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Mietezahlung an mich

DaLexy

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Hallo, habe ein kleines Problem bezüglich meiner Sachbearbeiterin.

Mein Vermieter (Meine Mutter) möchte in zukunft die Miete von mir persönlich erhalten anstatt direkt vom Jobcenter/ARGE es überwiesen zu bekommen.

Die Gründe sind dafür nebensächlich.

Habe nun Mitte März ein Schreiben verfasst was von meinem Vermieter unterzeichnet wurde, das alle künftigen Mietzahlungen auf mein Konto überwiesen werden sollen.

Am 1. April ist dies leider nicht geschehen und immer noch auf das Konto meiner Mutter gegangen.
Auf meine Nachfrage hin sagte mir die Frau beim jobcenter das es nichtmehr rechtzeitig passieren konnte, da die Überweisungen schon längst rausgegangen wären als das Schreiben ankam und versicherte mir das es für den nächsten Monat aber passieren würde (telefonisch).

Nun habe ich eben angerufen und sie sagte mir das Sie das nicht machen könnte mit der Mietzahlung auf mein Konto.
Wortlaut: Die von Ihren Vermietern gewünschte Mietzahlung auf Ihr Konto kann nicht erfolgen, da zur Sicherstellung Ihrer Unterkunft eine Direktzahlung an den vermieter für sinnvoll und sachgerecht gehalten wird.

Es läge in Ihrem ermessenspielraum dies zu tun.

Nun meine Frage, darf sie das ? Schließlich hat der Vermieter Sie schriftlich dazu aufgefordert das zu machen !
Ich könnte diese Haltung einigermaßen nachvollziehen wenn ich in der Vergangenheit meine Mietzahlungen verschmednet/Missbraucht hätte und diese nie beim vermieter angekommen wären. Dies war aber in meiner gesamten Arbeitslosenzeit niemals der Fall.

Was darf sie nun und was kann ich machen ?

MfG
 

Sauregurke

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Fordere eine schriftliche Begründung an, dann hast du etwas in der Hand.
Hast du zu Beginn der Mietverhältnisses mit deiner Mutter zugestimmt, dass deine KdU direkt an deine Mutter überwiesen wird? Ich nehme an, ja.
Jetzt fragt sich das JC, warum es nun anders laufen sollte.
 

DaLexy

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Der Abteilungsleiter ruft mich nachher an und wird mir erklären wieso dem so ist, habe nämlich nach dem telefonat mich gleich bei dem gemeldet und den sachverhalt geschildert. Er sieht nun die Akte ein und gibt mir dann bescheid.


Bezüglich der KdU:
Ich kann man nicht daran erinnern das wir dem zugestimmt hatten, kann aber möglich sein, das will ich nicht bestreiten.

Wenn aber nun der Vermieter selber das Jobcenter anschreibt und denen mitteilt das die Zahlung woanders hingehen soll, sollte das denen doch reichen ?

Das ist der Punkt der mich wundert, ist ja nicht so das ich die darauf hingewiesen habe.

Die gründe warum und weshalb sind doch egal und gehen die dort eigentlich nichts an. Der Grund warum es gemacht wird ist dass das Konto nichtmehr bestehen wird in Zukunft.

Für die heutige Zahlung hat meine Mutter schon veranlasst das die Zahlung zurück ans Jobcenter geht. Mal sehen was die dann darauf antworten.

Ich gebe dann nachher nochmal bescheid wenn der Chef sich bei mir gemeldet hat.
 

ibuR

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Der Vermieter hat keinerlei Geschäftsbeziehung zum Jobcenter, insofern: das Jobcenter muss da gar nix.

Gabs in der Vergangenheit mal Probleme mit Mietschulden?
 

hans wurst

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Sollte der Abteilungsleiter ablehnen die Miete an dich zu zahlen, dann verlange dies schriftlich, damit du weitere rechtliche Schritte einleiten kannst.
 

DaLexy

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@ibuR: Nein, genau das ist es ja. Wäre mal so etwas vorgefallen könnte ich die reaktion nachvollziehen. Dem ist aber nicht so, also sehe ich garkein Sinn in dem Satz: "Wortlaut: Die von Ihren Vermietern gewünschte Mietzahlung auf Ihr Konto kann nicht erfolgen, da zur Sicherstellung Ihrer Unterkunft eine Direktzahlung an den vermieter für sinnvoll und sachgerecht gehalten wird.".

@hans wurst: Das werde ich auch machen wenn es negativ ausfällt.

Im endeffekt wird es nun bald eh darauf hinauslaufen, das Sie die Miete zukünftig an mich überweisen müssen, da es keine neue Kontonummer vom vermieter gibt und laut denen ja "...zur Sicherstellung Ihrer Unterkunft.." eine Miete gezahlt werden muss.

Wenn die Miete an niemanden geht weil die sich querstellen sie mir zu zahlen und keine neue verbindung vom vermieter vorliegt, die gefahr bestünde das ich mein Obdach verliere.

Finde es nur echt albern das man sich nun extra mit so einer lapidaren sache rumschlagen muss was nur unnötig Resourcen kostet (aber das Amt hat es ja so dicke :-/).

Wie gesagt, trage dann nochmal nach wenn der Chef mich angerufen hat.
 

HajoDF

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Grundsätzlich bestimmt nicht der Vermieter, wer die Miete überweist.
Das JC kann in bestimmten Fällen die KdU an den Vermieter direkt überweisen.
Wenn der Verdacht besteht, dass der HE die Miete nicht oder nicht vollständig und rechtzeitig bezahlt, kann das JC nach Ermessen handeln.
Auch andere Gründe können dafür ausschlaggebend sein, z.B. Schulden des HE.
Ist das Konto der Mutter nicht verfügbar, wirst Du die Mietzahlungen dem JC gegenüber nachweisen müssen.
 

ZynHH

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Die Miete wird nicht nur bei Mietschulden direkt überwiesen.

Auch wenn Suchterkrankungen vorliegen oder lagen, wird die Miete u.U. direkt überwiesen.
 
E

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Gast
Wenn die Mutter die Vermieterin ist - das ist dem Amt bekannt? - und die Vermieterin/Mutter plötzlich möchte, dass ihr die Miete nicht mehr überwiesen wird, sondern das Geld an ihr Kind überwiesen werden soll. Also. So ein bisschen skeptisch würde ich beim Amt da auch werden.
 
E

ExitUser

Gast
Die Miete wird nicht nur bei Mietschulden direkt überwiesen.

Auch wenn Suchterkrankungen vorliegen oder lagen, wird die Miete u.U. direkt überwiesen.
Ergänzung:

§ 22 Bedarfe für Unterkunft und Heizung

[...]

(7) Soweit Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, ist es auf Antrag der leistungsberechtigten Person an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zu zahlen. Es soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn

1.Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,

2.Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,

3.konkrete Anhaltspunkte für ein krankheits- oder suchtbedingtes Unvermögen der leistungsberechtigten Person bestehen, die Mittel zweckentsprechend zu verwenden, oder

4.konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet.
Der kommunale Träger hat die leistungsberechtigte Person über eine Zahlung der Leistungen für die Unterkunft und Heizung an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte schriftlich zu unterrichten.

[...]
Und das noch:

Hartz IV – Direktzahlung an Vermieter zulässig
 

DaLexy

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Okay, gestern abend hat mich der Herr noch zurück gerufen und mir das ganze erklärt.

Grund für die entscheidung war, das es wohl doch mal Mietrückstände gegeben haben soll.
Diese sind aber niemals von mir verursacht worden, denn das lief alles etwas anders ab als wie er es nur überflogen hatte.

Ende 2012 (November) musste ich den Verlängerungsantrag stellen für meinen Regelsatz wo ich dann auch die Miete beantragt habe. Da aber ab diesen Zeitpunkt meine zuständige Person für 5 Monate nicht im Haus war (Krank, freigestellt, was auch immer) hat niemand anderes meinen Fall übernommen und ich hatte Stress da mal jemanden überhaupt an das Telefon zu bekommen.
Hatte dann ende Dezember wenigstens endlich jemand anderen soweit das mir wenigstens mein Regelsatz vorläufig bewilligt wird für den Zeitraum wie die zusständige Person nicht im Haus ist.
Also die dann nach 5 Monaten wieder da war wurde mir auch natürlich die Miete bewilligt die dann nachgezahlt wurde.

Dies wurde mir nun zu lasten gelegt als Mietschuld (obwohl die dort im Amt diejenigen waren die Ihren ***** nicht in gang bekommen haben).

Naja, auf jedenfall ist das alles nun kein problem mehr und zukünftig erhalte ich die Miete auf mein Konto.

Ich sag nur Ämter und Beamte -.-
 
E

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Es wäre gut sich anzugewöhnen, bei jeder Unregelmäßigkeit einen Schriebs ins Amt zu schicken, damit man deren Schweinereien lückenlos nachweisen kann.

Bist Du sicher, dass nun die Miete auf Dein Konto geht? Manchmal machen die das auch "extra aus Versehen" genau anders.
 

DaLexy

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Sollen Sie doch ruhig machen, die Bankverbindung führt ins leere ! Daher bekommen die es zurück und irgendwie muss es ja zu meinem Vermieter gelangen.

Aber ich glaube schon daran das der Herr (Abteilungschef) das schon so macht wie er mir erzählt hat, er hat mich in meinem Telefonat nämlich auch darüber informiert das sie nicht das recht haben in irgendeiner Weise mit meinem Vermieter in Kontakt zu treten (was ja hier auch schon weiter oben geschrieben wurde).

Hatte damals schonmal mit dem Menschen zutun und kann eigentlich schon urteilen das der Mensch seinen Job ernst nimmt und nicht irgendeinen Mist faselt (was man von meiner Sachbearbeiterin / Jobvermittler nicht behaupten kann).
 
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