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Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarmut?

Kaleika

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Sozialsystem

Kritik reißt nicht ab: Verbände kritisieren Mindestlohn

(…)
In vorderster Linie macht vor allem der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Druck für zusätzliche Ausnahmen vom geplanten Gesetz bei Praktikanten und jungen Menschen. "Wir brauchen Ausnahmeregelungen, um mit dem Mindestlohn nicht zu viel Unheil anzurichten", sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Die Praktika für junge Menschen müssten für die Unternehmen bezahlbar bleiben, sonst würde dieser Generation der Einstieg in einen qualifizierten Beruf erschwert.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2015 der allgemeine Mindestlohn von 8,50 Euro auch für alle ab 18 Jahren gelten soll, mit Ausnahme der sechswöchigen Pflicht-Praktika.
(…)
Ganz anders argumentiert der neue Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Axel Reimann. Der Mindestlohn von 8,50 Euro schütze in vielen Fällen nicht einmal vor Altersarmut bei Millionen von Geringverdienern.
(…)
Scharfes Geschütz beim Thema Altersarmut fährt dagegen der Paritätische Wohlfahrtsverband auf. "Um eine ausreichende Rente zu erhalten, muss der Stundenlohn deutlich über 13 Euro liegen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider, der "Passauer Neuen Presse". Und: Ohne Vollerwerbstätigkeit reichten auch 13 Euro nicht aus.
(...)
Kritik reißt nicht ab: Verbände kritisieren Mindestlohn | Aktuell Wirtschaft | DW.DE | 07.06.2014
 

USERIN

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Ich lach mich scheckig.... hier sei noch mal auf das Zahlenwerk des BMAS aus 2012 verwiesen. Demnach müsste man vor den o.a. Mindeslohn ja noch eine 1 setzen....


Die Zahlen sind alarmierend: Selbst wer 35 Jahre lang Vollzeit gearbeitet hat und 2500 Euro brutto im Monat verdient hat, bekommt nur eine Rente in Höhe der Grundsicherung von 688 Euro.***** Mit dieser Berechnung macht Sozialministerin von der Leyen Druck, um endlich Zustimmung für ihr Projekt Zusatzrente zu bekommen.

Zahlen des Sozialministeriums - Armutsrisiko deutscher Rentner steigt dramatisch - Politik - Süddeutsche.de


***** Und das war vor dem 160 Mrd. Rentenpaket aus 2014.... aber Pakete müssen ja in der Regel auch getragen werden..... fragt sich nur von wem?
 

nafi

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Wichtigste Ursache des steigenden Altersarmutsrisikos ist die beschlossene Rentenreform. Das Niveau der Nettorente soll von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent im Jahr 2030 sinken. Dieses sogenannte Sicherungsniveau gibt das Verhältnis zwischen der Rente an, die ein Durchschnittsverdiener nach 45 Jahren erhält, und dem Brutto-Durchschnittseinkommen - vor Zahlung von Steuern.
Das bedeutet die flächendeckende Enteignung der Zwangseinzahler in die gesetzliche Rentenversicherung. Es erstaunt mich immer wieder wie gelassen der Deutsche Michel das alles hin nimmt, anstatt auf die Barrikaden zu gehen .................................
 

XxMikexX

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Es erstaunt mich immer wieder wie gelassen der Deutsche Michel das alles hin nimmt, anstatt auf die Barrikaden zu gehen .................................
Ja das ist wirklich erstaunlich.

Die Medien haben den Michel weichgespült.
 

USERIN

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Das bedeutet die flächendeckende Enteignung der Zwangseinzahler in die gesetzliche Rentenversicherung. Es erstaunt mich immer wieder wie gelassen der Deutsche Michel das alles hin nimmt, anstatt auf die Barrikaden zu gehen .................................
Nicht jede Versicherung gegen Lebensrisiken ist auch mit/nach dem Muster einer Kapitaldeckung aufgebaut.... die gesetzliche Rentenversicherung ist kein "Sparvertrag".... das mal am Rande.

Zum "Michel": ca. 50 % bleiben bei Wahlen zu Hause und die anderen ca. 50% wählen zu ca. 50% die CDU und ca. 25% SPD..... selbst schuld!
 

pinguin

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Es ist wirklich zum Lachen; wir hatten es letztens hier erst, müßte der Mindestlohn gemäß für alle EU-Länder gültigem EU-Regelwerk hier in D doch etwa 10,50 Euro betragen.
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Übrigens; auch Leute, deren Tätigkeitsfeld zu den sog. Ausnahmen vom Mindestlohn gezählt wird, sind Kunden.
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Charlot

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Bei den "Ausnahmen" werden dann die Niedriglöhner mit 8,50€ gegen Langzeitarbeitslose und/oder Praktikanten ausgespielt.

Warum soll eine Firma 8,50 zahlen, wenn sie auch einen Langzeitarbeitslosen für 6,30 haben kann ?
 

Kaleika

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Genau!
Oder warum sollte sie einen ehenmaligen Langzeitarbeitslosen dann länger als sechs Monate einstellen, wenn sie ihm dann den Mindestlohn zahlen müssen?

Bei den "Ausnahmen" werden dann die Niedriglöhner mit 8,50€ gegen Langzeitarbeitslose und/oder Praktikanten ausgespielt.

Warum soll eine Firma 8,50 zahlen, wenn sie auch einen Langzeitarbeitslosen für 6,30 haben kann ?
 

Roter Bock

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Die Ausnahmeregelung wird bald von ZAF und Co. genutzt werden.

Einstellung von Leuten die länger als 1 Jahr arbeitslos sind - unter dem Mindestlohn, dann 1/2 jahr Beschäftigung und wieder für 1 Jahr raus (...damit man wieder den Lohn drücken kann)

Übrigens wird mit Sicherheit die Ausnahmeregelung des Gesetzes bei den ZAF Tarifverträgen den Gewerkschaften um die Ohren gehauen. Die ZAften werden eine Lohngruppe unter 8,50 Euro für Langzeitarbeitslose verlangen ...und bekommen.

Mahlzeit!

Roter Bock
 

ethos07

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Genau!
Oder warum sollte sie einen ehenmaligen Langzeitarbeitslosen dann länger als sechs Monate einstellen, wenn sie ihm dann den Mindestlohn zahlen müssen?
[ IRONIE ON]Genau. 6 Monate minus 1 Tag wird doch wohl reichen. Das wird eine Superkurzzeitrotationsjobmaschine für alle Erwerbslosen! Ist es denn nicht gerecht, die wenige Arbeit auf alle Schultern zu verteilen? Und die Gesamtzahl der Erwerbslosen in der Statistik kann so ebenfalls ganz wundersamerweise weiter drastisch gesenkt werden. [IRONIE END]
 

dagobert1

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Die Ausnahmeregelung wird bald von ZAF und Co. genutzt werden.
Das wäre nach aktueller Rechtslage ein Fall für den Zoll.
Aber:
Übrigens wird mit Sicherheit die Ausnahmeregelung des Gesetzes bei den ZAF Tarifverträgen den Gewerkschaften um die Ohren gehauen. Die ZAften werden eine Lohngruppe unter 8,50 Euro für Langzeitarbeitslose verlangen ...und bekommen.
Dann werden die DGB-Gewerkschaften weitere Mitglieder an FAU, UGZ & Co. verlieren ...
 

Fork

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Ach, der Paritätische mal wieder...
Was hindert eigentlich den Herr mal selbst für vernünftige Bezahlung zu sorgen und mit besten Beispiel vorann zu gehen? Immer das Klagelied vom Mindestlohn, dabei selbst von profitieren. Kann man nicht wirklich ernst nehmen, da sie nicht mal annähernd Mindestlohn bezahlen und ewig Betriebsratversammlungen einberufen werden müssen, um Lohnerhöhungen durchzusetzen. Das ist dann noch der Richtige, der sich zu dem Thema äußern muss.
 

XxMikexX

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AW: Mindestlohn zu hoch für bestimmte Gruppen, aber nicht ausreichend gegen Altersarm

Warten wir einfach mal ab, wie die Union den Mindestlohn zerschießt.

Ein Kernthema der SPD, bin mal gespannt.:wink:
 
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