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Meldetermin trotz längerer AU

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo,

bisher war ich nur stiller Mitleser. Auf Grund von fehlendem Wissen konnte ich mich bisher nicht einbringen. Ich brauche jetzt Eure Hilfe.

Ich soll trotz AU zum Meldetermin kommen. Ich habe mir hier auch schon verschiedene Threats angesehen werde aber nicht schlau daraus.

Leider ist mein bisheriger Sachbearbeiter, der sehr verständnisvoll war, nicht mehr für mich zuständig. Ich war letztes Jahr im Juni und Juli (also 2 Monate) in einer psychatrisehen Klinik (Depressionen, Panikattacken usw.). Vorher habe ich alle Termine bei meinem damaligem Sachbearbeiter wahrgenommen. Er sagte mir "Bringen sie erstmal ihre Psyche in Ordnung dann sehen wir weiter". Nachdem ich aus der Klinik entlassen wurde meinter er ich solle ihm eine AU bringen dann wäre es ausreichend. Zwischen Entlassung und Termin beim Psychiater waren 4 Wochen. War für ihn kein Problem, dass ich ihm in der Zeit keine AU vorgelegt habe.
Seit Ende August 2013 bin ich bis Mitte Februar 2014 (und noch länger) duchgehend krank geschrieben.

Jetzt gibt es einen neuen (übermotivierten) Sachbearbeiter. Noch während meiner letzten Folge-AU schickte er mir eine Einladung für während der AU. Ich hatte ihm dann ein Fax geschickt und ihn darauf hingewiesen, dass ich seit August AU bin und meine Folge-AU bei meinem damaligem SB eingereicht hätte. Dann schickte er mir eine Einladung für nach der AU. Habe ihm am selben Tag (vor 2 Wochen) als ich die Folge-AU erhalten hatte diese gefaxt und eingeworfen.

Heute bekomme ich eine Einladung für in 2 Wochen (noch während der AU). Darin heisst es:


ich möchte mit Ihnen über Ihre aktuelle berufliche Situation besprechen.

Sollten Sie am XX.XX.2014 arbeitsunfähig erkrankt sein, informieren Sie bitte Ihre Ansprechpartnerin/Ihren Ansprechpartner über Ihre Arbeitsunfähigkeit und reichen Sie die ärztliche Bescheinigung bis spätestens vor Ablauf des dritten Kalendertages nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit beim Jobcenter ein.

Bitte beachten Sie im Krankheitsfall: Eine ärztliche bescheinigte Arbeitsunfähigkeit bedeutet nicht zwingend, dass Sie nicht in der Lage sind, einen Meldetermin nicht wahrzunehmen. Die Vorlage einer einfachen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann daher nicht als wichtiger Grund für Ihr Nichterscheinen zum genannten Meldetermin anerkannt werden. Sollten Sie den genannten Termin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen können, legen Sie bitte eine Bescheinigung Ihres behandelnden Arztes vor, aus der hervorgeht, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen gehindert sind den Termin wahrzunehmen. Sofern Ihnen Kosten für die Bescheinigung entstehen, werde diese im Umfang von 5,36€ übernommen.

Dies ist eine Einladung nach § 59 Zweite Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) in Verbindung mit § 309 Abs. 1 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III).

Wenn Sie ohne wichtigen Grund dieser Einladung nicht Folge leisten, wird Ihr Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld um 10 Prozent des für Sie nach § 20 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) maßgeblichen Regelbedarfs für die Dauer von drei Monaten gemindert.
Ich weiss jetzt nicht was ich machen soll. Wenn ich zu meinem Psychiater gehe ohne Termin bedeutet es mehrere Stunden warten. Da habe ich bei meinem Gesundheitszustand keine Lust zu. Zudem weiss ich nicht ob er mir überhaupt für lächerliche 5,36€ eine weitere Bescheinigung ausstellt. In der Vergangenheit wurde nie ein Termin von mir abgesagt. Schon gar nicht mit kurzfristig eingereichter AU.

Am liebsten würde ich ihm schreiben, dass ihm die AU ausreichen muss. Aber eine Sanktion kann ich mir nicht leisten.

Ich möchte jetzt nicht lesen "benutz die Suchfunktion". Das habe ich bereits gemacht und werde nicht schlau daraus. Meine Nerven liegen auch den ganzen Tag heute blank nachdem ich das Schreiben erhalten hatte.

Ansonsten schon vorab Danke für jede Info

rmanske
 

Fritz Fleißig

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#2
Eine ärztliche bescheinigte Arbeitsunfähigkeit bezieht sich zwar strenggenommen nur auf die Fähigkeit zum Arbeiten, reicht aber grundsätzlich für die Absage von Meldeterminen bei der Arbeitsagentur oder dem JC aus. Genau deswegen steht ja auch im Gesetz (§ 309 Abs. 3 Satz 3 SGB III), daß bei ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit am vorgesehenen Meldetag die Meldeaufforderung für den ersten Tag nach Genesung gelten kann, wenn die Arbeitsagentur das so bestimmt.

Es ist aber auch richtig, daß in begründeten Ausnahmefällen die Arbeitsagentur die Gültigkeit einer AU-Bescheinigung für Meldetermine anzweifeln kann, beispielsweise wenn jemand auffallend häufig immer dann AU-Bescheinigungen einreicht, wenn ein Meldetermin ansteht. Das liegt bei dir anscheinend aber nicht vor. Eine zusätzliche Bestätigung darf nicht routinemäßig verlangt werden.

Dein Arzt ist nicht verpflichtet, eine solche gesonderte Bescheinigung auszustellen, und erst recht nicht für den fürstlichen Lohn von EUR 5,36. Das ist schließlich eine privatärztliche Leistung, im Gegensatz zur AU-Bescheinigung. Das kann dir aber auch nicht vorgehalten werden, denn du kannst deinen Arzt schließlich nicht dazu zwingen, für den vom JC gewünschten Gebührensatz zu arbeiten.

Was ich machen würde: hinschreiben, daß eine AU-Bescheinigung grundsätzlich zur Absage eines Meldetermins ausreicht, zumal keine Anhaltspunkte vorliegen, daß sie nicht stimmen könnte. Weiterhin verbindliche schriftliche Zusage für die Übernahme der tatsächlich vom Arzt berechneten Kosten für eine gesonderte Bescheinigung (ohne Kostenobergrenze!) verlangen. Wer etwas verlangt, muß auch zahlen.

Eine Garantie, daß es mit einer Sanktion nicht trotzdem versucht werden könnte, wird dir aber keiner geben können.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Danke. Ich werde dann wohl mal zum Arzt gehen und nach einem Attest fragen. Wenn er sagt es wird teurer als der übernommene Betrag werde ich denen dies mitteilen.
 

Greenhorn

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#4
Was ich machen würde: hinschreiben, daß eine AU-Bescheinigung grundsätzlich zur Absage eines Meldetermins ausreicht, zumal keine Anhaltspunkte vorliegen, daß sie nicht stimmen könnte. Weiterhin verbindliche schriftliche Zusage für die Übernahme der tatsächlich vom Arzt berechneten Kosten für eine gesonderte Bescheinigung (ohne Kostenobergrenze!) verlangen. Wer etwas verlangt, muß auch zahlen.

Eine Garantie, daß es mit einer Sanktion nicht trotzdem versucht werden könnte, wird dir aber keiner geben können.
@Rmansk richtig lesen was da steht, und so was änliches erstmal zu deinen neuen SB Schicken.
 

raplekiste

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#5
hallo, ich bin auch seit 2jahren arbeitsunfähig vom mein Hausarzt geschrieben auf grund meine Erkrankungen Leberentzündung chronisches Asthma LWS + Schulter- Syndrom und psychische Störungen Ängste leide. muss ich zum Meldetermin hin ich hab jedesmal mit eine
ärztliches Attest denn Meldetermin nicht wahrgenohmen.

und heute bekam ich eine Einladung für nächste Woche wie muss ich mich jetzt verhalten?
 
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