Minderheitsgesellschafter (1 Betrachter)

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Gollo

Elo-User*in
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Hallo,

ich war Freiberufler und habe mit Partnern eine UG gegründet, an der mir ein Drittel gehört. Meine früheren Einnahmen/Kunden habe ich die UG eingebracht und daher (fast) keine eigenen Einkünfte mehr. Ich bin einer von drei Geschäftsführern, erhalte als solcher aber kein Gehalt. Anteilige Einnahmen bei Aufträgen werden mir als Selbstständiger ausgezahlt, die UG ist also praktisch Kunde von mir als Freiberufler.

Das war mir soweit alles bewusst und geplant und nach einem Jahr läuft es ganz ok, aber die Firma generiert noch keine Überschüsse um mich bezahlen zu können. Das wird vermutlich noch 6-12 Monate dauern (wir haben sehr lange Vorläufe bevor Produkte Gewinne erwirtschaften können).

Leider sind meine Ersparnisse aber jetzt aufgebraucht und ich mache mir Sorgen, mein Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren zu können.

Meinen Partnern würde es aber alles andere als gefallen, wenn sich eine ARGE in das Unternehmen einmischt oder Bilanzen und Unterlagen sehen will. Und ich habe nur einen Minderheitsanteil.

Frage, wenn ich ALG II beantrage (da ich als Selbständiger keine Soz.V. Beiträge zahle), müssten dann nicht nur meine eigenen Einkünfte sondern alle Bilanzen der Firma offengelegt werden, als Nachweise, dass keine Einnahmen generiert werden? Müssen meine Partner also davon erfahren, dass ich ALG II beantrage?

Zusatzfrage: Da ich vorher als Selbständiger ausreichend verdient habe, zahle ich noch recht hohe Steuervorauszahlungen für dieses Jahr, denen aber keine Einnahmen gegenüberstehen. Ich leihe mir das Geld, da ich es ja mit der Steuererklärung zurück bekomme - das würde sich die ARGE dann aber als Einnahmen holen, oder?

Vielen Dank für eure Hilfe!
 

lpadoc

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(...) Zusatzfrage: Da ich vorher als Selbständiger ausreichend verdient habe, zahle ich noch recht hohe Steuervorauszahlungen für dieses Jahr, denen aber keine Einnahmen gegenüberstehen. (...)
Bin kein Experte, aber schau mal in den Link rein (Anpassung der Vorauszahlungen)
 

Der Ratlose

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Ach, mir wird ja mal warm ums Herz.:icon_daumen::icon_daumen:

Das Jc wird weder die Einnahmen noch die Ausgaben der UG einsehen können wenn die anderen es nicht möchten.

Das JC wird sich in den Hintern beißen.

Du wirst für deine freiberufliche Tätigkeit eine Anlage EKS ausfüllen müssen.
Die UG kann dir aber jeden Bleistift ,jedes Auto oder was du alles so für deine freiberufliche Tätigkeit benötigst vermieten.

Ich bin in der selben Lage und ich habe sogar meine Unterkunft (Wohnwagen) von der Firma gemietet.
Und ich kann dir sagen das bei solch einer Konstellation sogar die SG oder das LSG auf Granit beißen werden.

Und wenn die Firma (UG) dich beauftragt für 2,5 Monate nach Paris zu fahren um dort etwas abzuarbeiten , dann kannst du sogar 2,5 monate nach Paris fahren und erhältst weiterhin deine Leistungen.


Ich gehe jetzt mal davon aus das du dir Geld geliehen hast und als Sicherheit deine Steuerrückerstattung sicherheitsübereignet hast.
 
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