Mietbescheinigung verbaut alle Chancen auf eine neue Wohnung!

Leser in diesem Thema...

Zara1975

Standard Nutzergruppe
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Jun 2015
Beiträge
108
Bewertungen
7
Hallo,

wir sind schon seit Monaten auf der Suche nach einer neuen Wohnung, da die Aktuelle uns auf Dauer in Punkto Nebenkosten auffressen wird und ein ruhiges Leben aufgrund diverser Nachbarn nicht mehr möglich ist. Miete ist gekürzt und die ganze Sache auch bereits vor Gericht.

Nun zu meinem Anliegen:
Die Suche gestaltet sich ohnehin schon als sehr schwer, weil es kaum noch bezahlbaren Wohnraum in unserer Gegend gibt. Kaltmiete draufzahlen müssen wir eh, ist momentan nicht anders. Ich betreibe ein Kleingewerbe und beziehe aktuell - ebenso wie mein Lebensgefährte - ALG2. Wenn uns dann wirklich mal eine Wohnung zusagt und der Vermieter weder Lohnabrechnungen, noch eine Mietschuldenfreiheitserklärung des aktuellen Vermieters verlangt (Mietschulden haben wir zwar keine, aber eine Mietminderung wird vom VM ja sehr gerne so ausgelegt!), dann bekommen wir spätestens dann eine Absage, wenn wir erwähnen, dass wir neben dem Einkommen aus selbständiger Arbeit noch ALG2 beziehen. Dies müssen wir erwähnen, weil das Jobcenter eine Mietbescheinigung verlangt. Ansonsten wird die Miete nicht bezahlt.

Ist das denn rechtens, wenn ein Mietvertrag alle relevanten Daten enthält? Wir haben weder Schulden, noch eine negative Schufa, aber die Erwähnung dieser Bescheinigung bricht uns ständig das Genick! :icon_eek: Gerade im Dorf möchte man sich ja keine "Hartzer" an Land ziehen und bei sich wohnen haben. Die Leute könnten ja reden... So ist es uns nun schon mehrfach ergangen. Hätten wir da nur die Selbständigkeit erwähnt, wäre das alles kein Problem gewesen.

Ich meine doch, mal gelesen zu haben, dass es im Gesetz nirgendwo verankert ist, dass die Vorlage einer Mietbescheinigung Voraussetzung für die Bearbeitung der KdU ist. Stimmt das oder ist die Vorlage tatsächlich Pflicht?

Es wäre wirklich super, wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Ich meine doch, mal gelesen zu haben, dass es im Gesetz nirgendwo verankert ist, dass die Vorlage einer Mietbescheinigung Voraussetzung für die Bearbeitung der KdU ist.
Stimmt, wird von den JC aber gerne ignoriert.
Und für ein Gerichtsverfahren fehlt während einer Wohnungssuche meist die Zeit.
 

Makale

1. VIP Nutzergruppe
Mitglied seit
28 Jan 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.459
Eine Mietbescheinigung ist keine Voraussetzung eine Wohnung anzumieten. Übernommen und anerkannt werden die tatsächlich anfallenden KDU, sofern diese angemessen sind. Bei euch scheint zudem ein Umzug erforderlich zu sein, so dass ich empfehle dies einfach zu machen.

Im schlimmsten Falle würde nach gerichtlicher Feststellung einer mangelnden Umzugserforderlichkeit KDU nur in bisheriger Höhe übernommen werden, sofern die neue Miete höher ist.
 

Zara1975

Standard Nutzergruppe
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Jun 2015
Beiträge
108
Bewertungen
7
Eine Mietbescheinigung ist keine Voraussetzung eine Wohnung anzumieten. .

Wir zahlen wie gesagt ohnehin an Kaltmiete drauf, weil es hier keine Wohnungen in der "festgesetzten" Höhe gibt. Das ist nicht das Problem. Es geht einzig und allein darum, dass alle VM dicht machen, wenn sie hören, dass man ergänzend ALG 2 bekommt. Und eben das wird jeder VM ja mitbekommen, wenn man diese Mietbescheinigung von ihm ausfüllen lassen muss.

Erfahrungsgemäß geht das JC halt hin und sagt, ohne Vorlage dieser Bescheinigung wird der Antrag nicht bearbeitet. Und das, obwohl ein detaillierter Mietvertrag vorliegt. Deswegen meine Frage, ob dem wirklich vom Gesetzbher so ist, oder ob sie auch mit dem Mietvertrag Vorlieb nehmen müssen.
 

Makale

1. VIP Nutzergruppe
Mitglied seit
28 Jan 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.459
Wir zahlen wie gesagt ohnehin an Kaltmiete drauf, weil es hier keine Wohnungen in der "festgesetzten" Höhe gibt.

Das ist bekannt, dass einige Jobcenter sich das Recht fernab der tatsächlichen Regelung auslegen. Einer verweigerten Antragsbearbeitung immer mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Sozialgericht begegnen. Nicht veräppeln lassen von den Vollstreckern des Unrechts.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 Nov 2010
Beiträge
26.156
Bewertungen
17.830
@Zara1975 und @Makale

mal ein Hinweis in eigener Sache, schau euch bitte mal diesen Thread an zum Thema richtiges zitieren, hier wird das Schritt für Schritt erklärt.

https://www.elo-forum.org/technisch...itung-richtiges-zitieren-beitraegen-mehr.html

Bedenke richtiges zitieren spart dem Forum Ressourcen
(Server) daher schau dir mal diesen Beitrag aus dem Forum an, hier ist
Schritt für Schritt und bildlich gut von @Texter50 erklärt zum
Thema richtiges zitieren.

Auch sollte man an die user denken die mit dem Handy in das Forum kommen und ggf.erst "ellenlang" Zitate lesen sollen.

Ich wünsche weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Zara! Warum lasst ihr den Vermieter nicht einfach, die Mietbescheinigung für einen Wohngeldantrag ausfüllen?

Der jetztige Vermieter müsste eine Bescheinigung über Mietschuldenfreiheit m.W. auch ausstellen. Das hat mit der geminderten Miete nichts zu tun.

Dass ein Vermieter keine Lohnabrechnungen fordert, ist aber auch äußerst selten. Letztendlich muss das Amt einem Umzug nicht zustimmen, wenn ihr die Folgen (keine Umzugskostenerstattung, mögliche zweitweise Deckelung der Miete) tragen könnt.

Viel Erfolg. Das ist immer nervig, so ein Umzug ...
 
Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Erfahre mehr...