Meine Mutter ist ausgesteuert und wurde krank aus der Reha entlassen. Nun wird das ALG1 eingestellt

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sakkara

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Ausgesteuert und ALG 1 - weiter krank

Hallo zusammen,

bin neu und hätte eine Fragestellung.

Meine Mutter ist auf Grund Krankheit (Depression, Angzustände, Bandscheibenvorfälle, Arthrose) ausgesteuert und hat einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Diese ist noch nicht bewilligt. Sie war in der Reha in Bad Kösen, der Arzt sagte ihr mündlich sie sei für nicht mehr als 3 Stunden arbeitsfähig, im Befund standen dann plötzlich 6 Stunden, sie wurde jedoch krank entlassen! Meine Mutter hat noch ein ruhendes Arbeitsverhältnis.
Für meine Mutter ist nun das Arbeitsamt zuständig, der med. Dienst der AfA bewertet nach Aktenlage und entscheidet 6h/Tag arbeitsfähig, schließt jedoch so ziemlich alles aus, was man ausschließen kann bei der möglichen neuen Tätigkeit (Nacht, Schicht, stehen, knien, langes sitzen, heben etc., ), befindet jedoch Paragraph 145 SGB III sei nicht zutreffend.

Meine Mutter wird einer Maßnahme zugewiesen, kann an dieser jedoch nicht teilnehmen, da nicht umsonst krank geschrieben. AA stellt Zahlungen ein, mit Aufhebungsbescheid und Verweis auf 137 und 138 SGB .III. Person X stehe nicht zur Verfügung.

Welche Möglichkeiten hat meine Mutter damit umzugehen?.

Vielen Dank für Antworten.
Beste Grüße
Robert
 
E

ExitUser

Gast
Wichtig wäre erst mal sich das Gutachten des äD der AfA (Teil A und Teil B) zu besorgen, um zu wissen was der äD der AfA da wie und wo begutachtet hat. War sie persönlich beim äD zur Begutachtung? Wurde nach Aktenlage entschieden? Wenn ja, standen alle relevanten medizinischen Unterlagen zur Verfügung?

Sofern sie jetzt nicht unter den §145 SGB III fällt, steht sie nun mal mit ihrer festgestellten "Restleistungsfähigkeit" der AfA zur Verfügung und muss sich den Aktivitäten der AfA schon ein Stück weit beugen. Soweit erst mal die Lage.
 

sakkara

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Hallo, besten Dank für die schnelle Antwort,
der äD der AfA hat nach reiner Aktenlage entschieden, ohne Begutachten, tendenziell auf Grundlage der Rehagutachten, die wie o.g. mündlich andere Aussagen getroffen hat als schriftlich.

Ist das AfA verpflichtet das ärztliche Gutachten auszuhändigen? Kann man gegen dieses Gutachten allgemein in Widerspruch gehen um es Prüfen zu lassen, oder helfen dort nur Rechtsmittel?

Beste Grüße
 

sakkara

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Hallo Kerstin,
der Verwaltungsakt wäre in dem Fall die Nichteinstufung in 145 SGB und die Einordnung in den normalen Arbeitssuchende Bereich?

Wie kann man mit dem Aufhebungsbescheid umgehen? Wie soll es gehen das man sich garnicht krank melden kann, obwohl man ja krank ausgesteuert wurde? Wer ist dann zuständig? Von irgendwas muss sie doch leben bis der Antrag auf EU beschieden ist? Es geht ja nicht darum dass sie nicht will, sie kann es an Tagen aufgrund ihrer Depressionen einfach nicht.

Was wäre, wenn Sie wegen etwas anderem krank wäre als die Krankheiten die zur Aussteuerung geführt haben? Würde sie dann trotzdem da raus fallen?

Beste Grüße
 
E

ExitUser

Gast
der Verwaltungsakt wäre in dem Fall die Nichteinstufung in 145 SGB und die Einordnung in den normalen Arbeitssuchende Bereich?
Du kannst einen Widerspruch nicht gegen etwas richten was NICHT entschieden wurde. Ein Widerspruch ist immer nur gegen eine Entscheidung möglich.

Aufgrund des Gutachtens des äD der AfA wurde entschieden das sie mit "Einschränkungen" dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen kann und somit eine Nahtlosigkeitsregelung (§145 SGB III) eben nicht zum greifen kommt.
Das sind jetzt erst mal die Fakten. Warum so entschieden wurde, könnte man vielleicht anhand des kompletten Gutachtens sehen (oder auch nicht). Aber da es keiner kennt, ist das erst mal eine Unbekannte.
 
G

Gelöschtes Mitglied 62334

Gast
Kann man gegen dieses Gutachten allgemein in Widerspruch gehen um es Prüfen zu lassen

Widersprechen nicht, aber eine Gegendarstellung kann man schreiben (lassen). Nur, weil jemand Arzt oder Psychologe ist, hat er das Gutachten schreiben nicht zwangsläufig gelernt. Dazu gehört eine lange, fundierte Ausbildung, die nicht jeder absolviert hat.

Mag sein, dass eine Gegendarstellung im Einzelfall nichts bringt - aber es fällt auf, wenn ein Arzt, eine Rehaklinik etc. öfters wegen eines Berichts kritisiert wird.
 

saurbier

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Hallo MarionH,

das sollte man eher in die unterste Schublade legen.

Gegen ein äD-Gutachten eine Gegendarstellung zu schreiben, bringt genauso viel als wenn du das Papier in den Ofen steckst - nämlich nichts.

Das wäre lediglich bei einem DRV-Gutachten etwas sinnvolles, denn da kann es ggf. später mal in einem Klageverfahren als Aktenbeilage auftauchen und dann dem Gerichtsgutachter in die Hände fallen. Hier aber bei der AfA ist es sinnlos.

Grüße saurbier

Hallo sakkara,

zuerst mal haben dir ExitUser und KerstinK ja schon einiges zutrefendes dazu geschrieben.

Ich frage mich jetzt allerdings in welche Maßnahme man deine Mama seitens der AfA gesteckt hat und erst recht ob dies überhaupt mit dem Restleistungsvermögen mit welcher dich deine Mama ja der AfA zur Verfügung gestellt hat in Einklang zu bringen ist.

Hat sie denn ihren ALG-I Antrag nach dem Muster von Doppeloma ausgefüllt oder wurde lediglich ein Online-Antrag auf ALG-I gestellt. Das ist bereits eine wichtige und grundlegende Frage, denn da fangen bereits die Fehler an.

Muster-Antrag von Doppeloma für ALG-I nach Aussterung aus dem KG

Wenn deine Mama aus der Reha für 3-6 Std./tägl. Leistungsfähig entlassen wurde, dann wird sie bei der äD-Begutachtung leider auch meist nur so eingestuft, weshalb es eben nicht zur Anwendung nach § 145 SGB III kommt, was grundsätzlich wiedersprüchlich ist, vor allem solange die DRV keine endgültige Entscheidung getroffen hat.

Wenn die AfA hier nun aber das ALG-I per Bescheid aufgehoben hat, dann muß es dafür ja einen Grund geben und den kennen wir bisher eben noch nicht.

Hat deine Mama vielleicht ihre AUB bei der AfA SB vorgelegt, das wäre ggf. ja eine Begründung seitens der AfA. Wenn ja dann ist festzustellen das dies nicht geht.

Falls das der Grund gewesen sein soll, dann bleibt festzustellen das die AfA deswegen das ALG-I nicht sofort einstellen darf, denn auch dann hätte sie einen Anspruch noch für 6 Wochen ALG-I zu erhalten, erst danach wäre in der Theorie wieder die KK mit KG dran. Dazu solltest du mal was genaueres schreiben/sagen.

Für die AfA gilt, niemals eine AUB vorlegen wenn man sich als aus dem KG ausgesteuerter meldet, denn man hat keinen KG Anspruch mehr f(Blockfrist) für dieses Krankheitsbild. Vielleicht war das der Fehler?

Für die AfA muß man sich als aus dem KG ausgesteuerter immer mit seinem Restleistungsvermögen der Vermittlung zur Verfügung stellen, ganz so wie der äD-Gutachter das Restleistungsvermögen beschreibt - nicht mehr und nicht weniger -.

Meine Mutter wird einer Maßnahme zugewiesen, kann an dieser jedoch nicht teilnehmen, da nicht umsonst krank geschrieben. AA stellt Zahlungen ein, mit Aufhebungsbescheid und Verweis auf 137 und 138 SGB .III. Person X stehe nicht zur Verfügung.

Diese Aussage erscheint mir etwas zu pauschal.

Wenn deine Mama der AfA z.B. keine AUB vorgelegt hat, dann wäre es angeraten gegen den Bescheid in Widerspruch zu gehen (4 Wochen Zeit). Nur um da weiter helfen zu können, müßten wir zuerst einmal den Bescheid kennen, denn darin dürfte ja erläutert sein warum man deiner Mama das ALG-I aufgehoben hat.

Einfach zu schreiben man hebt den Bewilligungsbescheid nach §§ 137, 138 SGB III auf geht nicht. Da muß es schon eine Begründung geben, denn deine Mama stellt sich ja mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung. Da muß die SB eben zwingend darauf achten das selbst eine Maßnahme die gesundheitlichen Einschränkungen berücksichtigt. Wenn die Maßnahme nun über 8 Std./tägl. geht und sie aber nur noch max. 6 Std./tägl. Leistungsfähig ist, dann hat die AfA SB hier bereits eine fehlerhafte Entscheidung für die Zuweisung in eine solche Maßnahme getroffen, nichts anderes ist es mit dauerhaften sitzen/stehen oder gehen.

Nach meinen neuesten Erkenntnissen aus dem Forum hier seitens anderer Betroffener zahlt die AfA seit neuestem ja auch nur noch das ALG-I (zumindest häufig) auch nur noch im Rahmen des max. Restleistungsvermögens (hier also 5 Tage á 6 Std./tägl. lt. äD-Gutachten) anstatt wie ansonsten ja für eine ca. 40 Std./Woche.

Für deine Mama käme jetzt nach der Begutachtung bis auf weiteres (bis die DRV entschieden hat sofern auch ein EMR-Antrag läuft) nur noch eine Teilzeit-Vermittlung unter den genannten gesundheitlichen Einschränkungen in Frage - punkt aus.

Ich rate dir zuerst einmal mit deiner Mama zum äD-Gutachter zu gehen und dir das äD-Gutachten Teil A zu holen, bitte den Ausweis dafür mitnehmen. Dann siehtst du ganz genau welche gesundheitlichen Leistungseinschränkungen der der AfA SB mitgeteilt hat, an welche sich die SB auch unbedingt zu halten hat, was natürlich nicht in derem und noch weniger im Sinne der AfA ist.

Darauf kannst du dann deinen Widerspruch gegen die Aufhebung des Bewilligungsbescheides aufbauen.

Und bitte, eins möchte ich noch anfügen, schicke den Widerspruch unbedingt per Einschreiben mit Rückschein an die AfA, denn nur damit hast du ggf. später immer einen Beweis in der Hand das du fristgerecht agiert hast und die AfA es auch erhalten hat. Die Herrschaften sind leider nicht abgeneigt sowas abzustreiten. Telefoniere niemals mit denen, das kannst du später nie beweisen, mach bitte alles nur per Post. Die Postsendungen für Einschreiben kannst du hier nachverfolgen


Ein Einschreiben mit Rückschein hat den Vorteil das du a) siehst wann der Brief dort eingegangen ist und b) wer in der Poststelle den Brief angenommen hat und c) bei einem Rückschein bekommst du dies auch noch schriftlich in deine Hände (der Rückschein) zurück.


Grüße saurbier
 

sakkara

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Hallo Saurbier,
vielen Dank für diese ausführliche Darstellung!! Und auch vielen Dank den anderen!

Wie du schon vermutet hattest wurde seitens meiner Mutter eine AUB eingereicht, mit einem zusätzlichen Schreiben ihrer Ärztin, mit bitte um persönlicher Vorstellung beim med. Dienst der AfA. Dadurch kam das ganze dann ins Rollen.

Die SB hat sie eine Maßnahme für Computer und Bewerbungstraining gesteckt (meine Mutter hat noch nie an einem Computer gearbeitet, hat auch kein Handy, gelernte Altenpflegerin). Die Frau, die dieses Training leitet, hat sich gefragt warum meine Mutter da ist, gemeint sie kann sie nicht gebrauchen und bei der SB direkt angerufen, diese hat jedoch drauf bestanden das meine Mutter da bleibt.

Da meine Mutter unter starken Angstzuständen (die sich bei Stress verstärken) leidet, war das Ende vom Lied, dass es 3 Tage gedauert hat das sie wieder halbwegs normal war. (Zittern, Panik etc.).

Wie ist es denn mit der AUB, darf sie garnicht krank sein? Oder nicht krank auf die ausgesteuerten Krankheiten? Was ist wenn sie durch die ausgesteuerten Krankheiten trotz Restleistungsvermögen nicht in der Lage ist an diesen Sachen Teil zu nehmen?

Die SB meinte meine Mutter soll jetzt wieder hingehen und sagen, dass sie wieder mit ihrem Restleistungsvermögen zur Verfügung steht, um diese Verfahren umzukehren. Quasi neu beantragen! Oder müssen wir in Widerspruch gehen?

Besten Dank für eure Mühe!!!
 
E

ExitUser

Gast
Kannst du mal den Aufhebungsbescheid hier anonymisiert einstellen? Im Moment ist das so ein bisschen rätselhaft wie die Aufhebung begründet wurde.

Prinzipiell ist es ja so das man sich nach der Aussteuerung der AfA mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellt. Dadurch ist die AfA verpflichtet dieses über den äD der AfA feststellen zu lassen. Liegt man dadurch dann bei unter 3h/täglich für mehr als 6 Monate, fällt man unter den §145 SGB III und hat zumindest vor der AfA und deren Vermittlungsbemühungen und Massnahmen seine Ruhe.

Liegt man über diesen 3h (wie ja hier geschehen) dann steht man der AfA mit seinem Restleistungsvermögen für deren Aktivitäten zur Verfügung.

Trotz allem sollte eine AU nahtlos weitergführt werden. Die AU-Bescheinigungen sollten dann wie bisher dem Arbeitgeber und der KK vorgelegt werden, der AfA aber nicht. Dies könnte sonst nach 6 Wochen dazu führen das man kein Geld mehr bekommt.

Gegen das Gutachten der AfA kann man nun keinen Widerspruch einlegen, gegen Bescheiden welche dann auch diesem GA beruhen dann schon. Da aber gegen die Maßnahme kein Widerspruch eingelegt wurde, diese aber anscheinend ??? nicht angetreten wurde, wurde wohl der Aufhebungsbescheid gemacht.
 

sakkara

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Hallo, den Bescheid stelle ich heute Nachmittag rein, bin leider gerade unterwegs.

Es wurde angetreten, meine Mutter war einmal da, hatte danach aber wie o.g. solche starken Panikattacken und Angstzustände, dass sie auf Anraten ihrer Ärztin mit Verweis auf ihre Krankheit nicht weiter machen sollte.

Darauf hin, hatte die Ärztin ein Attest geschrieben und die AUB würde eingereicht. Woraus dann der Aufhebungsbescheid resultierte.

Mir ist wie gesagt auch völlig unklar wie auf 3-6h beurteilt werden konnte. ( 20 Jahre Depressionen und Panikattacken, Bandscheibenvorfall LWS und HWS, chronisches Schmerzsyndrom (muss Opiate nehmen), Arthrose beide Knie, Abnutzung der gesamten Brustwirbelsäule, Fybromialgie).

Beste Grüße
 
E

ExitUser

Gast
Mir ist wie gesagt auch völlig unklar wie auf 3-6h beurteilt werden konnte.
Ja, und wie in Beitrag #2 schon geschrieben wird sich das nicht aufklären so lange man nicht weiss was begutachtet wurde. So lange das nicht klar ist, kann man sich darüber wundern, bringt einem aber wirklich nichts.

Wenn der äD der AfA vielleicht dem Bericht der Reha gefolgt ist, dann ist es so und man könnte sich höchstens fragen warum der äD den Bericht überhaupt hatte. Für den Moment ist das Spekulation, bringt aber jetzt nicht wirklich etwas.

Darauf hin, hatte die Ärztin ein Attest geschrieben und die AUB würde eingereicht.
Was stand denn im Attest? Und wer hat das dann bekommen?
 

gila

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Desweiteren wäre vielleicht einmal auch der Zuweisungsbescheid in die Maßnahme interessant, ob hier noch fristmäßig etwas getan werden kann.

Denn es kann ja auch nicht hingenommen werden, dass die Mutter in eine vollkommen unpassende Maßnahme geschickt wird, von der der Maßnahmeträger schon sagt dass sie nicht geeignet ist. Das wäre vielleicht ein weiterer Angriffspunkt.
Die Art der Maßnahme ist anscheinend schon für die Mutter unzumutbar.
 

saurbier

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Hallo sakkara,

ich kann mich den Vorrednern nur anschließen, solange wir hier die entsprechenden Schreiben nicht können ist es bestenfalls ein Rätselraten wie man da am besten vorgehen sollte.

Im übrigen hab ich ja bereits einiges dazu geschrieben, worauf du bitte mal achten solltest, denn es trifft doch voll zu - ungeeignete Maßnahme -. Wenn selbst der Maßnahmeträger sich entsprechend geäußert hat, dann kann die SB nicht einfach darauf bestehen.

Aus deinen bisherigen Aussagen kann ich leider nur entnehmen, daß hier die AfA SB sich auf sehr dünnem Eis bewegt, denn es liegt ihr ja ein äD-Gutachten vor - vollkommen ungeachtet das du bzw. deine Mama damit nicht einverstanden ist.

Wie ich bereits vermutet habe, liegt hier auch das Problem bei deiner Mama, was mit der jetzt bei der SB vorgelegten AUB entstanden sein dürfte.

Hier aber gilt trotz allem, selbst wenn deine Mama jetzt unwissend der AfA SB eine AUB vorgelegt hat, hat sie das Recht auf eine 6-wöchige Leistungsfortführung nach § 146 SGB III


Nur da muß dann aber auch aufpassen, eine AUB die auf das bereits ausgesteuerte Krankheitsbild beruht, kann zu Problemen führen.

In Fall deiner Mama würde ich mal vermuten, daß dies weniger ins Gewicht fallen sollte, eben weil der behandelnde Arzt aber auch der Schulungsträger sie für diese Maßnahme als nicht geeignet sieht.

Ohne genaue Kenntnis der Schreiben fallen solche Aussagen allerdings schwer, denn wir wissen eben nicht wie die SB ihre Handlung begründet.

Nach meiner persönlichen Auffassung scheint da seitens der AfA SB aber einiges im Argen zu liegen.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Hier aber gilt trotz allem, selbst wenn deine Mama jetzt unwissend der AfA SB eine AUB vorgelegt hat, hat sie das Recht auf eine 6-wöchige Leistungsfortführung nach § 146 SGB III
Nicht nur das. bei ALG I Bezug nach Aussteuerung darf eigentlich niemals nach 6 Wochen eingestellt werden. Unser Rat, keine AUB bei der Af A abzugeben basier ja in erster Linie darauf, dass die AfA eben trotzdem oft einstellt.
 

sakkara

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Hallo zusammen,
vielen Dank für die Antworten, ihr seid echt super!
ich schaffe es leider nicht vor 18,30 Uhr die Unterlagen hochzuladen, bin länger unterwegs als erwartet.

Sobald ich zu Hause bin, lade ich es hoch!

Beste Grüße
 

sakkara

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Hallo zusammen,
im Anhang ärztliche Stellungnahme Hausarzt und Aufhebungsbescheid.

Die Eingliederungsvereinbarung ist auf 12.03.2019 datiert.
Zielsetzung:
Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung

Beste Grüße
 

sakkara

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Ist irgendwie schief gegangen, nochmal aufs neue.
 

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saurbier

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Hallo sakkara,

also hier wurde seitens der AfA ein standard Schreiben verwendet. Dagegen würde ich unverzüglich in Widerspruch gehen.

Dieses Attest des Arztes ist leider nicht gerade optimal geschrieben, leider denn ein SB dürfte das durchaus in den falschen Hals bekommen, denn für deine Mama gelten eben nicht die Voraussetzungen des § 145 SGB III.

Des weiteren frag ich mich aber auch gerade, wieso der Arzt da auf eine Untersuchung/Begutachtung durch den medizinischen Dienst hinweist, wurde deine Mama doch vom äD-Gutachter nicht nach § 145 SGB III eingestuft.

Hier hätte der Hausarzt wenn schon, dann lediglich auf die Maßnahme eingehend diese als nicht tragbar bescheingen dürfen/sollen.

Ich persönlich bin zwar der Meinung, daß die Aussage der Hausartzes das er sie nicht ohne Grund dauerhaft AU geschrieben hat wegen der Aussteuerung aus dem KG zweitrangig ist, weil auf diese AUB gäbe es eh keine Leistungen mehr seitens der KK, aber die AfA dürfte dies wohl anders bewerten.

Aber nach meiner Auffassung ist das nicht ausreichend um daraufhin das ALG-I einzustellen, denn selbst mit einer AUB hätte sie wie bereits ausgeführt zumindest mal für 6 Wochen einen Leistungsanspruch.

Ich sag es nochmals, deine Mama muß sich mit ihrem Restleistungsvermögen anhand der äD-Begutachtung einer AfA Vermittlung zur Verfügung stellen - nicht was ggf. ein SB sich so wünschen mag.

Da wäre es dringlich das du sprich Mama sich den Teil-A des äD-Gutachtens schnellstmöglich holt und dies dann auch mit dem Hausarzt bespricht, damit dieser auch weiß was seitens der AfA Sache ist.

Nach ihrem äD-Gutachten muß sie sich jetzt leider eben der AfA-Vermittlung zwischen 3-6 Std./tägl. (und Achtung die Betonnung liegt eben auf dem Bereich zwischen 3-6 Std./tägl., was eben bedeutet mitunter ist schon bei 3 Std. Schluss - pech für die AfA SB, die kann da keine sturen 6 Std./tägl. verlangen) zur Verfügung stellen. Hinzu kommen dann halt auch alle gesundheitlichen Einschränkungen hinzu, welche eben noch vorhanden sind wie z.B. nicht dauerhaft sitzen/stehen und gehen, oder was noch alles erwähnt wurde. Darauf zu achten und notfalls auch bei einem Angebot zu beharren ist deine/Mamas Aufgabe, denn diese SB wird es nicht machen.

Beim Widerspruch solltest du dann auch nicht davor zurück schrecken, darzulegen das selbst der Maßnahmeträger keinen Sinn in der Maßnahme bei deiner Mama gesehen hat (am besten schriftlich geben lassen als Beweis) und nur diesbezüglich das Attest des Hausarztes erfolgte. Ich frag mich eh, wie jemand unter diesen Voraussetzungen überhaupt eine Maßname positiv abschließen soll, denn sowas ist wohl Sinnfrei. Genauso das eine AUB wegen der zur Aussteuerung aus dem KG geführten Erkrankungen hier von keinerlei Bedeutung ist, da sich daraus kein Leistungsanspruch mehr ergibt, da für die AfA diesbezüglich die Ausführungen im vorliegenden äD-Gutachten bindend sind.

Vielleicht schreibt Kerstin_K oder ExitUser ja noch was dazu.


Grüße saurbier
 
E

ExitUser

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Ich kann hier @saurbier nur in seinen Ausführungen zustimmen, auch zum Thema unverzüglicher Widerspruch.

Die Bescheinigung des Arztes ist äusserst unglücklich, auch wenn er es gut gemeint hat, aber ein "Vorgehen" im Vorfeld gegen die Maßnahme wäre sicherlich der bessere Weg gewesen, als diese mit diesem Attest abzubrechen. Insbesondere da ja schon eine Begutachtung stattgefunden hat.
Umso dringlicher ist es jetzt auch sich das komplette Gutachten des äD zu besorgen.

Trotz allem ist es halt wichtig jetzt auch sich der AfA weiter zur Verfügung zu stellen, wie schon von meinem Vorschreiber ausgeführt. Ggf. macht es auch noch Sinn wie von @gila angesprochen, gegen die Zuweisung der Maßnahme noch etwas im nachhinein zu unternehmen.

Wichtig ist aber auf jeden Fall jetzt auch aktiv zu werden und nicht immer gleich alles mit (gutgemeinten) ärztlichen Attesten versuchen "abzuwehren".
 

sakkara

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Danke für eure Mühe und die ausführlichen Erklärungen. Was ich daraus jetzt entnommen habe ist, in Widerspruch zu dem Bescheid zu gehen und defacto morgen mit meiner Mutter zur SB zu gehen und im Rahmen der Möglichkeiten sich zur Verfügung zu stellen.

Bei neuer Maßnahmenzuweisung prüfen in wie weit möglich/zielführend.

Ist das so korrekt?

Danke euch echt vielmals!!!
 

saurbier

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Hallo sakkara,

Was ich daraus jetzt entnommen habe ist, in Widerspruch zu dem Bescheid zu gehen

Ja, unbedingt und dabei dann auch in dem Widerspruch (achte auf meine Anmerkungen dazu) auch gleich weiter mit unterbringen was gila bereits erläutert hat, nämlich die unzumutbarkeit der Maßnahme eben wegen den gesundheitlichen Einschränkungen.

und defacto morgen mit meiner Mutter zur SB zu gehen und im Rahmen der Möglichkeiten sich zur Verfügung zu stellen.

Nein, mach das nicht auf diese Weise.

Hier solltest du der AfA SB schreiben (einschreiben oder aber gegen Empfangs-Quittung am Empfang/Eingangsbereich übergeben), daß sich deine Mama von Anfang an immer mit ihrem Restleistungvermögen entsprechend dem äD-Gutachten zur Verfügung gestellt hat und dies selbstverständlich auch weiterhin machen wird - punkt aus. Denke immer daran, nur schriftliches ist auch wares und beweisbar.

Bei neuer Maßnahmenzuweisung prüfen in wie weit möglich/zielführend.

Unbedingt. Bevor sie zu einer neuen Maßnahme zugewiesen wird, nimmst du oder die Mama das Zuweisungsschreiben der SB mit nach Hause (das Recht steht dir zu, egal was ein SB behauptet) und prüfst anhand des äD-Gutachtens Teil-A ob dies so überhaupt möglich ist. Wenn da zweifel bestehen, dann teilst du dies der SB unbedingt schriftlich unter Verweis auf das Gutachten mit. Irgendwann hat dies SB die Nase voll und läßt deine Mama schon in Ruhe bis die DRV eine Entscheidung über eine EMR getroffen hat.

Aber bitte bedenke, sollte auch die DRV nur eine Teil-EMR bewilligen, dann ändert sich leider nicht viel, denn dann müßte sich deine Mama um eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit kümmern - aber auch da gilt wieder bisher gesagtes zu den Einschränkungen.


Grüße saurbier
 
E

ExitUser

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@sakkara
Bei dem was dir @saurbier geschrieben hat:
Wenn da zweifel bestehen, dann teilst du dies der SB unbedingt schriftlich unter Verweis auf das Gutachten mit.
immer darauf achten das bei solchen schriftlichen Verweisen keine medizinischen Details aus den Gutachten (Teil A) verwendet werden, dass geht einem AfA SB nichts an. Immer versuchen das aus den Ausführungen des Teil B des Gutachtens zu verwenden.
 

sakkara

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OK, dann werde ich das so morgen gleich in die Wege leiten. Ich halte euch auf dem laufenden. Bin gespannt was das wird!

Ich kann auch darauf verweisen, im Widerspruch, dass ihr trotz AUB 6 Wochen zustehen gem. 146 SGB?

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Abend und eine gute neue Woche!
 
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