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Mindestlohn Ver.di-Chef Bsirske wirft der SPD Wählertäuschung vor

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat das nun geplante Mindestlohn-Gesetz der schwarz-roten Bundesregierung scharf kritisiert. Der Ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sagte der "Bild am Sonntag": "Mit der Vielzahl von Ausnahmen hat die Koalition den Mindestlohn brutal amputiert. CDU, CSU und SPD verweigern mindestens drei Millionen Menschen die 8,50 Euro."


Referenz: Ver.di-Chef Bsirske: Koalition hat den Mindestlohn "brutal amputiert"

Die Ausnahmen träfen ausgerechnet die Schwächsten am Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung liefere Langzeitarbeitslose, Saisonkräfte, Erntehelfer, Zeitungszusteller und Praktikanten "weiterhin der Willkür von Hungerlöhnen aus".
 
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#2
Schüler sollten tatsächlich vom Mindestlohn befreit werden, auch ferienjobbende Zeitungsausträger. Jeder, der seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten muss, sollte definitiv 8,50 € bekommen! Bei den Praktika ist das jedoch problematisch: v.a. im Brreich der Geisteswissenschaften dürfte es für Studenten ab 2017 sehr schwer werden, bezahlte Praktika zu erhalten. Es hat sich eben das unentgeltliche "Schnuppern" eingebürgert. Mit weiterer Regulierung dürfte der Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler noch (!) prekärer werden.
 

Roter Bock

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#4
Bsirske macht da ein "Show-Programm-for-Customers". Alle Gewerkschafter haben das vorher gewusst. Sie haben unter der Hand die SPD favorisiert, auch wenn es offiziell keine Unterstützung gab.

Also liebe Verdi und IGM - Mäuschen! Einmal werbewirksam "aufheulen" nach dem Motto "Das haben wir nicht gewusst".

Genau der gleiche Mist, wie bei den Tarifvertragsabschlüssen mit der Zeitarbeit.

Roter Bock
 

Paolo_Pinkel

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#6
Wählertäuschung ist das politische 1 x 1. Das Bsirske jetzt so überrascht und betroffen tut müsste die Intelligenz eines jeden halbwegs klar denkenden Bürger beleidigen.
 

deepsleeper

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#8
Wählertäuschung ist das politische 1 x 1. Das Bsirske jetzt so überrascht und betroffen tut müsste die Intelligenz eines jeden halbwegs klar denkenden Bürger beleidigen.
Ich würde sogar sagen, man muß als gegenwärtiger Politiker bescheizzen, weil man die tatsächlichen Probleme gar nicht lösen kann.....oder will......
 

utafu

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#9
Schüler sollten tatsächlich vom Mindestlohn befreit werden, auch ferienjobbende Zeitungsausträger. Jeder, der seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten muss, sollte definitiv 8,50 € bekommen!
Es ist doch die gleiche Arbeit oder Arbeitsleistung die erbracht werden soll.
Ob ein Schüler jetzt die Regale im Supermarkt einräumt oder jemand der davon "leben" muss ist völlig uninteressant.
Die Dose muss vom Karton ins Regal, Leistung ist Leistung egal wer sie erbringt.
Das gleiche auch für die Zeitung...
Aber davon mal ab...hier mal etwas was ich im Net aufgeschnappt habe.
Kein Wort bei den Kommentatoren zum Mindestlohn darüber zu lesen, daß einer der ganz direkten Profiteure von der Mindestlohnausnahme für Zeitungsausträger die SPD selbst ist. Hier eine Liste ihrer Beteiligungen an Pressevertriebsfirmen:

Geschäftliche Beteiligungen der SPD an Pressevertriebsfirmen:

13 Land-Zeitungs-Vertriebs-GmbH, Hannover (12,45 % bis 100 %)
Acht Stadt-Zeitungs-Vertriebs-GmbH, Hannover (24,9 %)
Citipost Gesellschaft für Kurier- Express- und Postdienstleistungen mbH (100 %) (war Bestandteil der PIN-Group-Beteiligung)
Drei Zeitungs Vertriebs-GmbH, Marburg (24,9 % bis 100 %)
Fünf Zeitungs Vertriebs-GmbH, Göttingen (24,3 % bis 24,9 %)
Göttinger Tageblatt Transport- und Verteilungs-GmbH, Göttingen (99 %)
Leipziger Transport- und Verteilungsgesellschaft mbH, Leipzig (50 %)
Madsack Systemlogistik GmbH, Hannover (100 %)
PIN Group AG (5.3 %, bis September 2007 5.9 %)
Presse-Vertriebs-Gesellschaft in Thüringen/Sachsen/Sachsen-Anhalt (0,5 % bis 1,5 %)
Werbeagentur R. Frank GmbH, Braunschweig (100 %)
WM Vertriebs- und Werbeservice GmbH, Hannover (100 %)
ZACK Vertriebs- und Werbeservice GmbH, Gifhorn (24,8 %)
 

jackfruit

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#10
Eine Ausnahme für Praktikanten während der Studium- und Schulzeit finde ich weniger bedenklich. Viele Studenten sind verpflichtet praktische Studienzeiten abzuleisten - mit Mindestlohn würde man wohl kaum noch eine Stelle bekommen.

Erntehelfer haben wir unserer Agrarlobby zu verdanken. Mit dem Mindestlohn würden Erdbeeren, Spargel, Gurken etc. massiv teurer werden. Viele wollen deutsche Produkte aber die einen wollen sie sich nicht leisten und andere können sie sich schon jetzt nicht mehr leisten. Da bekommen die Bauern natürlich Angst das sie ihre Ernte nicht mehr los werden und einfach so die Produktion umstellen ist auch sehr kostspielig.
 
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