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Merkel verlangt mehr Sensibilität für Kinder in Not

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Wenn dann keine Familie, keine Freundinnen da sind, sondern nur Einsamkeit und Überforderung, die eine Korrektur geben könnten, dann ist der Nährboden für Tragödien geschaffen und Katastrophen nehmen ihren Lauf!
Und wenn andere, das Umfeld einen dann nur mit Argusaugen beobachtet, anstatt helfend unter die Arme zu greifen, wenn das Umfeld sich anmaßt Eltern in schwierigen Situationen, anstatt Hilfe auf einer freiwillig annehmbaren Basis anzubieten, ihnen ständig vorzuschreiben wie sie es besser zu machen haben, bewirkt das nichts anderes als eine Verstärkung des Drucks, unter dem belastete Eltern sowieso schon stehen.
So manch ein Möchtegern-Kinderbeschützer bewirkt damit das Gegenteil. Der langfristige Schaden für die Kinder durch beständig wahrnehmbares Misstrauen gegen ihre Eltern, die Macht die andere durch diese Blockwartmentalität über ihre Eltern ausüben, die damit verbundene durchgehende Entwertung ihrer Eltern - ganz natürlich identifizieren sich Kinder mit ihren Eltern, die einfach aus kindlicher Sicht ein größeres eigenes Selbst sind - wird auch noch nicht bedacht. Sie entwertet nämlich auch die Kinder.

Immer wo jemand psychiatrisiert wird, sollte gründlich nachgefragt werden ob dies nicht nur die einfachste und bequemste Variante ist, die Verantwortung auf einen Einzelnen abzuschieben und die ganze Wahrheit nicht ans Licht zu lassen.


Emily
 
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Gast
Im übrigen weise ich darauf hin, dass Kinder in Heimen oder auch Pflegefamilien keinesfalls "sicher" sind. Überall dort wo Berufsbilder Macht über Schwächere erlauben, sind möglicherweise auch verstärkt solche Individuen anzutreffen, die ausschließlich solche Macht über Schwächere suchen!

Wir hier, die manchem Machtmissbrauch wiederholt ausgesetzt sind, sollten uns vielleicht mehr darüber bewusst sein.
 

Bruno1st

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Wieso nur Darry und Plauen? Wo bleibt das Kind, das nach Behördenvorschrift verhungert ist ?

Merkel du hast versagt und beweist es mit deinen unseligen, arroganten Auswürfen auch noch selbst !

Ich habe etwas gegen immer mehr Kontrollen, vor allem unter der Ausrede "wir müssen doch schützen", denn damit wird das Grundgesetz immer mehr untergraben. Außerdem ist das doch nur eine Beschäftigungsmaßnahme für gestörte Bürokraten und Politiker. Die Blockwarte, IM's, Spitzel, Zuträger, usw. kommen alle wieder, schafft ja auch Arbeitsplätze.
Die Politiker können sich nicht mal selbst kontrollieren - maßen sich hier aber wieder einmal an, genau zu wissen, wie sich normale Menschen verhalten müssen.
Der Fisch stinkt vom Kopf an und der deutsche Fisch ist schon in Verwesung übergegangen.

Merkel, was wurde aus deiner Forderung an die Inder, die Armut zu bekämpfen ? Fang doch erst mal im eigenen Land an!

Kläre auf, wieso ein Kind "nach Vorschrift" verhungert ist ! Und hör auf, so unsäglich arrogant zu sein, dir passende tote Kinder auszusuchen, um dir Wählerstimmen zu fangen.

Politik lügt, Bürokratie mordet !


Wie marode dieses System ist, zeigt sich daran, daß meine ARGE, die BA und BMAS die Bedürftigen um die Fahrtkosten betrogen hat und gleichzeitig den Bundestag dazu belügt. Doch das ist nicht das Schlimmste - dei Abgeordneten akzeptieren dies einfach - die wollen betrogen werden. Offensichtlich erwarten sie von den deutschen Behörden die gleichen Lügen, die sie selbst den Bürgern auftischen.

Und wenn andere, das Umfeld einen dann nur mit Argusaugen beobachtet, anstatt helfend unter die Arme zu greifen, wenn das Umfeld sich anmaßt Eltern in schwierigen Situationen, anstatt Hilfe auf einer freiwillig annehmbaren Basis anzubieten, ihnen ständig vorzuschreiben wie sie es besser zu machen haben, bewirkt das nichts anderes als eine Verstärkung des Drucks, unter dem belastete Eltern sowieso schon stehen.
So manch ein Möchtegern-Kinderbeschützer bewirkt damit das Gegenteil. Der langfristige Schaden für die Kinder durch beständig wahrnehmbares Misstrauen gegen ihre Eltern, die Macht die andere durch diese Blockwartmentalität über ihre Eltern ausüben, die damit verbundene durchgehende Entwertung ihrer Eltern - ganz natürlich identifizieren sich Kinder mit ihren Eltern, die einfach aus kindlicher Sicht ein größeres eigenes Selbst sind - wird auch noch nicht bedacht. Sie entwertet nämlich auch die Kinder.

Immer wo jemand psychiatrisiert wird, sollte gründlich nachgefragt werden ob dies nicht nur die einfachste und bequemste Variante ist, die Verantwortung auf einen Einzelnen abzuschieben und die ganze Wahrheit nicht ans Licht zu lassen.
Emily
ich stimme dir voll zu - vor allem, der letzte Absatz. Denn damit hat sich die Bürokratie den alten Persilschein "psychisch krank = unberechenbar = alles war nicht sabsehbar = wir konnten das nicht voraussehen" ausgespielt und damit sind alle zufrieden - bis auf die Opfer. Die Täterin wird weggesperrt und die Bürokratie macht weiter wie bisher.

Zu der Entwertung möchte ich noch anmerken, daß sich mit imme rmehr Kontrolle eine Organisation installiert, die sich Gott gleichstellt. Wenn man deren Regeln befolgt, dann darf man leben. Da diese Bürokratie noch den Anspruch des absoluten Wissens erhebt, den sie mit ganz großen Löffeln gefressen haben will, steht der normale Mensch vor einer schier undurchdringlichen Wand aus "Experten, Sachverständigen, usw." die alles besser zu wissen GLAUBEN. Und damit haben wir eine neue Religion "Bürokratie" mit den Absplitterungen "CDU / CSU / SPD / LINKE / GRÜNE / FDP/ usw."

Zu Opfer zähle ich hier auch die Täterin - denn ich kenne nur die vorsortierten Informationen der Presse und Politik, also viel zu wenig und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß eine Mutter ihre Kinder einfach umbringt.
 

Zita

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Auch Eltern merken die Kinderarmut!

Typisch - erst die Armut per Gesetz einführen und dann jammern, dass so viele Kinder in Armut sind. Nachweislich ist die Armutsanzahl von Kindern reichlich gestiegen. Wenn dies kein ERFOLG ist?

So fühlen, so denken, so dumm reden kann nur eine Kanzlierin, die selbst nicht Mutter ist und dise Gefühle nicht kennen lernt und nie kennelernen wird mit ihrem Gehalt.

Wer spricht denn davon, wie viele Mütter nur sehr wenig essen, damit ihre Kinder nicht verhungern? Wer spricht davon, wie viele Eltern sich keine Schuhe kaufen, damit ihre Kinder mit vernünftigem Schuhwerk zur Schule gehen können? Und wer spricht davon, dass Eltern verzweifelt versuchen, Geld aufzutreiben, damit ihre Kinder auch das Weihnachtsgeschenk von der Schule an dem Kind bezahlen können?

Die Kanzlerin habe ich bei solchen realitätsnahen Überlegungen noch nie gehört! Für die Weihnachtstage wünsche ich ihr, dass ihr der großen Gänsebraten mal so richtig im Magen liegt. Vielleicht hilft es beim Nachdenken!
 

Arania

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Ich muss Heiko da zumindest in einem Punkt recht geben, es hat schon immer arme Leute gegeben, die haben aber auch nicht alle ihre Kinder ermordet, da ist es heute mit Hartz IV für einige sogar noch besser als vor 40 Jahren, man kann nicht alles mit Armut entschuldigen

Ausserdem war Armut gar kein Grund bei den toten Kindern von Darry und auch nicht von PLauen
 
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Gast
Ich verstehe sehr gut, nur eure Denkweise ist ein bisschen einseitig.

einseitig?

Das sehe ich eher bei dir... was weißt du über psychische Erkrankungen?

Na klar, wenn man ein Tier nicht mehr will, gibt man es ins Tierheim. Da haben es Kinder "besser", die werden "nur" ermordet.:eek:
Und was haben Tiere damit zu tun? Es geht um Kinder!! Und um überforderte Mütter, die Angst haben, wegen ihrer Erkrankung die Kinder zu verlieren, die nicht die Hilfe bekommen, die nötig wäre!
 

Heiko1961

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Stimmt.. aber recht hat Heiko noch lange nicht!
Recht hin, Recht her. Es geht hier um die Sache. Wir fordern doch auch unser Recht ein. Wenn es sein muss, mit Anwalt. Klar schlafen die Behörden und wollen sich am Liebsten aus der Verantwortung ziehen. Nur können auch solche Mütter, Hilfe fordern und wenn es sein muss mit Nachdruck. Nicht das Wohl der Mütter ist da in erster Linie entscheidend, das Wohl der Kinder ist es. Es kann doch wohl nicht sein, dass fast jeden Tag von solchen grausamen Taten berichtet wird. :icon_neutral:
 
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Recht hin, Recht her. Es geht hier um die Sache. Wir fordern doch auch unser Recht ein. Wenn es sein muss, mit Anwalt. Klar schlafen die Behörden und wollen sich am Liebsten aus der Verantwortung ziehen. Nur können auch solche Mütter, Hilfe fordern und wenn es sein muss mit Nachdruck.

Das ist keichter gesagt als getan... du vergißt die Angst vor Kindesentziehung. Und daß kein Geld für wirkungsvolle Hilfe da ist...



Nicht das Wohl der Mütter ist da in erster Linie entscheidend, das Wohl der Kinder ist es.

Richtig, sag das aber besser denen, die Gelder locker machen können! Z.B. für eine Betreuung in der Familie...

Es kann doch wohl nicht sein, dass fast jeden Tag von solchen grausamen Taten berichtet wird. :icon_neutral:
Doch, das ist sogar wichtig ;-) Denn nur so weckt man vielleicht irgendwann mal auf!
 

Heiko1961

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Das ist keichter gesagt als getan... du vergißt die Angst vor Kindesentziehung.
Und daß kein Geld für wirkungsvolle Hilfe da ist...

Doch, das ist sogar wichtig ;-) Denn nur so weckt man vielleicht irgendwann mal auf!
Der erste Satz ist doch widersprüchlich. Angst vor Kindesentziehung, dann lieber die Kinder abmurksen?
Das kein Geld für wirkungsvolle Hilfe locker gemacht wird, das kotzt mich genau so an.
Mit, das jeden Tag berichtet wird..... Es ist richtig, es muss darüber berichtet werden. Ich änder mal.
Es kann doch wohl nicht sein, dass fast jeden Tag solchen grausamen Taten passieren.
 
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Der erste Satz ist doch widersprüchlich.

Wieso?

Angst vor Kindesentziehung, dann lieber die Kinder abmurksen?.
Natürlich nicht... aber wer krank ist, kann sich selbst genauso wenig einschätzen wie die Ärzte oder sonstigen "Fachleute, die hinterher sagen, damit haben wir nicht gerechnet, das war nicht vorhersehbar!

Und als Mutter weiß man ja erst recht nicht, daß man - eventuell - zu so etwas fähig sein kann... woher auch.

Man hofft, wenn es einem schlecht geht, doch immer, daß es einem besser geht, daß man es packt... - du nicht?

Kannst du immer voraus sehen, zu was du in Zukunft fähig bist?
 

Heiko1961

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Kannst du immer voraus sehen, zu was du in Zukunft fähig bist?
Sagen wir mal so, ich kann nicht voraus sehen was die Zukunft bringt, aber ich weiß, dass ich auch in Zukunft zu solchen Taten nicht fähig wäre.
 

Debra

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Du bist ja auch nicht krank, Heiko. Es gibt aber auch Männer, die ihre Kinder ermorden nach Trennung von Ehefrau. Das hat mit Armut nichts zu tun. So etwas gab es schon immer. Meine Antwort war auch nur auf Cementwut gemünzt, nicht auf diese Fälle.
Sehr traurig fand ich auch, dass eine aidskranke Drogensüchtige zusammen mit ihrem Baby tot in ihrer Wohnung gefunden wurde in Berlin. Sie wurde schon betreut vom Jugendamt und die Mitarbeiterin hat auch sofort das Richtige getan, nämlich die Polizei geholt. Trotzdem war es zu spät. Solche traurigen Fälle wird es immer wieder geben und kein Gesetz wird das verhindern können. Aber Kinder untersuchen lassen zu müssen, ist eine Möglichkeit, z.B. Unterernährung schon im Vorfeld zu unterbinden. Pervers ist allerdings, wenn die Politiker sich aufregen, wo sie doch wissen, dass der HartzIV-Regelsatz für eine vernünftige Ernährung von Kindern nicht ausreicht. Entweder beschließen sie also, dass den Kindern mehr Geld zusteht oder ermöglichen diesen Kindern kostenloses Essen an Ganztagsschulen z.B.
 
E

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Gast
Ich zitiere mal ein Posting von mit aus einem anderen Thread:

Aus dem Laufer Wochenblatt vom 30. Juni 1906 zusammengesucht (nur die Gewaltverbrechen):

Raubmord: 1
Verfehlungen "gegen die Sittlichkeit": 2 (Täter: Polizisten), 1 (Täter: Pfarrer)
Notzucht und Mord : 1 (erwachsene Frau), 1 (13jährig)
Mord: 1
Schwere Körperverletzung: 1
Hinrichtung eines Massenmörders (30 aufgefundene Leichen): 1
Kindesmißbrauch: 1 (fünfjährig)
Kindsmord: 1 (elfjährig), 2 (Baby)

Ich habe eine Faksimileausgabe dieser Zeitung. Lauf hatte damals 5000 Einwohner. Über die Möglichkeiten, Nachrichten aus aller Welt zu bekommen, wird man sich wohl keine übertriebenen Vorstellungen machen.
Das sind nur die Gewaltverbrechen, die in dieser einen Woche gemeldet wurden.

Es hat sich nicht wirklich viel geändert, oder?
Ebenso unverändert ist die unglaubliche Energie, mit der betuchte Familien "Interna" abschotten.
Gewalt, Kindesmißbrauch, Kindesmißhandlung ziehen sich durch alle Gesellschaftsschichten. Unterschiede gibt es nur in der Darstellung, überhaupt Kenntnis der Medien.

Cui bono? Wem nützt es, wenn in den Medien einmal mehr zu lesen ist, daß ein Hartzler sein Kind ermordet hat? Na?

Der Nachbar in der Villa fünf Straßen weiter hat möglicherweise schon einen Sohn beerdigt, Diagnose "plötzlicher Kindstod". Und die Tochter mißbraucht er. Nur wird das nie jemand erfahren, außer bestenfalls die Psychologen der mittlerweile erwachsenen, schwer gestörten Tochter. Die sind aber an die Schweigepflicht gebunden.

Hängt Euch nicht so sehr an die Medien, traut lieber Eurer eigenen Wahrnehmung und geht mit offenen Augen durch die Welt.

Seht Euch die Kiddies in den Designerklamotten genauer an. Findet Ihr die Mädchen, dürr wie Skelette? Fallen Euch die aggressiven Schläger auf?
(Tut mir leid, wenn ich hier Geschlechterklischees bediene, aber so ist es am häufigsten)
Von den Mädchen, von einer teuren Privatklinik zur anderen wandernd, werdet Ihr nie mehr hören.
Die Jungs erscheinen bestenfalls im Polizeibericht: der 17jährige..., Name geändert, schlug....

Bei "uns" würde stehen: der 17jährige..., Name geändert, schlug.... Die Familie lebt seit... von der Fürsorge, der Vater ist arbeitslos. Familienverhältnisse...

Peng. Schublade zu.


Nachtrag zur Zeitung von 1906, folgender Artikel:

In Hamburg ist es am Mittwoch zu großen Straßentumulten gekommen; die sich aus sozialdemokratischen Protestversammlungen gegen das neue Hamburger Wahlrecht entwickelten. Bei der Absperrung des Platzes vor dem Rathause nahmen mehrere hundert Personen Latten und Steine von einem Neubau und bombardierten die Polizei. 20 berittene Schutzleute attackierten, wobei verschiedene Demonstranten verletzt wurden. Die Attacke wurde einige Male wiederholt. Ein Ehepaar wurde niedergeritten und schwer verletzt. 2000 Arbeiter zogen vor das Haus des präsidierenden Bürgermeisters, der auf dem Balkon erschien und die Menge zur Ruhe ermahnte. Die Ausschreitungen wurden vom Mob hervorgerufen; die Arbeiter verhielten sich ruhig.


Willkommen in der Gegenwart, Vergangenheit!
Was haben wir uns doch weiterentwickelt, gell?


Kindsmord hat es immer schon gegeben, und zwar weitaus häufiger, als es heute der Fall ist.

Das Risiko ist besonders hoch, wenn die Mütter vollkommen alleine für ihre Kinder sorgen müssen (das schließt eine Ehe nicht aus).
Zu Zeiten ohne jedes Sozialsystem wurden sie zum unlösbaren Spagat gezwungen: das Kind zu versorgen und das Geld dafür zu verdienen und die alleinige Verantwortung für jegliche Entwicklung des Kindes aufgeladen zu bekommen.
Die Ähnlichkeit mit Hartz IV ist meiner Meinung nach frappierend.

Sie werden im Stich gelassen und nehmen irgendwann nur noch das Eine wahr: außer mir interessiert sich kein Schwein für meine Kleinen. Wenn ich zusammenbreche, sind sie verloren, denn es wird sich niemand um sie kümmern.
Und die Gefahr zusammenzubrechen ist riesengroß. Wer keine Familie hat, die zumindest gelegentlich stärkt und hilft, ist definitiv irgendwann am Ende aller Kräfte. Niemand kann auf Dauer für zwei oder drei arbeiten.
Wer kann sich ernsthaft darüber wundern, daß Mütter in abgrundtiefer Verzweiflung, ihr Leben lang im Stich gelassen, so verquer denken und ihre Kinder in den Tod schicken, damit sie es vermeintlich besser haben und dieses unsägliche Elend nicht erleben müssen?

Natürlich halte ich die Tat an sich für falsch. Die Motivation dazu ist meiner Meinung nach aber nur zu oft verständlich.
Im Rückblick auf geschichtliche Ereignisse erkennt man zu diesem Thema vor allem eines: Je ungesicherter das soziale Auffangnetz ist, desto höher die Zahl der Kindstötungen.

Daß in diesem Jahrtausend die "Macht" der Medien allenfalls eine die Machthabenden unterstützende ist, verschärft die Art und Häufigkeit der öffentlichen Darstellung natürlich stark.
Cui bono?

Viele Grüße,
angel
 
E

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Es gibt aber auch Männer, die ihre Kinder ermorden nach Trennung von Ehefrau. Das hat mit Armut nichts zu tun.
Jede Wette, aber auch wirklich jede:
Das sind um Längen mehr, als die von der Mutter verübten Kindstötungen, die momentan so schön mediengeil breitgetreten werden.
Das passt aber anscheinend nicht so gut ins Asoziale-Arbeitlose-Säufer-Kinderverwahrloser-Klischee.

Viele Grüße,
angel
 

isabel

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Hallo, Angel
Ich antworte jetzt in Off-Topic, weil ich da viel Privates preisgebe und nicht möchte, dass Unbefugte das erfahren.
Vll. hat nicht alles direkt mit Armut zu tun, aber auf jeden Fall mit Familien- und Frauenpolitik, die heutzutage betrieben wird. Von wegen Gleichheit?
Du hast vollkommen Recht.
MfG
Isabell
 
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