Merkwürdige Verlängerung , volle EM - Rente (1 Betrachter)

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Zeitrentner

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Hallo zusammen,

ich habe heute meine volle Erwerbsminderungsrente , die ich seit 1.09.2010 - 31.05.2013 bewilligt hatte , verlängert bekommen , ab dem 1.06.2013 - 31.05.2015.

In dem Bescheid sind jedoch 2 Punkte angekreuzt , die sich sehr widersprechen:


1.) Die Rente läuft mit Ablauf des Monats 05/2015 weg , ohne daß es eines besonderen Entziehungsbescheides bedarf ,
weil Sie nach unserer Feststellung ( hatte keinen Gutachter ) , in der Lage sind , unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Stunden täglich erwerbstätig zu sein und der Anspruch daher auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist ( § 102 Abs. 2 SGB VI )
Wir bitten sie , uns jede Aufnahme einer Beschäftigung oder Tätigkeit unverzüglich mitzuteilen.


Und dann wird das hier angekreuzt:

2.) Im Zusammenhang mit ihrem Rentenantrag haben wir geprüft , ob die Minderung ihrer Erwerbsfähigkeit durch eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation abgewendet werden kann.
Unser sozialmedizinischer Dienst hat eine dauerhafte erhebliche Minderung ihres Leistungsvermögens festgestellt. Rehabilitationsleistungen zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung sind nicht erfolgsversprechend , weil von einer Widereingliederung in das Erwerbsleben nicht auszugehen ist.
Es können jedoch Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung , Überwindung oder Minderung von Pflegebedürftigkeit erforderlich sein.
Wir empfehlen ihnen , sich hierzu an ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden.



Also ich verstehe das nicht so ganz , auf der einen Seite soll ich 3 Stunden und mehr arbeiten können , und dann wird gesagt das nicht von einer Widereingliederung ins Erwerbsleben auszugehen ist.

Was soll das ?
 

Muzel

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Ich würde mit dem Brief zu einem Versicherungsältesten gehen. Der Inhalt des Schreibens hört sich für mich auch widersprüchlich an.
 

Zeitrentner

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Ich würde mit dem Brief zu einem Versicherungsältesten gehen. Der Inhalt des Schreibens hört sich für mich auch widersprüchlich an.
Ich setze mich mit dem VDK in Verbindung , habe gute Erfahrung damit und einen kompetenten Rechtsbeistand.
Werde euch berichten , was der dazu meint.

Ach was mir noch ausgefallen ist , ist folgendes und ebenso verrückt. Laut dem Bescheid soll ich mindestens 3 Stunden erwerbsfähig sein. Das paßt ja wohl kaum zu einer vollen Erwerbsminderung auf Zeit.
 

Doppeloma

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Hallo Zeitrentner,

eigentlich ist alles ganz einfach, du bekommst eine sogenannte Arbeitsmarktrente.

1.) Die Rente läuft mit Ablauf des Monats 05/2015 weg , ohne daß es eines besonderen Entziehungsbescheides bedarf ,
weil Sie nach unserer Feststellung ( hatte keinen Gutachter ) , in der Lage sind , unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Stunden täglich erwerbstätig zu sein und der Anspruch daher auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist ( § 102 Abs. 2 SGB VI )
Was stand denn in deinem ersten EM-Rentenbescheid drin, war da auch die Einschränkung angegeben, dass die volle EM-Rente nicht nur auf Grund deiner gesundheitlichen Einschränkungen gezahlt wird ???

Auf der ersten Seite steht immer, dass es eine Volle EM-Rente sei, wenn auch die volle EM-Rente ausgezahlt wird, das ist bei mir auch so ... habe allerdings zusätzlich einen separaten Bescheid, über die teilweise EM-Rente unbefristet erhalten.

Es gibt aber (bei mir) einen weiteren Bescheid, der ebenfalls den Hinweis auf die Arbeitsmarktlage enthält und auch, dass die volle EM-Rente auf Zeit nach dem Ablauf eingestellt wird, ohne Extra-Bescheid.

Ich würde dann allerdings "automatisch" wenigstens die Halbe EM-Rente weiterhin erhalten, bei dir ist offenbar die gesamte EM-Rente zeitlich befristet (die Teilweise und die Volle) und endet zum angegebenen Zeitpunkt, wenn sie nicht auf Antrag erneut (komplett) verlängert wird. :confused:

Ob es aktuell Sinn macht dagegen vorzugehen weiß ich nicht, denn die Voll-EM-Rente (unter 3 Stunden) wird man dir wohl deswegen nicht bewilligen, für diese Feststellung (Teilrente) braucht man nicht unbedingt extra zum Gutachter...

Das wäre wohl eher der Fall wenn aus der (anerkannten) Teilweisen EM (3 - unter 6 Stunden) + Arbeitsmarkt-Anteil eine volle EM-Rente, wegen EM unter 3 Stunden werden soll. :icon_kinn:

2.) Im Zusammenhang mit ihrem Rentenantrag haben wir geprüft , ob die Minderung ihrer Erwerbsfähigkeit durch eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation abgewendet werden kann.
Unser sozialmedizinischer Dienst hat eine dauerhafte erhebliche Minderung ihres Leistungsvermögens festgestellt. Rehabilitationsleistungen zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung sind nicht erfolgsversprechend , weil von einer Widereingliederung in das Erwerbsleben nicht auszugehen ist.
Das liest sich erstmal widersprüchlich, aber, es soll dir eigentlich nur sagen, dass man dir (seitens der DRV) keine Reha mehr bewilligen wird, um deine Minderung des Leistungsvermögens "beseitigen zu wollen/können" ...

Mehr Rente bekommst du ja auch nicht, wenn du jetzt dagegen vorgehen würdest, diese (geschickte) Wortwahl besagt aber nicht eindeutig, dass man dich für VOLL erwerbsgemindert hält und die fragliche Wiedereingliederung (auch Teilzeit) gleicht man ja aktuell mit der Voll-Rente auf Zeit aus.

Letztlich würde die EM-Rente ohne diesen Arbeitsmarktanteil auch nichts ändern für dich, denn eine Volle EM-Rente unbefristet bekommt man so schnell nicht, das hängt auch ein wenig vom Alter ab und von der bisherigen EM-Rentenzeit.

Es können jedoch Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung , Überwindung oder Minderung von Pflegebedürftigkeit erforderlich sein.
Wir empfehlen ihnen , sich hierzu an ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden.
Diesen Bescheid könntest du bei deiner KK vorlegen, wenn du eine med. Reha beantragst und die lehnen das mit Verweis auf die Zuständigkeit der DRV ab. :icon_daumen:

Niemand kann dich hindern Widerspruch einzulegen gegen diesen Bescheid, ob es irgendwas ändern wird weiß ich nicht, ich muß auch demnächst den Verlängerungs-Antrag stellen, meine Volle Zeitrente geht aktuell bis Juli.

MfG Doppeloma
 

Muzel

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Liebe Doppeloma!
Kansst du mir erklären, was dieser Satz aus dem Beschdied der TE zu bedeuten hat?
"Es können jedoch Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung , Überwindung oder Minderung von Pflegebedürftigkeit erforderlich sein.
Wir empfehlen ihnen , sich hierzu an ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden."
 

seadog

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"Es können jedoch Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung , Überwindung oder Minderung von Pflegebedürftigkeit erforderlich sein.
Wir empfehlen ihnen , sich hierzu an ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden."[/QUOTE]

ich würde das so interpretieren...Du bist sehr krank und bevor es schlimmer wird und die Pflegestufen greifen, ist es in den "Augen" der DRV sinnvoll eine Reha zu beantragen, bei der Krankenkasse, wegen der Kosten.
 

Muzel

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Seadog, so verstehe ich das eigentlich auch. Die TE ist so krank, dass sie für eine Reha der DRV viel zu krank ist. Deshalb sollte sie dringend in eine stationäre Akuttherapie, die die KK bezahlt, begeben, denn sonst droht eine Pflegestufe. Genau der selbe Mensch bekommt aber Arbeitsmarktrente und soll sich ganz dringend um die Teilzeitstelle bemühen. Für mich pass das überhaupt nicht.
 

Doppeloma

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Hallo Muzel,

"Es können jedoch Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung , Überwindung oder Minderung von Pflegebedürftigkeit erforderlich sein.
Wir empfehlen ihnen , sich hierzu an ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden."
Das heißt nichts weiter, als dass sich die Rentenkasse dafür als Kostenträger nicht mehr zuständig fühlt.
Denn die (volle) Erwerbsfähigkeit kann ja (aus Sicht der DRV) nicht wieder hergestellt werden und nur dafür sind die DRV-Rehas vorgesehen.

Die TE ist so krank, dass sie für eine Reha der DRV viel zu krank ist.
Davon steht da aber NIX, dann würde man die TE sicher nicht noch für teilweise Erwerbsfähig halten und (nur) eine Arbeitsmarktrente bewilligen. :icon_evil:

Die DRV zahlt eben med. Reha nur dann, wenn es um Einsparung von Renten-Geldern geht, muss sie sowieso schon EM-Rente zahlen, sieht sie dafür kein Erfordernis mehr.
Zum aktuellen Gesundheitszustand sagt das für sich genommen erst mal gar nichts aus.

Deshalb sollte sie dringend in eine stationäre Akuttherapie, die die KK bezahlt, begeben, denn sonst droht eine Pflegestufe.
OHHH, bitte nichts hineininterpretieren, was damit gar nicht gemeint ist, eine Reha ist auch bei der KK KEINE Akut-Therapie, sondern eine vorbeugende Stabilisierungs-Maßnahme.

Es ist üblich, dass auch Rentner (auch Altersrentner) zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit eine Reha bei der KK beantragen können, das ist dann ein ähnlicher Ablauf (Physiotherapien/Sport/Gymnastik/psychologische Betreuung usw.) wie in einer DRV-Reha.

Nur dient das dann eben nicht mehr der Wiederherstellung von Arbeitsfähigkeit /Erwerbsfähigkeit, sondern soll dazu beitragen, dass die Leute möglichst spät (am Besten gar nicht) in Pflegeheimen landen oder Pflegedienstleistungen zu Hause in Anspruch nehmen müssen.

Denn das MUSS ALLES die KK bezahlen und nicht die DRV, sollte der TE also eine solche Leistung mal in Anspruch nehmen wollen (wann auch immer), könne ihm das nur noch die KK bewilligen.

Genau der selbe Mensch bekommt aber Arbeitsmarktrente und soll sich ganz dringend um die Teilzeitstelle bemühen.
Davon steht da auch NIX, dass man sich selber um eine Teilzeitstelle bemühen MUSS, darum bekommt man ja die Volle EM-Rente gezahlt, weil es entsprechende (leidensgerechte) Teilzeitarbeitsplätze aktuell nicht gibt.
Hier müßte die AfA aktiv werden und zunächst der DRV mitteilen welchen konkreten (passenden /machbaren) Teilzeit-Arbeitsplatz man dem Zeitrentner so anbieten könnte...mir ist nicht bekannt, dass sowas schon jemals passiert ist, wenn jemand die Arbeitsmarktrente bekommen hat... :icon_evil:

Warum man sich dieses merkwürdige Konstrukt mal ausgedacht hat, kann ich dir auch nicht erklären, aber mir ist es inzwischen auch egal, ich bekomme die VOLL-Rente jeden Monat auf mein Konto und nur das zählt noch für mich.

Ich glaube übrigens nicht, dass ich sobald zum Pflegefall werden könnte, ein Reha-Antrag bei der KK steht also vorläufig noch nicht auf dem Plan bei mir, habe meinen Bescheid gerade nicht zur Hand, aber ich denke mal da steht sowas auch in der Art drin.

Für mich pass das überhaupt nicht.
Das passt schon, denn es soll ja nur ein Hinweis auf den dann zuständigen Ansprechpartner /Kostenträger sein, wenn man mal beabsichtigt eine med. Reha zu beantragen ...

Es mag ja auch jüngere EM-Rentner geben, wo man (bei der DRV) noch Hoffnung haben könnte, die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen nach einer Zeitrente, dafür (Teilhabe am Arbeitsleben) wäre dann auch wieder die DRV zuständig.

Ich glaube die Redewendungen in den amtlichen Bescheiden sollte man immer mit Vorsicht genießen und nicht gleich das Schlimmste draus machen ...seit Jahren wird ja angekündigt, die Bescheide der DRV leichter verständlich für den Laien zu formulieren, NUR WANN das mal sein wird, hat noch Keiner bekannt gegeben. :confused:

LG von der Doppeloma :icon_knutsch:
 

Zeitrentner

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Hallo Zeitrentner,

eigentlich ist alles ganz einfach, du bekommst eine sogenannte Arbeitsmarktrente.



Was stand denn in deinem ersten EM-Rentenbescheid drin, war da auch die Einschränkung angegeben, dass die volle EM-Rente nicht nur auf Grund deiner gesundheitlichen Einschränkungen gezahlt wird ???

Auf der ersten Seite steht immer, dass es eine Volle EM-Rente sei, wenn auch die volle EM-Rente ausgezahlt wird, das ist bei mir auch so ... habe allerdings zusätzlich einen separaten Bescheid, über die teilweise EM-Rente unbefristet erhalten.

Es gibt aber (bei mir) einen weiteren Bescheid, der ebenfalls den Hinweis auf die Arbeitsmarktlage enthält und auch, dass die volle EM-Rente auf Zeit nach dem Ablauf eingestellt wird, ohne Extra-Bescheid.

Ich würde dann allerdings "automatisch" wenigstens die Halbe EM-Rente weiterhin erhalten, bei dir ist offenbar die gesamte EM-Rente zeitlich befristet (die Teilweise und die Volle) und endet zum angegebenen Zeitpunkt, wenn sie nicht auf Antrag erneut (komplett) verlängert wird. :confused:

Ob es aktuell Sinn macht dagegen vorzugehen weiß ich nicht, denn die Voll-EM-Rente (unter 3 Stunden) wird man dir wohl deswegen nicht bewilligen, für diese Feststellung (Teilrente) braucht man nicht unbedingt extra zum Gutachter...

Das wäre wohl eher der Fall wenn aus der (anerkannten) Teilweisen EM (3 - unter 6 Stunden) + Arbeitsmarkt-Anteil eine volle EM-Rente, wegen EM unter 3 Stunden werden soll. :icon_kinn:



Das liest sich erstmal widersprüchlich, aber, es soll dir eigentlich nur sagen, dass man dir (seitens der DRV) keine Reha mehr bewilligen wird, um deine Minderung des Leistungsvermögens "beseitigen zu wollen/können" ...

Mehr Rente bekommst du ja auch nicht, wenn du jetzt dagegen vorgehen würdest, diese (geschickte) Wortwahl besagt aber nicht eindeutig, dass man dich für VOLL erwerbsgemindert hält und die fragliche Wiedereingliederung (auch Teilzeit) gleicht man ja aktuell mit der Voll-Rente auf Zeit aus.

Letztlich würde die EM-Rente ohne diesen Arbeitsmarktanteil auch nichts ändern für dich, denn eine Volle EM-Rente unbefristet bekommt man so schnell nicht, das hängt auch ein wenig vom Alter ab und von der bisherigen EM-Rentenzeit.



Diesen Bescheid könntest du bei deiner KK vorlegen, wenn du eine med. Reha beantragst und die lehnen das mit Verweis auf die Zuständigkeit der DRV ab. :icon_daumen:

Niemand kann dich hindern Widerspruch einzulegen gegen diesen Bescheid, ob es irgendwas ändern wird weiß ich nicht, ich muß auch demnächst den Verlängerungs-Antrag stellen, meine Volle Zeitrente geht aktuell bis Juli.

MfG Doppeloma
Hallo Doppeloma , vielen Dank erst mal für Deine Antwort.
Ja es ist so , das ich bei dem ersten Rentenantrag den Vermerk hatte , das meine Rente auch vom Arbeitsmarkt abhängt. Allerdings war ich da nicht über 3 Stunden arbeitsfähig , was nun laut Rentenversicherung der Fall sein soll , aber mir gar nicht möglich ist.
Ich habe es immer so verstanden , das eine volle Erwerbsminderungsrente nur bei einer Arbeitsfähigkeit von unter 3 Stunden gezahlt wird.
Dies wurde mir auch vor meiner ersten Bewilligung , seitens der vorher stattgefundenen Reha bestätigt.
Meine Befürchtung und Sorge ist halt , das die Rentenversicherung , aufgrund dessen , das ich jetzt auf einmal über 3 Stunden arbeitsfähig sein , versucht mich Stück für Stück wieder als gesund hinzustellen , um beim nächsten Rentenantrag nur noch eine Teilweise Rente zu bescheinigen.
Ich dürfte diesbezüglich aber kaum ein Einzelfall sein , der auf einmal wieder über 3 Stunden arbeitsfähig ist , denn auf dem Bescheid ist die Aussage über 3 Stunden arbeitsfähig zu sein , fest verankert zum ankreuzen.
Mir kommt das vor , wie eine neue Taktik der Rentenversicherung , die Erwerbsminderungsrentner Stück für Stück wieder los zu werden und an die Arge oder ins Nichts zu verweisen, denn eines ist außer Frage , laut dem Bescheid kann ich angeblich wieder über 3 Stunden arbeiten.
Mein Hirn ist jedenfalls zu klein das zu verstehen.

Eines würde mich noch interessieren. Du sagtest , dass Du die telweise EM-Rente weiterhin unbefristet bekommen würdest , laut einem extra Bescheid. Kam das einfach so , oder hast Du das extra beantragt ?
Wie macht man das am besten , die teilweise Rente fest zu erhalten. Blöde Frage , ich weiß , aber ich muß erst mal langsam mein Hirn wieder sortieren , habe sehr unter dem ganzen Rentenweiterbewilligungskram gelitten , dieses zittern war sehr schlecht für meine Gesundheit .
 

Zeitrentner

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Ich setze mich mit dem VDK in Verbindung , habe gute Erfahrung damit und einen kompetenten Rechtsbeistand.
Werde euch berichten , was der dazu meint.

Ach was mir noch ausgefallen ist , ist folgendes und ebenso verrückt. Laut dem Bescheid soll ich mindestens 3 Stunden erwerbsfähig sein. Das paßt ja wohl kaum zu einer vollen Erwerbsminderung auf Zeit.

Wie versprochen , berichte ich von meinem Gespräch mit dem VDK:

also , es sieht so aus , dass sich nichts für mich ändert , brauche mich nicht bei dem Arbeitsamt melden , lediglich rechtzeitig vor Ablauf der Rente muß ich diese neu beantragen.
Des weiteren wurde mir 100% versichert , dass im Falle , dass die Rente nicht mehr verlängert wird , ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht , der sich während der Rentenzeit aufbaut. ( Ich war vor beginn der Rente zwar einen Monat in Hartz 4 gerutscht , aber diese wurde rückwirkend gewährt , die Rentenrückzahlung , an Arge und Arbeitsamt für die Überschneidungszeit zurückbezahlt)
Da ich somit Anspruch auf mindestens 1 Jahr Arbeitslosengeld habe , stehen mir auf jeden Fall mal drei sorgenfreie Jahre mit der Rentenzeit bevor und ich kann das beste aus meine Gesundheit machen, ohne diese verdammte Ungewißheit , wie es weiter geht.
 

Muzel

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Liebe Doppeloma!
Danke für die ausführliche Erklärung.
Mich tröstet nur, dass die Behörden aus ihren Schreiben untereinander auch nicht schlau werden.
"Es liegt uns zwar bereits eine dreiseitige Bruttonachberechnung der
Entgelte vor, jedoch ist diese für unsere Zwecke schwer nachvollziehbar. Anlagen: 3 x R5406"
Diesen Brief hat die DRV an mich mit der Bitte ihn an meinen ehemaligen AG (LBV) weiterzuleiten geschickt.
 

Doppeloma

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Hallo Zeitrentner,

schön wenn ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen konnte ...

Ja es ist so , das ich bei dem ersten Rentenantrag den Vermerk hatte , das meine Rente auch vom Arbeitsmarkt abhängt. Allerdings war ich da nicht über 3 Stunden arbeitsfähig , was nun laut Rentenversicherung der Fall sein soll , aber mir gar nicht möglich ist.
Weiß du, ich selber weiß auch, dass ich nicht mehr regelmäßig arbeiten könnte (zwischen 3 und unter 6 Stunden), solange es Niemand von mir verlangt streite ich mich darum aber nicht mehr...

Der Hinweis (im ersten Renten-Bescheid) auf die "Arbeitsmarkt"-bedingte EM-Rente sagt das für sich gesehen aber bereits KLAR aus, es braucht nicht nochmal extra dabeistehen.
Bei einer (von der DRV anerkannten) Vollen EM-Rente (wegen Leistungsfähigkeit unter 3 Stunden) steht NIX von einer Einschränkung wegen der Arbeitsmarktlage drin. :icon_evil:

Als Vergleich habe ich ja noch den EMR-Bescheid von meinem Männe, der bekommt (unbefristet) die VOLLE-EM-Rente, ein Bezug zum Arbeitsmarkt wird da gar nicht mehr erwähnt.

Ich habe es immer so verstanden , das eine volle Erwerbsminderungsrente nur bei einer Arbeitsfähigkeit von unter 3 Stunden gezahlt wird.
Das stimmt aber so nicht, die Volle EM-Rente wird eben auch gezahlt wenn man eigentlich noch Teilzeit arbeiten gehen müßte /sollte, aber den gesundheitlich geeigneten (Teilzeit-) Arbeitsplatz (auf dem aktuellen Arbeitsmarkt) nicht bekommen kann.

So ist das bei dir aktuell und bei mir auch, gäbe es genügend leidensgerechte, versicherungspflichtige Teilzeitstellen (für EM-Teilrentner) dann würde uns die DRV KEINE Volle EM-Rente zahlen ...
Dieser Teilzeitarbeitsmarkt gilt aber zur Zeit (für uns) als "verschlossen" und weil wir eben nicht mehr ALLES machen können (auch nicht Teilzeit), bekommen wir deswegen (auf Zeit) die Volle EM-Rente gezahlt (mit dieser Einschränkung im Bescheid).

Dies wurde mir auch vor meiner ersten Bewilligung , seitens der vorher stattgefundenen Reha bestätigt.
Was in der Reha bestätigt wurde, muss die DRV aber nicht in einer EM-Renten-Bewilligung umsetzen, ich kenne einige Leute, die haben einen entsprechnden Reha-Bericht (kein Leistungsvermögen mehr) und die EM-Rente wurde trotzdem komplett abgelehnt ... :icon_neutral:

Das muss man wirklich nicht alles verstehen können, nicht die Reha-Klinik entscheidet, ob es Rente gibt sondern NUR die DRV...

Meine Befürchtung und Sorge ist halt , das die Rentenversicherung , aufgrund dessen , das ich jetzt auf einmal über 3 Stunden arbeitsfähig sein , versucht mich Stück für Stück wieder als gesund hinzustellen , um beim nächsten Rentenantrag nur noch eine Teilweise Rente zu bescheinigen.
Du bekommst ja aktuell schon (theoretisch) nur eine teilweise EM-Rente, der Rest beruht (seit Beginn deiner EM-Rente schon!!!) auf der Lage am Arbeitsmarkt und wenn die sich nicht ändert (bis zur nächsten Verlängerung) passiert da gar NICHTS, die Volle EM-Rente wird wieder wegen der Arbeitsmarktlage verlängert ... :icon_evil:

Das geht also gar nicht, da müßte man dich schon für komplett "gesund" erklären und die EM-Rente bei der nächsten Verlängerung komplett ablehnen, dagegen kannst und solltest du dann unbedingt Widerspruch einlegen. :icon_daumen:

Ich dürfte diesbezüglich aber kaum ein Einzelfall sein , der auf einmal wieder über 3 Stunden arbeitsfähig ist , denn auf dem Bescheid ist die Aussage über 3 Stunden arbeitsfähig zu sein , fest verankert zum ankreuzen.
Siehe oben, das war schon immer so, seit deiner ersten Bewilligung, du hast es nur nicht bemerkt, weil dir die Volle EM-Rente gezahlt wurde... daran ist NIX neu, das machen die seit der Rentenreform 2001 schon so...

Eines würde mich noch interessieren. Du sagtest , dass Du die telweise EM-Rente weiterhin unbefristet bekommen würdest , laut einem extra Bescheid. Kam das einfach so , oder hast Du das extra beantragt ?
Das war ein Vergleich mit der DRV am Sozialgericht, so haben die mir das vorgeschlagen (denn die Volle EM (unter 3 Stunden) wollten sie mir auch nicht geben), man bewilligte mir also zunächst die Teilweise EM-Rente (separat bis zur Altersrente) und mußte dann aber auch auf die Vollrente (befristet) "aufstocken", wegen der Arbeitsmarktlage ... :icon_daumen:

Wie macht man das am besten , die teilweise Rente fest zu erhalten.
Ich selber habe da gar nichts gemacht, ich nehme an denen blieb (auf richterliche Anweisung ???) Nichts Anderes übrig, denn zumindest die teilweise EM auf Dauer war auch von den gerichtlichen Gutachtern festgestellt worden... da ging das wohl nicht mehr anders ... :cool:

Bis später!

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo Zeitrentner,

Wie versprochen , berichte ich von meinem Gespräch mit dem VDK:
Na da schau ich mal was man dir da so Interessantes erzählt hat ...

also , es sieht so aus , dass sich nichts für mich ändert , brauche mich nicht bei dem Arbeitsamt melden , lediglich rechtzeitig vor Ablauf der Rente muß ich diese neu beantragen.
Das hätte ich dir auch sagen können, was sollst du denn als Voll-EM-Rentner bei der AfA (Arbeitsamt ;-) gibt es nicht mehr), es ist nicht deine Aufgabe dir einen (Teilzeit-) Job zu besorgen, damit man dir die Voll-Rente wegnehmen kann... :icon_evil:

Des weiteren wurde mir 100% versichert , dass im Falle , dass die Rente nicht mehr verlängert wird , ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht , der sich während der Rentenzeit aufbaut. ( Ich war vor beginn der Rente zwar einen Monat in Hartz 4 gerutscht , aber diese wurde rückwirkend gewährt , die Rentenrückzahlung , an Arge und Arbeitsamt für die Überschneidungszeit zurückbezahlt)
Und über diese "Brücke" würde ich an deiner Stelle zu 100% NICHT gehen wollen ... schau bitte in deinen Bescheid rein, ob dafür Beiträge an die AfA abgeführt werden. :icon_kinn:

Ohne Beiträge gibt es keinen Anspruch auf ALGI nach einer Zeitrente und die werden nur gezahlt wenn man direkt aus dem ALG I in eine EM-Rente auf Zeit gegangen ist.

Aus meiner Renten-Nachzahlung wurde auch noch was an die AfA erstattet, allerdings noch viel mehr an das JobCenter, wo ich (vor der Rentenbewilligung) auch noch fast 2 Jahre "verbringen" durfte, da entsteht KEIN Anspruch mehr auf ALGI ...:icon_evil:

Da ich somit Anspruch auf mindestens 1 Jahr Arbeitslosengeld habe , stehen mir auf jeden Fall mal drei sorgenfreie Jahre mit der Rentenzeit bevor und ich kann das beste aus meine Gesundheit machen, ohne diese verdammte Ungewißheit , wie es weiter geht.
Ich denke mal zur Frage der (eventuellen) Nahtlosigkeit (§ 145 SGB III) nach Ende deiner aktuellen Befristung, der EM-Rente solltest du dich besser durch die AfA beraten lassen.

Meines Wissens entfällt dieser Anspruch komplett, wenn man zum Zeitpunkt der Bewilligung (!!!) der EM-Rente bereits im Bezug von ALGII /SGB II gewesen ist ...:icon_neutral:
Die Dauer des Hartz 4- Bezuges ist dafür nicht entscheidend, diese Tatsache genügt bereits, dass von der DRV (aus der EM-Rente) keine Beiträge mehr zum Aufbau eines neuen Anspruches an die AfA entrichtet werden.

Auf die Auskunft des VDK dazu würde ich mich jedenfalls nicht verlassen, was die AfA betrifft sind die nicht immer auf dem aktuellen Stand.

MfG Doppeloma
 

Jürgen

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Das stimmt aber so nicht, die Volle EM-Rente wird eben auch gezahlt wenn man eigentlich noch Teilzeit arbeiten gehen müßte /sollte, aber den gesundheitlich geeigneten (Teilzeit-) Arbeitsplatz (auf dem aktuellen Arbeitsmarkt) nicht bekommen kann.

So ist das bei dir aktuell und bei mir auch, gäbe es genügend leidensgerechte, versicherungspflichtige Teilzeitstellen (für EM-Teilrentner) dann würde uns die DRV KEINE Volle EM-Rente zahlen ...
Dieser Teilzeitarbeitsmarkt gilt aber zur Zeit (für uns) als "verschlossen" und weil wir eben nicht mehr ALLES machen können (auch nicht Teilzeit), bekommen wir deswegen (auf Zeit) die Volle EM-Rente gezahlt (mit dieser Einschränkung im Bescheid).

MfG Doppeloma
Gut erklärt..danke :icon_daumen:
 

Piratin007

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hallo..ich befinde mich ebenfalls im "standby-Betrieb"..und erhalte die Arbeitsmarktrente, obwohl ich Teilzeit arbeitsfähig bin. Der Witz an der Sache ist, dass man qualifizierungstechnisch gesehen dann voll auf dem Abstellgleis steht. Die Rentenversicherung hat bekanntlich ihre eigenen Angebote, die allesamt nur dem reinen Selbsterhalt dieser Einrichtungen dienen. Gerade bei psychischen Erkrankungen - die ja gewissen Schwankungen unterworfen sind - wird die Tatsache ignoriert, dass es sich um chronische Erkrankungen handelt. Deshalb ist es auch nicht nachvollziehbar, dass man nach Beendigung einer sogenannten Trainingsmaßnahme automatisch aus dem Rentenbezug rausfällt. Defacto hat man keinerlei Bildung erworben (ich weiß, wovon ich spreche) und man ist plötzlich in deren Augen "spontan geheilt". Wünschenswert wäre diesbezüglich eine Möglichkeit, z.B. ein persönliches Budget etc., dass man dann selbst für Bildung investieren kann und trotzdem weiterhin die Rente erhält. Sonst nützt es auch nichts, wenn sich der Teilzeit-Arbeitsmarkt wieder öffnet und man nicht reingelassen wird, weil man nun mal nicht ausreichend qualifiziert ist. Dieses Schwarz/Weiß Denken muss sich ändern.:icon_neutral: Grüße aus dem Osten!
 

Doppeloma

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Hallo Piratin007,

deine Kritk an den mangelhaften Möglichkeiten von Weiterbildung für die EM-Teilrentner ist sicher nich unberechtigt, mit den von dir erwähnten speziellen Maßnahmen habe ich keine Erfahrungen.

Die Weiterbildung/Qualifizierung an die aktuellen Arbeitsmarkt-Anforderungen, ist aber vielfach genau das Problem bei psychisch kranken Teilrentnern.

Dass die DRV der Ansicht ist (mit dieser Bewilligung einer Teilrente), man sei (theoretisch) noch gesundheitlich in der Lage auf dem Teilzeitmarkt zu arbeiten, nur gäbe es "leider" keine passenden Stellen, ist doch schon eine Behauptung, die durch tatsächliche Teilzeitbeschäftigung (überwiegend) gar nicht bestätigt wird (werden kann).

Auch für eine Weiterbildung muß man in gewissen Ausmaß belastbar sein (physisch und psychisch) und wann soll diese Bildungsphase beginnen, wenn die Unterbringung auf dem Arbeitsmarkt (und somit die Anwendung dieser erworbenen Kenntnisse) für unbestimmte Zeit nicht möglich ist ... :confused:

Sonst nützt es auch nichts, wenn sich der Teilzeit-Arbeitsmarkt wieder öffnet und man nicht reingelassen wird, weil man nun mal nicht ausreichend qualifiziert ist.
Ganz ehrlich glaube ich (persönlich) vorläufig nicht mehr an diese Öffnung des Teilzeit-Arbeitsmarktes für Rentner mit teilweiser EM-Rente, es ist aber (für die DRV) eine gute Möglichkeit die Leute immer irgendwie "in der Renten-Warteschleife" zu halten, denn eine Arbeitsmarktrente gibt es ja IMMER NUR befristet auf höchstens 3 Jahre, die wird niemals "dauerhaft" werden, schließlich ist man ja (angeblich) nur teilweise Erwerbsgemindert ... :icon_neutral:

Es kommt sicher auch auf das Alter der EM-Arbeitsmarkt-Rentner an, ich selber lege auch keinen Wert mehr darauf, dass man mir da noch irgendwelche Arbeitsmarkt-Türen öffnet ... :icon_evil:

Ich frage mich eher welchen Sinn das Ganze noch haben soll, wo doch meine Gutachten bereits klar die Aussagen getroffen haben, dass ich schon den psychischen Anforderungen eines Arbeitsplatz-Wechsels gar nicht mehr gewachsen bin /wäre ...

Der wäre aber notwendig, weil ich an meinem vorhandenen Arbeitsplatz (Call-Center) auch in Teilzeit (betrieblich gesehen wäre Teilzeit-Arbeit kein Problem) aus gesundheitlichen Gründen NICHT mehr arbeiten kann/darf/soll, ohne Gefährdung meiner Restgesundheit...

Für WAS bitte soll ich mich noch qualifizieren, damit ich mit 60 + noch irgendwo NEU anfangen kann (falls der Teilzeit-Arbeitsmarkt mal nicht mehr verschlossen ist), obwohl das schon aus gesundheitlichen Gründen zum Scheitern verurteilt ist ...

Manchmal scheint mir die Renten-Reform von 2001 nur als riesige "Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme" für die DRV zum Erhalt der eigenen Arbeitsplätze geschaffen zu sein ... :icon_kinn:
Denn ich kenne viele solcher Fälle, bei denen der Bezug der "Arbeitsmarktrente" bis zur Altersrente aus diesen Gründen bereits vorprogrammiert ist ...wozu also die Befristungen und ständig neuen nervigen Anträge auf Verlängerung ... :confused:

Sogar der DRV sollte inzwischen klar sein, dass es (zumindest) für die Teil-EM-Rentner ab Mitte 50 aufwärts keinen leidensgerechten Teilzeit- Arbeitsmarkt mehr geben wird und das liegt sicher nicht an der mangelnden Qualifikation...

Dieses Schwarz/Weiß Denken muss sich ändern.
Ich denke mal "ins Blaue hinein", Qualifikation auf Staatskosten (aus welchen Mitteln auch immer) zu erwarten, ist eine Illusion und hat wenig mit Schwarz/Weiß Denken zu tun, solange die DRV sozusagen das Monopol auf "Sein oder nicht Sein" im Bezug auf die Beurteilung von Erwerbsminderung hat, gibt es nur Reha (auch berufliche) von der DRV ODER nur Rente von der DRV.

Bei den meisten EM-Rentnern gilt letzlich der "allgemeine Arbeitsmarkt" als das Maß aller Dinge und dafür braucht man (gemäß Ablehnungsbescheiden auf Reha/Rente) keine Ausbildung oder Qualifikation.
Ein geringer Berufsschutz besteht ohnehin nur noch für Geburtsjahrgänge vor 1961, also warum sollte sich jemand ernsthafte Gedanken um Bildung /Qualifizierung von EM-Zeit-Rentnern machen ???

MfG Doppeloma
 

Piratin007

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Entgleisungen

Hallo...
gerade weil psychische Erkrankungen so unterschiedlich verlaufen, müssten die Maßnahmen individueller gestaltet werden. Sicher besteht kein Recht auf Qualifizierung, aber es besteht ein Grundrecht auf Bildung. Leider löst dieses System Probleme, indem sie einfach ignoriert werden. Aber die immer mehr zunehmende Anzahl an diesen Erkrankungen schreit geradezu nach Veränderungen. Wenn sich die Betroffenen also hier nicht melden und jede Pille schlucken, dann ist das für die Politik eine Bestätigung der Richtigkeit ihres Handelns..Tausende von stillgelegten Anpassungsgestörten sind eben billiger, als entsprechende langfristige Förderungs- und Arbeitskonzepte zu entwickeln. So werde ich mich weiter auf Nischensuche begeben und mich in die Reihe der ehrenamtlich Tätigen einreihen.
 
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