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Mindestlohn im Focus der Parteien

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Gast
  Th.Starter/in  
#1
Am Bahnhofsplatz trafen sich heute alle Landtags- und Bundestagskandidaten der in Nordhausen vertretenen Parteien in der Absicht, sich vom Infostand des DGB aus den Wählern vorzustellen. Dass sie im wesentlichen unter sich blieben, kann nur beklagt werden...

jedenfalls registrierte, was die Kandidaten für den Bundestag, den Thüringer Landtag und sonstige Vertreter der einzelnen Parteien zum Thema Mindestlohn zu sagen hatten. Dieses Thema nämlich war vom „federführenden“ DGB unter der Moderation des Kollegen Klaus Schüller vorgegeben worden. Es ging also nicht um die grundsätzlichen Programme der Parteien, sondern um diese eine Position.

Interessierten Bürgern sind die Auffassungen der einzelnen Parteien zu diesem Thema sicher weitgehend bekannt, es ging also mehr um deren Bekräftigung. Wünschenswert halten danach alle Parteien Löhne, von denen die Arbeitnehmer leben können. Es sollte nicht nötig sein, dass nicht wenige genötigt sind, darüber hinaus noch zusätzlich Aufstockungen durch staatliche Stellen erhalten zu müssen, um ihr Existenzminimum zu sichern. Dass dies aber Realität ist, wurde durch die Statements der einzelnen Parteienvertreter deutlich. Die hier allerdings nur sinngemäß wiedergegeben werden können, weil nnz auf eine solche Präsenz an Poltikern der verschiedenen Parteien nicht vorbereitet war.

...

Für die Partei Die LINKE gaben Alexander Scharff, Bundestags-Direktkandidat, und Landtagskandidat Rainer Bachmann, Erklärungen ab. Danach fordert die LINKE einen flächendeckenden Mindestlohn von 8 Euro Nur dadurch können Hunger- und Niedriglöhne konsequent verhindert werden. Dass 1,3 Millionen Menschen trotz Vollzeitjob einen Zuschuss bekommen müssen, damit sie von ihrer Arbeit leben können, ist ein gesellschaftlicher Skandal.
Mindestlohn im Focus der Parteien
 

FrankyBoy

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#2
Also weil im Focus 8,-- € Mindestlohn steht heist das nicht, dass das auch wahr sein muss - ich finde diese Zeitschrift sehr "unionsfreundlich".

nach 8,41 € und 8,71 € (aktueller Mindestlohn in Frankreich) steht auf unseren Seiten jetzt 10,00 €.

Mindestlohn


Lohndumping hat in Deutschland seit über zehn Jahren Konjunktur. Die Zahl der Beschäftigten, die vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben können, ist stark gestiegen. Stundenlöhne von fünf Euro und weniger sind keine Seltenheit. Ein Bäcker verdient in Sachsen-Anhalt laut Tarifvertrag 4,48 Euro pro Stunde. In Rheinland-Pfalz erhalten Beschäftigte im Sicherheitsgewerbe einen Tariflohn von 5,35 Euro pro Stunde. Anhaltende Massenarbeitslosigkeit, Hartz IV und der Boom der Leiharbeit drücken auf die Löhne. Eine aktuelle Studie zeigt: bereits 6,5 Millionen, das ist fast jeder vierte Beschäftigte, arbeiteten im Jahr 2006 zu Niedriglöhnen. Seit 1995 ist der Anteil der Niedriglöhne von 15 auf 22 Prozent gewachsen. Insbesondere Frauen werden oft schlecht bezahlt.
Immer mehr Menschen verdienen so wenig, dass sie auf Sozialleistungen angewiesen sind. Im Jahr 2006 erhielten bereits 880 000 Erwerbstätige neben ihrem Lohn Hartz IV-Leistungen. 2007 stieg diese Zahl auf 1,3 Millionen. Der Staat subventioniert so Unternehmen, die schlechte Löhne zahlen, obwohl die Gewinne steigen.
Dieser Zustand ist einer reichen Gesellschaft unwürdig. Von Arbeit muss man leben können. Nur ein gesetzlicher allgemeiner Mindestlohn kann dem Lohndumping eine Grenze setzen, unter der nichts mehr erlaubt ist. Nur ein ausreichend hoher Mindestlohn kann Hungerlöhne, die nicht zum Leben reichen, verhindern. Wenn die Löhne wieder auf einem sicheren Fundament stehen, gehen auch die Einnahmeausfälle bei Steuern und Sozialversicherungen infolge Lohndumping und prekärer Arbeit zurück. Die Staatskassen werden von aufstockenden Sozialleistungen entlastet. Schließlich stärkt ein gesetzlicher Mindestlohn auch die Binnennachfrage.
Die Große Koalition glänzte lange durch Untätigkeit. Jetzt legt sie Flickwerk vor. Mit ihren Vorschlägen zu Branchenmindestlöhnen wird der Anspruch fallen gelassen, eine einheitliche Lohnuntergrenze einzuführen.
DIE LINKE fordert die Einführung eines gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohns nach französischem Vorbild, der in der nächsten Wahlperiode auf 10 Euro pro Stunde erhöht wird und Jahr für Jahr zumindest in dem Maße wächst, wie die Lebenshaltungskosten steigen. Wenn in einer Branche der unterste Tariflohn über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt, soll dieser für allgemeinverbindlich erklärt werden. Dazu ist die Allgemeinverbindlichkeitserklärung auch ohne Zustimmung der Arbeitgeberverbände zu erleichtern.



DIE LINKE: Mindestlohn
Also ich könnte derzeit nicht jedem meiner Mitarbeiter 10,-- € zahlen auch wenn ich das gerne möchte - unsere Tariflöhne fangen bei 7,20 € an und jetzt in den Schulferien (habe 4 Schulen im Umkreis von 400 Metern), habe ich gemerkt, dass ein gebrauchter PKW (alter hatte wirtschaftlichen Totalschaden) und Investitionen, die man kurz zuvor getätigt hatte auch auf einmal in mir Überlegungen in Gang gesetzt hatten, wie ich Kosten sparen kann bzw. dass ich sicherstelle, dass alle Dinge die bezahlt werden müssen auch bezahlt werden können - an die Löhne bin ich nicht gegangen sondern habe zumindest einem Kollegen den Stundensatz erhöht.

Aus z. B. den o. g. Gründen, muss sehr umsichtig mit der Thematik umgegangen werden und Kleinunternehmer etc., die längste Frist bekommen, bevor sie sen Mindestlohn auch umsetzen müssen.

Meine persönliche Sicht der Thematik ist die folgende:

1. Viele Großunternehmen sind dazu übergegangen, eigene Zeitarbeitsfirmen zu betreiben um 2 Dinge durchzusetzen: a). Davon zu provitieren, dass sie nur das geringere Arbeitsentgelt zahlen zu müssen und b). Die Stammbelegschaft "erpressbarer" zu machen.

2. In den letzten 10 Jahren sind die Löhne in keinem anderen OECD-Land gefallen wie in Deutschland und die Arbeitslosenzahlen haben eben nicht wiedergespiegelt, dass das der richtige Weg ist.

3. Sind aufgrund der geringen Löhne (Sozialleistungen) und den steigenden Fixkosten (Energiemonopole/-preise, Merkelsteuer, Praxisgebühr...) einfrach zu viele Geschäftsräume leerstehen weil von dem Einkommen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung eben kein Fernseher mehr aus dem Fachgeschäft etc. gekauft werden.
Informationsportal Globalisierung - Standort Deutschland - Neoliberalismus - Niedriglöhner, Joachim Jahnke

Jetzt sind die Probleme auch an anderer Stelle sichtbar geworden, die Abwrackprämie sollte lieber für altgediente Politikmarionetten gezahlt werden denn die kosten Unsummen alleine 8,2 Mrd. € Steuergeld sind schon alleine wegen der IKB unwiederbringlich weg (- tja, die haben uns so runtergeknechtet dass wir uns eben keine Neuwagen mehr leisten können.
 

larifari33

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#3
Die Linken wissen ja auch nicht was Sie wollen !!!! Erst fordern die 10€ ( Lafontain) und jetzt 8€ - nächste Woche wohl noch weniger - der Graf von der CSU will auf keinen Fall einen Mindestlohn ( Steuerentlastung für Firmen ) und der Hosenanzug ist ganz ruhig
Die FDP will die Leibeigenschaft wieder einführen - und die SPD regiert seit 10 Jahren und macht auch nix
Wenn soll ein Arbeitnehmer aus dem Niedriglohnsektor denn nun wählen ?



Gruß aus München :icon_kotz:


Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schliessen.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#4
CDU-General Pofalla hat sich diese Woche im Morgenmagazin (ZDF) quasi dafür ausgesprochen, den Niedriglohnsektor noch auszubauen!

Wer soll in D noch für Umsätze sorgen, wenn keiner mehr Kohle hat.

Wer zahlt noch kräftig in die Rentenversicherung ein? Minijobber u. Niedriglöhner?
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#5
Also weil im Focus 8,-- € Mindestlohn steht heist das nicht, dass das auch wahr sein muss - ich finde diese Zeitschrift sehr "unionsfreundlich".

nach 8,41 € und 8,71 € (aktueller Mindestlohn in Frankreich) steht auf unseren Seiten jetzt 10,00 €.

Also ich könnte derzeit nicht jedem meiner Mitarbeiter 10,-- € zahlen auch wenn ich das gerne möchte - unsere Tariflöhne fangen bei 7,20 € an und jetzt in den Schulferien (habe 4 Schulen im Umkreis von 400 Metern), habe ich gemerkt, dass ein gebrauchter PKW (alter hatte wirtschaftlichen Totalschaden) und Investitionen, die man kurz zuvor getätigt hatte auch auf einmal in mir Überlegungen in Gang gesetzt hatten, wie ich Kosten sparen kann bzw. dass ich sicherstelle, dass alle Dinge die bezahlt werden müssen auch bezahlt werden können - an die Löhne bin ich nicht gegangen sondern habe zumindest einem Kollegen den Stundensatz erhöht.

Aus z. B. den o. g. Gründen, muss sehr umsichtig mit der Thematik umgegangen werden und Kleinunternehmer etc., die längste Frist bekommen, bevor sie sen Mindestlohn auch umsetzen müssen.

Meine persönliche Sicht der Thematik ist die folgende:

1. Viele Großunternehmen sind dazu übergegangen, eigene Zeitarbeitsfirmen zu betreiben um 2 Dinge durchzusetzen: a). Davon zu provitieren, dass sie nur das geringere Arbeitsentgelt zahlen zu müssen und b). Die Stammbelegschaft "erpressbarer" zu machen.

2. In den letzten 10 Jahren sind die Löhne in keinem anderen OECD-Land gefallen wie in Deutschland und die Arbeitslosenzahlen haben eben nicht wiedergespiegelt, dass das der richtige Weg ist.

3. Sind aufgrund der geringen Löhne (Sozialleistungen) und den steigenden Fixkosten (Energiemonopole/-preise, Merkelsteuer, Praxisgebühr...) einfrach zu viele Geschäftsräume leerstehen weil von dem Einkommen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung eben kein Fernseher mehr aus dem Fachgeschäft etc. gekauft werden.
Informationsportal Globalisierung - Standort Deutschland - Neoliberalismus - Niedriglöhner, Joachim Jahnke

Jetzt sind die Probleme auch an anderer Stelle sichtbar geworden, die Abwrackprämie sollte lieber für altgediente Politikmarionetten gezahlt werden denn die kosten Unsummen alleine 8,2 Mrd. € Steuergeld sind schon alleine wegen der IKB unwiederbringlich weg (- tja, die haben uns so runtergeknechtet dass wir uns eben keine Neuwagen mehr leisten können.

das war ein Artikel der "Neuen Nordhäuser Zeitung" (nnz) und nicht aus dem "Focus". Das ist eher eine kleine, unabhängige Zeitung.
 
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  Th.Starter/in  
#6
CDU-General Pofalla hat sich diese Woche im Morgenmagazin (ZDF) quasi dafür ausgesprochen, den Niedriglohnsektor noch auszubauen!

Wer soll in D noch für Umsätze sorgen, wenn keiner mehr Kohle hat.

Wer zahlt noch kräftig in die Rentenversicherung ein? Minijobber u. Niedriglöhner?

Da viele "unserer" Volksvertreter nicht denken, werden die wahrscheinlich die Sozialversicherungsgrenze senken. Gibt dann selbst für Niedriglöhner noch weniger Geld, denn dann müssen die auch Sozialabgaben zahlen und die Politiker können dann wieder jammern, das der Verdienst so hoch ist wie Hartz IV und deshalb sollte der RS gesenkt werden.

Durchschaubare "Taktik", wie immer.
 
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