• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Minderjähriges Kind aus BG nehmen...

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

miez

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Mai 2007
Beiträge
45
Gefällt mir
0
#1
Hallo!

Ich habe gehört, man könne sein Kind aus der BG nehmen und ihm somit das Kindergeld und den Unterhalt in voller Höhe erhalten?
Ist das richtig? Und wann macht das Sinn?
Ist es denn dann nicht so, dass wir dann auch eine kleinere Wohnung, weniger NK etc. haben müssten, wenn das Kind nicht angerechnet wird?
Mal angenommen, ich bekomme für meine Tochter 200.- Unterhalt plus 154,- Kindergeld. Laut Bescheid werden für sie KDU anteilig von 137,- anerkannt. Den Unterhaltsvorschuß hab ich noch nicht beantragt. Lohnt sich doch eh nicht, wenn das alles wieder abgezogen wird.
Also rechnet die Arge 154,- Kindergeld voll an. Da bleibt dann ja nicht mehr viel. Würde sie also im Fall, wenn ich sie raus nehme, besser fahren?!

Danke für Antworten!

Miez
 

Arwen

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Aug 2006
Beiträge
1.653
Gefällt mir
1
#2
Hallo Miez

Ist das richtig? Und wann macht das Sinn?
Ja, das ist richtig. Und es macht für mich sogar Sinn, wenn man finanziell nicht unbedingt besser da steht, denn das Kind ist ArGe-unabhängig und in Zukunft der Willkür des Amtes nicht mehr ausgesetzt, es kann Geld von z.B. Verwandten annehmen, ohne es als Einkommen angeben zu müssen und - wenn das Alter es zulässt - kleine Jobs verrichten, ohne dass das Einkommen angerechnet wird.

Ist es denn dann nicht so, dass wir dann auch eine kleinere Wohnung, weniger NK etc. haben müssten, wenn das Kind nicht angerechnet wird?
Nein, denn Dein Kind gehört ja immer noch zu Deinem Haushalt und hat Wohnbedarf. Ihr erhaltet ja auch weniger KdU und Nebenkosten, die Du dann von Deinem Kind erhältst, um die Miete zu bezahlen.

Mal angenommen, ich bekomme für meine Tochter 200.- Unterhalt plus 154,- Kindergeld. Laut Bescheid werden für sie KDU anteilig von 137,- anerkannt.
Ich weiß nicht, wie alt Dein Kind ist. Wenn es noch nicht im 15. Lebensjahr ist, dann erhält es 208 Euro Sozialgeld:

Bedarf: 208€ + 137€ KdU = 345€
Einkommen: 154€ Kindergeld + 200€ Unterhalt = 354€

Laut SGB II § 7 (Berechtigte)
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören

1. die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,

2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,

3. als Partner der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen

a) der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,

b) der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,

c) eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen,

4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
http://gesetze.bmas.de/Gesetze/sgb02x007.htm

kann Dein Kind somit seinen Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen bestreiten.

Außerdem kannst Du als Mieterin der Wohnung Wohngeld für Dein Kind beantragen. Das kannst Du jetzt schon einmal tun und den Antrag dann ruhen lassen, bis das Kind aus der BG ist. Alg II/Sozialgeld und gleichzeitig Wohngeld beziehen ist nämlich natürlich nicht möglich. Um das Wohngeld zu bewilligen, muss das Wohngeldamt also wissen, dass Deine Tochter definitiv aus der BG fällt (Bescheid), kann die Wohngeldhöhe trotzdem vorab schon einmal berechnen.

Wenn Dein Kind über ein eigenes Konto verfügt, ändere am Besten auch die Kontodaten für den Zugang des Kindergeldes. Das geht formlos - Kontonummer hat sich geändert... Somit ist deutlich, dass Du das Kindergeld an Dein Kind weiterleitest.

Falls Du alleinerziehend sein solltest, ist es wichtig, dass Dein Kind nicht ganz aus dem Bescheid verschwindet, da sonst der Alleinerziehendenmehrbedarf wegfällt (das schafft das Computerprogramm A2LL nicht...). Es muss mit 0 Euro aufgeführt bleiben mit dem Zusatz im Bescheid, dass das Kind nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft gehört, sich aus technischen Gründen wegen es Alleinerziehendenzuschlags eine Aufführung aber nicht vermeiden lässt.

Für weitere Infos empfehle ich Dir viele Beiträge im U25-Bereich. Schon an den Titeln der Themen erkennst Du, dass Du dort Infos über "Kind heraus aus der BG" findest.

Ansonsten: Fragen ;)

Gruß von Arwen
 

miez

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Mai 2007
Beiträge
45
Gefällt mir
0
#3
vielen lieben Dank!!

Das werd ich doch mal nachrechnen und bei U 25 schauen... ( meine Tochter ist erst 4 Wochen alt)

LG

Miez
 

Arwen

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Aug 2006
Beiträge
1.653
Gefällt mir
1
#4
Habe ich eben gelesen, denn ich habe gerade ältere Beiträge von Dir angesehen, um das herauszufinden... ;)
 
E

ExitUser

Gast
#5
Hallo!

Ich habe gehört, man könne sein Kind aus der BG nehmen und ihm somit das Kindergeld und den Unterhalt in voller Höhe erhalten?
Ist das richtig? Und wann macht das Sinn?
Ist es denn dann nicht so, dass wir dann auch eine kleinere Wohnung, weniger NK etc. haben müssten, wenn das Kind nicht angerechnet wird?
Mal angenommen, ich bekomme für meine Tochter 200.- Unterhalt plus 154,- Kindergeld. Laut Bescheid werden für sie KDU anteilig von 137,- anerkannt. Den Unterhaltsvorschuß hab ich noch nicht beantragt. Lohnt sich doch eh nicht, wenn das alles wieder abgezogen wird.
Also rechnet die Arge 154,- Kindergeld voll an. Da bleibt dann ja nicht mehr viel. Würde sie also im Fall, wenn ich sie raus nehme, besser fahren?!

Danke für Antworten!

Miez
So viel ich weiß, wohnst du mit dem Vater des Kindes zusammen und da gibt es keinen Unterhaltsvorschuss. Es sei denn, der Noch-Ehemann hat immer noch nicht erklärt, dass er nicht der Vater des Kindes ist und dann ist er zu Unterhalt verpflichtet. Da du aber schreibst, dass die 200 Euro KU angenommen sind, gehe ich davon aus, dass du noch keinen KU bekommst und Unterhaltsvorschuss beantragen müsstest, was du aber nicht willst.
Vielleicht klärt sich inzwischen das mit dem Noch-Ehemann.
Aber generell ist Unterhaltsvorschuss vorrangig, ob du willst oder nicht, es sei denn das Geld reicht auch so und die Kleine fällt aus der BG. Aber wie, wenn keiner KU zahlt, verstehe ich nicht?
lg andine (Lucia)
 

Hartz Vier

Elo-User/in
Mitglied seit
15 Jun 2007
Beiträge
77
Gefällt mir
1
#6
Selbst wenn Kindsunterhalt gezahlt wird, gibt es unter Umständen ein Problem.
Im SGB II ist zwar eindeutig geregelt, dass Kindergeld von minderjährigen Kindern zunächst immer Einkommen des jeweiligen Kindes ist,
aber
"insofern dessen Bedarf nicht mit eigenen Mitteln gedeckt werden kann."

Bei mir hatte die ARGE Erfurt erfolgreich argumentiert, dass der Unterhalt den Bedarf meines Sohnes fast deckt. Der Teil des Kindergeldes, der seinen Bedarf übersteigt, wurde also mir als Kindergeldberechtigten angerechnet. Da hilft auch das eigene Konto des Kindes nur bedingt. Kindergeldberechtigte bleiben die Eltern. Schon fast pervers, die Höhe des Bedarfs bestimmt die ARGE und geht da nach den Hartz IV-Sätzen.

Meine Rettung, mein Sohn (knapp 17 Jahre) ist halt mal ausgezogen. Er hat lediglich noch ein Zimmer bei mir, das er allerdings sehr oft nutzt. :)

Von anderen Eltern weiß ich aber , dass die ARGEN diese Bestimmungen absolut gegensetzlich auslegen.
 

Arwen

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Aug 2006
Beiträge
1.653
Gefällt mir
1
#7
Stimmt, einige können erfolgreich nachweisen, dass das Kind das seinen Bedarf übersteigende Kindergeld für sich selbst benötigt, oft für Schule, Ausbildung, Fahrtkosten, Zahnspange etc. pp. Mal wird es akzeptiert, mal nicht ... leider.
 

Nimrodel

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Apr 2007
Beiträge
496
Gefällt mir
1
#8
Stimmt, einige können erfolgreich nachweisen, dass das Kind das seinen Bedarf übersteigende Kindergeld für sich selbst benötigt, oft für Schule, Ausbildung, Fahrtkosten, Zahnspange etc. pp. Mal wird es akzeptiert, mal nicht ... leider.
Bei mir hat es nicht funktioniert. Die Arge interessiert der tatsächliche Bedarf meines Kindes nicht...aber..ich habe einen guten Anwalt gefunden.
Ist das Kind nicht mehr in der BG dann gilt es als allein Stehender mit den entsprechenden Freíbeträgen. Das heißt, doppelter Regelsatz nach dem Eckregelsatz von 100%. Damit ist schon mal kein Kindergeld mehr übertragbar...der nächste Widerspruch ist schon in Bearbeitung.
Wohngeld für mein Kind läuft ab nächsten Monat. Die Arge hat ihn noch nicht rückwirkend aus dem Bescheid genommen, auch darum kümmert sich jetzt der Anwalt.
Die Vorteile wenn das Kind nicht mehr in der BG ist: Es steht ihm in jeden Fall die Versicherungspauschale zu. Das ist immerhin ein plus von 30€ im Monat. Und die anderen Vorteile hat Arwen schon genannt.
Der Kampf ums Kindergeld lohnt sich auch.

Lies mal hier:

http://www.elo-forum.org/kinder-mit...-eigenanteil-bei-kfo-behandlung-t10118p8.html



Nimrodel
 

miez

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Mai 2007
Beiträge
45
Gefällt mir
0
#10
So viel ich weiß, wohnst du mit dem Vater des Kindes zusammen und da gibt es keinen Unterhaltsvorschuss. Es sei denn, der Noch-Ehemann hat immer noch nicht erklärt, dass er nicht der Vater des Kindes ist und dann ist er zu Unterhalt verpflichtet. Da du aber schreibst, dass die 200 Euro KU angenommen sind, gehe ich davon aus, dass du noch keinen KU bekommst und Unterhaltsvorschuss beantragen müsstest, was du aber nicht willst.
Vielleicht klärt sich inzwischen das mit dem Noch-Ehemann.
Aber generell ist Unterhaltsvorschuss vorrangig, ob du willst oder nicht, es sei denn das Geld reicht auch so und die Kleine fällt aus der BG. Aber wie, wenn keiner KU zahlt, verstehe ich nicht?
lg andine (Lucia)
Hallo, so sieht man sich wieder :icon_hug: hab schon versucht dich zu erreichen!!

Aber zum Thema:
Nein, der gesetzliche Vater hat noch nicht unterschrieben. Trotz Aufforderung vom Anwalt: Nichts. Tja, dann eben so, nicht war?

Ich habe einfach mal geschätzt, dass ich 200 Euro Unterhaltsvorschuss bekommen würde... Ich weiß noch gar nichts. Wollte das vorher mal recherchieren. Auch Wohngeld usw. weiß ich alles noch nicht.
 
E

ExitUser

Gast
#12
Hallo, so sieht man sich wieder :icon_hug: hab schon versucht dich zu erreichen!!

Aber zum Thema:
Nein, der gesetzliche Vater hat noch nicht unterschrieben. Trotz Aufforderung vom Anwalt: Nichts. Tja, dann eben so, nicht war?
Hallo,
hier warten auch noch Sachen für dich, die schicke ich dir dann am 18. Mein Telefon war falsch eingestellt, aber jetzt geht es wieder. :icon_hug:
Habe es erst gemerkt, als ich die Arge anrufen wollte und andauernd besetzt war.
Dein Noch-Ehemann ist echt blöd, aber wenn er nicht anders will, dann muss er zahlen. Aber ist es nicht so, dass er das dann später wieder zurück verlangen kann? Na ja, vielleicht aber auch nicht, weil er doch genau wusste, dass er nicht der Vater ist.
 

Nimrodel

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Apr 2007
Beiträge
496
Gefällt mir
1
#13
Stimmt, ich erinnere mich an Deinen Fall, Nimrodel.

Ihr bildet ja dann eine Haushaltsgemeinschaft.
Stimmt. Und so steht es jetzt nun endlich in meinem Bescheid.
Dafür haben die 6 Monate gebraucht!
 

miez

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Mai 2007
Beiträge
45
Gefällt mir
0
#14
Also 125,- + 154,- KiGeld + ??,- Wohngeld.... Hm, das muss ich mir schwer überlegen, ob ich deswegen überhaupt was unternehme. Habe sowieso nur Ärger mit der ARGE, jeder Mist wird abgelehnt und mir fehlt vorne und hinten das Geld. Klage vor dem Soz. Gericht wird eingereicht, doch bis ich da ( vielleicht ) mal Recht bekomme...
Ach Mensch, ist das alles ätzend!!
 
E

ExitUser

Gast
#15
Bedarf deines Kindes:137 KdU+208 Regelsatz=345 Euro
Einkommen: 125 Unterhaltsvorschuss+154 Kindergeld=279 Euro (Fehlbetrag: 66 Euro)

Das heißt, sie bleibt in der BG und Wohngeld und ALG2 gibt es nicht zusammen. Es gibt entweder ALG2 oder Wohngeld.
Wenn der Noch-Ehemann die Vaterschaft anfechtet und du weiterhin mit dem Vater des Kindes zusammen lebst, hat das Kind sogar nur 154 Euro Kindergeld als Einkommen.
 

Arwen

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Aug 2006
Beiträge
1.653
Gefällt mir
1
#16
Wohngeld 66 Euro? Wenn es weniger ist (ich kenne mich da nicht so aus...) 20 Euro von Oma jeden Monat? :icon_wink:
 

Nimrodel

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Apr 2007
Beiträge
496
Gefällt mir
1
#17
Bedarf deines Kindes:137+208=345 Euro
Einkommen: 125+154=279 Euro (Fehlbetrag: 66 Euro)

Das heißt, sie bleibt in der BG und Wohngeld und ALG2 gibt es nicht zusammen.
Nicht unbedingt. Beträgt das Wohngeld 66 € oder mehr ist sie raus aus der BG.
Miez sollte also erstmal eine Wohngeldkalkulation machen lassen.
Das macht das Wohngeldamt um schon mal vorab den evtl. WG-Anspruch auszurechnen.
Wohngeld ist immer vorrangig vor anderen Sozialleistungen.
Also an Miezes Stelle würde ich jetzt mal zum Wohngeldamt marschieren und vorrab einen Antrag für das Kind stellen und den Anspruch des Kindes ausrechnen lassen.
Ruhen kann der Antrag dann immer noch bis die Unterhaltssache geklärt ist.
 

miez

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Mai 2007
Beiträge
45
Gefällt mir
0
#18
Also an Miezes Stelle würde ich jetzt mal zum Wohngeldamt marschieren und vorrab einen Antrag für das Kind stellen und den Anspruch des Kindes ausrechnen lassen.
Jep, das mach ich auch. Und dann muss ich sowieso noch den Unterhaltsvorschuß beantragen. Erst wenn das alles geklärt ist melde ich mich bei den Affen von der ARGE. Die ist sowieso schon genervt von mir, na, das macht mir aber nur halb so viel :smile:
 
E

ExitUser

Gast
#19
Ja, stimmt. Sie sollte erst mal zum Wohngeldamt und sich ausrechnen lassen, wie sie besser fährt, da hast du recht.
Aber wenn das so weit ist, wie ich beschrieben habe, dann fehlen ihr mehr als 66 Euro, nämlich genau 191 Euro. Aber wie es aussieht, wird das dauern.
 

Nimrodel

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Apr 2007
Beiträge
496
Gefällt mir
1
#20
Ja, stimmt. Sie sollte erst mal zum Wohngeldamt und sich ausrechnen lassen, wie sie besser fährt, da hast du recht.
Aber wenn das so weit ist, wie ich beschrieben habe, dann fehlen ihr mehr als 66 Euro, nämlich genau 191 Euro. Aber wie es aussieht, wird das dauern.
Warum fehlt ihr dann Geld?
Das Kind bekommt dann zwar kein Sozialgeld mehr, aber Wohngeld. Vom Kindergeld muss dann die Pauschale abgezogen werden, bevor es übertragen werden kann. Somit hat sie unterm Strich schon mal 30 € mehr im Monat.
Ich verstehe jetzt nicht, wie du rechnest.
Ich habe das grad alles durch und ich habe 30 Euros mehr und es wird noch mehr, weil das Kindergeld meinem Kind gehört...was die Arge aber im Moment noch nicht interessiert.
 

Nimrodel

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Apr 2007
Beiträge
496
Gefällt mir
1
#21
Jep, das mach ich auch. Und dann muss ich sowieso noch den Unterhaltsvorschuß beantragen.
Das solltes du auf jeden Fall tun, sonst wird das nix.
Wäre vielleicht sogar besser, wenn du das machst noch bevor du zum Wohngeldamt gehst, damit die eine Berechnungsgrundlage haben.
Kannst ja sagen, dass die Bearbeitung läuft und die Höhe des Unterhaltsvorschusses nennen.
 
E

ExitUser

Gast
#22
Warum fehlt ihr dann Geld?
Das Kind bekommt dann zwar kein Sozialgeld mehr, aber Wohngeld. Vom Kindergeld muss dann die Pauschale abgezogen werden, bevor es übertragen werden kann. Somit hat sie unterm Strich schon mal 30 € mehr im Monat.
Ich verstehe jetzt nicht, wie du rechnest.
Ich habe das grad alles durch und ich habe 30 Euros mehr und es wird noch mehr, weil das Kindergeld meinem Kind gehört...was die Arge aber im Moment noch nicht interessiert.
Weil sie irgendwann keinen Unterhaltsvorschuss mehr bekommt, denn sie wohnt mit dem Vater des Kindes zusammen und das sie jetzt Unterhaltsvorschuss beantragen kann, liegt nur daran, dass ihr Noch-Ehemann die Vaterschaft nicht anfechten will, obwohl er genau weiß, dass ihr neuer Freund der Vater ist. Aber weil sie nicht geschieden sind und der Noch-Ehemann die Vaterschaft nicht anfechten will, ist laut Gesetz er (noch) der Vater des Kindes, bis die Mutter und der richtige Vater die Vaterschaft des Noch-Ehemannes anfechten bzw. das bei Gericht durch ist.
So weit ich weiß, zahlt die Unterhaltsvorschusskasse nicht, wenn man mit dem Vater des Kindes in einer Wohnung lebt, denn dann ist man nicht mehr anspruchsberechtigt (weil nicht alleinerziehend) und Unterhalt muss der Vater, mit dem man zusammen wohnt nicht zahlen oder?
Somit hat das Kind nur 154 Euro Kindergeld bei einem Bedarf von 345 Euro. Wenn das Wohngeld 191 ist, dann geht es. Mit Freibeträgen kenne ich mich nicht so aus.
Aber drum soll sie auch erst mal zum Wohngeldamt, denn noch hat sie Anspruch auf Unterhaltsvorschuss.
Ist ein ganz besonderer Fall ...
 

Nimrodel

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Apr 2007
Beiträge
496
Gefällt mir
1
#23
Weil sie irgendwann keinen Unterhaltsvorschuss mehr bekommt, denn sie wohnt mit dem Vater des Kindes zusammen und das sie jetzt Unterhaltsvorschuss beantragen kann, liegt nur daran, dass ihr Noch-Ehemann die Vaterschaft nicht anfechten will, obwohl er genau weiß, dass ihr neuer Freund der Vater ist. Aber weil sie nicht geschieden sind und der Noch-Ehemann die Vaterschaft nicht anfechten will, ist laut Gesetz er (noch) der Vater des Kindes, bis die Mutter und der richtige Vater die Vaterschaft des Noch-Ehemannes anfechten bzw. das bei Gericht durch ist.
So weit ich weiß, zahlt die Unterhaltsvorschusskasse nicht, wenn man mit dem Vater des Kindes in einer Wohnung lebt, denn dann ist man nicht mehr anspruchsberechtigt (weil nicht alleinerziehend) und Unterhalt muss der Vater, mit dem man zusammen wohnt nicht zahlen oder?
Somit hat das Kind nur 154 Euro Kindergeld bei einem Bedarf von 345 Euro. Wenn das Wohngeld 191 ist, dann geht es. Mit Freibeträgen kenne ich mich nicht so aus.
Aber drum soll sie auch erst mal zum Wohngeldamt, denn noch hat sie Anspruch auf Unterhaltsvorschuss.
Ist ein ganz besonderer Fall ...
Achso, ich kannte jetzt nicht die ganze Vorgeschichte.
Dann stellt sich aber eher die Frage, ob sich der ganze Aufwand lohnt, oder?
Ich weiß ja nicht, ob sie dann überhaupt Unterhaltsvorschuss beantragen kann. Wohngeld und Kindergeld reichen dann nicht um den Bedarf des Kindes zu decken.
 

miez

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Mai 2007
Beiträge
45
Gefällt mir
0
#24
Ist ein ganz besonderer Fall ...

Ja, wie üblich bei mir, bäh!

Aber sonst gut und richtig beschrieben, andine....


Hab grade lieber doch nochmal beim Jugendamt gefragt. Ich müsste tatsächlich das Geld zurückzahlen, wenn die Vaterschaft rechtswirksam ist!!! Da hat mir mein Anwalt was anderes gesagt, toll. Wer hat jetzt Recht?
 
E

ExitUser

Gast
#25
Achso, ich kannte jetzt nicht die ganze Vorgeschichte.
Dann stellt sich aber eher die Frage, ob sich der ganze Aufwand lohnt, oder?
Ich weiß ja nicht, ob sie dann überhaupt Unterhaltsvorschuss beantragen kann. Wohngeld und Kindergeld reichen dann nicht um den Bedarf des Kindes zu decken.
Da der Noch-Ehemann sich verweigert, die Vaterschaft anzuerkennen, ist er vom Gesetz her Vater. Ich weiß nicht, ob er zahlungsfähig ist. Das müsste erst geklärt werden. Theoretisch kann sie es beantragen, aber letztendlich lohnt es nicht.
Wenn die Arge den Fall kennt, dann wird sie es nicht verlangen. Jedenfalls habe ich noch nichts davon gelesen, dass sie es verlangt. Das würde sie nämlich, wenn sie alleinerziehend wäre und der Vater des Kindes nicht in der BG wohnt. Ich nehme an, die werden das auch als sinnlos ansehen.
Ist ein ziemlicher Mist, den der Noch-Ehemann absichtlich veranstaltet.
 
E

ExitUser

Gast
#26
Hab grade lieber doch nochmal beim Jugendamt gefragt. Ich müsste tatsächlich das Geld zurückzahlen, wenn die Vaterschaft rechtswirksam ist!!! Da hat mir mein Anwalt was anderes gesagt, toll. Wer hat jetzt Recht?
Du nicht. Wenn, dann der richtige Vater des Kindes. Aber da gibt es vielleicht einen Weg, weil der Noch-Ehemann sich weigert, die Vaterschaft anzufechten.
Andrerseits seid ihr nicht geschieden und er hat laut Gesetz auch ein Recht darauf, zu klären, wer der Vater ist.
Es sei denn, du könntest beweisen, dass er es mit Absicht verweigert oder du beweist, dass ihr räumlich getrennt gewohnt habt. Letztendlich ist es aber schwer zu beweisen, dass ihr keinen Sex hattet.
Wie ist denn der Stand der Dinge genau?
 
E

ExitUser

Gast
#27
Eigentlich muss die Mutter Unterhaltsvorschuss nur zurück zahlen, wenn sie falsche Angaben macht oder wenn sie Angaben verschweigt.
 

miez

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Mai 2007
Beiträge
45
Gefällt mir
0
#28
doch doch. ich kann alles beweisen. das wir räumlich getrennt waren, ich mit meinem neuen Freund schon zusammen lebte, und auch, dass der noch Mann sich absichtlich weigert. Habe da eine lustige sms von ihm zum Thema bekommen und natürlich gespeichert. Auch der anwalt hat ihn ja nun aufgefordert und seit die Schwangerschaft bekannt ist, hab ich, nachweislich durch das Gutachten, gesagt, dass er nicht der Vater ist.

Aber die Frau vom Jugendamt hat extra die § gewälzt und hat eben gesagt, dass ich den Vorschuß zurückzahlen muss, sobald er endlich unterschreibt und raus aus der Sache ist. Und das, obwohl er sich nachweislich mutwillig weigert.
ich wander aus, die Gesetze hier sind doch von Schildbürgern gemacht
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten