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Mini-EGV rechtens ?

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Nicht offen für weitere Antworten.

sowatt

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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16 Mrz 2006
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#1
Hallo,
erstmal vorweg, es ist doch sehr schön zu sehen das es noch Leute
gibt die anderen solidarisch mit Rat zur Seite stehen.

Ich möchte mal Fragen ob die Mini-EGV die ich unterschreiben musste
auch rechtens ist. Ich habe nämlich den Verdacht das die Mitarbeiterin
der ARGE, nachdem ich bei einem ersten Gespräch von Schreien und
Drohen alles erlebt habe, mich nur schikanieren will.
In meiner Mini-EGV steht das ich binnen einer Woche 10 EB's zuzüglich
Zeitarbeit und 400 Euro Jobs beibringen muss. Das erscheint mir doch
sehr viel zu sein(Wenn es wöchentlich so viele Jobangebote geben würde
hätte ich im letzten Jahr wohl evtl. was gefunden).

Da ich in meinem Alter(45) in meiner Branche(Webdesign/Programmierung)
sowieso nicht mehr unterkomme, habe ich natürlich auch andere Jobs in
Betracht gezogen(Bürohilfe, Archiv, Poststelle u.s.w.). Meine Erfahrungen
im letzten Jahr bezüglich der Jobsuche warendiesbezüglich auch
niederschmetternd(121 Bewerbungen plus unzähliger Initiativbewerbungen).

Nun frage ich ob mir jemand einen Tipp geben kann wie ich mich in so
einem Fall verhalten soll oder ob ich wirklich alles was man mir bei
meinem ersten Gespräch in der ARGE angedroht hat, wiederspruchslos
hinnehmen muss?

MfG
sowatt
 

Gozelo

Elo-User/in

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#2
Hallo Sowatt,

man hört es leider des öfteren, dass Sachbearbeiter die Eingliederungsvereinbarung dazu benutzen, um dem Arbeitslosen mal "ordentlich Feuer unterm Hintern" zu machen.

Zunächst mal: Was meinst Du mit Mini-EGV? Die Eingliederungsvereinbarung setzt ein längeres Gespräch voraus, in dem geklärt wird, welche Fähigkeiten oder "Vermittlungshemmnisse" der Arbeitslose hat. Es soll auch Deiner Beratung dienen und durchaus auch darin münden, dass der Arbeitslose eine Förderung bekommt (Fordern und Fördern).

10 Bewerbungen pro Woche? Das heißt, in der EGV steht, Du sollst 40 Bewerbungen pro Monat raushauen? Ich an Deiner Stelle würde die Stellenanzeigen sammeln und belegen, wie viele reelle Bewerbungschancen Du überhaupt hattest und damit zum Vorgesetzten der Dame gehen. Dort kannst Du ja vom Umgangston der netten Frau berichten und eventuell darauf hinweisen, dass das Profiling (Näheres hier im Forum über die Suchfunktion) doch ein wenig kurz und einseitig ausgefallen ist. Vielleicht ist der Vorgesetzte ja bereit, die Anzahl der Bewerbungen zu reduzieren................

Hat man Dich darüber aufgeklärt, dass Du Bewerbungskosten einreichen und erstattet bekommen kannst?

lg
gozelo
 

gelibeh

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#3
Hat man Dich darüber aufgeklärt, dass Du Bewerbungskosten einreichen und erstattet bekommen kannst?
Ganz wichtige Frage, denn im normalfall werden max- 260€ im Jahr erstattet. Hier in Hamburg gibt es 5€ für eine Bewerbung. Das kann man dann ja mal ausrechnen. Wäre Geld für 52 Bewerbungen im Jahr., also 4 im Monat. Alles was darüber liegt, sollen die bitteschön extra bezahlen oder Du lässte das mit den Bewerbungen.
Aus Deinem Regelsatz musst Du das nicht bezahlen, denn da sind solche Ausgaben nicht vorgesehen.
 

sowatt

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#4
Hallo,
ich habe eine Mini-EGV weil das Gespräch das ich beim Abholen
der Anträge auf AlG2 nur ein vorläufiges war. Ich kam der "Dame"
ja gar nicht gelegen weil Sie noch einen Termin hatte.

Es scheint ja wirklich Methode zu sein die Antragsteller so weit wie
Möglich einzuschüchtern, so sagte mir meine Arbeitsvermittlerin
bei meinem gestrigen Termin auf dem Arbeitsamt. Sie meinte auch
das es dann ja kein Wunder sei wenn einige FM in der ARGE schon
mal tätlich angegriffen werden. Was für Zustände...

Vielen Dank
MfG
sowatt
 

wolliohne

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#5
Mini EGV gibt es nicht -sonst Klagen !

oder was soll das sein ?
um Dir wirklich helfen zu können solltest Du schon etwas weiter ausholen.

Das Schikanen Diffamierungen etc. an der Tagesordnung sind ist nichts Neues - ist Methode !
Das Gespräch war nur ein Vorläufiges beim Abholen der Anträge ?

Also bitte um was geht es genau ?
 

sowatt

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#6
Dann mal den Wortlaut des Papiers das ich unterschreiben musste:

Datum 13.03.06
pers. erscheinen, ALG II-Antrag ausgehändigt. Hr. (ich) lebt mit seiner
Ehefrau (VZ-Beschäftigt) in einer Bedarfsgemeinschaft. MINI-EGV unter
Hinweis auf mögliche Rechtsfolgen abgeschlossen : mind. 10 EB's
zuzüglich Zeitarbeit und 400,00 Euro-Job für den allgemeinen Arbeitsmarkt
bis Antragabgabetermin 21.03.2006 um 9.00 Uhr.
Vorlage ärztliches Attest, Vorlage bisheriger Arbeitsbemühungen.

MfG
sowatt
 

___________

Elo-User/in

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#7
hallo sowatt,
der hinweis von gelibeh mit den max. 4 bewerbungen / kostenerstattung ist wichtig: laut BA nur max. 260€. Sonst verpflichtest Du Dich miese zu machen. Problem: Du musst Deinen FM darauf hinweisen, notfalls schriftlich. Er darf Dir laut Dienstanweisung gar nicht mehr zahlen. Zumindest nicht, wenn er es über Bewerbungskostenerstattung laufen lässt. Dies hat der Leiter einer ARGE bei der letzten Sozialberatungsver-sammlung sogar zugegeben.

Gegen die EV selbst kannst Du wohl wenig machen, ausser dem Widerspruch.

Sadness
 
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