Meine Mutter hatte zuletzt 2016 gearbeitet aber seitdem nie ALG1 beantragt, besteht immernoch Anspruch auch mit fehlender Arbeitsbescheinigung? (1 Betrachter)

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Gelöschtes Mitglied 666

Gast
Hallo, meine Mutter hatte 2016 zuletzt sozialversicherungspflichtig gearbeitet, seitdem ist Sie Hausfrau. Sie hatte aber damals nie ALG1 beantragt, Problem war damals als Sie im Hotel gearbeitet hatte ist der Geschäftsführer insolvent geworden und hatte keine Arbeitsbescheinigung ausgestellt und das letzte Gehalt auch nicht mehr gezahlt. Die Telefonnummer war auch nicht mehr erreichbar wahrscheinlich hatte sich der Geschäftsführer abgesetzt.

Nun würde gerne meine Mutter Ihren Anspruch auf ALG1 durchsetzen, man will ja immerhin nicht diese Versicherungsleistung verschenken. Würden auch die Gehaltsabrechnungen ausreichen wenn keine Arbeitsbescheinigung vorliegt, bzw das Unternehmen nicht mehr existiert?

Vielen Dank im voraus.
 

Kerstin_K

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UNter Umständen kann das klappen. DAfür gibt es ein Formular bei der AfA. Das rücken sie aber ungern raus.
 
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Gelöschtes Mitglied 666

Gast
Also ist eine Arbeitsbescheinigung nicht dringend Pflicht, ist ja nicht mehr möglich diese zu erhalten. Meine Mutte rhatte sich damals nie arbeitslos/arbeitssuchend gemeldet, würde dann eine Sperrzeit von 3 Monaten eintreten oder wäre das automatisch getilgt weil das ja knapp 4 Jahre her ist?
 

Helga40

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UNter Umständen kann das klappen. DAfür gibt es ein Formular bei der AfA. Das rücken sie aber ungern raus.

Verstehe ich nicht. Anspruch hat, wer in der Rahmenfrist von 30 Monaten mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat. Das erfüllt die Mutter doch gar nicht mehr, wenn sie 2016 das letzte Mal gearbeitet hat.
 

Kerstin_K

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Ichhatte da was von 4 Jahren im Hinterkopf. Oder gilt das nur, wenn sie zumindest 1 Tag Leistungen bezogen hat?
 

Agent

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@kerstin: Genau, die 4 Jahren gelten nur dann, wenn der Anspruch bereits festgestellt wurde.

@180: Hat deine Mutter denn noch den Antrag von damals? Und war sie tatsächlich für einige Zeit auch Arbeitslos gemeldet? Dann könnte es dennoch funktionieren.
Die AfA wird allerdings keine Daten mehr haben, sodass keine Zweitschrift des Antrags erstellt werden kann. Wenn sie ihn nicht mehr hat, dann gibt es keine Chance mehr...
 

Dimmar

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Hallo,

was der Arbeitgeber damals gemacht hat, ist in keinster Weise ein Problem.
Es gelten dann lediglich besondere Vorschriften, wenn der Arbeitgeber insolvent war.
Man muß zwischen arbeitssuchend und arbeitslos melden unterscheiden.
Aus der unterlassenen "arbeitssuchend Meldung" resultieren nach 4 Jahre Verspätung ganz erhebliche Sperrfristen.
Das ist das Problem.

Beste Grüße
Dimmar.
 

Helga40

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Ich versteh die Diskussion nicht. Wie Helga40 schon schrieb, fehlen die erforderlichen Beitragszeiten in den letzten 30 Monaten. Da geht es nicht mehr um Sperrzeiten oder Formalitäten.
Der Beitrag von @Agent ist aber korrekter. Ich hatte überlegt, diese Möglichkeit auch auszuführen, aber darauf verzichtet, weil ich es vorhin eilig hatte und mir dachte, dass bestimmt niemand ein Antragsformular 3 oder 4 Jahre lang aufhebt.

Hallo,

was der Arbeitgeber damals gemacht hat, ist in keinster Weise ein Problem.
Es gelten dann lediglich besondere Vorschriften, wenn der Arbeitgeber insolvent war.
Man muß zwischen arbeitssuchend und arbeitslos melden unterscheiden.
Aus der unterlassenen "arbeitssuchend Meldung" resultieren nach 4 Jahre Verspätung ganz erhebliche Sperrfristen.
Das ist das Problem.

Beste Grüße
Dimmar.
Das ist absoluter Nonsens. Dessen ungeachtet, dass überhaupt kein Ton über die Aus-Meldung geschrieben wurde.
 
G

Gelöschtes Mitglied 666

Gast
Meine Mutter hatte damals keinen Antrag gestellt und sich nicht arbeitslos bzw arbeitssuchend gemeldet weil Sie die Arbeitsbescheinigung nicht bekommen hat deshalb hat Sie es erst gar nicht versucht.

Also ist der Anspruch nach 4 Jahren verwirrkt? Na gut dann braucht Sie gar nicht erst versuchen es zu beantragen.
 

Helga40

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Aber wo hatte sie den Vordruck Arbeitsbescheinigung her, wenn sie nie bei der Agentur war?
 
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Gelöschtes Mitglied 666

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Habe nie gesagt dass Sie den Vordruck dafür hat. Dass man die aber braucht weiß doch jeder.
 

saurbier

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Die AfA wird allerdings keine Daten mehr haben, sodass keine Zweitschrift des Antrags erstellt werden kann. Wenn sie ihn nicht mehr hat, dann gibt es keine Chance mehr...
Also da wäre ich eher mal vorsichtig. Ich hab mich im Sommer erneut bei der AfA bezüglich ALG-I gemeldet und die hatten meine kompletten Unterlagen aus 2012 (letzter ALG-I Bezug) noch im Computer.
 

BerndB

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Also da wäre ich eher mal vorsichtig. Ich hab mich im Sommer erneut bei der AfA bezüglich ALG-I gemeldet und die hatten meine kompletten Unterlagen aus 2012 (letzter ALG-I Bezug) noch im Computer.
Die Löschung der Leistungsdaten erfolgt i.d.R. nach 5 Jahren. Wurde aber eine Förderung bspw. über EU-Förderung bezogen, kann sie auch 8 Jahre betragen.
 
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