Meine tabellarischer Lebenslauf ist eine Katastrophe und ich brauche Ratschläge, da ich zu oft arbeitslos und krank war:-(

Nudenude

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Hallo,
ich benötige mal wieder eure Unterstützung.

Es geht um meinen tabellarischen Lebenslauf, der in der Tat die reinste Katastrophe ist. Mir wird selbst schlecht davon und als Firmeninhaber würde ich direkt die E- Mail in den Papierkorb schieben.
Ich hatte sehr viele Stellen, aber das sehe ich nicht mehr als schlimm an, da ich viele Erfahrungen sammeln konnte und das macht sich in meinen Tätigkeiten bemerkbar.
Aber ich war zu oft krank und das ist so schlecht, hier weiß ich wirklich nicht wie ich das ausbaden soll und jetzt zuletzt war ich so lange krank und jetzt bin ich beim Arbeitsamt.
Dann sind auch immer wieder Zeiten dabei, als ich arbeitslos war und ich kann nicht immer berufliche Neuorientierung schreiben oder Pflege eines Angehörigen. Das steht auch schon im Lebenslauf.

Klar sollte die Wahrheit drin stehen, aber so kann ich das auch nicht drin stehen lassen.

Hat jemand von euchbeinen Ansatz?

Anscheinend Word das mit.meiner Weiterbildung nicht klappen bzw. Bis dahin gehe ich lieber arbeiten als das ich mich von der AFA nerven lasse für die paar Kröten, die ich von den bekomme.

Ziel war ja, mich weiterzubilden und mich dann nach ca. 1 bis 1,5 Jahren selbstständig zu machen ohne grosses Eigenkapital, also alles realistisch. Aber es geht gerade nichts vorwärts und ich muss irgendwas tun.
 

vidar

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Moin @Nudenude,

um dir hier Tipps geben zu können, solltest du bitte zuerst einmal deinen aktuellen Entwurf des Lebenslaufs hochladen. Firmennamen
etc. kannst du ja xxxx. Die Art der Tätigkeit sollte jedoch erkennbar sein.
.
 

Nudenude

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Ich war vie Mal insgesamt krank und das jedes mal 1,5 Jahre, sechs Mal arbeitslos mal länger mal kürzer und insgesamt in fünf verschiedenen Berufen gearbeitet. Reicht dir das?
Ich mag das nicht Hochladen.
 

vidar

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Ohne Kenntnis deines Alters, deiner Schulbildung, deiner(s) Berufsausbildung/Studiums und deiner bisherigen Arbeitsverhältnisse wird es schwer sein dir eine Hilfe geben zu können.

Kannst ja sonst mal hier reinschauen:

"Karrierebibel"
"Arbeits-ABC"
.
 

Woodruff

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Hallo Nudenude,

vielleicht ist bei diesen kostenlosen Mustern für einen "Lebenslauf" auch für Dich etwas dabei, bzw. so kannst Du Dir ein paar Anregungen holen.


Quelle:
Lebenslauf.de GmbH
Deisterstraße 20
31785 Hameln
 

Ruhrpottmensch

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Aus eigener Erfahrung:
Aus einer "Katastrophe" kann man nur schwer eine "Blumenwiese" machen...

Ich selbst bin schon über "geschönte" Lebensabschnitte gestolpert. Das hat zu unangenehmen Nachfragen, in einem Fall definitiv zum Jobverlust, geführt.

Seit dem gehe ich -zwangsläufig (aber auch mit gutem Gefühl dabei)- ganz offen mit meinem etwas "unruhigen" Lebenslauf um.
Natürlich gibt es immer wieder Arbeitgeber, die ein möglichst glattes & perfektes "Leben" sehen wollen. Aber dann bedanke ich mich meisten für den Kaffee und wünsche viel Glück auf der weiteren Suche. Ich bin authentisch. Mit meiner Erkrankung, mit meinem "unstetigen" Leben und auch mit meinen "Lücken".

Siehs mal so... Auch diese "Lücken" haben Dir "Lebenserfahrungen" gebracht. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es da draußen sicherlich ARbeitgeber gibt, die (gerade) so etwas zu schätzen wissen...

Die Suche dauert eventuell nur etwas länger...

Das nur mal als Gedankenanstoss...
 

AL-Verwaltung

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... in einem Fall definitiv zum Jobverlust, geführt.
Ich denke du hast da die richtige Einstellung (authentisch sein), aber mein Gefühl sagt mir das die AG bzw. Personaler(innen) die nur 1a-Lebensläufe überhaupt in die Fachabteilungen weiter geben immer mehr zunimmt.
Mich hat allen ernstes schon mal eine junge Personalerin im Gespräch gefragt, was ich in 3 Monaten Pause zwischen Studium und erster Stelle gemacht habe :ROFLMAO:

Interessant wäre, wie es bei dir konkret zu so einer heftigen Folge (Kündigung) gekommen ist bzw. was du da verschwiegen hast?
 

Karl Schmidt

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Ruhrpottmensch

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[...] aber mein Gefühl sagt mir das die AG bzw. Personaler(innen) die nur 1a-Lebensläufe überhaupt in die Fachabteilungen weiter geben immer mehr zunimmt.
Mich hat allen ernstes schon mal eine junge Personalerin im Gespräch gefragt, was ich in 3 Monaten Pause zwischen Studium und erster Stelle gemacht habe :ROFLMAO:
Das ist das selbe wie mit den Zeugnissen...
Wo vor 15 -20 Jahren noch ein "aalglattes" Zeugnis fast schon eine Einstellungsgarantie war, so wird da heutzutage nicht mehr so arg drauf geachtet (Klar... Geht noch deutlich besser, aber es ist ein Umdenken spürbar). Fachkräftemangel sei Dank...

Das gleiche wird hoffentlich auch bei Lebensläufen passieren...
Vor allem, da es doch in der Generation Z nix ungewöhnliches mehr ist, sich ein "Sabbatjahr" schon mit Anfang 20 zu nehmen...

Interessant wäre, wie es bei dir konkret zu so einer heftigen Folge (Kündigung) gekommen ist bzw. was du da verschwiegen hast?
Bei betroffener Stelle habe ich eine (lange) Krankenzeit verschwiegen bzw. mich mit "Pflege eines Angehörigen" rausgeredet.
Leider (oder im Nachgang: ZUM GLÜCK!) ist das betroffene Berufsfeld ein böhmisches Dorf, in dem getratscht wird. So kam der damalige AG über drei Ecken mit dem Arbeitgeber, bei dem ich vormals aufgrund der Krankheit ausgeschieden bin, zusammen und hat dann 1 & 1 zusammengezählt...

Shit happend... Hat mir aber gezeigt, dass ich nie wieder in diesem Berufsfeld arbeiten möchte (Und htte somit damit durchaus auch etwas positives)
 
Zuletzt bearbeitet:

HartzVerdient

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[...] mein Gefühl sagt mir das die AG bzw. Personaler(innen) die nur 1a-Lebensläufe überhaupt in die Fachabteilungen weiter geben immer mehr zunimmt.

Es kommt drauf an! Man kann diese Aussage nicht pauschalisieren.

Es gibt durchaus Arbeitgeber, die suchen explizit keine 1a-Lebensläufe und ich möchte begründen warum dies so ist.

Es gibt viele Berufsfelder, Branchen und Standorte, die ernsthafte Probleme haben, an Personal heranzukommen. Teilweise kann es u.A. auch sein, dass das Arbeitsumfeld toxisch, stressig oder gar der unmittelbare Vorgesetzte schwierig ist. Da haben Personaler ein Problem an geeignetes Personal zu gelangen. Besonders a) wenn sie ein 1a-Lebenslauf haben und schnell verschwinden können, wenn es im Unternehmen dann doch anders läuft als einst vermittelt wurde, oder b) man die Hoffnung hat, dass der Inhaber des nicht 1a-Lebenslaufs selbst einsieht, dass er keine andere Wahl hat als einige Jahre dort zu bleiben.

Soll heissen: Auch für kaputte Lebensläufe gibt es einen Arbeitsmarkt! Der kann sogar sehr gut bezahlt sein. Nur das Umfeld kann ggf. die von mir benannten Makel aufweisen (... muss nicht).

Man sollte solche Stellen auch als Chance sehen. Als Chance erstmal aus dem Hartz4 System herauszukommen, sich vielleicht 2 Jahre einem Arbeitsmarkt anzubiedern (damit man im Falle eines Falles erstmal in ALG1 landet), sich in der Zwischenzeit nach neuen Möglichkeiten umorientieren (weiterbewerben) oder innerhalb der Firma (falls es etwas größeres ist) neue Netzwerke aufzubauen und sich dann abzuseilen.
 

Zermürbt38

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Bevor ich meine jetzige Ausbildung fand war ich auch sehr lange arbeitslos, auch durch eine mehrjährige Erkrankung. Mir ist es nie in den Sinn gekommen zu lügen oder den Lebenslauf zu schönigen.

In einer letzten 6 monatigen Maßnahme verlangte man das von mir und dieser Lebenslauf mit einem dort erstellten katastrophalen Anschreiben (wo ich im übrigen nur Absagen kassierte) wurde an das Jobcenter weitergeleitet (angeblich wäre es denen ihre Pflicht). Naja jedenfalls bekam ich sehr sehr viele Absagen, eben auch durch meine langjährige Krankheit denke ich mal, denn meine Bewerbung wurde oft gleich aussortiert oder kam sogar manchmal am nächsten Tag wieder zurück. Trotzdem ist es nicht mein Fall Lügen zu verbreiten.

So änderte ich auch meinen Lebenslauf und Anschreiben nach der Maßnahme wieder zur Wahrheit um und plötzlich bekam ich wieder Vorstellungsgespräche und Hospitationen. Plötzlich fand ich einen Arbeitgeber der mit mir fühlen konnte und bekam einen Ausbildungsplatz. So garnicht im Sinne des Jobcenters ist mir aber egal. Ich bin jetzt glüklich und bin froh das ich nicht aufs Jobcenter hörte. Gefragt wurde ich im übrigen nie nach meinen Lücken.
 

Bonze

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Bevor man 10-15 mal ein Datum mit was man gemacht hat aufzählt, einfach Schreiben:

Nach Schule und Ausbildung mal gearbeitet mal nicht aber immer auf der Suche nach dem richtigen Job, den ich bei ihnen zu finden hoffe.

Also kurz und knackig außerdem ist es ehrlich und leicht zu lesen, was meistens von Vorteil ist.
Natürlich zu Schule und Ausbildung schon Angaben machen.
 

HartzVerdient

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Das mit dem Lügen ist immer ein zweischneidiges Schwert.

Zum Einen weiß der Arbeitgeber im Vorfeld garnicht, ob ein "ungelogener" Lebenslauf gelogen ist oder nicht und umgekehrt ist es auch so. Lügen kommen meistens erst im Vorstellungsgespräch auf den Tisch. Und man sollte bloß nicht denken, die Arbeitgeberseite würde im Vorstellungsgespräch keine alternativen Wahrheiten auftischen um an Personal zu gelangen. Die sitzen halt nur am längeren Hebel.
 

Kerstin_K

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Ichhabe in meinemLebenslauf nur eine grössere Lücke. Nach meiner Ausbildung habe ich zunächst sofort eine befristete Stelle für 18 Monate gefunden, danach war icdann 22 Monate arbeitssichend. DAs war aber nie ein Problem. Heute ist das 35 Jahre her und ich bin jetzt seit 25 Jahren beim sekben Arbeitgeber (okay, es gab diverse Ummfirmierungen, Merger und Betriebsübergänge,aber das zaählt ja nicht mit.) Ich gehe davon aus, dass, müsste ich mich heute bewerben, nach dieser Lücke kein Hahn mehr krähen würde.

Abr ich habe hier auch den Lebenslauf so eines Kandidaten auf dem Tisch. Schwerbehindert, e-Rolli. hat mal Bürohelfer gelernt und dann bis zum Bürokaufmann weitergemacht und seitdem immer wieder schlchtbezahlte Befristetet Jobs. Und dazwischen immer wieder Krankenahusauenthalte, abbbrüche durch Krankheit, einen guten Job hat er verloren, weil er in der Probezeit aus dem Rollstuhl gefallen ist und sic einen komplizierten Armbruch zugezogen hat, der in monatelang ausser gefecht gesetzt hat. Ns Telefon kann an ihn auch nicht setzen,eil er behinderungsbedingt eine etrem unangenehme Telefonstimme hat...Ich bin schon Wochenlang am grübeln, aber ich weiss auch nicht, we man das vorteilhafter gestalten kann. ZUmal die "Fachkenntnisse" auch ausgesprochen dünn sind. Uber eine Summenformel gehen zum Beisoeiel sien Ecel-Kenntnisse nicht hinaus. Er meint zwar, Word zu beherschen, die Formatierung seines Lebenslaufes spricht aber eine Andere Sprache (Spalten mit Leerzeichen ausgerichtet usw.). Echt nicht einfach.
 

Nudenude

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Ich denke du hast da die richtige Einstellung (authentisch sein), aber mein Gefühl sagt mir das die AG bzw. Personaler(innen) die nur 1a-Lebensläufe überhaupt in die Fachabteilungen weiter geben immer mehr zunimmt.
Mich hat allen ernstes schon mal eine junge Personalerin im Gespräch gefragt, was ich in 3 Monaten Pause zwischen Studium und erster Stelle gemacht habe :ROFLMAO:

Interessant wäre, wie es bei dir konkret zu so einer heftigen Folge (Kündigung) gekommen ist bzw. was du da verschwiegen hast?
Danke für deine und eure Rückmeldung.
Ich wurde bis auf einen Job nie gekündigt. Ich bin immer selbst gegangen. Entweder zu wenig Geld oder das Klima stimmte nicht oder weil ich mich weiter entwickeln wollte.
 

franzi

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Das Thema Weiterentwicklung (vielleicht auch Weiterbildung) ließe sich eventuell im Anschreiben positiv hervorheben. Etwa so: "Durch meine vielfältigen beruflichen Erfahrungen konnte ich mir ein breit gefächertes Wissen aneignen, welches ich gerne in meine neue Tätigkeit ... einbringen möchte."
Oder: "Gerade meine praktischen Erfahrungen in den Bereichen X und Y würde ich gerne in der neuen Aufgabe X umsetzen."
"Ich kann mich gut auf neue Arbeitsbereiche einstellen, habe eine hohe Auffassungsgabe und bin flexibel einsetzbar ..."
"Ich freue mich auf neue Herausforderungen, weil ich mich gerne weiterentwickeln möchte."

Außerdem solltest du an die Softskills denken: hast in verschiedenen Teams gearbeitet, kannst gut mit unterschiedlichen Menschen umgehen, hast dich rasch eingearbeitet in neue Arbeitsfelder etc. ... Außerdem bist du aufgeschlossen für Neues, lernwillig, interessiert, begeistert etc.
 

PeterPause

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Aus eigener Erfahrung:
Aus einer "Katastrophe" kann man nur schwer eine "Blumenwiese" machen...

Ich selbst bin schon über "geschönte" Lebensabschnitte gestolpert. Das hat zu unangenehmen Nachfragen, in einem Fall definitiv zum Jobverlust, geführt.

Seit dem gehe ich -zwangsläufig (aber auch mit gutem Gefühl dabei)- ganz offen mit meinem etwas "unruhigen" Lebenslauf um.
Natürlich gibt es immer wieder Arbeitgeber, die ein möglichst glattes & perfektes "Leben" sehen wollen. Aber dann bedanke ich mich meisten für den Kaffee und wünsche viel Glück auf der weiteren Suche. Ich bin authentisch. Mit meiner Erkrankung, mit meinem "unstetigen" Leben und auch mit meinen "Lücken".

Siehs mal so... Auch diese "Lücken" haben Dir "Lebenserfahrungen" gebracht. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es da draußen sicherlich ARbeitgeber gibt, die (gerade) so etwas zu schätzen wissen...

Die Suche dauert eventuell nur etwas länger...

Das nur mal als Gedankenanstoss...
Ich finde diesen Ansatz sehr gut. Am Ende zahlt sich Ehrlichkeit auf jeden Fall mehr aus als Schönrednerrei, bei letzterem kannst du langfristig eigentlich nur verlieren, da immer wieder unangenehme Fragen zu einigen Posten in deinem Lebenslauf kommen werden, die du nur schwer beantworten kannst.
Überlege dir doch einmal, was dir die Zeiten, in denen du erwerbslos warst, positives gebracht haben könnten, zum Beispiel menschlich. Das kannst du dann möglicherweise in einer Bewerbung anführen.
 
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