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Mieterhöhung - Grenze überschritten

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ohrwurm

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#1
Hallo zusammen,

bin neu hier und hoffe, ihr könnt mir behilflich sein.
Versuche mich kurz zu fassen:
Ich wohne in Berlin.
Zum 01. März 2010 erhöht sich mein Warmmiete auf 394 €.
Der für Berlin zulässige Höchstwert angemessener Unterkunftskosten für Alleinwohnende beträgt aktuell 378 €.
Ich vermute, daß bei der nächsten Bewilligung von ALGII die neue Miete nicht mehr im vollen Umfang bewilligt wird.
Nun meine Frage: Wird mir zumindests der Höchstwert bewilligt (378€) oder kann ich mit einer Aufforderung zur Senkung meiner Unterkunftskosten rechnen (Umzug!!)

Vielen Dank an Euch schon im voraus.

Gruß Ohrwurm
 

Mario Nette

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#2
Man kann dich zur Senkung der KdU auffordern, allerdings muss man dir dafür auch Zeit einräumen. Die Senkung kann erst stattfinden, wenn die Erhöhung tatsächlich durchgeführt ist, also eine erhöhte Miete wirklich abgebucht wird. Könnte ja sein, dass die Erhöhung vor der eigentlichen Zahlung wieder zurückgenommen wird.

ARGE hat, wenn sie dich zur Senkung auffordert, auf jeden Fall im Einzelfall zu entscheiden, ob die Forderung angebracht ist. Wohnt man beispielsweise schon sehr lange in seiner Wohnung oder ist über sechzig Jahre alt (gilt für Berlin), so kann man die Angemessenheitskriterien um 10 % überschreiten. Auch hat ARGE abzuwägen, ob die Ersparnis durch den Umzug in eine günstigere Wohnung tatsächlich gegeben ist, denn es entstehen ja ggf. Umzugskosten, wenn die ARGE dich auffordert, umzuziehen.

Mehrbetrag * 24 Monate = Belastung. Wenn "Belastung höher als durchschnittliche Umzugskosten, müsstest du vermutlich umziehen.

Du könntest die Mehrkosten auch aus dem Regelsatz bestreiten. Das würde sich allerdings auch auf eventuelle Nebenkostenabrechnungen niederschlagen.

Mario Nette
 
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Gast
#3
Hallo zusammen,

bin neu hier und hoffe, ihr könnt mir behilflich sein.
Versuche mich kurz zu fassen:
Ich wohne in Berlin.
Zum 01. März 2010 erhöht sich mein Warmmiete auf 394 €.
Der für Berlin zulässige Höchstwert angemessener Unterkunftskosten für Alleinwohnende beträgt aktuell 378 €.
Ich vermute, daß bei der nächsten Bewilligung von ALGII die neue Miete nicht mehr im vollen Umfang bewilligt wird.
Nun meine Frage: Wird mir zumindests der Höchstwert bewilligt (378€) oder kann ich mit einer Aufforderung zur Senkung meiner Unterkunftskosten rechnen (Umzug!!)

Vielen Dank an Euch schon im voraus.

Gruß Ohrwurm
Hallo,

ich vermute mal Beides und das Du evtl. dann 6 Monate Zeit bekommst, Deine Kosten zu senken oder Dir eine andere Wohnung suchst.

Ist es eine städt. oder privat vermietete Wohnung?
Mit welche Begründung wurde die Miete erhöht?
 

ohrwurm

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#4
Hallo,

begründet wird die Mieterhöhung mit der vor kurzem beendeten Modernisierungsmaßnahme (Fassadendämmung). Verwiesen wird auf BGB §554(Duldung von Modernisierungsmaßnahmen).

die Wohnung ist privat vermietet.
 

gelibeh

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#5
Da stellt sich mir die Frage, ob sich bei einer Fassadendämmung nicht die Heizkosten senken. Das wird man aber erst in einem Jahr sehen.
 
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#6
Dilemma selbstgemacht. Für die Angemessenheit zählt nur die Nettokaltmiete. Die steigt hier und gleichzeitig dürften die Heizkosten sinken.
Wenn das kein Grund ist auf Modernisierung zu verzichten??


Wenn ARGE einen Umzug bezahlen will??
 
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