Meine Schwiegermutter ist verstorben, mein Mann und ich erhalten Leistung nach SGB XII, seine Schwester hat ein Einkommen. Muß sie sich an den Beerdigungskosten beteiligen?

Majale

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Hallo,
ich erwarte keine rechtsverbindliche Antwort, aber evtl. weiß doch jemand etwas zu dem Thema.
Meine Schwiegermama verstarb, und "übrig" sind mein Mann und seine Schwester.
Mein Mann und ich erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt nach XII.., u.s.w.
Die Schwester liegt mit ihrem Einkommen weit, weit drüber.
Nachdem ich ihr Unterlagen des Bestattungsinstituts geschickt habe, meldet sie sich nicht. Sie wird sich weigern zu zahlen.
Dessen sind wir uns sicher.
Ich werde wohl einen Beihilfeschein beim Amtsgericht holen, damit wir einen Rechtsanwalt konsultieren können.
Mich interessiert nur vorab, ob jemand weiß, wielange die Frist ist, wo sie zu bezahlen hätte.
Es wäre sehr nett, wenn jemand etwas posten würde.
Falls niemand antwortet, ist das natürlich auch in Ordnung. Ist halt spezielles Thema, aber im Netz finde ich nichts dazu.
Herzlichen Dank und liebe Grüße, majale
 

Curt The Cat

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo Majale,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

 

wheelie

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Moin,

Bestattungsrecht ist in allen Bundesländern in vielen Fragen verschieden.

Wenn es auf einen Streit raus kommt, würde ich schauen, was bei Euch für Bedingungen für Sozialbestattungen gelten bzw. beim Amt direkt vorsprechen diesbezüglich. In vielen Städten gibt es die Möglichkeit, dass quasi direkt vom Amt eine einfache Bestattung gezahlt wird, dann wärt ihr raus. Denn zahlen muss grundsätzlich, wer es beauftragt hat, und wenn die Schwester sich da länger weigert, könntet Ihr da auch viel Ärger mit haben.

Das Amt würde sich das dann vermutlich von der Schwester wieder holen, und Ihr dürftet damit nicht allzuviel zu tun haben. Das ist weder rechtsverbindlich, noch klar, in welchen Bundesländern es genau gilt.

Ich hoffe, dass Euch das ein wenig helfen konnte und Ihr eine Lösung findet, mit der ihr zufrieden seid für den Augenblick und die Euch auf Dauer nicht allzuviel Ärger verursacht.

Lg wheelie
 

Kerstin_K

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Wer bestattungspflichtig ist, dass ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, aber es ist zuvermuten, dass die Kinder der Verstorbenen es auf jeden Fall sind.

Gibt es ein Erbe? Wenn ja, nutzt der Schwester die Verweigerung jetzt gar ncts, denn die bestttungspflichtigen könen sic die Bestattungskosten von den Erben wiederholen.
 

Majale

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Vielen Dank. Das ging aber flott.:))Kein Erbe vorhanden. Zum Sozialamt wegen der Bestattungskosten muß ich nicht. Antrag auf Bestattungskosten wurde abgelehnt mit Verweis auf das hohe Einkommen der Schwester.LG
 

Kerstin_K

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HAbt Ihr das Bestttungsinstitut beauftragt? Wenn nicht, dann kann man sowas auch aussitzen. Dann wird derjenige, der als erster bestttungspfkichtig ist (in Nieersachsen ist das , wen es nur noch Kinder gibt, das älteste Kind.) vom Ordnungsamt mit Fristsetzung aufgefordert, die Bestttung zu veranlassen. Das muss man ber aushalten können, ist nict für jeden geeiget dieser Weg.
 

hansklein

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Hallo,
ich erwarte keine rechtsverbindliche Antwort, aber evtl. weiß doch jemand etwas zu dem Thema.
Meine Schwiegermama verstarb, und "übrig" sind mein Mann und seine Schwester.
Mein Mann und ich erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt nach XII.., u.s.w.
Die Schwester liegt mit ihrem Einkommen weit, weit drüber.
Nachdem ich ihr Unterlagen des Bestattungsinstituts geschickt habe, meldet sie sich nicht. Sie wird sich weigern zu zahlen.
Dessen sind wir uns sicher.
Ich werde wohl einen Beihilfeschein beim Amtsgericht holen, damit wir einen Rechtsanwalt konsultieren können.
Mich interessiert nur vorab, ob jemand weiß, wielange die Frist ist, wo sie zu bezahlen hätte.
Es wäre sehr nett, wenn jemand etwas posten würde.
Falls niemand antwortet, ist das natürlich auch in Ordnung. Ist halt spezielles Thema, aber im Netz finde ich nichts dazu.
Herzlichen Dank und liebe Grüße, majale
Wer hat die Bestattung denn beauftragt? Unterscheiden muss man auch zwischen Bestattungspflicht und Kostentragungspflicht.

Ist denn ein positives Erbe zu erwarten, so das daraus die Bestattungskosten gedeckt werden könnten oder ist bekannt, ob Schulden übrig bleiben? ( z.b. wenn die Miete weiter gezahlt werden ums u.a. lfd. Kosten, falls sie nicht in einem Heim war.) Soweit uns das erklärt wurde, zahlt die RV die letzte Rente in dem Monat des Todes ( nicht tagesgenau), das Sozialamt zahlt Kosten nur bis zum Todestag.

In letzterem Fall, wäre zu überlegen, ob die Erbschaft ausgeschlagen werden sollte, was nicht automatisch dazu führt, das man sich evtl. nicht an den Bestattungskosten beteiligen muss, wenn man kann.Für die Ausschlagung einer Erbschaft gilt eine Frist, 6 Wochen. Das würde ich in Erwägung ziehen, wenn das Erbe definitiv negativ ist, sind dagegen noch Werte vorhanden, z.b. LV, Haus, Kfz mit Wert etc. schneide ich mich evtl. ins eigene Fleisch. Schlagen alle Erben die Erbschaft aus, gilt i.d.R.:

Nach § 1968 BGB hat der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers zu tragen. Wenn es keine Erben mehr geben sollte oder alle die Erbschaft ausschlagen, dann gibts die Haftung der Unterhaltspflichtigen (§1615 BGB), dann gilt i.d.R. wieder die normale Reihenfolge.

Einen Anwalt zu beauftragen ist von daher keine schlechte Idee. Rechtsverbindlich etwas auszusagen ist für Laien, meine Meinung ,nicht möglich. Bei uns ist jetzt fast 4 Wochen nach dem Tod unserer Mutter noch nicht mal alles geklärt, obwohl wir die Beerdigung bezahlen. Die Schluss Rechnungen Heim/Sozialamt/Beerdigungsinstitut stehen alle noch aus, das zieht sich derzeit wie Kaugummi, da lässt sich auch keiner durch Auskunftsersuchen von uns Privat unter Druck setzen, das ganze zu beschleunigen, damit wir einen Schlussstrich ziehen können. Ich denke mal, mit Notar/Anwalt wäre das schneller gegangen und wir hätten auch weniger Sorgen, was evtl. noch so kommt.
 
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Kerstin_K

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Auch bei Erbausschlagung koennen die Bestattungskosten aus dem Nachlass erstattet werde, wenn genug da ist. Das hatten wir bei meinem Bruder. Langjähriger ALGII ubd Grusibezug + Schulden. Da alle das Erbe auschlugen, wurde eine Nachlassverwalterin eingesetzt. Wir bekamen dann von dieser die Bestattungskosten erstattet. Ich habe keine Ahnung, wo die Frau das Geld zusammengekratzt hat.
 

Majale

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Lieben Dank an alle!
Die Frist für Erbausschlagung ist abgelaufen. Wußten nicht, daß es so wenige Wochen nur gilt. Jaja, Altenheim, etc. Die haben Zeit. Mitte März war der Todesfall, und erst jetzt ist alles per Post eingetroffen, Abschlußbericht Taschengeld, etc.p.p. Ätzend.Ich kann das so gut verstehen, daß einen das nervt. So kommt man gar nicht richtig zum Trauern und Verarbeiten, sondern kümmert sich um die Abwicklung. Hatte online Kontakt zu Anwalt, aber 50 Ocken war mir zuviel für eine Antwort. Wir haben Gebühren, Sterbeurkunde, etc. vom Konto der Verstorbenen bezahlt. Wie gesagt, die Ausgleichszahlung muß die Tochter wegen hohen Einkommens nun begleichen. Wir haben nichts.Außer Ärger, weil sie gar nicht reagiert auf die Unterlagen, die ich ihr geschickt hatte.Lieben Dank noch einmal für euer Interesse und die Einbringung. Ich wünsche euch einen geruhsamen Sonntagabend und immer gute Gesundheit. Liebe Grüße, majale
 

wheelie

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Erbausschlagung 6 Wochen ab Bekanntwerden, nicht ab Todestag. Wenn Ihr es erst später erfahren habt, könnte es noch eine Chance geben.

Ich drücke die daumen, dass da keine Schulden und weiterer Ärger sind und es "nur" um die Bestattung geht, und Ihr dann wirklich trauern könnt. Ich gehöre auch zu denen, denen die Formalien nicht helfen, im Gegenteil. Bei manchen ist es ja anders, die fühlen sich davon über den Schock getragen, aber das hat bei mir noch nie funktioniert...

Lg wheelie
 
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