Mieterhöhung mitten im Bewilligungszeitraum - Verschieben möglich? (1 Betrachter)

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OpfersNam

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Hallo,
mein Vermieter möchte nun auch die Miete erhöhen und hat mir eine Zustimmungserklärung geschickt.
Zustimmen werde ich wohl müssen, da die Mieten hier insgesamt rasant im Anstieg sind - leider!

Die Mieterhöhung würde nun allerdings genau mitten im Bewilligungszeitraum liegen.
Wäre das abwegig den Vermieter zu fragen, ob er die Erhöhung verschieben kann, so dass sie mit dem Ende des Bewilligungsabschnittes zusammenfällt?
LG OpfersNam
 

gelibeh

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Warum? Dann schickt man eine Änderungsmitteilung und die berechnen das neu und schicken einen Änderungsbescheid. Ich glaube kaum, dass ein Vermieter darauf Rücksicht nimmt.
 

Archibald

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Hallo,
mein Vermieter möchte nun auch die Miete erhöhen und hat mir eine Zustimmungserklärung geschickt.
Zustimmen werde ich wohl müssen, da die Mieten hier insgesamt rasant im Anstieg sind - leider!

Die Mieterhöhung würde nun allerdings genau mitten im Bewilligungszeitraum liegen.
Wäre das abwegig den Vermieter zu fragen, ob er die Erhöhung verschieben kann, so dass sie mit dem Ende des Bewilligungsabschnittes zusammenfällt?
LG OpfersNam
Wie schon zuvor gesagt wurde, einfach einer Änderungsmitteilung an deine ArGe, das Schreiben deines Vermieters beilegen und die Abgabe quittieren lassen. Das aber sollte das kleinere Problem sein.

Ist die Mieterhöhung gerechtfertigt? und ist deine Miete bei Erhöhung noch "Angemessen"?
Hier in den Antworten einige hervorragende Tipps zum Wehren gegen ungerechtfertigte und übertriebene Mietenerhöhung.

Kann ich mich als Mieter gegen eine Mieterhöhung wehren? (Zustimmung, vermieter, Recht)

LG, Archibald
 

OpfersNam

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Das aber sollte das kleinere Problem sein. Ist die Mieterhöhung gerechtfertigt? und ist deine Miete bei Erhöhung noch "Angemessen"? [/url] LG, Archibald
Das ist für mich sehr schwer einzuschätzen.
Genau vor 2 Jahren wurde die Miete um etwa 15 % erhöht.
Nun soll die Miete mit der Begründung "Anpassung an die ortsübliche Miete" nochmal um 17 % steigen. Es seien 20 % Prozent in 3 Jahren zulässig heisst es in dem Schreiben.
(# Allerdings sind aber erst 2 (!) Jahre vergangen seit der letzten Erhöhung....hmmm.)
Sie würde dann genau der durchschnittlichen Ortsüblichen Miete entsprechen, was allerdings in dieser grossen Stadt ein erheblicher Betrag ist.
Das Jobcenter übernimmt hier die Kosten bis zur Höhe der ortsüblichen Miete.
Die Wohnung ist auch nicht irgendwie übergross, da sind noch ein einige Meter Spielraum zum zulässigen drin.
Das allgmeine Mietneveau ist einfach so hoch geworden.
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Da gibt es noch eine Vorgeschichte:
Die Wohnung war mir vor 10 Jahren als Ersatz für die vorherige Wohnung angeboten worden, weil mein Vermieter das Haus gekauft hatte, abreissen und was neues bauen wollte. Das ist dann auch so passiert. Ich war der letzte Mieter.
Vereinbart wurde im gegenzug dafür, dass ich ohne langwierige Rechtsstreitigkeiten ausziehen würde, die jetztige Wohnung zu einem sehr günstigen Mietzins samt 5 Jahren Mietgarantie. Danach erst sollten reguläre Mieterhöhungen greifen dürfen. Gegenstand aller dieser Verhandlungen und meiner vorgebrachten Ängste und Befürchtungen war, dass die Wohnung in dieser teuren Stadt langfristig bezahlbar bleibt. Da wurde auch stets beschwichtigt, man sei ja eine angesehene Versicherung und nicht sonstwer.
Ich hatte damals auch das günstigste angenommen was mir angeboten wurde und. Es hat damals niemand ahnen können, dass dieses Baustellenviertel recht schön werden würde, jetzt wo dann alles fertig war.
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Und jetzt kommt das Problem.
Mir ging es dann finanziell und auch sonst sehr schlecht und ich bin in Mietverzug geraten. Das Ergebis war die erfolgreiche Räumungsklage.
Nachdem der Mietrückstand beglichen war, durfte ich am Ende zwar wohnen bleiben, aber der alte Mietvetrag incl. der Vereinbarung sollte keine Gültigkeit mehr haben.
Die Miete wurde damals auf einen Schlag etwa 50 % erhöht.
Das war vor etwa 6 Jahren.
Laut Anwältin würde konkludent ein Mietvertrag bestehen. Die exorbitant aufreibende und aufwendige Rettungsaktion damals hätte sonst auch wohl kaum einen Sinn gemacht.
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Das Ende vom Lied ist, das mit dem Mieterhöhungsspurt der letzten beiden Jahre incl. der neuen Mieterhöhung, die Miete jetzt mehr als doppelt so hoch sein wird (etwas 115 %) wie vor 10 Jahren noch und das trotz der ursprünglich garantierten 5 Jahre Mietgarantie.
Im Grunde genau das, was der Vermieter mir damals bei den Verhandlungen zugesichert hatte, was er nicht machen würde, zentraler Punkt aller meiner damals vorgebrachten Ängste und Befürchtungen, das macht er jetzt mit den ultra agressiven Mieterhöhungen.
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Das mag rechtlich vielleicht in Ordnung sein, so zu verfahren und die hätten mich damals auch einfach raussetzen können, das ist mir schon klar, man kann ess aber auch von einer anderen Seite sehen:
Ich habe mich damals an die Vereinbarung gehalten und bin als letzter Mieter ohne langwierige juristische Scherereien ausgezogen und war dabei sehr bescheiden, wie mir verschiedentlich bestätigt wurde. Der Vermieter hat sich aber bei der ersten Gelegenheit aus seinem Teil der Abmachung mindestens zum Teil verabschiedet und ohne die Anwältin und einen Familienangehörigen der damals hat Beziehungen spielen lassen, hätten die mich auch einfach auf die Strasse gesetzt.
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So wie ich das momentan einschätze und der Vermieter das wohl sieht, kann ich das mit der Vorgeschichte (Mietgarantie etc.) wohl abhaken und überhaupt froh sein, wenn ich die Wohnung halten kann (was bei mir oberste Priorität hat).
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Der einzig positive Aspekt ist, dass mit der Erhöhung auf ortsübliche Miete das Ding erstmal durch ist, mehr geht nicht, wenn der Vermieter nach aussen gegenüber Leuten, die den Fall nicht kennen, den Eindruck von Anstand beibehalten will. Willkommen in der Wirklichkeit!
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Die Leute mit denen ich da zu tun habe, scheinen eigentlich ganz O.K., ich befürchte, dass da jemand im Hintergrund diese ultra scharfe Gangart vorgibt. Möglicherweise ist in den finanziellen Krisenzeiten bei Banken und Versicherungen aber auch nur allgemein diese scharfe Gangart angesagt.
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Ich muss das jetzt einfach ziemlich sehr bald entscheiden:
Zustimmung zur Mieterhöhung unterschreiben oder nicht unterschreiben?

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