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Mietübernahme nach Umzug

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Das Leben ist Hartz

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#1
Hallo Leute!

Ich habe ein Problem, vielleicht kann mir jemand helfen.
Doch zuvor eine kleine Einleitung:

Ich bekomme seit einigen Jahren Arbeitslosengeld II vom JobCenter Berlin-Spandau. Vor einem Jahr hatte ich den Wunsch nach Berlin-Charlottenburg umzuziehen. Dies habe ich auch getan. Jedoch habe ich das JobCenter nicht darüber informiert, weil eine Mietübernahme von 450 Euro warm bei einer Einzelperson ausgeschlossen wäre. Meine alte Wohnung hat 300 Euro warm gekostet, meine neue Wohnung kostet nun 450 Euro warm. Ich beziehe weiterhin die 300 Euro Mietgeld vom JobCenter Berlin-Spandau und lege den Rest selber drauf. Das hat ein Jahr lang wunderbar funktioniert.

Jetzt das Problem:

Nach einem Jahr hat das JobCenter Berlin-Spandau nun doch rausbekommen, dass ich umgezogen bin und mir meine Leistungen eingestellt. Ich werde mich nun beim JobCenter Berlin-Charlottenburg anmelden. Nun habe ich aber die Befürchtung, dass ich aus meiner jetzigen Wohnung auziehen muss weil sie zu teuer für eine Mietübernahme ist. Meine Frage an euch:
Wie kann ich das verhindern???
 

Rechtsverdreher

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#2
Die 300 Euro werden Dir trotzdem weitergezahlt. Wo Du hinziehst ist Deine Sache.

Aber die werden versuchen die 300 Euro für alle Monate in denen Du in der neuen Wohnung wohnst zurück zu verlangen.
Und auch alle anderen Leistungen werden sie bestimmt versuchen zurück zu verlangen.

Aber da Du arm bist können sie bei Dir ja sowieso nichts holen.
 

Romeo

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#3
Befürchtung, dass ich aus meiner jetzigen Wohnung auziehen muss weil sie zu teuer für eine Mietübernahme ist.
Nein, das musst Du nicht, laut Gesetz

SGB 2 - Einzelnorm

wird nach einem nicht erforderlichen Umzug die Miete maximal in
alter Höhe weiter gezahlt werden müssen - so sie denn angemessen
ist, nun eben vom neuen Bezirk.

Früher zu "Sozialhilfe- bzw. Al-Hilfe-Zeiten gab es wohl mal den
Begriff "unwirtschaftliches Verhalten", wenn jemand in einer viel zu
teuren Wohnung lebt, den Rest also von der Regelleistung begleicht.
Habe aber zu Hartz-IV-Zeiten noch nirgend wo davon gelesen.

Durch Nebenjob - bzw. so, wie Du in den letzten Monaten die
Differenz aufgetrieben hast - kannst Du den Rest eben selbst tragen.

Aber die Miete nicht mehr zahlen, das wirst Du nicht befürchten
müssen!
 

Romeo

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#4
"Rechtsverdreher" ist sich sicher

Aber die werden versuchen, die 300 Euro für alle Monate in denen Du in der neuen Wohnung wohnst zurück zu verlangen.
Und auch alle anderen Leistungen werden sie bestimmt versuchen
zurück zu verlangen.
Da bin ich mir nicht ganz so sicher, das können die Bezirke doch
auch intern verrechnen. Es ist ja nicht so, dass man dem OP Gelder
unberechtigt hat zukommen lassen.

Bedürftigkeit hat weiter bestanden, eine Abmeldung aus dem
Leistungsbezug lag auch nicht vor, ich wüsste nicht, nach welcher
Gesetznorm Leistungen wieder eingezogen werden könnten bzw.
sollten.
 

Rechtsverdreher

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#5
Wie auch immer, die werden versuchen Stress zu machen.

Berichte mal wie die Sache ausgegangen sein wird.
 

Das Leben ist Hartz

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#6
Ich danke eucherst einmal, dass ihr euch mit diesem Fall auseinandergesetzt habt. Danke für den Gesetzesauszug!
Ich werde euch morgen Abend schreiben was dabei rausgekommen ist!
 

Das Leben ist Hartz

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#7
Es hat sich was getan, aber noch nicht viel... Nachdem ich nun heute meinen Aufhebungsbescheid vom JobCenter Spandau bekomme habe bin ich damit zum JobCenter Charlottenburg. Dort habe ich einen Neuantrag gestellt, vor Ort ausgefüllt und zunächst 100 Euro in Bar zum leben erhalten. Auf einen Bewilligungsbescheid muss ich jedoch noch knapp zwei Wochen warten. Die Angaben zur Wohnung wurden zunächst einfach so hingenommen... man darf gespannt sein...
 
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