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Mietkaution als Darlehen abgelehnt

Albi82

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Jup, ich hab einen WBS beantragt, gerade letzte Woche, das dauert aber so knapp 14 Tage scheinbar bis ich ihn erhalte.
Warum Energien verschwenden?! Natürlich bin ich sauer auf die SB, warum nicht dagegen vorgehen, die Anwältin sitzt direkt gegenüber vom JobCenter, ich bin eh bevor ich zur Uni gehe fast jeden morgen dort, weil dort gibt es auch so einen Stand wo man "Tagesjobs" annehmen kann, ab und an kann man sich da was vernünftiges abgreifen und auch mal 50-100 Euro dazuverdienen, von daher, liegt quasi alles auf dem Weg. :)

Ausserdem bin ich auch gespannt wohin das führt, wie gesagt, vielleicht darf das JC bzw. die SB das ja auch alles so wie sie es getan hat, dann bin ich ja auch nur schlauer geworden, so oder so. :)

Ich habe doch die Bankverbindung des Vermieters @Kerstin_K , diese stand nur nicht im Mietvertrag und die SB bestand aber darauf dass das dort zu stehen hat bzw. ich diese vorzeigen soll, deswegen hatte ich ja auch den Termin dann gestern, da war die Wohnung aber dann quasi schon weg, weil so oder so, egal wie es gestern gelaufen wäre, das Geld so oder so nicht rechtzeitig bis heute bei mir oder wo auch immer gekommen wäre. Hätte die SB dies letzte Woche Freitag moniert direkt bei Antragsstellung in der Leistungsabteilung, dann hätte ich diese auch direkt zeigen können. In dem Wissen dass es eh nicht mehr klappen wird, weil mein Vermieter einen weiteren Aufschub nicht mehr gewährte, bin ich gestern auch dementsprechend aufgetreten und gehe nun gegen diese Willkür vor. :)

Nochmal, letzte Woche bei ANtragstellung meine die selbe SB dass das alles so ok ist und sie es noch heute, also letzte Woche Freitag anweisen wird und dann wäre das Geld noch pünktlich bei mir dass ich es heute übergeben könnte, da war nix von Kontonummer des Vermieters und ich selber denk doch nicht daran, ich zeige den Mietvertrag und fülle die KDU aus, sie sagte alles ok, im laufe der nächsten Woche kommt der Bewilligungsbescheid und dann auch das Geld, entweder Mittwoch oder Donnerstag oder spätestens Freitag eben, da war die Welt wie gesagt noch in Ordnung.

Mal davon ab dass es nach wie vor das JC nicht anzugehen hat wie die Bankverbindung meines Vermieters lautet und schon zwei mal nicht mit Firmenstempel, egal um was es geht oder mindestens mal nicht dies als Aufforderung zur Mitwirkung deklarieren kann um dann den Antrag platzen zu lassen, das die Worte meiner Anwältin bei der ich heute morgen war. :)
 
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Spiteri

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Diese Wohnorte gälte es nach Wohnungsangeboten zu durchforsten. Und zwar in erster Linie Genossenschaften sowie Sozialwohnungen.
Ich bin seinerzeit ähnlich vorgegangen und habe in einer relativ gut versorgten Kleinstadt u.a. eine Genossenschaftswohnung entdeckt.
Dabei hatte ich als Bezieher von ALG auf die Angemessenheit der jeweiligen Wohnungen geachtet.
An mehrere Gesellschaften wurden 1A Bewerbungsmappen versand und die entsprechenden Kontakte aufgebaut.
Das war langwierig und aufwendig aber führte letztlich zum Erfolg. Ich bin gezielt zu mehreren Wohnungsbesichtigungen in den Ort gereist
und bekam den Zuschlag für die Genossenschaftswohnung (50 qm/ 2 Zimmer/ Balkon /Vollbad und Küche mit Fenster incl. SaT für 300€ Warmmiete).
Kaution und erste Monatsmiete kosteten mich ca. 750 Euro. Für die Genossenschaftsanteile wurde eine erträgliche Rate von 52 Euro vereinbart.

Ich kann jetzt nur für Chemnitz sprechen:

Das JC übernimmt KEINE Genossenschaftsanteile, auch nicht darlehensweise. Dies ist durch die Rechtsform der Genossenschaft begründet.

Kaution UND Geno- Anteile gibt es hier sowieso nicht.

Wenn unsere 4 Genossenschaften ( ich bin Mitglied in der Größten) schlecht vermietbare Wohnungen ( 6te Etage ohne Aufzug) zur MIETE freigeben, dann mit Kaution und meist auf 2 Jahre befristet. Nennt sich Mietvertrag.
Die Regel ( ca 95%) sind aber Dauernutzungsverträge. Für diese werden Anteile gezahlt und man muß Mitglied der jeweiligen Geno werden.

Meine Geno ( WG "Einheit" ) verlangt zb 1560 € Anteile + 50 € Eintrittsgebühr in die Genossenschaft. Dabei spielt die Wohnungsgröße keine Rolle. Ob 1-Raum oder 5- Raum- Whg, Anteile sind gleich.

Warum übernimmt das JC Anteile nicht darlehensweise?
Weil Anteile im Genossenschaftsrecht vererbar sind, genauso wie das Dauernutzungsrecht.
Als Mitglied einer Geno stimmt man per Mitgliederversammlung und den gewählten Vertretern über Bauprojekte, Modernisierungen etc ab, denn man ist Miteigentümer.

Über 70% der hier lebenden Hartz IV- Empänger ( ob erwerbsfähig, erwerbsgemindert oder GruSi im Alter) wohnen deshalb beim kommunalen Vermieter (GGGmbH) , privaten Gesellschaften ( meist westliche Ableger) oder privaten Kleinvermietern.

Dort wird anstandslos Kaution übernommen, vorausgesetzt die KdU entsprechen der Richtlinie der Stadt Chemnitz.


Übrigens, als ALG2- Bezieher bin ich vor 10 Jahren in die Geno eingetreten und habe die Anteile + Eintrittsgebühr vom Schonvermögen gezahlt, dafür hab ich trotz Modernisierung immer noch die gleiche Kaltmiete wie damals. Schwankende Warmmiete ist durch unterschiedlichen Verbrauch bedingt und erhöhte sich max um 6 € um nach Heizungssanierung wieder auf alte Miete zu sinken.
Meine 3- Raum- Whg kostet momentan 118 € weniger als die gleiche Wohnung ( gleicher Rekozustand) beim kommunalen Vermieter!!

Nur mal so zum Nachdenken...
 

HermineL

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Das JC übernimmt KEINE Genossenschaftsanteile, auch nicht darlehensweise. Dies ist durch die Rechtsform der Genossenschaft begründet.
Hier solltest du die Begründung dafür etwas ausführlicher schildern denn § 22 SGB II kann man etwas anderes entnehmen. Auch den fachlichen Hinweisen vieler Kommunen zu § 22 SGB II ist etwas anderes zu entnehmen.
 

Zeitkind

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Warum übernimmt das JC Anteile nicht darlehensweise?
Im ersten Zug ist es eine Ermessensleistung.
Auszug § 22 SGB II
(6) Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden; Aufwendungen für eine Mietkaution und für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen können bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. Aufwendungen für eine Mietkaution und für Genossenschaftsanteile sollen als Darlehen erbracht werden.
Im zweiten Zug wird es dem Antragsteller überlassen, einen wichtigen Grund nachzuweisen.
Eine Definition für den "angemessenen Zeitraum" hat der Gesetzgeber aber nicht festgelegt.
Weil Anteile im Genossenschaftsrecht vererbar sind, genauso wie das Dauernutzungsrecht.
Jedes Vermögen eines LE ist vererbbar. Dieser Umstand hat aber nichts mit einer Übernahme zu tun.
Hinweise zur Verwertung von Genossenschaftsanteilen sind in diesem Artikel der AfA veröffentlicht.
 

Caye

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Wieso sollte die Wohnung weg sein?

Es wurde ein gültiger Mietvertrag geschlossen, den der Vermieter auch nur unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen kündigen darf. Ebenso darf der Vermieter den Wohnungsschlüssel nicht einbehalten, da grundsätzlich eine Ratenzahlung der Kaution möglich ist, anderweitige mietvertragliche Regelungen sind ungültig.

Auch an die Zahlung der ersten Miete ist das nicht gekoppelt.

Du hast derzeit einen gültigen Mietvertrag und eine Wohnung. Von daher lohnt es sich definitiv, den Antrag auf EA zu stellen, um die Kaution zu erhalten.

Parallel dazu wirst du aber wohl nicht umhin kommen, dem Vermieter mitzuteilen, was das Problem ist. Ist aber auch eigentlich nicht mehr schlimm, weil du den Mietvertrag ja hast...

Die Barzahlung der Kaution ist fishy, aber grundsätzlich rechtlich okay. Allerdings ist der Vermieter danach auf deine Anfrage hin verpflichtet, dir die korrekte Anlage der Mietkaution nachzuweisen. Das würde ich dann natürlich definitiv klären und den entsprechenden Nachweis im Zweifel auch dem JC zukommen lassen. Aber das geht ja logischerweise erst hinterher.
 

Spiteri

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Zeitkind,

wie ich weiter oben bereits betonte: das JC Chemnitz übernimmt KEINE Genossenschaftsanteile.

Dies liegt daran, daß diese vielfach höher sind als die ortsübliche Kaution in Höhe von 2 Kaltmieten, aber auch daran daß es genügend Wohnraum beim kommunalen Vermieter gibt.

Wenn ein LE egal ob vom JC oder SA während der Darlehenszeit für Geno- Anteile verstirbt
ist auch die " erbende" Behörde auf die Wartezeit von 24 Monaten bis zur Rückzahlung der Anteile gebunden. Abzüglich von den Kosten für Wohnungsberäumung, Renovierung etc könnte sich der Betrag sehr verringern.
Davon abgesehen, kann eine Behörde oder Amt, eine kommunale Verwaltung oderauch ein Verein nach Geno- Recht keinerlei Anteile erwerben.

Da das JC in dem Fall ja nur die Anteile, nicht aber die Mitgliedschaft erbt (diese endet ohnehin mit Tod des Mitglieds automatisch) haben die hinterher meist sehr viel "Stress" und deshalb tun sich viele JC das nicht an.

In Gegenden mit absoluter Wohnraumnot mag das anders laufen- hier nicht.

LG
Spiteri

PS: JC lehnte meiner Nachbarin als Aufstocker auch dieses Darlehen ab, sie nahm Kredit auf um die Anteile zahlen zu können.
Und ich habe zig Jahre in der Wohnungslosenhilfe gearbeitet, hauptamtlich beim SA in nem Wohnprojekt, später ehrenamtlich. Ich weiß wovon ich rede- möchte nicht verallgemeinern. Meine Aussagen beziehen sich auf unsere Stadt.
 

HermineL

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wie ich weiter oben bereits betonte: das JC Chemnitz übernimmt KEINE Genossenschaftsanteile.
Für das JC Chemnitz gilt genau wie für alle anderen Jokecenter das SGB. Ob denen das passt oder nicht.
Hier solltest du die Begründung dafür etwas ausführlicher schildern denn § 22 SGB II kann man etwas anderes entnehmen. Auch den fachlichen Hinweisen vieler Kommunen zu § 22 SGB II ist etwas anderes zu entnehmen.

Dies liegt daran, daß diese vielfach höher sind als die ortsübliche Kaution in Höhe von 2 Kaltmieten, aber auch daran daß es genügend Wohnraum beim kommunalen Vermieter gibt.
Stimmt ist blöd für die aber deren Problem das sie nicht auf die Leistungsbezieher abwälzen können.

Wenn man sich das rechtwidrige Verhalten gefallen lässt haben die leichtes Spiel das einfach so durchzudrücken.

Rechtsprechung dazu gibt es reichlich. Beispiel:

LSG-NRW Beschluss vom 08.06.2011 – L 19 AS 958/11 B ER :
Falls die Anmietung einer Genossenschaftswohnung seitens der Genossenschaft als Vermieterin von der Bedingung abhängig gemacht wird, dass der künftige Mieter eine bestimmte Anzahl von Geschäftsanteilen an der Genossenschaft zeichnet und zahlt, handelt es sich bei den Aufwendungen zum Erwerb der Genossenschaftsanteile um Aufwendungen i.S.v. § 22 Abs. 6 Satz 1 SGB II (Rn.22).
LSG Schleswig-Holstein, Beschluss v. 24.02.2014 - L 3 AS 27/14 B ER, L 3 AS 27/14 B ER PKH u. L 3 AS 57/14 B PKH:
Genossenschaftsanteile stellen Wohnungsbeschaffungskosten dar, die nach § 22 Abs. 6 Satz 1 SGB II als Darlehen von dem abgebenden Leistungsträger zu gewähren sind.
LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 23.04.2015 - L 7 AS 1451/14
Bei dem vom Hilfebedürftigen als Voraussetzung für den Abschluss des Mietvertrags zu erbringenden Genossenschaftsanteilen handelt es sich nicht um eine „Mietkaution“ i.S.d. § 551 BGB. Auf einen Genossenschaftsanteil, der vom Hilfebedürftigen als Voraussetzung für die Anmietung einer Wohnung in einer Wohnungsbaugenossenschaft zu übernehmen ist, ist § 22 Abs. 6 Satz 3 SGB II analog anwendbar.
 

Helga40

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Ist ja sogar seit 2016 klarstellend in § 22 Abs. 6 SGB II aufgenommen worden:

Aufwendungen für eine Mietkaution und für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen können bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden
Und ich habe zig Jahre in der Wohnungslosenhilfe gearbeitet, hauptamtlich beim SA in nem Wohnprojekt, später ehrenamtlich.
Dann solltest du wissen, dass sich kein Sozialamt in Deutschland mit "SA" ankürzt. Definitiv nicht.
 

Kerstin_K

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Kann mn sich bei Euch um eine Wohnung bewerben, bevor man Mitglied der Genossenschaft wird und dann bei Einzug erst einzahlen? Das funktioniert hier anders, zumindes in der Genossenschaft, in der ich Mitglied bin. Mn kann sich erst um eine Wohnung bewerben, wenn man Mitglied mit zumindest einem Anteil ist. Das sind glaube ich 50 oder 100 EUR. Aber es gibt Wartelisten. Gibt es mehrere Bewerber für eine Wohnung, bekommt der den Zuschlag, der am längsten Mitglied ist. Vor Einzug muss man dann die Anteile aufstocken.

Die Wartezeit, bis man eine Chance hat, an eine Wohnung zu kommen betragen durchschnittlich 7 Jahre. Das führ dazu, dass Oft Eltern schon Anteile für Ihre kleinen Kinder kaufen. Dann haben die, wenn sie alt genug sind, die Möglichkeit, eine Wohnung in der Genossenschaft zu bekommen.
 

Kerstin_K

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Ja, das ist Wahnsinn. Deshalb melden die Eltern ihre Kinder ja schon so früh an.

Die Wohnungen sind sehr begehrt, grösstenteils Altbau, und die haben viele sehr langjährige Mieter. Machen aber auch einiges, da gibt es zum Beispiel Stadteilzentren mit Beratungsangeboten, Mittagstisch usw., Mieterfeste...und sie kümmern sich um die Wohnungen. Da wird jede Wohnung, wenn die frei wird erstmal renoviert, bevor sie neu vermietet wird. die haen inzwischen alle Wohnungen energetisch saniert, und wo das nicht mehr lohnte, da wurde abgerissen und neu gebaut. Sie würden gerne noch mehr bauen, bekommen aber kein Bauland. Jetzt wird überlegt, es ausserhalb von Hannover zu versuchen.
 

Spiteri

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Wie schon geschrieben, wir haben 4 Genossenschaften, den kommunalen Großvermieter, etliche westliche Vermietungsgesellschaften und reine ( sog. kleine) Privatvermieter. Da auch unsere Genossenschaften zwischen 6 und 10 % Leerstand haben ( der kommunale Großvermieter momentan 26%) muß man sich nicht bewerben.

Man sieht online welche Wohnungen im Angebot sind. Ein Anruf und Termin zur Beratung steht. Da wird das ganze Procedere mit Mitgliedschaft, Pflichten/ Rechte und Anteile besprochen. "Meine " Geno bietet seit 10 Jahren auch Ratenzahlung der Anteile an- hat aber den Haken daß dies nur greift wenn 1000,- € "angezahlt" werden. Die restlichen 560,- € dürfen dann 50€weise abgestottert werden.

Wer dann die Wohnung nimmt - vorausgesetzt er kann die Anteile sofort bzw innerhalb von 8 Tagen zahlen ( oder hat jemanden der ihm das leihen) kann, passt in die Geno und deren Mitgliedergemeinschaft, legt Mietschuldenfreiheitserklärung des vorigen Vermieters vor- und hat als LE die übliche Übernahmebescheinigung für die KdU unterschreibt den Mitgliedsantrag, den Dauernutzungsvertrag und erhält 3 Tage später die Schlüssel . Was in sofern günstig ist, daß man meist 3-4 Wochen vor Beginn des Vertrages schon einräumen/ umziehen kann.

Bei unserem Großvermieter bekommst die Schlüssel maximal 1 Woche vor Mietvertragsbeginn. Aber auch da wird heutzutage "gesiebt". Ohne Mietschuldenfreiheitserklärung des vorherigen Vermieters, mit PI oder Ähnlichem wird es auch hier schwierig Wohnraum anzumieten.

Ich möchte kurz noch auf die Bedeutung der Mitgliederversammlung, deren Vertreter und Entscheidungen hinweisen.
Diese hängen von der Satzung der jeweiligen Geno ab.
Bei uns ist zB festgelegt, daß sich der Neu- Eintritt von LE nach SGBII/ SGBXII in Grenzen hält. Warum? Weil es Mietausfälle gab in Höhen die nicht kompensierbar waren- inklusive Kosten für Räumungsklagen-. Dies betrifft nicht "Altmitglieder" welche in den Transferbereich rutschen!! Genauso wurde festgelegt, daß nur 8 % des Wohnungsbestandes als Eigentumswohnungen verkauft werden dürfen.
Und ebenso wurde nach Mitglieder- Umfrage und Beschluß festgelegt, daß keine Leerstandswohnungen für die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern an die Kommune angeboten werden.

Wir stimmen ab über Komplettumbau eines Plattenbaus zu behindertengerechten Wohnungen, Sanierung oder Neubau von Spielplätzen, Erwerb von Poliklinik , Einrichtung von Freizeiteinrichtungen für die Jugend genauso wie für jedermann oder Senioren.

Das sollte man beim Thema Genossenschaft immer mit beachten.


Und Helga 40, bis Ende der 90er wurde das Sozialamt hier nur mit SA abgekürzt- selbst in meinem damaligen Dienstvertrag mit der Stadtverwaltung steht diese Abkürzung drin und in meinem Dienstzeugnis auch. ...auf anderen Ämtern der Stadt konnten die nämlich am Empfang -man muß sich als SA [ Sozialarbeiter] nämlich auch anmelden- mit lustig " Name- Amt 50.6" nix anfangen...schon garnicht mit Erweiterungen auf dem DA. Bei uns heißt das heute " Amt für Familie und Soziales" und die Abteilung " Menschen in Krisensituationen- Wohnungslosenhilfe" gibt es seit 2002 nicht mehr- wurde nämlich outgesourst an einen e.V. Deshalb anstatt 3 Wohnprojekte und LWZ nur noch ein WP. Für Männer. Ohne NQ.
Früher hatten wir 3 WP´s, dazu angemieteten Wohnraum ...aber google doch mal bitte nach " Doppelmord im Heckert" 1999.
Dann weißt weshalb so nach und nach alles aufgegeben wurde. Übrigens: die Opfer- Familie war in meiner Betreuung und ich war auf der Beisetzung beider.

LG Spiteri
 
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HermineL

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Und Hermine, bis Ende der 90er wurde das Sozialamt nur mit SA abgekürzt...auf anderen Ämtern der Stadt konnten die nämlich am Empfang -man muß sich sich als SA [ Sozialarbeiter] nämlich auch anmelden- mit lustig " Name- Amt 50.6" nix anfangen...schon garnicht mit Erweierungen auf dem Dienstausweis. Bei uns heißt das heute " Amt für Familie und Soziales" und die Abteilung " Menschen in Krisensituationen- Wohnungslosenhilfe" gibt es seit 2002 nicht mehr- wurde nämlich outgesourst an einen e.V. Deshalb anstatt 3 Wohnprojekte und LWZ nur noch ein WP. Für Männer. Ohne NQ.
Erklärst du mir bitte warum du mich jetzt darauf ansprichst ?
 

Spiteri

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Hermine....ganz groß ENTSCHULDIGUNG!!! Ich hatte mich verlesen! Bitte sorry!!
Gemeint war Helga40.

Verzeih mir...ich stell das richtig.
 
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