Mini-Job wurde mir gekündigt; haltlose Unterstellungen

Leseviel

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Hallo alle zusammen :smile:,

mir wurde gestern einer meiner Mini-Jobs ( zusammen kam ich monatlich auf 375€, der der nun wegfällt brachte 125€, bei 2x wöchentlich arbeiten) fristlos gekündigt; mit lauter unwahren Argumenten, ja man kann es eigentlich als Lügen bezeichnen. Ich dachte echt ich fall aus allen Wolken, als ich das Einwurfeinschreiben öffnete und dann kommt da so was raus…:icon_motz: Hätte das den Tatsachen entsprochen, was da drinne stand ( z.B. ich wäre nicht zur Arbeit erscheinen ), wäre es ja wohl normal gewesen, das man mich anspricht oder anmahnt. Nun ja, mir kommt das alles sehr vorgeschoben vor, da diejenige ( ich kenne die nicht mal) die die Kündigung schrieb, wurde erst kürzlich dort im Verein in den Vorstand gewählt und generell soll es dort wohl finanziell momentan nicht so rosig aussehen...
Ich habe dann gestern eine Mail geschrieben, in dem ich mich zu diesen Unterstellungen geäußert habe; da ich mir aber nicht sicher bin, ob in dem Verein Mails überhaupt gelesen werden, werde ich die morgen noch per Briefpost da hinschicken! So nehme ich diese Kündigung keinesfalls hin, grad weil mir das Jobcenter daraus einen Strick drehen könnte, von wegen selber verschuldet…:icon_motz:

Jetzt weiß ich aber auch nicht, was sinnvoll wegen Jobcenter ist, weil ich doch eigentlich sofort melden müsste, wenn eine Änderung bei mir eintritt!? Ich würde dazu tendieren, dem Jobcenter die Kündigung zusammen mit meiner Mail zu schicken und natürlich noch einige weitere erklärende Worte dazu zuschreiben.

Wenn ich nämlich jetzt erst warte, ob der Verein sich auf mein Schreiben bzw. die Mail meldet, komm ich dem Jobcenter gegenüber ja in Verzug.

Ach mensch, wie mach ich das denn am besten? :icon_frown:
 

Lilastern

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@Leseviel

Du musst das Jobcenter unbedingt über diese Kündigung informieren, dazu bist du verpflichtet.

Das war ein Fehler, dass du zu den Vorwürfen dich geäußert hast. Was sind das für Vorwürfe? Wenn dir unterstellt wird, du hast deine Kündigung selbst verschuldet, dann schalte einen Rechtsanwalt ein.

Um was für eine Kündigung geht es bei dir? Fristlose Kündigung oder ordentliche Kündigung?

Was haben die denn als Kündigungsgrund angegeben?

Kündigung vor dem Arbeitsgericht prüfen lassen.
 

Leseviel

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Wie ich ja schon schrieb, ich wäre angeblich nicht da aufgetaucht, wäre weniger als eine Stunde da gewesen blabla. Vielleicht sollte ich noch dazu schreiben, das ich da sauber gemacht habe, eben 2 x wöchentlich, seit nunmehr 27 Monaten. So gesehen habe ich das da alleine gemacht und es waren 2 bestimmte Tage abgesprochen; in der ganzen Zeit war ich wenn es hochkommt 5x nicht da ( wenn mein Kind erkrankt war), haben keinen Urlaub beansprucht und habe immer meine Aufgaben erfüllt. Es gab ja auch keinen schriftlichen Vertrag mit festgelegten Stunden, sondern die beiden Tage waren abgesprochen und die zu erledigenden Aufgaben!

Also liege ich damit richtig, das ich alles kopiere und mit einem erklärenden Schreiben zum JC schicke!?
Wenn ich der das morgen per Post schicke, die mir gekündigt hat, wollte ich noch dieses hier mit zulegen:

Anbei übersende ich Ihnen, sicherheitshalber noch mal per Briefpost, den Ausdruck der Mail, die ich am 2. August um 16:22 Uhr an ......-.....de gesendet habe.

Sollten mir, auf Grund der unwahren Behauptungen in Ihrem Kündigungsschreiben, Nachteile gegenüber des Jobcenters entstehen, werde ich den blabla-Verein haftbar machen!
 

Hainbuche

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(...) seit nunmehr 27 Monaten (...) keinen Urlaub beansprucht (...) Es gab ja auch keinen schriftlichen Vertrag (...)
Wenn Sie in mehr als zwei Jahren keinen bezahlten Urlaub und keine Niederschrift der Arbeitsbedingungen haben, dann ist da sowieo was faul.

Ihnen wegen Pflichtverletzungen zu kündigen, dürfte etwas schwierig werden, da es bereits vor spätestens 26 Monaten die Pflicht des Arbeitgebers gewesen wäre, Ihnen mal einen Wisch zu überreichen, in dem u. a. Ihre wesentlichen Pflichten hätten aufgeführt sein müssen. Wo keine Pflichten fixiert sind, kann man auch schlecht welche verletzen, würde ich mal so sagen.

Also wie Lilastern schon sagt, am besten nichts selbst machen und ab zum arbeitsrechtlich kompetenten (und möglichst nicht arbeitgebernahen) Anwalt.
 

gelibeh

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Ich würde mich gegen eine fristlose Kündigung wehren. Das JC könnte nämlich davon ausgehen, dass Du Mist gebaut hast und die deshalb fristlos gekündigt haben. Dann gebe es eine Sanktion. So einfach geht das mit einer fristlosen Kündigung aber nicht, da musst Du schon etwas Schlimmes angestellt haben, ansonsten muss man eine Abmahnung vorschieben.
Hol Dir einen Beratungshilfeschein und such Dir einen Anwalt für Arbeitsrecht. Das muss aber schnell gehen. Du hast nur 3 Wochen Zeit, dagegen anzugehen.
 

saurbier

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Hallo liebe Leseviel,

wie schon Vorredner geschrieben haben, unbedingt einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen und gegen die Kündigung angehen.

Wenn es keinen Arbeitsvertrag gibt, welcher in Grundzügen die Arbeit regelt, ja wie soll man da nicht gegen etwas verstossen?

Im übrigen, seit 26 Monaten am Arbeiten und keinen bezahlten Urlaub, hallo der steht jedem Minijober aber zu. Auch bei dem geringen Geld (125,-€/mtl.), ist das doch etwas mehr Geld, oder.

Also ab zum Anwalt und zwar schleunigst, denn es gibt eine Frist einzuhalten.

Im übrigen könnte der/die SB beim Jobcenter wegen der Kündigung noch auf die Idee einer Sanktion kommen, weil wohlmöglich Absicht bestand, bzw. jetzt einfach mal unterstellt wird.


Gruss saurbier
 

Leseviel

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Hallo liebe Antworter :smile:

also erstmal noch vorweg, es ist nix gravierendes vorgefallen, mir kommen die Argumente auch total vorgeschoben vor. Abmahnungen oder Gespräche gab es auch nicht!
Das man bei einem Mini-Job nicht unbedingt einen schriftlichen Vertrag hat, ist ja wohl nicht so unüblich, also fand ich das jetzt nicht so schlimm. Das ich so dumm war, zustehenden Urlaub nicht zu nehmen, ist ja nun meine Schuld. Ich hatte aber die Einstellung: ach, bei 2 Tagen die Woche machste dich ja eh nicht tot :icon_mad: Jaja, das hat man von seiner Nettigkeit :icon_motz:

Nachdem ihr mir auch so eindringlich zu einem Anwalt geraten habt, und hier ja auch wirklich eine Sanktion im Raum stehen könnte
, habe ich heute meine Nachbarn gefragt, welches Fachgebiet deren Sohn als Anwalt hat. Und siehe da, Arbeitsrecht gehört auch dazu :icon_party: Er sagte auch gleich am Telefon, dass mit den 3 Wochen Frist, und das ich eine längere Kündigungsfrist (statt 4 Wochen sind es dann 8 Wochen) habe, da ich mehr als 24 Monate dort beschäftigt war! Ich werde nun die Prozeßkostenanträge ausfüllen und er kümmert sich dann.
Meine Antwortmail nochmal per Briefpost zu verschicken kann ich mir sparen, das wäre rausgeschmissenes Geld.

Jetzt habe ich aber die Kündigung und die Mail kopiert und wollte die morgen zum Jobcenter schicken, natürlich mit einem Begleitbrief, wo auch drinne steht, das der Anwalt sich kümmert. Wie sieht das mit dem Bogen aus, wo ich Änderungen mitteilen muß? Theoretisch müßte ich natürlich für Juli noch Geld vom Verein bekommen, das seh ich aber erst, wenn mein Kontoauszug da ist (jaja, in der Hinsicht bin ich noch Steinzeitmensch, nix Onlinebanking). In der fristlosen Kündigung steht unten noch drinne > ....beenden das Arbeitsverhältnis fristlos.Hilfsweise zum 31.08.
Ich weiß jetzt gar nicht, was ich eintragen soll, ab wann die 125€ wegfallen. Grad auch wegen der verlängerten Kündigungsfrist :redface:

Ich werde euch aber auch auf jeden Fall weiter berichten, wie das Jobcenter reagiert und was noch passiert.
 

BlackForest

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"beenden das Arbeitsverhältnis fristlos.Hilfsweise zum 31.08.
Ich weiß jetzt gar nicht, was ich eintragen soll, ab wann die 125€ wegfallen"

Nachfragen, ob du bis 31.08 noch arbeiten kannst, ansonsten von einer fristlosen Kündigung ausgehen.
 

Leseviel

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Nachfragen, ob du bis 31.08 noch arbeiten kannst, ansonsten von einer fristlosen Kündigung ausgehen.
Also, erstmal sagte der Anwalt auch, das ich nicht mehr hingehen soll, und zweitens habe ich auf meine Mail eine kurze Antwort bekommen, das die das Arbeitsverhältnis als beendet ansehen. Was da anwaltlich noch kommt, wissen die ja nicht :icon_hihi:
 

BlackForest

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Gut, diese Mail sichern oder ausdrucken und sich auf das Anwaltsgespräch vorbereiten. Einige Stichpunkte notieren das Arbeitsverhältnis betreffend.
 

Leseviel

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Ich habe das Schriftliche alles schon ausgedruckt / zusammen. Einen Stichwortzettel für den Anwalt habe ich auch, es fällt einem ja doch immer noch wieder was ein.

Ich glaube, das Formular fürs Jobcenter fülle ich erstmal gar nicht aus!? Oder ich setze keinen Zeitpunkt rein, ab wann die 125€ wegfallen? Da werden dann ja bestimmt eh nachfragen kommen, wenn ich denen das mit der Kündigung schicke, dementsprechen kann ich ja dann reagieren :icon_question:
 

BlackForest

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Kontoauszüge kannst du auch nachreichen, aber es bedeutet weniger Geld für dich, wenn du alles wie bisher angibst.

"Was da anwaltlich noch kommt, wissen die ja nicht"

Es kann sein daß sie dich sanktionieren bis eine Entscheidung vor Gericht gefallen ist. Auch weniger Geld !
 

Leseviel

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"Was da anwaltlich noch kommt, wissen die ja nicht"

Es kann sein daß sie dich sanktionieren bis eine Entscheidung vor Gericht gefallen ist. Auch weniger Geld !
Damit meinte ich jetzt aber den Verein. Die denken wohl, das Thema ist durch. Ist es aber nicht!

Wenn diesen Monat das Juli-Geld vom Verein gekommen ist (was es ja müßte), würde ja "erst" im September Geld fehlen. Bis dahin werde ich ja wohl mehr wissen und entsprechend reagieren!
 

Purzelina

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... In der fristlosen Kündigung steht unten noch drinne > ....beenden das Arbeitsverhältnis fristlos.Hilfsweise zum 31.08.
Ich weiß jetzt gar nicht, was ich eintragen soll, ab wann die 125€ wegfallen. Grad auch wegen der verlängerten Kündigungsfrist :redface:
Das Arbeitsverhältnis endet im Moment durch die fristlose Kündigung sofort. Die hilfsweise fristgerechte Kündigung ist nur für den Fall, dass die fristlose Kündigung zurückgenommen werden muss, damit will sich der AG absichern.
 

gelibeh

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Bis dahin werde ich ja wohl mehr wissen und entsprechend reagieren!
Du hast nur 3 Wochen Zeit um gegen die fristlose Kündigung vorzugehen!!!! Also musst Du das sofort machen.
 

Leseviel

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So, zwischenzeitlich habe ich alles kopiert und mit Begleitschreiben an meine Sachbearbeiterin und die Leistungsabteilung geschickt gehabt. Meine SB rief mich an und O-Ton: Das ist ja gemein! :biggrin: Hat sie auch recht mit, mit dem was sich der Arbeitgeber da geleistet hat...Eine Sanktion bekomme ich auch nicht! Heute habe ich auch schon den neuen Berechnungsbogen für August bekommen wo der Verlust des Jobs berücksichtigt ist.

Der Anwalt hat auch alle Unterlagen und kümmert sich; selbst wenn die mir normal gekündigt hätten, ist meine Kündigungsfrist länger als 4 Wochen.

Ich werde weiter berichten, was sich tut :smile:

Das Wichtigste für mich war erstmal, das mit dem Jobcenter zu klären und das ging ja positiv aus *puh*
 

Leseviel

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Falls du bei einer Gewerkschaft Mitglied bist kannst du von deren Fachbereich i.V. mit dem Rechtsschutz eine Kündigungsschutzklage einreichen lassen. Die agieren dann quasi als deine Rechtsvertretung beim Arbeitsgericht.
Kündigungsschutzklage ? Wikipedia
Leider bin ich in keiner Gewerkschaft ( oder GsD heutzutage?! ); ich habe ja echt das Glück, das der Sohn meiner Nachbarn das macht. Dem habe ich die Unterlagen hier im Hausflur übergeben können als er seine Eltern besuchte :icon_hihi:
 

qwertz123

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Wie sähe da eigentlich eine Sanktion aus würde mich mal interessieren? 30% vom Regelsatz oder 3 Monatelang mit fiktiv angerechneten minijoblohn?
 
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