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Merkwürdiger AGH- Vermittlungsvorschlag

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Disco Stu

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Meine Frau hat heute einen merkwürdigen Vermittlungsvorschlag des Jobcenters bekommen. Wir können leider damit nichts anfangen. Das ganze ist etwas diffus.

Ich habe den kompletten Brief, inkl. aller Anhänge hier als pdf angehängt.

Einmal steht hier, daß es eine Maßnahme ist. Dann wird wieder der Eindruck vermittelt, daß es sich doch um einem normale Arbeitsstelle handelt.

Es ist komisch das meine Frau so ein Vorschlag über eine Maßnahme bekommt. Sie ist eine gelernte Fleischereifachfrau und hat bis Ende Juli für ein Jahr in einem Callcenter gearbeitet. Dann war sie bis 31.12.2008 in ALG I und ist erst seit 1.1.2009 in ALG II gelandet.

Ist es dann wirklich korrekt, dass man sofort einen merkwürdige Maßnahme vermittelt bekommt?

Was sollen wir uns überhaupt unter diesem Vermittlungsvorschlag vorstellen?

Die Tätigkeit ist auch kaum beschrieben. Hat eigentlich gar nichts mit ihren Fähigkeiten zu tun.
 

Anhänge

E

ExitUser

Gast
Meine Frau hat heute einen merkwürdigen Vermittlungsvorschlag des Jobcenters bekommen. Wir können leider damit nichts anfangen. Das ganze ist etwas diffus.

Ich habe den kompletten Brief, inkl. aller Anhänge hier als pdf angehängt.

Einmal steht hier, daß es eine Maßnahme ist. Dann wird wieder der Eindruck vermittelt, daß es sich doch um einem normale Arbeitsstelle handelt.

Es ist komisch das meine Frau so ein Vorschlag über eine Maßnahme bekommt. Sie ist eine gelernte Fleischereifachfrau und hat bis Ende Juli für ein Jahr in einem Callcenter gearbeitet. Dann war sie bis 31.12.2008 in ALG I und ist erst seit 1.1.2009 in ALG II gelandet.

Ist es dann wirklich korrekt, dass man sofort einen merkwürdige Maßnahme vermittelt bekommt?

Was sollen wir uns überhaupt unter diesem Vermittlungsvorschlag vorstellen?

Die Tätigkeit ist auch kaum beschrieben. Hat eigentlich gar nichts mit ihren Fähigkeiten zu tun.

Hi,


das ist eine AGH in Entgeltvariante, das heißt, das Deine Frau dafür auch Lohn bekommt.

Deswegen sind die 38,5 Std Vollzeit auch möglich.

Sie soll den Leuten bei der Antragstellung helfen. Also Lohn für ein ganzes Jahr (danach dann wieder Hartz IV denke ich, aber was solls)
 
E

ExitUser

Gast
Das ist eine Arbeitsgelegenheit in der Entgeltvariante. Eine sozialversicherungspflichtige Stellung, die sehr bescheiden bezahlt wird (ähnlich einer ABM). Sie ist befristet und bringt deine Frau nicht in Arbeit. Diese Stelle sieht mehr sehr nach einem Call-Center aus.

Da es eine sozialversicherungspflichtige Stellung ist, kann deine Frau sie nicht ablehnen, wenn man sie nimmt. Sie kann nur hoffen, dass man sie nicht nimmt.
 

Martin Behrsing

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Es fehlt hier an hinreichender Bestimmung. Weder ist explizit ausgedrückt, dass es sich um eine Arbeitsgelegenheit handelt, noch gibt es Angaben zum Gehalt.

AGH muss keiner kennen.

Du kannst folgendes machen, wenn es nun absolut kein Interesse gibt:
1.Eine ganz normale Bewerbung schreiben, sich darüber freuen, dass eine sozialversicherungspflichtige Stelle angeboten wird. Und dann die Gehaltsvorstellungen von selbst rein schreiben. Also nicht unter 26.000 p.A. .

2. Dem Vorschlag widersprechen und mitteilen, dass man an unseriösen Angeboten, die nicht hinreichend bestimmt ist kein weiteres Interesse hätte. Es wäre dem JobCenter zu zumuten, dass er sich bei Vermittlungsangeboten etwas mehr Mühe geben würde.
 

Sissi54

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Hallo Disco Stu !

Auf dem Vorschlag ist noch der Namen des SB zu lesen ! :icon_evil:

Es ist deutlich herauszulesen, AGH-EntgeltV, unter "Stellenbeschreibung"
 

Martin Behrsing

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Habe die Anhang mal raus genommen, da ein Name von einer SB zu lesen war.
 

Disco Stu

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Sorry, habe das übersehen.

Habe den Anhang noch mal korrigiert und angehängt.
 

Mario Nette

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Der Träger ist bekannt - Callcenter wird das wohl nicht sein.

Mario Nette
 

ethos07

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Eindrücke (!) von extern zu dieser Firma aus 2007

Diese gGmBH ist wohl sehr eng mit dem JobCenter verbunden - fast so etwas wie eine (halb?)privatisierte Aussenstelle:
- es wird beim Ausfüllen der Anträge geholfen;
teilweise wurden m.W. sogar Neuanträge im Jobcenter nur angenommen, nachdem man den Antrag dort durchchecken ließ;
- es werden Beratungen zu unklaren Bescheiden etc. durchgeführt
- es werden dort die Bestätigungen für die GEZ gestempelt.
Dabei werden auch die gesamten Anträge über sieben Ecken hin - und hergetragen - und möglicherweise dabei sogar kopiert? (wenig Datenschutzbewusstsein)
- Es sollen dort auch die (ein Teil der?) statistische Auswertungen des Jobcenters für die BA gemacht werden.
(Das wäre sicherlich datenschutzrechtlich bedenklich . Zumal ABM-Kräften dabei ja an die Sozialdaten ihre 'Nachbarn' kämen. Datenmissbrauch/verkauf wäre so Tür und Tor geöffnet wäre.)

Die Mitarbeiterinnen im Eingangsbereich des Jobcenters haben teilweise vorher ebenfalls dort gearbeitet. Ebenfalls wohl auf ABM, wie bisher dort wohl alle. Sozusagen Einarbeitung auf ABM-Basis.
Es wurde sich auch über Absenkungen des ABM-Entgelts bei Bequit beklagt.
Die beschäftigten ABM-Kräfte machten einen insgesamt frustrierten Eindruck. Teilweise langweilten sie sich auch offenkundig. Dass muss aber nichts Untypisches heissen, da dies ja eigentlich fast überall bei Trägern so ist: es ist eine Beschäftigung meist fern vom eigenen Berufsweg und ohne irgendeine weitere Perspektive.... Die meisten ABM-Kräfte hatten gute Ausgangsqualifikationen & waren über 40.
Aber bei einer Stellenvermittlung müsste ja doch wohl eine richtige Stelle und nicht sowas angeboten werden, nicht wahr?! ;-)


http://www.bequit.de/servicebueros.htm
 

Martin Behrsing

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Ichh würd es so machen, wie schon beschrieben. Einfach ahnunglos stellen. wer weiß schon was eine AGH (hä?) ist und sich über eine gute dotierte Stelle freuen oder em Ganzen widersprechen.
 

Mario Nette

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Die von ethos zitierte Schildung mag ich mal so untermauern: Als ich vor über einem Jahr Sorgen mit dem Jobcenter hatte, wurde mir auch sofort im Empfangsbereich des Jobcenters ein Flyer für BeQuit in die Hand gedrückt.

Mario Nette
 
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