Mieterverein BN beklagt den Umgang der Behörden mit Hartz-IV-Empfängern

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wolliohne

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Viele Beratungen, wenige Prozesse

Jede zweite Nebenkostenabrechnung falsch

Von Rolf Kleinfeld
BONN. Wenn Mieter und Vermieter streiten, sind „Felix" von Grünberg und seine 21 Mitarbeiter gefragt. Und das ist nicht gerade selten: 25 000 Mal hat der Mieterverein Bonn/Rhein-Sieg/Ahr im vorigen Jahr Menschen beraten, aber „nur" 300 Prozesse geführt, wie Haupt¬geschäftsführer von Grünberg ge¬stern beim ersten Frühlingsemp¬fang des Mietervereins sagte: „Wir sind damit die Schlichterorganisation in Bonn und Umgebung."
Diese Arbeit wissen viele Men¬schen zu schätzen, 22 000 Haus¬halte in der Region zählt der Verein zu seinen Mitgliedern. Viele davon kommen wegen ihrer Betriebskos¬ten, im Schnitt sind das 2,79 Euro pro Quadratmeter. „Jede zweite Nebenkostenabrechnung enthält Fehler", berichtete von Grünberg rund 50 Gästen.

Immer häufiger hätten Hartz-IV-Empfänger Ärger mit der Arge, wenn es um Be¬triebskosten gehe. Reichen diese Mieter ihre Abrechnung nicht im selben Monat ein, „gilt das als Schulden", die man eventuell spä¬ter zurückzahlen müsse, so der Hauptgeschäftsführer. Auch die Frage, ob die Miethöhe und die Größe der Wohnung „angemessen" sei, sorge immer wieder für Ärger. „Die Stadt darf nicht nach einem pauschalen Maßstab vorgehen", so die Auskunft.

Im Rhein-Sieg-Kreis gehe die Behörde sogar noch stren¬ger vor und setze die Höhe des Wohngeldes als Grenze der Angemessenheit voraus. Für diesen Betrag sei de facto aber keine Woh¬nung zu finden.
Dass die Stadt nur noch Bele¬gungsrechte für 7 500 Wohnungen hat, beschäftigt auch den Mieter¬verein. Die Folge: „Es können nur noch die Dringlichkeitsfälle zuge¬wiesen werden." Im Schnitt wür¬den 54 Wohnungen pro Jahr frei, es seien aber 3 500 Wohnungs¬suchende registriert.

Dank an Martin und A.
 

Helga Ulla

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BN Mieterverein beklagt den Umgang der Behörden mit HartzIV - Empfängern

Hallo Wolline, danke für diesen Beitrag
Ja der RSK ist schon immer etwas anderes gewesen, die brauchen sich so ziemlich an keine Ausführung zu halten. Die BEHörden sind sehr flexibel beim einrechnen in die eigne Kasse.
In Zeiten der Sozialhilfe, wurde immer nach der höchste Mietstufe das Wohngeld ausgerechnet, denn das konnte jadie Kommunen sofort einkassieren, sie zahlten lediglich noch die Differenz zum Mietendbetrag. Also bekam der SH Empfänger es nicht in die Finger- wurde zwischen den Bescheiden verrechnet.
Bekam der SH- Empfänger das Wohngeld vom Wohngeldamt überwiesen, wurde nach der niedrigeren Gruppe berechnet. Heute geht dies nicht mehr, da keine Leistung auf WG. besteht, dann fast man die Leistungsbezieher als Schmarotzer an, der alles will nur nicht arbeiten.
 
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