Meldefrist Auszubildende für Arbeitslosigkeit

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Berti

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Gilt für Auszubildende eigentlich auch die Meldefrist von 3 Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit ?

Da bei der Ausbildung nicht genau bekannt ist wann diese endet ( durch die Prüfungstermine bzw. wann mündliche Prüfung ist ), wäre es ja schwierig den Zeitraum von 3 Monaten einzuhalten um sich Arbeitssuchend zu melden.

Es ist eine betriebliche Ausbildung, auch wenn diese durch das Arbeitsamt über einen Träger gefördert wird, gilt hierbei die gleiche Meldefrist?

Bisher unterschiedliche Aussagen gehört im Bekanntenkreis, von ja 3 Monate vorher melden und für Auszubildende gilt das nicht, was stimmt denn nun ?
 

biddy

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Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses weniger als drei Monate, hat die Meldung innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu erfolgen.
Betriebliche und schulische Ausbildungen sind von der Meldepflicht ausgenommen. Auszubildenden, die wissen, dass sie nach der Ausbildung nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden, wird allerdings empfohlen, sich bei einer Agentur für Arbeit frühzeitig arbeitsuchend zu melden und die Dienstleistungen zur Unterstützung der Vermittlung zu nutzen.
Quelle

1. Bei Beendigung eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses
sind Sie verpflichtet, sich spätestens drei
Monate vorher persönlich arbeitsuchend zu melden.
Erfahren Sie von der Beendigung weniger als drei
Monate vorher, müssen Sie sich innerhalb von drei
Tagen melden. Zur Wahrung der Frist und um Ihnen
die Arbeitsuchendmeldung zu erleichtern, können Sie
uns z. B. telefonisch die Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses
mitteilen und einen Termin zur persönlichen
Arbeitsuchendmeldung vereinbaren. Neben der
telefonischen Meldung besteht die Möglichkeit der
online-Arbeitsuchendmeldung. Melden Sie sich nicht
rechtzeitig, droht eine Sperrzeit. Lediglich bei einem
betrieblichen Ausbildungsverhältnis gilt die Pflicht zur
Meldung nicht.
Quelle
 

Berti

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Ich habe hier einen Link bei der Agentur für Arbeit gefunden, wenn ich das dort richtig interpretiere, scheint es diese Frist für Auszubildende doch nicht zu geben:

Frühzeitige Arbeitsuchendmeldung


Zitat daraus:

Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens 3 Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden (§ 38 Abs. 1 SGB III).


Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses weniger als drei Monate, hat die Meldung innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu erfolgen.


Betriebliche und schulische Ausbildungen sind von der Meldepflicht ausgenommen. Auszubildenden, die wissen, dass sie nach der Ausbildung nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden, wird allerdings empfohlen, sich bei einer Agentur für Arbeit frühzeitig arbeitsuchend zu melden und die Dienstleistungen zur Unterstützung der Vermittlung zu nutzen.


Also scheint es diese Frist für Auszubildende doch nicht zu geben, oder verstehe ich das falsch?
 

Berti

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Danke biddy, da bist Du wohl schneller gewesen als ich.

Nur im ersten Satz steht, man ist verpflichtet und weiter unten dann doch nicht bei betrieblicher oder schulischer Ausbildung. Frage mich gerade wofür gibt es den ersten Satz, denn was soll es noch für andere Ausbildungen geben ? Oder ist das etwas anderes wenn die Ausbildung zwar in einem Betrieb ist bzw. dort der Ausbilder ist, jedoch über einen Träger gefördert ist das ganze und somit evtl. trotzdem Meldepflicht besteht.

Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens 3 Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden (§ 38 Abs. 1 SGB III).

Betriebliche und schulische Ausbildungen sind von der Meldepflicht ausgenommen.
 

Berti

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Früchtle, ich frage für jemand anders, ich selbst bin schon zu alt dafür;)

Aber ich weiß im September ist das Ende laut Ausbildungsvertrag, jedoch im Mai ist schon schriftliche Prüfung, die mündliche noch nicht genau bekannt, wahrscheinlich im Juni oder Juli und ab da würde ja schon das Ende der Ausbildung sein, im Gegensatz zu dem Datum im Ausbildungsvertrag.

Was denkst Du dazu und zu dem Link mit den Hinweisen oben ?

Eben auch mal bei der Agentur für Arbeit Hotline angerufen und die meinen diese 3 Monatsfrist gibt es für Auszubildende nicht mehr, das wurde geändert. Aber man weiß ja nie ob man sich auch auf so ne Hotline verlassen kann. :icon_neutral:
 

biddy

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@Berti

Ja, das (siehe Dein Posting #5) verwirrt mich auch. Ich weiß nur, dass es noch außerbetriebliche Ausbildungen gibt, die meintest Du wohl auch.
 

biddy

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Eben auch mal bei der Agentur für Arbeit Hotline angerufen und die meinen diese 3 Monatsfrist gibt es für Auszubildende nicht mehr, das wurde geändert. Aber man weiß ja nie ob man sich auch auf so ne Hotline verlassen kann. :icon_neutral:
Dann würde ich das schriftlich erfragen und eine schriftliche Antwort erwarten ... die Zeit ist bestimmt noch da, oder? Früchtle schrieb es bereits an anderer Stelle: Auskunfts- und Beratungspflicht nach dem SGB I
 

biddy

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Man weiß ja nie, ob der Auszubildende die Abschlussprüfung besteht
Wenn du die Abschlussprüfung bestehst, endet deine Ausbildung an dem Tag, an dem der Prüfungsausschuss die Ergebnisse bekannt gibt.

Bestehst du die Abschlussprüfung nicht, endet deine Berufsausbildung zu dem Datum, das in deinem Ausbildungsvertrag steht, wenn du nicht verlängerst - mehr dazu unter Prüfungen
Quelle: Azubi & Azubine - Ende der Ausbildung - was jetzt?
 

Berti

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Das mit dem Bestehen der Prüfung ist natürlich auch relevant. Habe ich mir auch schon Gedanken drum gemacht. Deswegen auch schwer zu wissen wann sind es noch 3 Monate.

Im Ausbildungsvertrag steht Ausbildung im Rahmen von BaE-k und wenn ich nach BAE suche, dann scheint dies wohl als Außerbetriebliche Ausbildung zu gelten. Somit würde ja wahrscheinlich wieder die 3 Monatsfrist in Kraft treten.

Ziemlich kompliziert da nen Durchblick zu bekommen.
 
G

gast_

Gast
Eben auch mal bei der Agentur für Arbeit Hotline angerufen und die meinen diese 3 Monatsfrist gibt es für Auszubildende nicht mehr, das wurde geändert. Aber man weiß ja nie ob man sich auch auf so ne Hotline verlassen kann. :icon_neutral:
Telefoniere nie mit denen - oberstes Gebot - und genauso: Traue nie einer mündlichen Aussage von denen. :icon_smile:

Haben die gesagt seid wann das geändert worden sein soll?

Ich habe nämlich nen Schriftverkehr gesehen, wo jemand eine Sperre bekommen hat - trotz Zusage des Arbeitsgebers, daß er bei Bestehen der Prüfungen weiter beschäftigt wird.
 

Berti

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Datum wurde nicht genannt, aber laut dem Link auf der Seite der Agentur für Arbeit scheint es ja zu stimmen.

Mit dem Telefonieren ist schon richtig, sollte nur mal Interessehalber sein was die da wohl sagen.

Weiß denn jemand wie sich das mit dem BaE-k verhält ?
 
G

gast_

Gast
Das mit dem Bestehen der Prüfung ist natürlich auch relevant. Habe ich mir auch schon Gedanken drum gemacht. Deswegen auch schwer zu wissen wann sind es noch 3 Monate.
Wie gesagt: 3 Monate vor Ausbildungsende, das im Vertrag steht - solange arbeitet der Auszubildende ja noch für die Ausbildungsvergütung, trotz Prüfung.
 

ela1953

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Bei einer betrieblichen Ausbildung gilt die dreimonatige Frist für Azubis nicht.

Er braucht sich auch nicht drei Monate vor dem im Ausbildungsvertrag genannten Termin zu melden.

Nicht mal, wenn der Azubi die Mitteilung erhält, dass er nach bestandener Prüfung nicht übernommen wird.

Meinen Sohn haben die im letzten Jahr wieder weg geschickt.

Er musste sich erst unverzüglich nach der mündlichen Prüfung beim Arbeitsamt arbeitslos melden und ist dort am Tag nach der Prüfung hingegangen.

Das die dreimonatige Frist für Azubis nicht gilt, wurde aber bereits in der Berufsschule mitgeteilt. Da hier im Forum aber auch zu der Zeit geschrieben wurde, dass die Frist doch gilt, hab ich meinen Sohn zum Arbeitsamt geschickt. Aber die Aussage der Berufsschule stimmte.
 

Berti

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Das ist doch mal ein praxisnahes Beispiel.

Bleibt dann die Frage, bei Dir ging es um eine betriebliche Ausbildung, doch wie ist es dann bei der außerbetrieblichen, wenn diese BaE-k wirklich dazu zählt ?
 
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