Mietminderung wegen fehlender Heizmöglichkeit (1 Betrachter)

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Amelie-Sophie

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Hallo an alle.

Habe heute den Gerichtsvollzieher bei uns im Haus gehabt.

Wir bezahlen eine Warmmiete von ca 600€. Darin enthalten sind die kosten für die Heizung und Flurlicht.

Unsere Vermieterin hat die Gaskosten nicht an den Hauptversorger weitergeleitet! Und jetzt wurde der Gaszähler ausgebaut.

Das ganze Haus ist also OHNE Heizung.

Für mich eine Katastrophe da ich 2 Kleinkinder habe.2 1/2 Jare und 7 Monate alt.


In 14 Tagen wird der Stromzähler für deie Flurbeleuchtung stillgelegt-denn auch diese Kosten hat unsere Vermieterin nicht weitergeleitet.

Wir als Mieter stehen vor 2 Problemen.
1) Was können Wir tun
2) Um wieviel können Wir die Miete kürzen???

Ich habe leider noch nichts gefunden was uns weiterhelfen könnte.



Ich lasse meine komplette Warmmiete direkt von der ARGE an den Vermieter überweisen.(Wollte auf nummer sicher gehen was die Miete angeht) und jetzt das!!!!


Brauche ganz dringend schnelle Hilfe.


Morgen zur ARGE und die Mietzahlungen stoppen und selber bezahlen?Die einbehaltene Miete irgendwo zurücklegen?
Was ist mit den Kosten die uns als Mieter ja jetzt entstehen? Manch einer muß/will seine Bude mit Strom heizen.


LG Eure Amelie
 

Romeo

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Hallo Amelie-Sophie,

na, das sind ja keine schönen News, die da von Dir kommen!

Du schreibst:

"Morgen zur ARGE und die Mietzahlungen stoppen und selber bezahlen?"

Eigentlich benötigst Du jetzt jemanden, der Dir mietrechtlich konkret und wasserdicht weiter helfen kann.

Vielleicht kann man Dir ja auch bei der ARGE weiterhelfen.

Vielleicht existiert bei Dir vor Ort eine (auch) juristisch orientierte Beratungsstelle.

Vielleicht zahlt die ARGE Dir jetzt auch den Beitrag für einen Mieterverein o.ä.

Zitat:
"Die einbehaltene Miete irgendwo zurücklegen?"

Das könnte eine Lösung sein, muss aber wasserdicht sein, da bei Nichtzahlung Kündigung droht.

Zitat:
"Was ist mit den Kosten die uns als Mieter ja jetzt entstehen?
Manch einer muß/will seine Bude mit Strom heizen."

Eine Wohnung ohne Heizung ist unbewohnbar, was möglicherweise eine komplette Mieteinbehaltung zur Folge haben könnte.
Wie gesagt: Verlässlicher (!) juristischer Rat ist hier ganz wichtig.

Außerdem würde ich bei der ARGE vorsorglich (!) einen Antrag auf Umzug samt Kostenübernahme (Wohnungsbeschaffungskosten, Umzugskosten) stellen.

Die Gelegenheit ist "günstig", die Kosten kurzfristig komplett und unbürokratisch gewährt zu bekommen, das Wohnen unter solchen Bedingungen wäre für mich unzumutbar!

Ob Du dann tatsächlich umziehst/umziehen möchtest bzw. überhaupt eine Alternativ-Wohnung findest, das ist eine ganz andere Frage.
Romeo
 
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Bitte auf den Kalender gucken. Wir haben Juni. Damit ist eine 100%ige Kürzung nicht zulässig. Alle einbehaltenen Beträge sind an ARGe abzuführen.

Bleibt bei Unbewohnbarkeit nur der Wohnungswechsel mit Schadensersatzforderung an den dann EX-Vermieter. Hierbei sind Formalien und fristen zu beachten. Das mit Beratung durch ARGE werte ich als Witz. ARGE kann im Mietrecht gar keine Ahnung haben. Ist nicht deren Aufgabe. Beratung zum Thema darf ARGE, selbst wenn das Wissen reichte, nicht.
Ich würde mir einen spezialisierten Anwalt, auf Beratungsskosten-/PKH gönnen.
 

Amelie-Sophie

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Haben als Hausgemeinschaft den Vermieter erst einmal angemahnt, mit Hinweis auf Mietsenkung wenn in annehmbarer Frist nicht der ursprüngliche Zustand wider hergestellt ist.

Es spielt keine Rolle ob Juni oder Dezember!! Wir bezahlen jeden Monat unsere NK und können somit erwarten das die Heizung funktioniert.Zumal diese bei uns im Haus das ganze Jahr über "Angelassen" wird.
 
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ExitUser

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Vornehmbare Abzüge sind von der Höhe her bunt gemischt, aber anscheinend nur während der Heizperiode geltend zu machen.

Unter den genannten Umständen liegt jedoch mutmaßlich Unterschlagung vor. Daher würde ich die Zahlungen aussetzen. Aber im Prinzip ist dies das Problem der ARGE, da sie direkt bezahlt.

Gefunden mit Suchbegriff: "Mietminderung Heizung"
Mietminderungstabelle
 

final-doom

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Das Geld dürfte in deinen Fall nicht das Thema sein da es Dich nicht direkt betrifft. Für Dich zählt die Temperatur in deinen Wohnräumen!

Fehlt im Mietvertrag eine Vereinbarung, so ist aufgrund verschiedener Urteile von folgender Regel auszugehen: Zwischen 6 und 22 Uhr müssen mindestens 20 Grad erreichbar sein, in den Nachtstunden reichen 18 Grad. Als Heizperiode gilt in der Regel die Zeit zwischen Anfang Oktober und Ende April.


weiter

Wer sich mit Elektroheizern kurzfristig behilft, kann übrigens die Kosten dafür dem Vermieter in Rechnung stellen.

Doch ob der das dann jemals bezahlen wird bezweifle ich stark also Vorsicht.


Dieses ist allerdings immer mit vorsicht zu betrachten denn es gibt inerhalb der BRD keine einheitlichen Urteile. Aber eins ist klar wenn Du das der ARGE mitteilst bist Du aussen vor den Rest sollten die machen oder die zahlen einfach weiter.
 
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Lösungsvorschlag:
Überweis ein, zwei, drei Mieten an die Versorger. Schick dem Vermieter die Quittung(en) in Kopie als Mietzahlung und nimm Dir eine Aufwandsentschädigung.
Das spart dem Versorger die Zwangsmassnahmen, die als Mietpfändung bei dir Als Mieter/Drittschuldner auflaufen würden.
 
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