• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Miete wird direkt vom JC an Vermieter bezahlt - warum?

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#1
Hallo all,

mich interessiert, warum meine Miete direkt vom JC an meinen Vermieter gezahlt wird und nicht vorab mir auf mein Konto überwiesen wird, damit ich das selber mache.

Ich bin keine Person, die mit Geld nicht umgehen kann - eigentlich gibt es keinen Grund dazu.
Ich bin vor Kurzem erst aus dem Ausland zurück und in Deutschland in eine Wohnung gezogen und seitdem zahlt das JC die Miete direkt an den Vermieter.

Zum Einen möchte ich aber nicht, dass mein Vermieter weiß, wie lange ich noch Geld vom JC bekomme, zum anderen ist mein Mann jetzt noch hinzugekommen und ich vermute, dass unser monatlicher Geldeingang auf meinem Konto dann den "Mindestgeldeingang" überschreitet (mit Miete), so dass das Konto dann keine Führungsgebühren mehr hätte, was ja nicht gerade wenig ist.

Kann man dagegen was machen oder ist das so rechtens?

Danke und liebe Grüße
 

EyeODragon

Elo-User/in

Mitglied seit
16 Mai 2011
Beiträge
709
Gefällt mir
149
#2
Das ist eigentlich nicht üblich, dass das Jobcenter, ohne Vorankündigung, die Miete direkt an den Vermieter überweist, es sei denn es wird ausdrücklich gewünscht.

Normal wird das ohne lange zu hinterfragen nur bei denjenigen gemacht, die häufiger ihre Miete nicht gezahlt haben, das rechtzeitig dem Jobcenter bekannt wird, und wer weiß was mit dem Geld gemacht, damit keine Obdachlosigkeit droht.

Ein Rechtsanspruch auf eine Änderung des Zahlungsweges besteht generell nicht, definitiv nicht wenn die Zahlung wieder auf das eigene Konto gewünscht werden sollte, das muss dann das jeweilige Jobcenter entscheiden.

siehe auch hier:

Direktüberweisung der Miete an den Vermieter durch das Job Center | Sozialrecht
 

Claus.

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
18 Nov 2010
Beiträge
2.096
Gefällt mir
1.001
#3
Kurz und knapp: § 22 Abs. 7 SGB II.

P.S.: den Link halte ich für Käse. Eine "Bevormundung" ist sehr wohl gegeben; dafür gibts auch einen korrekteren Rechtsbegriff (der mir natürlich grad nicht einfällt). Und "Bevormundung" ist nur in ganz eng gesteckten Ausnahmefällen zulässig.
 

Couchhartzer

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
30 Aug 2007
Beiträge
5.165
Gefällt mir
8.239
#4
Das ist eigentlich nicht üblich, dass das Jobcenter, ohne Vorankündigung, die Miete direkt an den Vermieter überweist, es sei denn es wird ausdrücklich gewünscht.
Das ist datenschutzrechtlich sogar unzulässig (im Sinne strafbarer Verletzung des Sozialgeheimnisses), sofern nicht entweder der Hilfeempfänger dazu ausdrücklich VORHER schriftlich und unter Belehrung der Freiwilligkeit sein Einverständnis gab, oder sofern nicht dazu mit dem entsprechenden Bescheid zusammen eine ermessensfehlerfreie Begründung des Jobcenters abgegeben wurde, welche rechtlichen Zulässigkeit der Direktzahlung ganz genau begründet (Stichwort: nachweisbare Unzuverlässigkeit der Mietzahlungen z.B.).

Derartige Vorgehensweise sollte umgehend dem Jobcenter untersagt werden, mit dem sehr deutlichen Hinweis der Nachweisbarkeit eines willkürlichen Verstoßes gegen Sozialdatengeheimnis und der damit nachweisbaren strafbaren Handlung.
Zudem sollte der zuständige Datenschutzbeauftragte über den unzulässigen Vorgang informiert werden, damit das JC auch von dem noch einen anständigen Rüffel bekommt.
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#5
Oh, sehr interessant. Das war mir gar nicht klar.

Ich habe nie mein Einverständnis dazu gegeben und bin definitiv NICHT unzuverlässig, was mein Geld angeht.

Reiche ich das am Besten schriftlich ein?
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Gefällt mir
792
#6
Reiche ich das am Besten schriftlich ein?
Schriftlich ist immer am besten.
Du kannst schriftlich Widerspruch einlegen gegen die Direktzahlung.
Widerspruch geht innerhalb 1 Monat, nachdem du das weißt.
Per Bescheid oder wie auch immer.
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#7
Ich hab ja aber überhaupt keinen Bescheid bekommen und es war ja so, seit ich die Wohnung hier bezogen habe -das war also zum 01.04.

Ein Monat ist ja dann leider schon rum... aber wenn es gegen ein Gesetz verstößt, muss ich doch keine Frist einhalten.. ?!?
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#9
Sollte ich das im Schreiben anbringen oder besser das Sozialgeheimnis? Oder beides?
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#10
Direktzahlung der Miete an den Vermieter



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich darum bitten, die direkte Überweisung der Mietzahlungen durch das Jobcenter an die Wohnungsfirma xxx mit sofortiger Wirkung zu unterlassen.

Es besteht in meinem Fall kein Grund hierzu (ich zahle meine Mieter immer regelmäßig und bin dadurch noch nie „auffällig“ geworden).

Sie verstoßen hiermit gegen das informationelle Recht der Selbstbestimmung, da ich nicht möchte, dass die Wohnungsfirma xxx weiß, dass ich Leistungen vom Jobcenter beziehe.

Bitte überweisen sie die Miete ab sofort mit den monatlichen Regelleistungen auf das Ihnen bekannte Konto.

Mit freundlichen Grüßen



Meint ihr, dass das so ok ist?
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Gefällt mir
422
#11
Hallo all,

mich interessiert, warum meine Miete direkt vom JC an meinen Vermieter gezahlt wird und nicht vorab mir auf mein Konto überwiesen wird, damit ich das selber mache.
Vielleicht steckt der Vermieter dahinter,einfach mal beim JC nachfragen oder beim Vermieter.:icon_pfeiff:
 
E

ExitUser

Gast
#12
Normalerweise müsstest du wenn das so gehandhabt werden soll ein Schriftstück unterschreiben das die Miete direkt an den Vermieter geht. Und dann muss folgender Vermerk mit aufgeführt sein: Diese Abtretungserklärung kann jederzeit von mir widerrufen werden!


liesa
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#13
@HarteSau: Die Vermutung habe ich fast, aber trotzdem kann es ja nicht sein, wenn da dann gegen ein Gesetz verstoßen wird...

liesa: So ein Schriftstück wurde mir nie vorgelegt und sowas habe ich auch nicht unterschrieben.
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Gefällt mir
792
#14
Direktzahlung der Miete an den Vermieter
....
Meint ihr, dass das so ok ist?
Na ich würds jedenfalls nicht so schreiben.
1. Weiß dein Vermieter seit April, von wem die Miete kommt.
2. Bitten bringt oft nichts.

Du hast bestimmt einen Bescheid bekommen.
Du weißt doch, daß du KEINE Wohnkosten auf dein Konto bekommst, sondern seit 1.4. das gleich an den Vermieter geht.
Woher weißt du das denn?
Aus dem Bewilligungsbescheid?
Dann kannst du einen Überprüfungsantrag stellen. Da geht der Widerspruch nicht mehr.
Da beantragst du, daß die KDU dir ab sofort auf dein Konto überwiesen werden.
Da es keinen Grund und Anlaß gibt, eine Direktzahlung zu veranlassen.

Miete+Betriebskosten+Heizkosten= KDU
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#15
Na ich würds jedenfalls nicht so schreiben.
1. Weiß dein Vermieter seit April, von wem die Miete kommt.
2. Bitten bringt oft nichts.

Du hast bestimmt einen Bescheid bekommen.
Du weißt doch, daß du KEINE Wohnkosten auf dein Konto bekommst, sondern seit 1.4. das gleich an den Vermieter geht.
Woher weißt du das denn?
Aus dem Bewilligungsbescheid?
Dann kannst du einen Überprüfungsantrag stellen. Da geht der Widerspruch nicht mehr.
Da beantragst du, daß die KDU dir ab sofort auf dein Konto überwiesen werden.
Da es keinen Grund und Anlaß gibt, eine Direktzahlung zu veranlassen.
Danke Caso.
Ich musste grad nochmal nachschauen - da war wirklich ein Bescheid, aber da wurde dann eben die Miete gewährt und dazu stand dann das:

"....
Begründung:
Es sind folgende Änderungen eingetreten:

Die neuen Mietkosten (was meinen die überhaupt mit neuen? Davor wohnte ich für einen Monat bei meinem Vater und es fielen keine Mietkosten an) wurden ab dem 01.04.2014 laufend berücksichtigt und werden direkt an Ihren Vermieter überwiesen."

Ich habe aber definitiv nirgendwo meine Unterschrift dazu geleistet, dass das so in Ordnung ist.

Besteht denn jetzt ein Gesetzesverstoß oder nicht?

Edit: Natürlich weiß mein Vermieter das, aber er muss ja nicht wissen, dass es derzeit weiterhin so ist..
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Gefällt mir
792
#16
Danke Caso.
Ich musste grad nochmal nachschauen - da war wirklich ein Bescheid, aber da wurde dann eben die Miete gewährt und dazu stand dann das:
"....
Begründung:
Es sind folgende Änderungen eingetreten:
Die neuen Mietkosten (was meinen die überhaupt mit neuen? Davor wohnte ich für einen Monat bei meinem Vater und es fielen keine Mietkosten an) wurden ab dem 01.04.2014 laufend berücksichtigt und werden direkt an Ihren Vermieter überwiesen."
Ich habe aber definitiv nirgendwo meine Unterschrift dazu geleistet, dass das so in Ordnung ist.

Besteht denn jetzt ein Gesetzesverstoß oder nicht?

Edit: Natürlich weiß mein Vermieter das, aber er muss ja nicht wissen, dass es derzeit weiterhin so ist..
Wenn du unbedingt einen Gesetzesverstoß haben willst;-)):icon_party:
Das Gesetz sagt deutlich:
§ 22 (Absatz 7) SGB II
Das JC hat deutlich dagegen verstoßen.
Wehr dich---schriftlich!
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#17
Merci!

Du hilfst immer so klasse, Caso!

Danke! :)

Und was ist nun mit dem Sozialgeheimnis und dem informationellem Recht auf Selbstbestimmung?
 

spin

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Dez 2009
Beiträge
2.446
Gefällt mir
749
#18
Da die Widerspruchsfrist vermutlich abgelaufen ist, kann man 1. einen Überprüfungsantrag stellen oder 2. auf den nächsten Bescheid warten. Zeitlich ist möglicherweise Nr. 2. sogar kürzer.

3. kann man auch einen Antrag mit der Bitte um schnelle Bearbeitung stellen, dass das Geld auf das eigenen Konto überwiesen wird (Bezug auf SGB-II § 22) und anhängen, "dass damit auch der Sozialdatenschutz und das Grundrecht auf Informationelle Selbstbestimmung gewahrt wird, die auch SGB-II, § 22 zu Grunde liegen". Zweizeiler reicht. Lange Schreiben verraten eher Unsicherheit.
 
E

ExitUser

Gast
#21
Weil er dann tunlichst beim Vermieter und beim Stromversorger anfragen sollte, ob dort die vom JC ihm gegenüber behaupteten Zahlungen auch tatsächlich eingehen.

Berlin ist "arm, aber sexy". Mit Leuten, die dem JC auf dem Schoß sitzen, wird es mit Sicherheit arm, aber nicht sexy bleiben. Infolgedessen empfahl der Sozialsenator denen schon, sich gefälligst eine Bleibe "jwd" zu suchen.
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Gefällt mir
792
#22
Weil er dann tunlichst beim Vermieter und beim Stromversorger anfragen sollte, ob dort die vom JC ihm gegenüber behaupteten Zahlungen auch tatsächlich eingehen.

Berlin ist "arm, aber sexy". Mit Leuten, die dem JC auf dem Schoß sitzen, wird es mit Sicherheit arm, aber nicht sexy bleiben. Infolgedessen empfahl der Sozialsenator denen schon, sich gefälligst eine Bleibe "jwd" zu suchen.
Sorry, absolut nicht nachvollziehbar.
Der TE will gerade NICHT, daß sein Vermieter vom Sozialleistungsbezug erfährt!
Nun ist das seit 1.4. aber schon so.
Jetzt soll das wieder zu Ende sein.
Hätte der Vermieter seit 1.4. (Der TE kam zurück nach D) keine Miete erhalten, hätte er längst mahnen oder sogar kündigen können.
Warum Hunde wecken?

Und Stromversorger?---??
 

schnuckelfürz

Forumnutzer/in

Mitglied seit
4 Feb 2014
Beiträge
794
Gefällt mir
298
#23
Normalerweise müsstest du wenn das so gehandhabt werden soll ein Schriftstück unterschreiben das die Miete direkt an den Vermieter geht. Und dann muss folgender Vermerk mit aufgeführt sein: Diese Abtretungserklärung kann jederzeit von mir widerrufen werden!


liesa
Nein, das JC braucht nach § 22 Absatz 7 SGB II nur schriftlich zu unterrichten. Aber auch nur, wenn die KDU in der Vergangenheit zweckentfremdet wurde.

§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung - dejure.org

(7) Es soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn

1. Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,

2. Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,

3. konkrete Anhaltspunkte für ein krankheits- oder suchtbedingtes Unvermögen der leistungsberechtigten Person bestehen, die Mittel zweckentsprechend zu verwenden, oder

4. konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet.

Der kommunale Träger hat die leistungsberechtigte Person über eine Zahlung der Leistungen für die Unterkunft und Heizung an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte schriftlich zu unterrichten.
 

Fotoz

Elo-User/in
Mitglied seit
30 Aug 2008
Beiträge
629
Gefällt mir
158
#24
@HarteSau: Die Vermutung habe ich fast, aber trotzdem kann es ja nicht sein, wenn da dann gegen ein Gesetz verstoßen wird...

liesa: So ein Schriftstück wurde mir nie vorgelegt und sowas habe ich auch nicht unterschrieben.
Hallo, wobei jetzt aber noch die Frage aufkommt, woher das JC alle Kontodaten des Vermieters hatte, wenn du die dem JC nicht gegeben hast.
Also hast du anscheinend dem JC den kompletten Mietvertrag vorgelegt?

Ich rate immer, nur die Daten überhaupt dem JC zukommen zu lassen, die notwendig sind. Und ein kompletter Mietvertrag ist dazu nicht notwendig.

Was sagt ausserdem dein Bewilligungsbescheid aus?
Dort steht doch klar, dass dir diese Leistungen zustehen, da du die berechtigte Person bist und übrigends auch die rechtlich verpflichtende Person, die zu zahlen hat. Letztendlich stehst du auf dem Mietvertrag und trotz aller "Widersprüche" der Aussage, dass bei falschen Zahlungen oder gar keine Zahlungen das JC das zu verantworten hätte, wird bei Mietrückständen dem Mieter die Kündigung per Gericht rechtswirksam ausprechen lassen können.
 

Chameleon

Elo-User/in
Mitglied seit
12 Sep 2013
Beiträge
89
Gefällt mir
2
#25
Ich rate immer, nur die Daten überhaupt dem JC zukommen zu lassen, die notwendig sind. Und ein kompletter Mietvertrag ist dazu nicht notwendig.
Bist du dir da sicher? Ich habe meinem SB die ersten zwei Seiten (von 13, steht auf der ersten Seite drauf) des Mietvertrags zukommen lassen und diese wünscht nun den kompletten Mietvertrag.
 
Mitglied seit
17 Nov 2013
Beiträge
300
Gefällt mir
53
#26
Ich verstehe nicht ganz wo hier das Problem ist. Da das Jobcenter die Miete zahlt, ist es doch nur verständlich, dass das Jobcenter es direkt an den Vermieter überweist. So kann es ganz sicher sein, dass der Vermieter seine Miete auch erhellt. Es gibt bereits viele Vermieter, die nur noch unter diesen Bedingungen überhaupt an Hartz 4 Empfänger vermieten.
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Gefällt mir
792
#27
Ich verstehe nicht ganz wo hier das Problem ist. Da das Jobcenter die Miete zahlt, ist es doch nur verständlich, dass das Jobcenter es direkt an den Vermieter überweist. So kann es ganz sicher sein, dass der Vermieter seine Miete auch erhellt. Es gibt bereits viele Vermieter, die nur noch unter diesen Bedingungen überhaupt an Hartz 4 Empfänger vermieten.
Besser nochmal den Beitrag Nr. 1 lesen.
 
E

ExitUser

Gast
#28
Sorry, absolut nicht nachvollziehbar.
Wenn Du meinst. Während in anderen Gegenden Deutschlands die Gerichte die Vermieter darauf verweisen, daß den Mieter an dem Zahlungsverzug keine Schuld treffe, spielen die Berliner dieses Spiel mit und winken die Räumunngsklagen durch, weil das JC die KdU nicht gezahlt hat und Mietschulden auflaufen ließ.

Der TE will gerade NICHT, daß sein Vermieter vom Sozialleistungsbezug erfährt!
Nun ist das seit 1.4. aber schon so.
Jetzt soll das wieder zu Ende sein.
Gute Idee. Aber nachdem das JC die Katze aus dem Sack gelassen hat und der Vermieter vermutlich nicht an Alzheimer leidet, wären Argumentation abseits des mithin bereits verletzten Sozialdatenschutzes recht hilfreich. Kannst Dich ja an der Suche aktiv beteiligen.

Hätte der Vermieter seit 1.4. (Der TE kam zurück nach D) keine Miete erhalten, hätte er längst mahnen oder sogar kündigen können.
Kann er, muß er aber nicht. Vielleicht will er gar nicht kündigen. Oder er weiß nicht, daß er dazu gemahnt haben muß.

Warum Hunde wecken?
... die schon längst wach sind.

Und Stromversorger?---??
Sicher. Es gibt Rundumversorger, die nicht nur Strom, sondern auch Wasser und Fernwärme liefern. Wasser und Fernwärme können die von außen nur strangweise abdrehen, also wird der Stromzähler gesperrt, wenn für die übrigen Leistungsbestandteile nichts gezahlt wurde.
 
E

ExitUser

Gast
#29
Ich verstehe nicht ganz wo hier das Problem ist. Da das Jobcenter die Miete zahlt, ist es doch nur verständlich, dass das Jobcenter es direkt an den Vermieter überweist. So kann es ganz sicher sein, dass der Vermieter seine Miete auch erhellt.
Aha. Sollte das JC ihm dafür eine Taschenlampe kaufen?

Es gibt bereits viele Vermieter, die nur noch unter diesen Bedingungen überhaupt an Hartz 4 Empfänger vermieten.
Und es gibt Vermieter, die überhaupt nicht mehr an LE vermieten wollen, seit den Herrschaften im Parlament und im Amt der Artikel 1 nicht mehr das Papier wert ist, auf welches er gedruckt wurde. Ist der Mieter vollsanktioniert, ist auch für den Vermieter das süße Leben vorbei. Und das hat sich derweil herumgesprochen. Nur bis zu Dir nicht ...

Im Übrigen kann man nach dieser Logik nur noch an Rentner und Beamte vermieten, weil man ja nicht wissen kann, ob der Mieter noch in Arbeit ist und wenn ja, ob denn sein Chef noch so gutmütig ist und Gehälter zahlt ...
 
E

ExitUser

Gast
#30
Bist du dir da sicher? Ich habe meinem SB die ersten zwei Seiten (von 13, steht auf der ersten Seite drauf) des Mietvertrags zukommen lassen und diese wünscht nun den kompletten Mietvertrag.
Frag sie halt, ob sie vorbeikommen und Dir die Kehrwoche erledigen will. Sonst wäre sie ja nicht so heiß darauf zu erfahren, wann Du damit an der Reihe bist.
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Gefällt mir
2.946
#31
Ich verstehe nicht ganz wo hier das Problem ist. Da das Jobcenter die Miete zahlt, ist es doch nur verständlich, dass das Jobcenter es direkt an den Vermieter überweist. So kann es ganz sicher sein, dass der Vermieter seine Miete auch erhellt. Es gibt bereits viele Vermieter, die nur noch unter diesen Bedingungen überhaupt an Hartz 4 Empfänger vermieten.
So ein Sommertag im Biergarten ist schon was schönes.
Wenn nur der verflixte Alkohol nicht wäre.......
 

50GdB23

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Sep 2011
Beiträge
1.883
Gefällt mir
353
#32
Mein Jobcenter, hat damals gesagt, dass sie ohne meine Erlaubnis, diese muss schriftlich erfolgen, nicht an den Vermieter direkt überweisen dürfen.

Aber es ist ja sowieso bekannt das jedes Jobcenter seine eigenen regeln/Gesetze haben.
 

schnuckelfürz

Forumnutzer/in

Mitglied seit
4 Feb 2014
Beiträge
794
Gefällt mir
298
#33
Mein Jobcenter, hat damals gesagt, dass sie ohne meine Erlaubnis, diese muss schriftlich erfolgen, nicht an den Vermieter direkt überweisen dürfen.
Ja, wenn man sich vorher nie was zuschulden kommen lassen hat, kann das JC auch direkt an den Vermieter zahlen. Dann muss sich das JC auch die Erlaubnis des Kunden holen. Der Unterschied ist nur, wenn man vorher die KDU zweckentfremdet hat, dann brauchen sie die Erlaubnis des Kunden nicht, dann wird man nur vom JC schriftlich benachrichtigt.
 

Fotoz

Elo-User/in
Mitglied seit
30 Aug 2008
Beiträge
629
Gefällt mir
158
#34
Bist du dir da sicher? Ich habe meinem SB die ersten zwei Seiten (von 13, steht auf der ersten Seite drauf) des Mietvertrags zukommen lassen und diese wünscht nun den kompletten Mietvertrag.
Das JC wünscht sich so Einiges. Aber erhält nur du relevanten Daten. Das einzigste was das JC aus dem Mietvertrag entnehmen könnte und dürfte, ob z. Bsp. die Warmwasseraufbereitung in den Warmkosten schon enthalten ist oder nicht. Da bei anerkantnen zusätzlichen Warmwasseraufbereitungskosten dies einen Zuschlag ermöglicht.

Wenn du diesen gar nicht beantragt hast, dann würde es vollkommen ausreichen, den Überweisungsträger vorzulegen, wo die regelmäßige Miete zu erkennen wäre.
Eigentlich, wenn es da nicht das JC an sich geben würde. Bzw. den Teil des Mietvertrages, worauf die montliche Miete zu erkennen wäre.
Und wie sich die Aufteilung der Kosten, also Kaltmiete und Nebenkosten ergibt, sich ja das JC beim Abrechnen der jährlichen Betriebskostenabrechnung.
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#35
Oh wei.. ich hab hier ja was losgetreten. Und jetzt kommt es noch peinlicher.. erst mache ich so einen Aufriss, schicke einen Überprüfungsantrag zum JC und dann telefoniere ich mit meinem Vater (wo ich den Mietvertrag damals eingescannt hatte) und er ist da durch Zufall einmal drauf gestoßen:

Im Mietvertrag steht in einer Klausel, dass der Vermieter das so wünscht :redface::redface: - auf Grund meiner jetzigen Situation der Einkommensverhältnisse oder so ähnlich.

Das ist mir superpeinlich! Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass ich innerhalb der letzten zwei Jahre extrem unter Vergesslichkeit leide und es mir schlichtweg entfallen ist, dass das im Mietvertrag steht.
Bitte hackt da nicht noch drauf rum, wie man sowas vergessen kann.. wie gesagt, ich leide da wirklich schon sehr drunter, dass ich so viel vergesse.

Aber weiß jemand, inwiefern man sowas aufheben kann oder ist der Vertrag so gültig?
 
E

ExitUser

Gast
#36
Ich würde an Deiner Stelle bei den Moderatoren anfragen, ob man diesen Fred nicht löschen kann.
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#37
Naja, sooo schlimm find ich das nicht.. auch wenn's peinlich ist.

Es kann ja für andere immer noch hilfreich sein.
 
E

ExitUser

Gast
#38
Es kann ja für andere immer noch hilfreich sein.
Inwiefern? Du hast den Arbeitsvertrag unterschrieben, in dem der Vermieter die Direktzahlung verlangt hat, also durfte das JC das als konkludenten Auftrag Deinerseits verstehen und hat entsprechend gehandelt.

Und wenn Du uns hier nicht nur auf die Schippe nehmen wolltest, dann hat der Vermieter allen Grund, von der vertraglichen Vereinbarung keinen Millimeter abzuweichen. Schließlich erspart Dir die Regelung eine Räumungsklage wegen vergessener Mietzahlungen.
 

LCHF

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2014
Beiträge
89
Gefällt mir
6
#39
Hilfreich insofern, dass sowas nur unter bestimmten Voraussetzungen gemacht werden darf - falls das noch keiner weiß.

Das hat ja mit dem unterschriebenen Mietvertrag nichts zu tun.
Und auf die Schippe nehmen wollte ich auch keinen. :-/

Gut, Mietzahlungen macht man ja (ich zumindest) per Dauerauftrag, eben dass sowas nicht vorkommt.

Dass ich davon jetzt nicht "wegkomme" - damit muss ich dann wohl leben.
Danke dafür und an alle, die helfen wollten.
 
Oben Unten