Miete 30€ über meiner alten Miete

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Come on Bert

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Hallo,

wollte mich gerade nochmal absichern und sehen, ob ich das richtig einschätze:

Wenn ich ohne Genehmigung der ARGe umziehe und meine neue Miete 30€ über meiner jetzigen Miete (hier ist Bruttokaltmiete der Maßstab), und 25€ über der Angemessenheitsgrenze liegt, dann wird die ARGE doch erst einmal nur für 6 Monate die neue Miete übernehmen und mich dabei auffordern erneut umzuziehen bzw. meine Kosten zu senken.

Wenn ich danach nicht umgezogen bin, wir doch nur meine alte Miete und nicht die Mietobergrenze gezahlt (es sei denn ich klage was ich wohl auch tun werde). Hk sind davon ja nicht betroffen weil hier in der Kommune die Bruttokaltmiete als Obergrenze herangezogen wird.

Mit dem Verein reden bringt nichts. Also wenn dann stelle ich die vor vollendete Tatsachen und dann werde ich zur Not die 30€ nach dem halben Jahr selber löhnen und Widerspruch gegen Bescheid einlegen.

Sehe ich den Sachverhalt richtig?

Gruß
Camembert
 

elo237

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diese 6 Monate Regel gilt nur für Menschen
die ganz neu in Hartz IV geraten

und wenn eben die Miete zu teuer ist

aber wenn man bereits in Hartz IV war
und ohne Erlaubnis umzieht
dann ist das auch das eigene Risiko

also mehr gibt es nicht

außer man hat einen oder eine zuckersüße SB
 
E

ExitUser

Gast
Bist du innerhalb derselben Gemeinde umgezogen?

Es gelten die Angemessenheitskriterien der Kommune, in der du nun wohnst.

Die 6-Monatsfrist gilt allerdings nicht, da du verpflichtet bist, dich vor Umzug über die angemessenen Mietsätze zu informieren.
 

Come on Bert

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'Bin' nicht sondern werde innerhalb der gleichen Kommune umziehen.

Also bei §22 Absatz 1 steht:

§ 22 Bedarfe für Unterkunft und Heizung
(1) Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind. Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt.

Für mich heißt das, dass nur die alte Miete und nicht die allg. Mietobergrenze bezahlt wird.
 

Come on Bert

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Das hast du richtig erkannt. Bei Umzug ohne Zustimmung des JC innerhalb der Gemeinde ist das leider so und zwar ohne Frist.

Du auch mit der Behauptung ohne Frist. Wo steht das denn?

Gesetzestext §22 Absatz 1

Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.
 

Come on Bert

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Nee, das sagt eben m.M.n. nicht alles:

Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.

Und nun?
 

Seepferdchen 2010

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Wenn ich ohne Genehmigung der ARGe umziehe u

Wenn man ohne Zustimmung des aktuellen Leistungsträgers und innerhalb dessen Zuständigkeitsbereiches umziehen will, gibt es dabei einiges zu beachten:

1. Die neue Wohnung darf nicht teurer sein als die alte, da nach § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II nach einem nicht genehmigten Umzug der Leistungsträger für die neue Wohnung nur die Kosten zahlt, die es zuvor für die alte Wohnung gezahlt hat. Hierbei wird die Warmmiete insgesamt betrachtet. Der Anspruch auf Übernahme von Betriebskostennachzahlungen für die neue Wohnung ist dabei i.d.R. ausgeschlossen.
Kostet die neue Wohnung mehr, muss man die Mehrkosten für die Zeit seines ALG II-Bezuges selbst tragen, auch wenn sie innerhalb der Angemessenheitskriterien liegen.
Dies gilt nicht, wenn man den Zuständigkeitsbereich des aktuellen Leistungsträgers verlässt oder den Wohnort wechselt, da einem eine freie Wohnortwahl zusteht.
2. Man muss mindestens 25 Jahre alt sein, denn:
- lt. § 22 Abs. 5 SGB II übernimmt sonst der Leistungsträger die Kosten der Unterkunft nicht, bis man 25 Jahre alt ist.
- lt. § 20 Abs. 3 SGB II erhält man, bis man 25 Jahre alt ist, statt der Regelleistung einer alleinstehenden Person nur die deutlich geringere einer volljährigen Person.
3. man bekommt mit Sicherheit keine Umzugskosten oder Mietkaution.

Quelle :Hartz Info
Ratgeber Umzug

Also umziehen kannst du aber da zahlst du aus der Regelleistung, hier kommt keine
Kostensenkungsaufforderung, weil du bist ohne schriftliche Zustimmung umgezogen!

Anders ist es wenn du in der jetzigen Wohnung eine Kostensenkungsaufforderung bekommst, auch hier mußt du dich an die
örtlichen Richtlinie halten, sonst gibt es keine Zusicherung.

Abgesehen davon Kaution und Umzugskosten trägst du selber.
 

Come on Bert

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@Seepferdchen

Was da steht ist totaler Humbug. Betriebskostennachzahlungen werden z.B. nur nicht übernommen, wenn die Mietobergrenze der Kommune die Warmmiete ist. Das ist aber von Kommune zu Kommune unterschiedlich.

Außerdem ist das Originaltext von Hartz****** und hat nichts mit Gesetzestext zu tun.

Merke hier aber schon, dass mich das nicht konkret wieterbringt. Auf blöde Kommentare wie von Purzelina kann ich dann auch verzichten.
 
E

ExitUser

Gast
Also bei §22 Absatz 1 steht:



Für mich heißt das, dass nur die alte Miete und nicht die allg. Mietobergrenze bezahlt wird.

Ich verstehe das jetzt nicht so ganz. Du hast Dir doch Deine Frage schon selbst beantwortet. Wenn der Umzug nicht erforderlich ist, bekommst Du an KdU höchstens das, was Du vorher bekommen hast. Selbst wenn die vorherige Miete nur 100 Euro war und die neue 120 Euro - also immer noch weit unter der angemessenen Obergrenze - bekämst Du nur 100 Euro bewilligt. Und zwar ab sofort, weil der Umzug NICHT ERFORDERLICH war.
 
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