Meldetermin nach Besuch beim äD, Maßnahme steht im Raum, suche Rat (1 Betrachter)

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M

Mitglied 61702

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Ich war also vor kurzem beim äD, das Ergebnis sieht nicht anders aus, als die letzten 10 Jahre:

Mindestbelastbarkeit. 3-6 Stunden täglich leistungsfähig. Arbeiten im Stehen und Gehen nur zeitweise, überwiegend im Sitzen. Kein besonderer Zeitdruck, keine Nachtschichten. Keine schweren Arbeiten, keine häufigen und länger anhaltenden Zwangshaltungen der Wirbelsäule, kein häufiges Bücken, keine häufigen Überkopfarbeiten, eine wechselnde Arbeitshaltung ist anzustreben. Kein häufiges Klettern und Steigen, kein häufiges Knien und Hocken. Keine Arbeiten mit Absturzgefahr, keine Arbeiten auf Leitern und Gerüsten. Ein vollschichtiges Leistungsvermögen wird nicht angenommen. Für überwiegend leichte Arbeiten besteht Leistungsfähigkeit unter den Bedingungen des AAM. ... Büroarbeiten oder Ähnliches könnten im Rahmen des Leistungsbildes ausgeübt werden. Integrationsmaßnahme im Rahmen des Leistungsbilds möglich.

Ich bin so weit damit ganz glücklich, wenngleich ermangels des Abwartens von Facharztdiagnosen nicht herausgearbeitet werden konnte, daß ich momentan z.B. garnicht knien und hocken kann, unter Drehschwindel leide (also auch garnichts über Kopf machen kann) und momentan an einer akuten Wirbelsäulenproblematik leide, mit der ich auch nicht einfach so stundenlang sitzen kann. Der dazu passende Facharzttermin ist allerdings erst Anfang März. Auch sind die Fahrtwege für mich aufgrund der erheblichen Ödeme genauso anstrengend, wie die Arbeit an sich, und die Fahrtzeiten müßten eigentlich zur Arbeitszeit hinzugerechnet werden. Zumindest wird klar dargestellt, daß ich nicht vollschichtig arbeiten kann, und denn doch erhebliche Einschränkungen habe.

Über den äD habe ich dann auch erfahren, daß mein SB geplant hatte, mich entweder in den Verkauf (Maßnahme oder ZAF-Job) oder in eine hier im Landkreis aufgebaute "Integrationsmaßnahme" als 1-Euro-Job zu vermitteln, in dem Elos für einen Euro die Stunde die Grünflächen der Gemeinden pflegen, bzw. Möbel und Kleider für Flüchtlinge aufbereiten und an diese verkaufen. Das scheint mir außerdem die angebliche 0% Arbeitslose-Auskunft des SB zu erklären, denn wenn dort all Elos geparkt werden, die andersweitig nicht vermittelbar sind, dann sind sie alle weg aus der Statistik. Diese Maßnahmen jedenfalls wurden von ihm dann auch als ungeeignet abgelehnt.

Meldetermin steht nun nächsten Monat an, man "wolle meine aktuelle berufliche Situation" mit mir besprechen.

Die zuerst geplanten Maßnahmen, nach meinen eigenen Einlassungen zu dem was ich machen kann, wo ich Arbeitserfahrung habe, und was ich in der Vergangenheit beruflich machte, zeigen jedenfalls unmißverständlich, daß keinerlei auf mich ausgerichtete Vermittlung geplant war, und wohl auch weiterhin nicht geplant sind. Ich soll deutlich so schnell wie möglich aus der Statistik "verschwinden".

Wie heftig diese Statistikbereinigung hier betrieben wird, sei daran dokumentiert, daß hier in einem Kreis mit einer großen Kreisstadt in der es nur so von Umsiedlern und Flüchtlingen wimmelt, mit mehreren größeren Gemeinden in denen Großbetriebe geschlossen haben, dennoch nur unter 500 ALGI und ALGII-Empfänger ausgewiesen sind. Ich kann mir also ausrechnen, was auf mich zukommt.

Gleichzeitig sehe ich nicht ein, warum ich Zeit mit etwas verschwenden soll, das mich nicht im Mindesten weiterbringt, und mir meine tägliche Kraft raubt. Ich bin nur diese paar Stunden am Tag leistungsfähig und danach Gemüse, ich kann also nicht vorher oder danach einfach so an der Unabhängigkeit vom ALGII arbeiten. Seit einiger Zeit arbeite ich an meiner Selbstständigkeit. Das wurde mir, siehe meine anderen Threads, seitens des SBs für Selbstständige mit "da erreichen Sie niemals sich zu unterhalten" ** gleich zu Anfang abgebügelt und ich zu einem SB für Angestellte/Arbeiter verlegt.

Meine Bedenken sind jetzt also, daß ich quasi in eine Behindertenwerkstätte geschickt werden soll (passiert hier anscheinend recht häufig), oder ich die nächsten 6 Monate Bewerbungen schreiben lernen soll, oder ähnlichen Unsinn. Ich sollte vielleicht auch noch klarstellen, daß ich mindestens die nächsten 6-8 Monate wohl mehr beim Arzt und in physiotherapeutischen Behandlungen sein werde, als sonstwo. Und bis Ende des Jahres bin ich dann auch 58 und falle ohnehin aus der Statistik?

Wie also soll ich mich auf das Gespräch vorbereiten? Soll ich das auf mich zukommen lassen? Welche Argumente habe ich? Was sollte ich auf jeden Fall tun?

Und was würde geschehen, wenn ich einfach die EKS abgebe und feststelle, daß ich begonnen habe, meine Selbstständigkeit zu betreiben? Für wie viele Stunden pro Tag müßte ich dann zur Verfügung stehen? Lande ich damit immer noch in der Statistik (das scheint das Hauptmotiv des JC zu sein)?

** Bei meiner Leistungsfähigkeit sehe ich auch nicht, daß ich ein Vollzeiteinkommen erwirtschaften müßte. Wenn ich mittelfristig auch nur 400-500 Euro pro Monat verdiene, dann entspricht dies in etwa meiner Restleistungsfähigkeit. Läuft es mit etwas Glück langfristig auf 800,-/Monat hinaus, dann wäre ich zusammen mit Wohngeld und KSK raus aus dem Bezug.
 

doppelhexe

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mir fiele in dem falle wirklich nur ein, eine AU beim hausarzt (der hat ja wohl die ÜW zum facharzt ausgestellt) zu begehren und evtl anzufragen, ob eine ÜW mit dringlichkeit zum facharzt ausgestellt werden kann. mit der gibts termin innerhalb 2 wochen (gesetzl. vorgabe)
oder wenn du nicht auf einen bestimmten facharzt fixiert bist, die terminservicestelle der krankenkasse anrufen. da gehts auch schneller mit terminen. kann aber sein, das es dann nicht die praxis um die ecke ist.

desweiteren könnte man versuchen, eine reha zu beantragen. dort gibts dann aussagekräftiger gutachten zur leistungsfähigkeit und man wäre erst mal aus der schusslinie...

warum fällt man mit 58 aus der statistik?
 
M

Mitglied 61702

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mir fiele in dem falle wirklich nur ein, eine AU beim hausarzt (der hat ja wohl die ÜW zum facharzt ausgestellt) zu begehren und evtl anzufragen, ob eine ÜW mit dringlichkeit zum facharzt ausgestellt werden kann. mit der gibts termin innerhalb 2 wochen (gesetzl. vorgabe)
oder wenn du nicht auf einen bestimmten facharzt fixiert bist, die terminservicestelle der krankenkasse anrufen. da gehts auch schneller mit terminen. kann aber sein, das es dann nicht die praxis um die ecke ist.
Was soll das bewirken? Ich habe fast ein Dutzend Arzttermine in den nächsten 3 Monaten, da streite ich mich nicht drum, welcher zuerst Zeit hat.

desweiteren könnte man versuchen, eine reha zu beantragen. dort gibts dann aussagekräftiger gutachten zur leistungsfähigkeit und man wäre erst mal aus der schusslinie...
Ich habe ehrlich gesagt keinerlei Lust auf eine fremdbestimmte ärztliche Behandlung oder einen Kur-Aufenthalt irgendwo anders. Was soll das denn bewirken? Mit der momentanen Beurteilung bin ich doch zufrieden und der Amtsarzt sagte mir bereits zu, daß er eventuelle zusätzliche Befunde seinem Gutachten beifügen würde, wenn ich sie ihm zusende.

warum fällt man mit 58 aus der statistik?
Ich hörte das irgendwo, daß man mit 58 aus der Statistik fällt. Vielleicht weiß hier jemand was darüber?
 

doppelhexe

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verzeihung... ich dachte echt, du willst der drohenden maßnahme entfliehen...

das geht am besten, wenn die fehlenden befunde schnell "geliefert werden können, also zb. innerhalb von 14 tagen? war nur so ne idee... immerhin könnte da dann "unter 3 stunden" rauskommen? dann geht ja wohl auch keine maßnahme...

ob der amtsarzt dann deinen wünschen entsprechend entscheidet ist ja noch nicht mal raus...

mit nem reha-antrag kommt man evtl auch um eine maßnahme rum, da man ja wohl abwarten muss, was da rauskommt. und du wolltest, nach deinem beitrag zu urteilen, ja nur noch ein paar monate überbrücken.

es tut mir leid, das ich dir völlig ungeeignete möglichkeiten aufgezeigt habe... kommt nie wieder vor...
 
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Mitglied 61702

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verzeihung... ich dachte echt, du willst der drohenden maßnahme entfliehen...
Will ich.

das geht am besten, wenn die fehlenden befunde schnell "geliefert werden können, also zb. innerhalb von 14 tagen? war nur so ne idee...

ob der amtsarzt dann deinen wünschen entsprechend entscheidet ist ja noch nicht mal raus...
Der Amtsarzt hat doch schon entschieden, und zwar weitgehend so wie ich wollte. Das Gutachten liegt bereits beim JC vor (siehe Eingangspost).

mit nem reha-antrag kommt man evtl auch um eine maßnahme rum, da man ja wohl abwarten muss, was da rauskommt. und du wolltest, nach deinem beitrag zu urteilen, ja nur noch ein paar monate überbrücken.
Und wenn ich Pech habe, werde ich in eine Reha gepackt, die ich nicht will. Außerdem wird da die Krankenkasse kaum mitmachen.

es tut mir leid, das ich dir völlig ungeeignete möglichkeiten aufgezeigt habe... kommt nie wieder vor...
Neee, freu mich ja über Ratschläge. Vielleicht kapiere ich ja auch grad nicht, worauf das raussoll ;)
 

Caramell

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Watch, ich würde ich auch erst mal krank schreiben lassen. Oder bist Du schon krank geschrieben?

Gut wenn man so viele Arztterminen hat, dann ist es fast egal, wer als erster dran ist. Aber wenn man dem Gutachter etwas liefern will, dann sollte der Facharzttermin vorgezogen werden und das geht eben mit einer dringlichen Überweisung.

Zum Termin beim Sachbearbeiter. Wenn der wirklich eine Maßnahme für Dich hat, dann schaue nach den Zeiten die Du da sein sollst, was Du machen sollst, den sitzen geht ja auch nicht immer. Auf keinen Fall etwas unterschreiben, immer zur Überprüfung mit nach Hause nehmen.
 
M

Mitglied 61702

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Irgendwas ist an dem was ich geschrieben habe wohl etwas mißverständlich.

Ich möchte keinesfalls von irgendeinem Gutachter, ob nun dem äD oder sonst einem Gutachter (Reha, DRV usw.) erwerbsunfähig oder dauerhaft arbeitsunfähig geschrieben werden. Das führt in diesem JC dazu, daß man ins SGB XII abgeschoben wird. Insofern bin ich bereits hochzufrieden mit dem äD, der mich 3-6 Stunden und nur unter bestimmten Bedingungen für leistungsfähig erklärt hat. Das passt schon, auch wenn es noch einige Kleinigkeiten gibt, die besser sein könnten.

Und nein, ich bin derzeit nicht krank geschrieben. Mein neuer Hausarzt hats nicht so mit dem krankschreiben, und meint scheinbar, daß jemand der Elo ist, keine AUs braucht. Ich hatte bisher auch noch keine große Gelegenheit mich mit ihm darüber zu besprechen. Der wühlt sich grade durch die Anamnese, und das dauert noch, da viele Facharzttermine noch ausstehen. Ich bin ja umgezogen, neuer Arzt, also noch keine Unterlagen, noch keine Behandlung bisher.

Mir geht es hier zuvorderst um rechtliche und verfahrenstechnische Schritte gegenüber des JC, die ich unternehmen kann, um Maßnahmen abzuwenden, auch in Hinsicht auf den Wunsch selbstständig zu werden. Ich suche auch Hinweise auf eventuelle Fallen, ob nun Datenschutz oder wie ich mit der unweigerlichen EGV verfahren soll, die auf mich zukommt. Ich hinke da wissensmäßig sicher einige Jahre hinterher, denn ich hatte das alles mit meinem alten JC durch, so daß ich nur noch meine Bewerbungen nachweisen mußte und ansonsten war gut. Das wird hier sicher (noch) nicht so laufen.

Nichts zu unterschreiben, das ist mir klar :)
 
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Mitglied 61702

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Und dann noch eine Frage. Ich lese immer wieder von einer "Potentialanalyse", die einer EGV vorausgehen soll. Was genau ist das heutzutage?
 

Caramell

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Watsch, ok, nach Umzug und neuem Arzt, ist es schwierig mit der Krankschreibung. Der brauch seine Zeit bis er weiß was los ist.
Aber das er Elos nicht krankschrieben brauch, ist wohl ein Irrtum, man ist sogar verpflichtet sich krank zu melden, wenn man krank ist.

Maßnahmen vorher gegen das JC das wird schwierig, man kann immer nur gegen das vorgehen, was man als Bescheid bekommt.
Also die Zuweisung zur Maßnahme, die Änderungsvorschläge bei der EGV..........
Die Selbstständigkeit würde ich erst mal außen vor lassen, den die macht im Moment alles nur noch schwieriger, jedenfalls gegenüber dem JC. Den im Moment wird dazu wohl keine Zeit sein.
Du brauchst die Kraft um gesund zu werden und nur das sollte an 1. Stelle stehen, deshalb wäre eine AU auch so wichtig. Dann entfällt die Maßnahme.
 
M

Mitglied 61702

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Danke Caramell, leider werde ich in diesem Leben nicht mehr gesund. Das ist alles chronisch und so ziemlich dauerhaft. Mit ein Grund, warum ich keine Lust dazu habe, mich sinnlos verheizen zu lassen.

Ich bin ja nicht ohne Grund in ALGII gefallen, ich war bis zu dem Zeitpunkt als ich krank wurde selbstständig und konnte mich damit unterhalten. Wieder - angepasst - selbstständig zu werden, sehe ich als die einzige Möglichkeit an, mit ein wenig Restlebensqualität vom JC wegzukommen.

Allgemein noch einmal die Frage: was hat es mit diesem Profiling genau auf sich? Soll das dieser Wisch gleich bei Antragabgabe gewesen sein auf dem man Lebenslauf und vergangene Stellen und Ausbildung notiert?
 

Fabiola

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... und der Amtsarzt sagte mir bereits zu, daß er eventuelle zusätzliche Befunde seinem Gutachten beifügen würde, wenn ich sie ihm zusende.

... und der Amtsarzt sagte mir bereits zu, daß er eventuelle zusätzliche Befunde seinem Gutachten beifügen würde, wenn ich sie ihm zusende.
Ich bin ja umgezogen, neuer Arzt, also noch keine Unterlagen, noch keine Behandlung bisher.
Dann fordere doch die Unterlagen Deines Arztes vom vorherigen Wohnsitz, die Du dann dem äD als zusätzliche Befunde zusenden kannst.
 
M

Mitglied 61702

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Das ist nicht möglich, habe ich ja schon versucht. Die Praxis gibts nicht mehr, und ich habe bisher nicht herausbekommen, wer jetzt die Akten hat. Deshalb ja auch der äD-Termin.

Ist aber alles keine Lösung für mein momentanes Problem, daß ich nicht weiß, was ich dem SB sagen soll, wenn er mit die EGV und entsprechende Maßnahme jetzt um die Ohren wedelt. Ich befürchte, ich soll schlicht überrumpelt werden.

Natürlich weiß ich, daß ich mir alles zur Durchsicht nach Hause mitnehmen kann. Allerdings hat dieses JC schon so ziemlich alles versucht, mich reinzulegen, angefangen dabei, daß mir der Besuch des äD als EGV untergejubelt werden sollte. Dazu noch die Nummern mit HG und Ablehnung der Selbstständigkeit, und den Kommentaren, daß sie auch mich wie alle anderen in Arbeit (oder Maßnahme) bekämen und ich mir alles andere würde abschminken können.

Ich brauche Hinweise im Vorfeld auf etwaige Fallen. Und wüßte wirklich gerne, was ein korrektes, gesetzeskonformes Profiling wäre. Es steht ja sogar noch in meinem AA-Profil daß ich Vollzeit zur Verfügung stünde und beliebig und gerne mehrere Städte weit täglich anreisen würde (weder das eine, noch das andere, 200m Fußweg ist für mich schon ein Staatsakt).
 

Caramell

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Watch, das Problem ist, Du hast auf der einen Seite das Gutachten vom äD. Das ist für die vom JC erst mal bindend und eigentlich sollen die prüfen, was für Dich geeignet ist und was nicht. Das funktioniert in der Praxis leider nicht.

Das Profil im AA sollte natürlich angepasst werden, leider weiß ich nicht, ob man das selber kann.

Ein Profiling bei Dir sollte Deine Einschränkungen berücksichtigen. Deshalb wäre es ja nun wichtig, das Drin steht, das eben kein weiter weg zurück gelegt werden kann. Dazu brauchte eben der äD die Infos.

du steckst in einer Zwickmühle, Du bist mit dem Gutachten vom äD so weit zu frieden, möchtest aber das vom JC mehr berücksichtigt wird. Das passt irgendwie nicht zusammen.
Klar kann ich gut nachvollziehen, das Du krank bist und es sicher auch nicht besser wird. Da aber das JC so genau ist, muss man eben auch genau sein, leider.

Für Dich wäre ein Beistand beim Besuch des JC das Beste, so kann der aufpassen, das Du nicht überrumpelt wirst und freche Aussage vom SB werden wahrscheinlich auch unterbleiben.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Da ich nicht weiß, was als "Profiling" gilt, kann ich nicht sagen, ob es bereits stattgefunden hat bzw. was das JC berücksichtigt und was nicht.

Mir ging es in diesem Thread darum, Hintergründe zur Argumentation mit der Selbstständigkeit zu erfahren.
 
M

Mitglied 61702

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So. Meldetermin ist erfolgt, ich war solo da. Anscheinend hat das äD-Gutachten dem SB doch so den einen oder anderen Zahn gezogen. Termin war jedenfalls relativ friedlich und ich blieb auch absichtlich recht einsilbig. Ihm ist außerdem anscheinend nun klar, daß nichts mit körperlich oder zeitlich anspruchsvollen Jobs, AGH und Maßnahmen ist. Eine EGV wurde nicht vorgelegt, die wird wohl noch kommen, oder der SB hat vergessen, daß ich die letzte nicht unterschrieben hatte, weil sie lediglich den Besuch beim äD regelte.

In eine Maßnahme verfrachten will er mich dennoch mit aller Gewalt, und wenn es nur ein Tag pro Woche für 3 Monate ist. Zumindest würde er, so sagt er, damit meinem Gesundheitszustand und den regelmäßigen Arzt- und Therapiebesuchen Rechnung tragen. Das "Angebot" selbst ist jedoch - vor allem wenn ich mir meinen Hintergrund ansehe - außergewöhnlich sinnlos. Ich habe mich weder positiv noch negativ geäußert.

Den Flyer der Firma (eine angeblich gemeinnützige GmbH, übrigens jene, welche ich schon vermutete, nämlich jene die in großem Maße eigentlich vormals städtische/gemeindliche Aufgaben übernommen hat, aber dafür 1 Euro-Jobber ausnutzt, statt Bauhof- und Stadtarbeiter zu bezahlen) habe ich mir besorgt, neben AGHs/1 Eurojobs gibt es dort auch ein reichhaltiges Angebot an denkwürdigen Coachings. Sie ist kofinanziert vom ESF. Anbei das (vermutlich wegen der geringen Dauer) vorgeschlagene Coaching. Das ist nichts, was mich irgendwie voranbringen würde.

Ich habe im Übrigen natürlich auch nochmals erwähnt, daß ich nach wie vor meine Selbstständigkeit vorbereite. Wenn ich dies wolle, so hieß es, müsse ich dem Selbstständigen-SB einen Businessplan vorlegen (gut, kann er haben). Lustig jedoch der Hinweis, daß dieser SB mir seiner Beurteilung entsprechend "erlauben" oder "untersagen" können würde, ob ich selbstständig sein dürfe oder nicht. Ich habe meinen Kommentar mit dem Klammerbeutel und der Puderquaste, der daraufhin heraushuschen wollte, zurückgehalten... bringt ja nichts.

Nächster Termin ist in einigen Wochen, bis dahin hatte ich noch so einige Facharzttermine, und evtl. liegt ja dann auch schon ein Businessplan vor.

Wie seht ihr die Situation?
 

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saurbier

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Hallo Watch,

also deine hier aufgelisteten Einschränkungen lesen sich ja fast so wie meine damals vom äD für die AfA festgestellten.

Da frage ich mich aber doch schon, warum willst du keine Reha machen um dann ggf. mit einer Teil-EMR vielleicht einen schritt weiter zu kommen.

Ich sehe das so:

Über eine Teil-EMR könntest du dann ggf. den Weg in die Arbeitsmarktrente erreichen, sofern ja keine Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen ist.

Klar auch ein Arbeitsmarktrentner muss der Vermittlung beim JC zur Verfügung stehen, nur geht das dann doch ein klein wenig schwerer.

Allerdings wäre da dann auch die grundsätzliche Frage, ob du als Arbeitsmarktrentner überhaupt noch auf aufstockende Leistungen seitens des JC angewiesen wärst. Sollte das nicht der Fall sein, ja dann hättest du entlich Ruhe.

Selbst wenn du nur wegen minimaler Aufstockungsleistung da dann noch in Abhängigkeit stündest, dann könntest du dir immer noch mit Hilfe eines Minijobs davon unabhängig machen.

Das allerdings hängt natürlich davon ab, ob und wenn ja wieviel Rentenanspruch dir überhaupt zusteht.

Nach der jetzigen Information will die möglicher Weise neue Koalition ja die EMR erheblich aufstocken (Anrechnung bis 67).

Wenn das alles nichts für dich ist, na ja dann bleibt dir leider nicht mehr viel übrig und du dürftest wohl über kurz oder lang tatsächlich in einer Behindertenwerkstatt landen, wenngleich ich nicht glauben mag das man dich da einfach so hin abschieben kann. Immerhin bist du ja noch kein anerkannter Behinderter und für diese Gruppe wurden die Behindertenwerkstätten ja geschaffen. Oder hast eine anerkannte Behinderung?


Grüße saurbier
 
M

Mitglied 61702

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Ich habe keinen Rentenanspruch. Sie könnten mich nicht mal vorzeitig in Rente schicken, denn die läge unter der Grusi (weit drunter). Ich habe lange Strecken meines Lebens im Ausland gelebt bzw. freiberuflich gearbeitet.

Derzeit habe ich noch keinen GdB, werde aber drüber nachdenken. Und nö, in eine Behindertenwerkstätte werde ich mit absoluter Sicherheit nicht gehen. No way, no how.

Nee, nee, ich will meine Selbstständigkeit wieder neu aufbauen, und wenn ich im Rahmen dessen arbeite, was meiner Leistungsfähigkeit entspricht, sollte ich dafür bereits gut über dem Mindestlohn für dieselbe Stundenzeit liegen. Mit etwas Glück bin ich evtl. sogar zumindest bis zum Ruhestand weg vom Amt, auch wenns später Altersgrusi werden wird.
 

Caramell

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Watch, so viel ich weiß, sind die Maßnahmen aus dem ESF freiwillig.
100 % sicher bin ich mir aber nicht.

Sicher weiß noch jemand was dazu.

Den Termin hast Du doch gut gemeistert, ruhig bleiben hilft da immer und nicht so viel erzählen.
Das Gutachten vom äD hat also Wirkung gezeigt.
 
M

Mitglied 61702

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Wie bekommt man heraus, ob eine Maßnahme direkt von der ESF und damit freiwillig ist?
 
M

Mitglied 61702

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Im Flyer steht bisher nur, daß diese Maßnahmen vom ESF unterstützt werden.
 
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