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Mietzahlung bei WG

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Baloo1979

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#1
Ich habe eine dringende Frage!

Ich wohne seit ein paar Monaten mit einer Frau in einer WG. Wir haben eine Vereinbarung geschlossen nach der wir jeweils 50% der Kosten übernehmen.

Nun bin ich leider gezwungen ALG2 zu beantragen. Da diese Frau vor ein paar Monaten ein Kind bekommen hat sagt mir das Amt nun, dass ich nur noch 1/3 der Gesamtmiete bekommen würde. 2/3 der Miete wäre nun plötzlich Aufgabe meiner Mitbewohnerin!?!? Das kann sie aber doch nie aufbringen. Sie bekommt doch nur ihr Elterngeld und Kindergeld!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!
 
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#2
Frage

Wie habt Ihr das Vertragliche geregelt? Schriftlich??

Bei 50/50 hat auch die ARGE diese Regelung zu akzeptieren.
Ein Antrag auf ALG II ändert nun mal keine Mietverträge.

Die Aufteilung nach Köpfen kommt nur bei Bedarfsgemeinschaften o.ä. in Frage

Deine Mitbewohnerin hat wohl auch Anspruch auf ALG II.
Da Euch natürlich sofort eine Einstehungsgemeinschaft unterstellt werden wird, kann sie auch gleich für sich den Antrag stellen.
 

strümpfchen

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#3
Hallo kleindieter.

Die Aussage von Ihnen ist leider nicht korrekt.
Baloo lebt möglicherweise nicht in einer Bedarfs-, auf jeden Fall aber in einer Haushaltsgemeinschaft.

Und die ARGE wird die Kopfverteilungsmethode anwenden müssen und dieses auch tun.

In der EDV steht dann folgender Eintrag: Weitere Personen in der Haushaltsgemeinschaft: 2 (ab Datum der Geburt des Kindes).

Gruß

Praktiker
Bei einer WG bestehen getrennte Haushalte. Somit wäre im Haushalt von Baloo keine weitere Person vorhanden und die ARGE muss die (schriftlich?) vereinbarte Miete anerkennen.
Die Kopfanteilmethode gilt nur wenn ein gemeinsamer Haushalt besteht, also gemeinsam gewirtschaftet wird. Dies ist meistens nicht der Fall, wenn untereinander Miete gezahlt wird.
 

gerda52

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#4
Hallo Praktiker

Hallo Baloo1979,

Die ARGE hat recht. Mietkosten sind kopfteilig zu berechnen.
Bei 3 Personen beträgt Ihr Mietanteil demzufolge 1/3.

Ich gehe davon aus, daß es sich nicht um Ihr gemeinsames Kind handelt..... dann wäre die Rechnung eine andere :icon_wink:
wird nicht genau umgedreht ein Schuh daraus?
 
E

ExitUser

Gast
#5
Hallo Baloo1979,

Die ARGE hat recht. Mietkosten sind kopfteilig zu berechnen.
Bei 3 Personen beträgt Ihr Mietanteil demzufolge 1/3.

Ich gehe davon aus, daß es sich nicht um Ihr gemeinsames Kind handelt..... dann wäre die Rechnung eine andere :icon_wink:


Gruß

Praktiker
Hallo Praktiker,

nicht so vorschnell.
Zuerst hat die ArGe zu prüfen ob hier ein WG oder eine "eheähnliche Gemeinschaft" (...) vorliegt.

Bei einer WG ist die ProKopf-Methode nicht anwendbar.
Bei einem gemeinsamen Kind wäre es keine WG, dann ist die ProKopf-Methode wieder richtig.

Überlastet? :icon_wink:

Gruß, Anselm
 

Baloo1979

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#6
Hallöchen!
Also, zur Erklärung:
Es handelt sich nicht um mein Kind, auch wenn ich bei der Betreuung ab und zu mal einspringe (es ist behindert und ab und an braucht die Mutter auch mal eine Pause)
Weiterhin handelt es sich auch nicht um eine Bedarfsgemeinschaft sondern um ein e Haushaltsgemeinschaft oder noch eher Wirtschaftsgemeinschaft.
Schriftlich haben wir eine Vereinbarung verfasst (vor der Geburt des Kindes) in der wir das Nutzungsrecht und die Mietschuld zu je 50% tragen. Deswegen wundere ich mich ja,dass die ARGE die Wohnung dritteln will.
Die Mutter bekommt übrigens Elterngeld und Kindergeld und hat demnach keinen Anspruch auf ALGII.
Liebe Grüße und danke für eure rege Teilnahme!!!!!
 

gerda52

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#7
baloo sagte :
Die Mutter bekommt übrigens Elterngeld und Kindergeld und hat demnach keinen Anspruch auf ALGII.
Beide Einkommensarten schließen den Anspruch auf ALG II noch nicht aus.
Es kommt auf den anrechnungsfähigen Teil des Elterngeldes an. 300 Euro sind aber grundsätzlich frei.
 

strümpfchen

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#8
Sobald in einer Wohnung gelebt wird, besteht eine Haushaltsgemeinschaft.
Sofern gemeinsam gewirtschaftet und für einander eingestanden wird, besteht eine Bedarsgemeinschaft.
Also eine Studenten-WG, in der jeder einen eigenen Mietvertrag mit dem Vermieter hat, ist eine Haushaltsgemeinschaft ???
Eine Haushaltsgemeinschaft besteht, selbst nach den Informationsheften zum ALG2 erst, wenn gemeinsam (aus einem Topf) gewirtschaftet wird. Wenn -zusätzlich zum gemeinsamen wirtschaften- füreinander eingestanden wird, dann besteht eine Bedarfsgemeinschaft.
Sofern es sich im vorgenannten Fall um das Kind von Baloo und seiner Mitbewohnerin handeln würde, wäre der Tatbestand der BG erfüllt.
Dann wäre ein Vermutenstatbestand für eine BG erfüllt. Wobei auch hier die Vermutung -wenn auch nur sehr schwer- widerlegt werden könnte.

Bitte deutlicher unterscheiden. Binäres Denken bei den ARGE-SBs reicht, da sollte hier im Forum schon ein wenig mehr differenziert werden.
 
E

ExitUser

Gast
#10
Hallo kleindieter.

Die Aussage von Ihnen ist leider nicht korrekt.

Warum nicht? Mietverträge kann die ARGE doch nicht einfach ignorieren!
Mir fehlt deine Begründung!

Baloo lebt möglicherweise nicht in einer Bedarfs-, auf jeden Fall aber in einer Haushaltsgemeinschaft.
Seh ich auch nicht so! Man lebt nicht immer in einer Haushaltsgemeinschaft, nur weil man in einer Wohnung lebt!

Bei mir zum Beispiel ist das nicht so... und die ARGE hat es akzeptiert.

Und die ARGE wird die Kopfverteilungsmethode anwenden müssen und dieses auch tun.

Sie wirds versuchen klar, aber müssen? Warum?
Wie gesagt, ich vermisse deine Begründung.
 
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#11
Praktiker schein ein "Arge"r"-Troll" zu sein.

Zum Thema schreibt u.A. auch das ULD:


Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Wohngemeinschaft, einer Haushaltsgemeinschaft und einer eheähnlichen Gemeinschaft?

Diese Frage lässt sich nicht mit wenigen Worten beantworten. Sie ist aber wichtig, um festzustellen, ob man in einer Bedarfsgemeinschaft lebt (§ 7 Abs. 3 SGB II), die bei der Überprüfung der Hilfebedürftigkeit (§ 9 SGB II) als eine Einheit behandelt wird.

Eine Wohngemeinschaft, also eine „WG“, ist keine Bedarfsgemeinschaft. Sie liegt dann vor, wenn mehrere Personen, die nicht miteinander verwandt sind, eine Wohnung gemeinsam bewohnen. In diesem Fall muss die ARGE prüfen, wer welchen Anteil der Mietkosten trägt bzw. tragen muss.

Wenn mehrere Personen, die nicht miteinander verwandt sind, nicht nur gemeinsam in einer Wohnung wohnen, sondern zudem auch gemeinsam wirtschaften („aus einem Topf“), wird aus der WG eine Haushaltsgemeinschaft. Auch in diesem Fall muss geprüft werden, wer welche Mietkosten trägt.

Aber aufgepasst:
Wenn Sie mit Verwandten oder Verschwägerten in einer Haushaltsgemeinschaft leben (z. B. mit Ihren Geschwistern, Ihrem Onkel oder Ihren Großeltern), vermutet der Gesetzgeber, dass Sie finanziell unterstützt werden (§ 9 Abs. 5 SGB II). Aber nur, wenn Sie tatsächlich unterstützt werden, müssen Sie nähere Angaben machen. Werden Sie nicht unterstützt,
muss dies nicht begründet werden.
Quelle: Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein

Dieser Zusammenhang scheint bundesweit einigen SB/FM/PAP Brobleme zu bereiten. Oder ihren Dienstherren, oder überhaupt, keine Ahnung.
 
E

ExitUser

Gast
#12
In dem Ausgangsposting von Baloo war von einer "Vereinbarung" zwischen ihm und seiner (damals einzelnen) Mitbewohnerin die Rede.
Das Wort Mietvertrag wurde erst später in Antwortposts hinzugefügt.

Insofern wird die Kopfmethode bei Vorliegen EINES Mietvertrages und bewohnen EINER Wohnung - auch ohne gemeinsames Wirtschaften - herangezogen.

Sagst du... das wird nicht richtiger, wenn du es wiederholst!
Selbst eine mündliche Vereinbarung ist ein Mietvertrag, nur eben ein Mündlicher!
 
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#13
@Ludwigsburg

Mit welcher Rechtsgrundlage soll denn Deiner Meinung nach ein SB in Verträge Dritter eingreifen dürfen?


M.M. gilt der § 22 SGB II / § 29 SGB XII

Eine zus. PN bei direkten Fragen könnte das Verfahren beschleunigen.
 
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#14
Zunächst bedanke ich mich bei Herrn Hagelstein an dieser Stelle für seine freundliche Bezeichnung als Arge-Troll.

Ich frage mich an dieser Stelle, ob es zum guten Ton dieses Forums gehört, evtl. unbequeme Antworten mit dem Titel "Troll-Poster" zu honorieren. Sollten Sie vielleicht mal drüber reflektieren, Zeit dafür scheinen Sie zu haben.
Lieber ARGE-Troll "Praktiker":

Wenn Du hier Behauptungen aufstellst, dann komme auch der Bitte nach, eine Rechtsgrundlage zu nennen.

Leider habe ich heute Nacht keine Zeit mehr, über Deine Beiträge zu weinen, um 13:00 ist Demo, daher gehe sogar ich jetzt ins Bett.
 
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