Mietangebot abgelehnt - Differenz selbst zahlen?

Max555

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Ein Hallo an alle,

folgender Sachverhalt: Ich, 32, alleinstehend, möchte bei meinen Eltern ausziehen. Umzugsgenehmigung liegt vor. Habe nun ein Mietangebot beim JC eingereicht.
Das wurde - natürlich, weil die Mietobergrenzen hier von so ziemlich jedem Mietangebot gerissen werden - abgelehnt. Die Sachbearbeiterin hat mir nun zweimal versichert, dass ich die Wohnung trotzdem anmieten kann, das Jobcenter aber eben nur die angemessenen Kosten der Unterkunft (in diesem Fall 416,00 Euro zzgl. Heizkosten übernimmt). Die Differenz muss ich dann eben selbst zahlen. Mit dem Makler habe ich das auch so abgesprochen.

Da ich ja den unterschriebenen Mietvertrag vom JC noch genehmigen lassen muss, bevor die etwas zahlen, wollte ich hier nur auf Nummer sicher gehen, und fragen, ob meine Auffassung korrekt ist.

Demnach sollten die den Mietvertrag also unterschreiben und genehmigen (wie es mir ja zweimal versichert wurde), richtig?
Oder droht mir da noch mal Ungemach?

P.S.: Mir ist bewusst, das hat die Sachbearbeiterin auch gesagt, dass wenn die Mietobergrenzen überschritten werden, das JC weder die Kaution noch eine eventuelle Betriebskostennachzahlung übernimmt.
 

Wutbuerger

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Ein Hallo an alle,

folgender Sachverhalt: Ich, 32, alleinstehend, möchte bei meinen Eltern ausziehen. Umzugsgenehmigung liegt vor. Habe nun ein Mietangebot beim JC eingereicht.
Das wurde - natürlich, weil die Mietobergrenzen hier von so ziemlich jedem Mietangebot gerissen werden - abgelehnt. Die Sachbearbeiterin hat mir nun zweimal versichert, dass ich die Wohnung trotzdem anmieten kann, das Jobcenter aber eben nur die angemessenen Kosten der Unterkunft (in diesem Fall 416,00 Euro zzgl. Heizkosten übernimmt). Die Differenz muss ich dann eben selbst zahlen. Mit dem Makler habe ich das auch so abgesprochen.

Da ich ja den unterschriebenen Mietvertrag vom JC noch genehmigen lassen muss, bevor die etwas zahlen, wollte ich hier nur auf Nummer sicher gehen, und fragen, ob meine Auffassung korrekt ist.

Demnach sollten die den Mietvertrag also unterschreiben und genehmigen (wie es mir ja zweimal versichert wurde), richtig?
Oder droht mir da noch mal Ungemach?

P.S.: Mir ist bewusst, das hat die Sachbearbeiterin auch gesagt, dass wenn die Mietobergrenzen überschritten werden, das JC weder die Kaution noch eine eventuelle Betriebskostennachzahlung übernimmt.
Das Problem ist ja nicht nur die Kaution , wie sieht es mit Umzugskosten aus und den Wohnungsbeschaffungskosten wie zb Maklergebühr ? Brauchst du Erstausstattung für die Wohnung ?
Der Betrag passt eigentlich in keine Mietstufe , bei Mietstufe 5 müßte es 423,50 sein .
Welche Mietstufe gilt denn bei dir ?
Das JC unterschreibt keinen Mietvertrag , das mußt du schon selbst tun .
Wieviel mußt du denn zuzahlen , wenn 416 genehmigt wäre ? von 399 Euro kann man ja keine großen Sprünge machen , wenn da noch mal 100 Euro für Strom und Internet anfallen kann man keine 50 Euro Mietanteil tragen.
 

doppelhexe

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...
Wieviel mußt du denn zuzahlen , wenn 416 genehmigt wäre ? von 399 Euro kann man ja keine großen Sprünge machen , wenn da noch mal 100 Euro für Strom und Internet anfallen kann man keine 50 Euro Mietanteil tragen.
mal abgesehen von den mieterhöhungen, die aller paar jahre eintrudeln ...
 

Max555

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Das der mietvertrag von mir unterschrieben werden muss, ist doch klar. Es geht mir um die frage, ob das die aussage der sachbearbeiterin korrrekt ist oder ob die mir probleme machen. Weerde vor Mietvertragsunterzeichnung nochmal ruecksprache mit denen halten. Ich komme mit sehe wenig geld zu recht, da stecke ich dann lieber einen teil meines regelsatzes in die wohnung, ist mir halt besonders wichtig. Erstausstattung braechte ich nicht unbedingt. Waere mehr oder weniger vorhanden.

Es gibt doch sicher mehrere leute, die aus dem regelsatz die kdu bezuschussen....
 

Wutbuerger

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Also du hast ein Mietangebot eingereicht und eine Umzugsgenehmigung - ich hoffe alles schriftlich .
Mir haben sie mal gesagt , es müsste die Umzugsgenehmigung vorliegen und die Wohnung müsste angemessen sein .
Hast du jetzt eine Zusage auf die anerkannten Kosten , wäre ja alles klar .
Hast du keine und bleibst im gleichen Amtsbezirk zahlen sie -wenns ganz schlecht läuft - nur die bisher anfallende KDU weiter .Wenn ich das richtig erinnere.
Leider gibst du ja keine Infos zu deiner Mietstufe .
 

Buchfan

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hallo,
ich bezuschusse zwar meine miete nicht, habe aber auch 399,- regelsatz. es ist mehr als knapp, aber dank auktionshäusern und preiswerter lebensführung komme ich über die runden. ich mache mir nur jetzt schon gedanken über weihnachten. meinen enkeln möchte ich schon gern etwas schenken.

wenn du den differenzbetrag zur miete selbst zahlen kannst, dann tu es! probleme kannst du keine bekommen. es ist schließlich deine sache, wie du deinen freizeitsatz verjubelst.

ob das jedoch stimmt, dass betriebskostennachzahlungen nicht übernommen werden, wage ich zu bezweifeln. frag doch mal nach der gesetzlichen grundlage.

einen schönen abend!
 

Max555

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Was meinst du mit "mietstufe"? Ich bin single, also eine person. Ich beziehe erdt seit 2015 alg2 und wohne bisher bei.meinen eltern. Wg. Den schreiben guck ixh morgen mal.
 

Atze Knorke

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Hallo Max555,

auch dein holpriger Weg der Suche nach einer eigenen Wohnung ist mit großen Steinen gepflastert. Das Ding ist, dass die SB dich nach weißen KdU-Sand schickt, wenn sie NUR "sagt", denn das ist nicht gültig und schon gar nicht in ihren Aussagen verbindlich. :icon_evil: Die JC/SB können es sich doch leisten.

Unter JC/SGB II (nicht monetären) Bedingungen eine Wohnung anzumieten, amüsiert die Vermieter schon lange nicht mehr. Da hat sich mittlerweile das Rad gewaltig gedreht.

Das Gesetz § 22 SGB II gibt Auskunft:§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung - dejure.org

Weshalb noch einen Makler und wird der auch vom Vermieter bezahlt?
Maklerprovision Miete Wer zahlt? Wie hoch in der Regel?

Gleichzeitig ist bei "Neuvermietung" die Mietpreisbremse ein Zauberwort, doch zu beachten.

Welches Bundesland betrifft es denn? Hier kannst du nachgucken, welche Richtlinie zutrifft.
https://www.harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html

Eine Antwort zu den Mietstufen hast du zur Orientierung schon erhalten, ich ergänze:
Hauptsächlich betreffen die Mietstufen das "Wohngeld" und sind insofern für die Berechnung notwendig, wird aber mit dem SGB II gern verbandelt.

Mietstufen - Infos und Rechtsberatung

https://https://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Wohnraumfoerderung/mietenstufen_gemeinden.pdf

Letztendlich ist nichts explizit abgeklärt, es droht dir "Ungemach", weil du auf den Mietkosten samt Betriebs- und Heizkosten sitzen bleibst, die dir NICHT vom JC bezahlt werden. Weisst du überhaupt wieviel du als 1 Person an "angemessener Miete" beanspruchen darfst? Wichtig ist zu wissen, wie sieht das mit den Heizkosten, Wasserkosten (jeweils Verbrauchszähler) in der neuen Wohnung aus, welches Baujahr hat das Mietgebäude, baulicher Zustand, Außenwände, Wohnungsmängel (sind in einer Mängelliste gegenüber dem Vermieter schriftlich festzuhalten) usw.

Das der mietvertrag von mir unterschrieben werden muss, ist doch klar. Es geht mir um die frage, ob das die aussage der sachbearbeiterin korrrekt ist oder ob die mir probleme machen. Weerde vor Mietvertragsunterzeichnung nochmal ruecksprache mit denen halten. Ich komme mit sehe wenig geld zu recht, da stecke ich dann lieber einen teil meines regelsatzes in die wohnung, ist mir halt besonders wichtig. Erstausstattung braechte ich nicht unbedingt. Waere mehr oder weniger vorhanden.

Es gibt doch sicher mehrere leute, die aus dem regelsatz die kdu bezuschussen....
Nur um eine (angemessene, den JC-Vorgaben entsprechend) Wohnung zu bekommen, ist dieser Strategie, KdU-Anteile aus dem Regelbedarf zu bezahlen, gerade bezüglich der Erhöhung der Mietkosten (Mietspiegel/Betriebskosten) überhaupt nicht zustimmungswürdig! :icon_kinn:
Davon sind die Finger zu lassen, man kommt schnell in finanzielle Nöte (Schuldenfalle).:icon_stop:

Drum prüfe genau ab, was du für ein Umzugsziel verfolgst, denn eine nicht vom JC genehmigte Wohnung, ist niemals zu empfehlen. :icon_evil:
 

Wutbuerger

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Drum prüfe genau ab, was du für ein Umzugsziel verfolgst, denn eine nicht vom JC genehmigte Wohnung, ist niemals zu empfehlen. :icon_evil:
Ich schließe mich deinen Ausführungen an , bis auf den zitierten Satz .
Es müsste unterschieden werden in nicht den Richtlinien entsprechend oder vom JC nicht genehmigt ( obwohl den Richtlinien entsprechend ) , zb wenn SBchen falsche Zahlen hat . Deswegen ist es ja so wichtig sich selbst schlau zu machen .
Mir wollten sie mal eine Wohnung ablehnen , die monatlich nicht mal 5 Euro zu teuer gewesen wäre .Und keine Rede von Zuzahlung . Gut das ich trotzdem unterschrieben habe , noch beim Ausfüllen des Mietangebots kam der nächste Interessent .
Also wenn man sich einigermaßen seiner Sache sicher ist , lohnt auch eine nicht genehmigte Wohnung - zur Not über das Sozialgericht .
Der ganze Unsinn mit schlüssigem Konzept ja oder nein , oder am Markt verfügbare Wohnungen ja oder nein , kann sich gerichtlich ja Jahre hinziehen .
Ich würde aber lieber Klage erheben als auf der Strasse oder in miesen Löchern zu wohnen , nur weil es das JC gern möglichst billig hätte
 
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