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Menschen als Ware im Job-Supermarkt

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Kaleika

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#1

isabel

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#2
Zitat:
Wenn man noch weiter darüber nachdenkt, könnte man sogar auf Begrifflichkeiten wie "Sklavenmarkt" kommen. War es in der menschlichen Geschichte nicht schon einmal so, dass man Menschen auf einem Markt angeboten hat, damit die Gutsherren ihre Felder bestellen konnten?
Nicht nur Gutsherren in feudalistischer Zeit, auch vorher, in der Antike.
Die Geschichte wiederholt sich: die Sklaven werden wieder angeboten.
Moderne Sklaverei:biggrin:.
Bei nicht Gehörsam - keine Lebensgrundlage:icon_kotz: (Sankt.)

Wie konnte es dazu kommen? In so angeblich demokratischer Gesellschafft?:icon_neutral:

MfG
Isabell
 

Mario Nette

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#3
Das Wort Job-Supermarkt ist falsch gewählt - es müsste dann ein Supermarkt sein, der 1. super ist, 2. ein Markt ist und 3. Jobs im Angebot hat. Mindestens 1. und 3. trifft nicht zu.

Zu 1.: Hinsichtlich des umgangssprachlichen Super kann das nicht von allen Beteiligten konstatiert werden. "Super" finden sowas auf jeden Fall aber die "Käufer", also die Arbeitgeber. "Super" findet das auch die Zeitarbeitsfirma. Fragt man aber mal die "Produkte/Waren", dann finden die sich sicher alles andere als "super". Hinsichtlich der Größenordnung kann man gern statt "super" auf "hyper" zurückgreifen, ist doch der "Markt" bezüglich der "Ware Arbeitskraft" durchaus gesättigt bzw. überfüllt.

Zu 3.: Dieser "Markt" hat keine Jobs als Ware im Angebot, sondern Arbeitnehmer. Daher wäre der Begriff "Arbeitnehmersupermarkt" treffender. Das hat man im Artikel zugespitzt als "Sklavenmarkt" korrekt erkannt.

Wal-Ma*t hat übrigens ein Pilotprojekt - ich meine, in den Vereinigten Staaten - aufgelegt: Man verkauft Särge. Das nur mal am Rande, um zu zeigen, dass durchaus Tabus gebrochen werden können und auch gebrochen werden.

Mario Nette
 

jane doe

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#4
pietät auch bei lebenden?

Wal-Ma*t hat übrigens ein Pilotprojekt - ich meine, in den Vereinigten Staaten - aufgelegt: Man verkauft Särge. Das nur mal am Rande, um zu zeigen, dass durchaus Tabus gebrochen werden können und auch gebrochen werden.
wieso sind särge ein tabu?

die sind ein handelsgut, wie jedes andere auch. und wenn geldschneiderei damit verhindert werden kann, warum nicht?
 

Hexe45

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#5
Boach daß ist schon heavy so was.

Kam man ja noch eins draufsetzen, wenn jedes Gewerbegebiet dann einen Job Supermarkt hat.

DIe Arbeitgeber fahren dann mit einem Lorenwagen durch diesen.
In Augenhöhe sind die etwas teureren Billigarbeitskräfte.

Die ganz billigen stehen dann unten im Regal. Und dann gibt es noch die ganz,ganz billigen auf den Wühltischen.
So nach dem Motto: Heute großer Resteverkauf- 3 Stück auswählen und nur 2 bezahlen.:icon_kotz::icon_kotz:

Einfach pervers.

LG
Hexe
 

Nustel

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#6
Furchtbar. Diese Gruseligkeiten nehmen kein Ende.

So heißt es unter anderem "Geneigte Kunden erhalten in dem "Supermarkt" täglich ab 7 Uhr "fachkundiges Personal", welches die Kundschaft "sofort abholen" kann oder aber auch zur Kundschaft "eilt". Die Agentur wird von SZA Service für Zeit-Arbeit GmbH in Hamburg betrieben.
Allein schon, die Aussage GENEIGTE KUNDEN offeriert in mir, dass man demütig seine Arbeit zum Sklavenlohn verrichten soll.Und "husch Husch" zum Kunden eilen.
Abartig.:icon_kotz:
 

Tamina

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#7
Das Ganze ist Zuhälterei, nichts anderes.

Ich frage mich, wie tief sinken wir eigentlich noch?
 
E

ExitUser

Gast
#8
Furchtbar. Diese Gruseligkeiten nehmen kein Ende.
...dass man demütig seine Arbeit zum Sklavenlohn verrichten soll...
Das ist noch gar nichts im Vergleich zu dem:

13.11.2009
Israel proposes work camps for illegal migrants


"I fear how far we have fallen," said MK Dov Khenin (Hadash) in reaction to the work camp proposal, adding that he thinks the plan would encourage many more asylum seekers to try to enter Israel.


Israel proposes work camps for illegal migrants - Haaretz - Israel News
Für Essen und Bett sollte man auch bereit sein, seine Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, hieß es noch heute morgen im Radio.

Arbeitslager statt Abschiebung? | Afrika | Deutsche Welle | 13.11.2009

http://podster.de/episode/1173233
 

Kleeblatt

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#10
Mein Großvater "lebte" jahrelang in einem Lager, welches über dem Eingangstor die Worte "Arbeit macht frei" trug.
Geschuftet hat er zwar, aber die Freiheit kam erst mit den Amerikanern.

Also, ich für meinen Teil habe so gelegentlich Assoziationen ... :icon_dampf:
 
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