnehmen kann. Wenn ich das als Grund vorlege, würde er mir die Leistung um 30% kürzen, dazu hat er mich schon vorgewarnt. ABER seine Begründung war, dass ich trotz dem Minijob genügend Zeit hätte, weil ich die Zeitbegrenzung in der Woche einhalten müsste usw. Nun das ist ja definitiv falsch! Und jetzt soll er mir das mal schriftlich mitteilen. Na dann bin ich ja mal gespannt.
 

Messi

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Februar 2013
Beiträge
5
Bewertungen
0
@gelibeh,

Gut zu wissen. Danke für die Info.

Hier die Einladung:

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Leistungen zur Eingliederung nach § 16 Sozialgesetzbuch (SGB) II
- Einladung zu einer Qualifizierungsmaßnahme -



Sehr geehrter,

es freut uns, Ihnen ein Angebot für eine Qualifizierungsmaßnahme unterbreiten zu können.

Aus diesem Grunde fordern wir sie auf,

am, um, bei... vorzusprechen.

Tätigkeitsbeschreibung:

Vermittlungsunterstützung in den Arbeitsmarkt an vier Tagen in der Woche jeweils Vormittag oder Nachmittag mit Profiling, Erstellung und Versendung von Bewerbungsunterlagen...... Die Maßnahme dauert 8 Wochen, wobei Fehlzeiten - auch Krankheit - die Maßnahmedauer verlängern, bis die tatsächliche Teilnahmedauer 8 Wochen beträgt. Die erfolgte Vorstellung weisen Sie uns bitte anhand der beigefügten Bescheininung nach.

Sollten Sie aus einem wichtigen Grund nicht erscheinen können, bitten wir Sie uns sowie den Träger der Maßnahme unverzüglich zu informieren.

Hinweise zu den Rechtsfolgen (§§ 31, 31 a und 31 b SGB II)

Wir möchten Sie an dieser Stelle aber auch auf Ihre Pflicht hinweisen, alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verminderung Ihre Hilfebedürftigkeit auszuschöpfen.

Hierzu gehört vor allem auch die Teilnahme an einer zumutbaren Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit.

Wenn Sie

- nicht bereit sind, die angebotene Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit anzutreten oder
- wenn Sie diese abbrechen oder
- wenn Sie durch Ihr Verhalten Anlass für den Abbruch geben,

wird Ihr Arbeitlosengeld II in einer ersten Stufe um 30% des für Sie nach § 20 SGB II maßgebenden Regelbedarfes gemindert.

Eine Minderung dauert 3 Monate....

Eine Minderung tritt nicht ein, wenn Sie einen wichtigen Grund für Verhalten darlegen und nachweisen. Ein wichtiger Grund liegt nur in besonderen Ausnahmefällen, wie zB. einer plötzlichen Erkrankung, vor.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.048
Wenn er das nicht macht und stattdessen mich direkt sanktioniert, lege ich Widerspruch ein und warte ab?
Ja und wenn das mit dem Geld knapp wird durch die Sanktion, kannst Du beim Sozialgericht auch eine EA machen, damit das schneller geht.
Ich würde erst einmal den Minijob annehmen und eine Änderungsmitteilung an das Jobcenter schicken. Eine Einkommensbescheinigung muss der Arbeitgeber auch ausfüllen.
 
Oben Unten