Mietspiegel - wo kann ich Auskunft finden?

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Linzertorte

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Hallo Mitstreiter!!

Ich denke, diese Frage ist schon ein paar Mal besprochen worden, doch bin ich immer noch verwirrt, was die angemessene Groesse und vor allem KM einer Wohnung angeht.

Im Forum hatte ich mal einen Link gefunden (den ich leider nicht gespeichert habe und nun nicht mehr finde), der zu einem Mietrechner der Arge gefuehrt hat. Da wurde mir eine Miete von 395 Euro ausgewiesen (denke kalt?) und eine Groesse von 60qm (fuer zwei Personen, da ich schwanger und leider alleinerziehend bin).

Die Arge meinte nun, das mit den 60qm stimmt schon, allerdings gibt's nur 276 Euro fuer die KM. Fuer diesen Preis findet man ja gar keine Wohnung! Das sind 4,60 Euro/qm - hier (in Mannheim) findet man dafuer nichts.

Ach, und noch was: ich habe hier auch schon tolle Tipps zu meiner naechsten Frage bekommen, wollte allerdings nochmal kurz nachhaken:

Ich komme jetzt aus dem Ausland zurueck und habe mich noch nicht in D angemeldet (hatte aber bei meinem letzten Aufenthalt schon einen Termin bei der Arge - Hoelle!). Die wollten natuerlich, dass ich mich "erst einmal" bei meinen Eltern anmelde. Jetzt habe ich gehoert, dass es dann wirklich schwer ist eine Wohnung bewilligt zu bekommen. Nun noch ein paar Auskuenfte: Ich bin 34, schwanger und meine Eltern bestehen aus meinem Stiefvater (bin nicht adoptiert), der Rentner ist und letztes Jahr einen Herzinfarkt hatte und meiner Mutter, die schon seit Jahren Hausfrau ist. Kann die Arge mich, oder besser meine Eltern, wirklich zwingen zusammen in einer kleinen Mietswohnung zu wohnen, spaeter dann soger mit Saeugling? Wenn ja, besser erst eine Wohnung suchen und dann Antrage stellen (was natuerlich finanziell schwierig werden kann)?

Danke, danke, danke fuer eure Hilfe.

Gruesse
Linzertorte
 

Linzertorte

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@alle, die schon geantwortet haben: DANKE!!

Aber ich glaube, mich falsch ausgedrueckt zu haben (Entschuldigung!):

Was ich brauche, ist die Auskunft, was fuer meine Stadt (Mannheim) der von der Arge als angemessen angesehene Betrag fuer eine Wohnung ist. Wenn das wirklich 4,60 Euro/qm sind, liegt das unter dem von der Stadt Mannheim angegebenen Mietspiegel von 5,60/qm (dank eurer Hilfe konnte ich zumindest das herausfinden).

Kann die Arge einfach unter dem anerkannten Mietspiegel bleiben und somit das Finden einer "angemessenen" Wohnung quasi unmoeglich machen? Gibt es da irgendwelche Schritte, die unternommen werden koennen?

Bin schon auf eure Antworten gefasst (und ahne schon Schlimmes...)

Gruesse
Linzertorte :icon_neutral:
 

Arania

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mit dem ahnen hast Du recht, erstmal kann nur Deine zuständige ARGE Dir sagen welche Kosten sie für angemessen hält, das hängt immer auch von der Lage innerhalb der Stadt ab, erst dann kannst Du weitersehen
 

burki

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Hi "Linzertorte",

immerhin hast Du von der ARGE eine Antwort bzgl. (den angeblich) max. Mietpreis (ich habe diesen erst nach x-maliger Aufforderung erhalten) erhalten.
Dass es schwierig bis unmöglich ist, eine preislich passende Wohnung zu finden, wissen wir hier wohl fast alle.
Auch weiss ich nicht, wie es mit Sozialwohnungen in Mannheim aussieht.

Kann die Arge einfach unter dem anerkannten Mietspiegel bleiben und somit das Finden einer "angemessenen" Wohnung quasi unmoeglich machen? Gibt es da irgendwelche Schritte, die unternommen werden koennen?
ich meine, dass (wie beim Wohngeld) hier die aktuellen Mietpreise nicht die entscheidende Rolle spielen, sondern das, was nun einmal festgelegt wurde (beim Wohngeld ist es m.W. der Stand von 2000).

Und wie immer: Jede ARGE hat so ihren "Spielraum"...
Gruss
burki
 
E

ExitUser

Gast
Vielleicht könnt Ihr folgenden Auszug aus einem Urteil als Argumentationshilfe brauchen.

Vorab eine kurze Information, um was es geht: Alg II-Empfängerin klagte gegen Kürzung der KdU beim Sozialgericht Nürnberg, Aktenzeichen:
S 13 AS 208/06, Urteil vom 11.10.2006. Das Urteil wurde rechtskräftig, da die Arge keine Berufung einlegte.

"..........
Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Unterkunftsaufwendungen ist im übrigen auf die jeweiligen Mietpreise für vergleichbare Wohnungen abzustellen. Zur Prüfung ist insoweit aber nicht auf den jeweiligen örtlichen Durchschnitt aller gezahlten Mietpreise sondern auf die im unteren Bereich (nicht untersten) der für vergleichbare Wohnungen am Wohnort des Antragstellers marktüblichen Wohnungsmieten abzustellen. Insoweit hat sich die Beklgte zu Recht auch die Mietobergrenzen am unteren Bereich örtlichen Mietspiegel für Hersbruck orientiert. Allerdings datiert dieser Mietspiegel aus dem Jahre 2001. Nach dem Ausführungen der Beklagten wurden die Mietobergrenzen zwar im Jahre 2002 aktuallisiert, danach erfolgte jedoch keine Anpassung mehr.

Unter Berücksichtigung des Umstands, dass in den Gemeinden Stadt Nürnberg, Stadt Erlangen, Stadt Fürth zwischenzeitlich neue Mietspiegel erstellt und demgemäß neue Mietobergrenzen festgelegt wurden und die im Stadtbereich Nürnberg um teilweise mehr als 20%, um Bereich der Stadt Fürth lediglich 10%, anstiegen, erscheint die Heranziehung des Mietspiegels aus dem Jahre 2001 für die Festlegung der Mietobergrenze durch die Beklagte nicht mehr sachgerecht. Zwar ist davon auszugehen, dass im Bereich der Gemeinde Hersbruck in dem Zeitraum von 2004 bis 2006 keine Mietsteigerung um 20% wie in der Stadt Nürnberg vorgenommen worden war, es muss aber angenommen werden, dass zumindest in dem Zeitraum von 2002 bis 2005 die Mieten sich insgesamt um 15% erhöht haben.
...............
Berücksichtigt man darüber hinaus, dass seit dem Jahre 2002 zumindestjährlich eine 5%ige Mieterhöhung üblich gewesen war, erscheint die Anhebung der Mietobergrenze von 347 Euro auf 400 Euro für einen Zwei-Personen-Haushalt angezeigt. Nachdem um Bereich der Stadt Nürnberg nunmehr bei einem Zwei-Personen-Haushalt von einer Mietobergrenze von 489 Euro ausgegangen wird, ist eine Miete für den Bereich Nürnberger Land und insbesondere hier die Gemeinde Hersbruck auf die, wie bereits ausgeführt, allein abzustellen ist, von 400 Euro nach Ansicht des erkennenden Gerichts als angemessen anzusehen.
Die Beklagte war daher zu verurteien, der Klägerin dür KdU im Rahmen der Gewährung von Alg II zumindest einen Betrag in Höhe von 400 Euro als Kosten einer angemessenen Mietzahlung zu gewähren.
......................"


Klar, daß die Arge keinen Widerspruch einlegte, galt es doch, dieses Urteil nicht allgemein bindend werden zu lassen.
Ich muss nun die gleiche Klage einreichen, um auch in den "Genuß" der Mietpreiserhöhung zu kommen.
Die Frage ist nun, aus welchem Jahr stammen die Mietspiegel der anderen Argen?

Viele Grüße,
angel
 

Imperator

Elo-User*in
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Da kommen aber noch Nebenkosten + Heizkosten der m2 hin zu auf die Kaltmiete.
Wenn Ich 245,39 Euro für meinen Wunschumzugsort Bielefeld addiere und
1,53 m2 Nebenkosten + 0,8 Cent Heizkosten (leider 0,3 weniger als Hier der Zeit in Niedersachsen :( ) bin Ich Gesammt auf halbwegs akzeptablen Beträgen von etwa 300 Euro für 40m2 und 340 mit Heizung.
 
B

BG-0815

Gast
sehr guter Tip, das kann man gleich mitnehmen wenn man nach Mietobergrenzen fragt

Sehr schön angel 6364 das hätte ich schon früher gebrauchen können, das existierte das Urteil aber leider noch nicht.
Vielleicht könnt Ihr folgenden Auszug aus einem Urteil als Argumentationshilfe brauchen.
......................"</i>

Klar, daß die Arge keinen Widerspruch einlegte, galt es doch, dieses Urteil nicht allgemein bindend werden zu lassen.
Ich muss nun die gleiche Klage einreichen, um auch in den Genuß der Mietpreiserhöhung zu kommen.
Die Frage ist nun, aus welchem Jahr stammen die Mietspiegel der anderen Argen?
Hier z.b von 1998 ,ja da staunst du, hab ich auch.
 

uttel

Neu hier...
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Mietspiegel

Einen Mietspiegel,Unterkunftskosten kann man bei der Arge (Komunal)direkt erfragen.(Blatt mit den Daten) Sie wollen es so, dann bekommen Sie es.:icon_twisted:
Somit weiß man in welchem Rahmen man sich bewegen Kann.
Darin sind die KM, NK und Heizkostenpauschale/qm enthalten.
Jetzt kann man basteln und das beste rausholen. :icon_lol:
Tip an alle die nicht zwangsverheiratet sein wollen: Untermietvertrag!!!!!
Weil heute geht das schneller als man glaubt! Damit ist ein eheähnliches Verhältnis bis zum letzten ausgeschlossen.

Grüsse aus Uttelhausen
 
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