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Mieterhöhung durch neuen Vermieter?

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Nicht offen für weitere Antworten.

MrsNorris

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#1
Mein Vermieter hat sich entschlossen, seine Bruchbude, in der wir wohnen, zu verkaufen. Der neue Vermieter wird wohl das Haus sanieren, also dämmen etc.
Dann darf er ja die Miete erhöhen. Unsere Miete liegt nun aber schon 40 Euro übern örtlichen Satz.
Nun wäre meine Frage, wie man trotzdem hier wohnen bleiben kann? Der örtliche Mietspiegel ist höher als die Vorgaben der Arge, d.h. es gibt kaum bezahlbaren Wohnraum hier. Hätte da eine Klage Aussicht auf Erfolg?
 

mbc

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#2
Da gibt es einiges zu.

Sammel die Mietspiegel und Zeitungsanzeigen, wenn die Arge dann zum Umzug auffordert, kannst Du die Wirtschaftlichkeit prüfen lassen.

Wenn Du nachweisen kannst, das es keine wirklich günstigeren Wohnungen gibt, kannst Du auch nicht zum Umzug aufgefordert werden. Da hättest Du dann ggf. vor Gericht erfolg mit.

Auf der Startseite des Forums findest Du links unter diesem "TAB"(oder wie sich das Dingens schimpft) auch weitere Infos und sogar eine Telefonnummer:

Erwerbslosen Forum Deutschland (Portal)

Es gibts aber ausreichend Infos hier im Forum darüber, meistens kann der Umzug vermieden werden.
 

Arania

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#3
Mein Vermieter hat sich entschlossen, seine Bruchbude, in der wir wohnen, zu verkaufen. Der neue Vermieter wird wohl das Haus sanieren, also dämmen etc.
Dann darf er ja die Miete erhöhen. Unsere Miete liegt nun aber schon 40 Euro übern örtlichen Satz.
Nun wäre meine Frage, wie man trotzdem hier wohnen bleiben kann? Der örtliche Mietspiegel ist höher als die Vorgaben der Arge, d.h. es gibt kaum bezahlbaren Wohnraum hier. Hätte da eine Klage Aussicht auf Erfolg?

Bei notwendiger Sanierung darf keine Miete erhöht werden
 

nightangel

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#5
Ganz so einfach ist das nicht.
Da muss man beachten was ist Sanierung und was Moderniesierung.
Sanierung heißt ja nur das Dinge die defekt sind repariert oder erneuert werden.
Wenn aber eine funktionstüchte Heizungsanlage z.B. ausgetauscht wird weil die neue Energiesparender ist, dann ist das Modernisierung.
Bei Modernisierung darf schon die Miete erhöht werden. Allerdings darf die Miete auch nur einen gewissen Prozentsatz innerhalb von drei Jahren angehoben werden.
Ich guck mal ob ich da was genaueres finde, wieviel das sein darf.
 

Arania

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#6
Ach, das wusste ich nicht. Ich dachte, nach Sanierung ist Mietrhöhung erlaubt?
Wie nightangel schreibt wenn notwendiges gemacht wird, darf nichts erhöht werden, wenn zusätzlicher Komfort eingebaut wird darf es im gewissen Rahmen, aber da müsste man erst wissen was geplant ist
 

nightangel

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#7
Ja, so ein Problem hatte ich vor etlichen Jahren.
Als ich hier einzog war im ganzen Bad nicht eine Fliese vorhanden.
Selbst die Badewanne war vorne vor tapeziert. Laut Mietspiegel nachdem auch meine Miete berechnet wurde gehörte aber ein Fliesenspiegel über Wanne und Waschbecken dazu, war also Standard.
Demnach zahlte ich also auch noch zuviel Miete, weil dieses ja fehlte.
Erst wollte der Vermieter eine Mieterhöhung wenn er Fliesen ins Bad über Wanne und Waschbecken anbringt.
Beim Mieterbund sagte man mir aber das die das nicht dürfen, weil dieses eben zum Standard gehört und ich das ja eh in der Miete mit drin hab, also eh schon zuviel bezahl dafür das dieses fehlte.
Nach langem hin und her kam dann, die machen entweder das komplette Bad neu (also mit Bodenfliesen, Wandfliesen rund rum, neue Wanne, neues Waschbecken, neues WC, selbst neue Rohre in der Wand, also alles komplett) oder garnichts.
Somit hatten sie dann einen Grund die Miete anzuheben, weil DAS war dann eine Modernisierung.
Allerdings war die Erhöhung dann aber pro m² niedriger als sie ganz am Anfang für nur Fliesen an Wanne und Waschbecken veranschlagt hatten. :biggrin:

Zwei Jahre Kampf aber ich hab mein Bad neu gemacht gekriegt und keinen Schimmel mehr durch Spritzwasser (was sich ja nie ganz vermeiden lässt)
 

MrsNorris

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#9
Okay, das sind ja schon mal brauchbare Infos. Danke!
Also, gemacht werden muss hier ne Menge. Dämmung, Fenster, Heizungen.
Aber 115 der Jahresmiete ist ja nicht sooo viel!
Werde erstmal abwarten, was wirklich passiert. Trotzdem kriegt mich die arge nicht so schnell raus.
 
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#10
Die Grenzen die möglichen Mieterhöhung nach Modernisierung werden vom der Art der Modernisierung, dem Umfang, der zu erwartenden Betriebskostensenkung, den möglichen Zuschüssen von dritten usw. beeinflusst.

Nur vom tatsächlichen Modernisierungsaufwand, der Wert des schon Vorhandenen herauszurechnen ist herauszurechnen. Wird eine Isolierverglasung eingebaut ist der Wert des ausgebauten Fensters von der Modernisierungssumme abzuziehen.
Ein Vermieter hat rechtzeitig richtig anzukündigen. Damit ist auch ein Sonderkündigungsrecht des Mieters verbunden. Im freien Wohnbau gilt auch noch, dass die Betriebskosteneinsparung in etwa die Modernisierung der Fenster, den Einbau der Zusatzisolierung finanzieren muss. (gilt nicht in öffentlich geförderten Wohnbau)

SB wird von diesem Thema keine Ahnung haben. Ansonsten wäre er kein SB, sondern würde im Immobilienbereich mehr Geld für weniger Aufwand erhalten.

Es dürfen insgesamt nur 11% der bereinigten Modernisierungskosten auf die jährliche Nettokaltmiete aufgeschlagen werden. Diesen Wert hat ein Vermieter bereits in der Ankündigung der Maßnahme bekannt zu geben.(gilt nicht in öffentlich geförderten Wohnbau)
 
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