meine Mutter bekommt bald sehr kleine Rente. Bitte um Infos

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
Guten Abend,

meine Mutter wird demnächst ihre Altersrente beantragen. Sie wird laut letztem Schreiben der Rentenversicherung nur eine sehr sehr kleine Rente bekommen (ca 250 Euro) da sie sehr sehr viele Fehlzeiten hat wo die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat. Mein Vater bekommt aktuell ca 970 Euro Rente. Er zahlt Miete usw alles. Meine Mutter ist über meinen Vater bei der Krankenkasse familienversichert das wird sie ja denke ich mal nicht mehr sein wenn sie Rente bekommt! Kann sie beim zuständigen Sozialamt Unterstützung beantragen wenn sie die Rente beantragt hat? wenn ja kann man irgendwie errechnen wieviel das sein wird?

ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen!
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.155
Bewertungen
18.366
Hallo Daniel1984

meine Mutter wird demnächst ihre Altersrente beantragen.

Hier eine Verständnisfrage, bekommt sie die Regelaltersrente also geht sie mit 65 Jahren oder mit 63 Jahren in Rente?

Warum meine Frage es gibt die Sozialhilfe 3. Kapitel und die Grundsicherung 4. Kapitel darum meine Frage.

Er zahlt Miete usw alles.

Wie hoch ist die Miete?

das wird sie ja denke ich mal nicht mehr sein wenn sie Rente bekommt!

Dann geht das über die DRV

Sie wird laut letztem Schreiben der Rentenversicherung nur eine sehr sehr kleine Rente bekommen (ca 250 Euro)

Ist das der Netto Betrag der Rente oder Brutto?
 

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
@Seepferdchen 2010 Guten Abend sorry es ist die Regelaltersrente die sie bekommen wird. im Schreiben der DRV steht nur der Betrag den sie ab dann und dann bekommen wird. also wohl Netto. die Miete ist ca 560 € warm
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.155
Bewertungen
18.366
die Regelaltersrente die sie bekommen wird

Gut dann bitte einen Antrag auf Grundsicherung stellen also 4.Kapitel SGB XII, du kannst das Amt anschreiben für die Formulare
oder schau mal im Net deine Stadt Grundsicherungsamt SGB XII.

Hier zum Beispiel aus Berlin der Antrag und die Erklärung dazu was alles benötigt wird.
Ich denke die Formular sind gleich bei der Antagsstellung.


So und wenn du dann noch Fragen hast, dann schreibe bitte.
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.773
Bewertungen
4.395
Moin @Daniel1984,

falls anspruchsberechtigt könnte sie gemeinsam mit dem Ehemann Grundsicherung im Alter beantragen. Beide Renteneinkünfte würden für die Ermittlung des Bedarfs herangezogen. Die Abwicklung ist ähnlich, wie bei H4. Es gibt den Regelleistungsbetrag von 2 x 382 € sowie die anerkannten Kosten für die Unterkunft. Das Schonvermögen ist hier aber erheblich geringer. Auch die Abzugsmöglichkeiten (vom Renteneinkommen) sind hier eingeschränkt.

Weiter Informationen gibt es hier:

Deutsche Rentenversicherung - Grundsicherung bei niedrigen Renten

@Seepferdchen 2010 ... im Schreiben der DRV steht nur der Betrag den sie ab dann und dann bekommen wird. also wohl Netto.
Der Betrag ist Brutto! Hiervon werden also noch die Kranken- und die Pflegeversicherung sowie der KV-Zusatzbetrag (ca. 10,85 %) abgezogen.
.
 

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
@Seepferdchen 2010 danke für die Antwort. Das kann sie dann machen sobald sie die Rente beantragt hat oder? hier im Ort im Rathaus findet 1x im Monat eine Gratis Rentenberatung durch einen Versichertenberater statt. Da wird sie sich jetzt mal einen Termin holen. Dort kann man auch direkt die Rentenanträge abgeben

@vidar danke für die Info :)
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.155
Bewertungen
18.366
Das kann sie dann machen sobald sie die Rente beantragt hat oder?

Sie braucht den Rentenbescheid und deiner Mutter bekommt ja auch ein Schreiben von der DRV das der Antrag dort eingegangen ist.
Also rechtzeitig den Antrag auf Rente stellen um dann den Antrag auf Grundsicherung einreichen.

Wenn das Bestätigungsschreiben zum Erhalt vom Antrag auf Rente deiner Mutter vorliegt, kann sie den Antrag auf Grundsicherung
stellen, mit dem Vermerk das der Rentenbescheid nachgereicht wird.

Das Schonvermögen ist hier aber erheblich geringer

Zum Thema Schonvermögen lies bitte hier:

 
Zuletzt bearbeitet:

Fabiola

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Mai 2015
Beiträge
2.246
Bewertungen
3.417
Sie wird laut letztem Schreiben der Rentenversicherung nur eine sehr sehr kleine Rente bekommen (ca 250 Euro) da sie sehr sehr viele Fehlzeiten hat wo die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat.
Wie kommst Du zu der Einschätzung, "dass die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat"? Hat sich die DRV dazu geäußert oder nachgefragt?

Wichtig wäre, dass Deine Mutter (noch) weiß, "was sie in den Jahren gemacht hat". Dass heißt, dass sie z.B. bei der
im Rathaus 1x im Monat statt findenden Gratis-Rentenberatung durch einen Versichertenberater eine sogenannte (Renten)Kontenklärung macht und dem Versichertenberater anhand ihrer Erinnerungen an vergangene Arbeitsverhältnisse entsprechende Auskünfte gibt. Gut wäre es dafür natürlich, wenn Deine Mutter Rentenbelege (Anmeldungen und Abmeldungen zur Sozialversicherung) vorlegen könnte, die sie üblicherweise vom Arbeitgeber hat erhalten müssen.

Liegen ihr diese (wegen z.B. 'unzureichender privater Buchführung') nicht (mehr) vor, dann wäre es hilfreich, wenn sie die Zeiten der Beschäftigungen als auch die Namen, Adressen der jeweiligen Arbeitgeber angeben könnte. Die DRV würde sich dann an die angegebenen Arbeitgeber wenden und die Versicherungszeiten erfragen. Der Rentenberater wird sie dahingehend auch beraten und aufklären.

Und: Bei einer Rente, die unter der Grundsicherung liegt, schickt die DRV üblicherweise automatisch ein Antragsformular für Grundsicherungsleistungen gemeinsam mit dem Rentenbescheid zu.
 

Fabiola

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Mai 2015
Beiträge
2.246
Bewertungen
3.417
Einen Versichrrungsverlauf kann mam ganz einfach online anfordern.
Wie ich es hier vom TE verstanden habe, gibt es wohl einen Versicherungsverlauf von der DRV. Scheint aber wohl nicht vollständig zu sein ... oder so.
Daher meine vorherige Frage an TE:
Wie kommst Du zu der Einschätzung, "dass die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat"? Hat sich die DRV dazu geäußert oder nachgefragt?
 

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
Hi, sorry für die späte Antwort aber ich war im Krankenhaus. Also: meine Mutter hat kommenden Donnerstag den Termin bei der kostenlosen Rentenberatung. Ich werde sie da begleiten. Ich habe mir das Schreiben der DRV nochmal genau angeguckt. Es geht ua um die Jahre 1985 bis 2003.(durchgehend) Dort weiß die DRV nicht was meine Mutter da gemacht hat.Und das steht als "ungeklärte Zeiten" im Brief. Sie war aber bis 2003 geringfügig Beschäftigt angestellt (bis die Firma das Werk hier im Ort geschlossen hat und die Produktion nach Dänemark verlagert hat) Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das diese Firma die Zeiten wo meine Mutter dort beschäftigt war nicht an die DRV gemeldet hat. Meine Mutter hat schon geguckt aber findet aktuell leider keine Unterlagen mehr über diese Beschäftigung. Das heißt wohl das lässt sich so nicht mehr klären weil es hier in Deutschland von dieser Firma kein Werk mehr gibt. der Zweite Zeitraum der der DRV unbekannt ist ist 2003-2004 auch dort war sie geringfügig angestellt bis die Firma pleite gegangen ist. (Wurde wohl auch nicht vom Arbeitgeber an die DRV gemeldet?) Da hat sie Gehaltsabrechnungen und Meldungen zur Sozialversicherung gefunden. Wir nehmen das alles am Donnerstag mal mit zur Rentenberatung und gucken was er dazu sagt
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Kleiner Tip: wenn deine Mutter Abrechnungen aus 2003/2004 hat, sollte auf diesen Abrechnungen auch das "Eintrittsdatum" ihrer geringfügigen Beschäftigung bei dieser Firma angegeben sein.

Evtl. wird die DRV das dann als Nachweis anerkennen?

Eine Nachfrage hierzu wird auf jeden Fall nicht schaden - viel Erfolg! 🙂
 

Larsson

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
2 Januar 2019
Beiträge
959
Bewertungen
1.726
Kleiner Tip: wenn deine Mutter Abrechnungen aus 2003/2004 hat, sollte auf diesen Abrechnungen auch das "Eintrittsdatum" ihrer geringfügigen Beschäftigung bei dieser Firma angegeben sein.

Evtl. wird die DRV das dann als Nachweis anerkennen?

Eine Nachfrage hierzu wird auf jeden Fall nicht schaden - viel Erfolg! 🙂
Also bei mir hat die DRV Lohnabrechnungen akzeptiert. Mir fehlten auch 9 Monate.
 

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
@Lucky Luke ich habe das gerade vor mir liegen. Arbeitsverhältnis hat laut Arbeitsvertrag am 28.04.2003 begonnen! (eine Kündigung hat sie schriftlich nie erhalten. Die Firma ist pleite gegangen und meine Mutter hat ihr letztes Geld nach langer Wartezeit und hinterhergelaufe in Bar in die Hand bekommen. inkl. Ausgabebeleg. das war am 13.03.2004) Eintrittsdatum steht auf jeder Abrechnung drauf das habe ich gerade gesehen. bei den letzten Abrechnungen steht allerdings ein anderes Eintrittsdatum drauf als bei den vorherigen.
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Hmmm. Das ist natürlich blöd. Und sonst hat sie gar nichts mehr gefunden für den Zeitraum 1985 bis 2003?

Auch keine "Meldung zur Sozialversicherung"?

Das waren damals so - ich sag mal - Fresszettel (😁) aus so dünnem Papier im A6-Querformat.

Was mir gerade noch einfällt: 1985 gab es die sog. Minijobs ja noch gar nicht.... Dann müsste sie also damals "normal" soz.vers.pflichtig gearbeitet haben. Wenn sie noch weiß, bei welcher Krankenkasse sie damals war, würde sich da eine Nachfrage lohnen. Früher war ja die Krankenkassenmitgliedschaft auch meist Branchenabhängig.
 

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
@Lucky Luke sie ist schon immer bei ein und der selben Krankenkasse. Wir haben alles durchgesucht und bisher leider nichts gefunden :-( Nachwas müssten wir denn bei der Krankenkasse fragen? wer 1985-2003 die Beiträge gezahlt hat? ich weiß das sie bei meinem Vater familienversichert ist.
 

Larsson

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
2 Januar 2019
Beiträge
959
Bewertungen
1.726
Wenn ihr alle Abrechnungen für diesen Zeitraum habt, dann legt diese vor.
Wie gesagt, bei mir haben auch 9 Monate gefehlt, mitten in einem jahrelangen Arbeitsverhältnis. Genau dafür fehlte auch mir der Sozialversicherungsnachweis, ich hatte alle bis auf diese 9 Monate.
Habe 9 Monatsabrechnungen vorgelegt und dies Zeit wurde angerechnet.
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
@Larsson: das Problem scheint ja zu sein, dass eben nur ein paar Abrechnungen aus 2003 vorliegen, und leider nix vom Zeitraum 1985-2003.

@Daniel1984: wenn sie sich sicher ist, dass sie bei ihrem Mann familienversichert war, dann nützt eine Nachfrage bei der KK wohl nichts, dann hat sie tatsächlich nicht sog.vers.pflichtig gearbeitet.

Hat sie denn rein gar nichts mehr aus der Zeit (z.B. einen Arbeitsvertrag, Zeugnisse, Kündigungsschreiben o.ä.)?

Wenn nein, dann fällt mir leider im Moment auch nichts mehr ein...

Selbst wenn der AG noch existieren würde, so lange bewahrt praktisch niemand Lohnunterlagen auf (10 Jahre Pflicht für den AG).

Als AN sollte man zumindest IMMER die sog. SV-Meldungen aufbewahren (zumindest bis zur Rente), aber dieses Wissen nützt deiner Mutter jetzt auch nichts, soll auch kein Vorwurf sein.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.155
Bewertungen
18.366
Hallo Daniel1984

noch ein Gedanke schau bitte hier in diesem Link Post 8 Bundesarchiv an und die Beiträge von Doppeloma


hier meine ich mal beim Bundesarchiv nachfragen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
Guten Morgen, so nachdem wir bis heute Nacht das Haus auf den Kopf gestellt haben haben wir jetzt zumindest schonmal die Kündigung aus Betrieblichen Gründen aus dem Jahre 2003 gefunden.
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Super, und da in einer Kündigung Bezug auf den "Arbeitsvertrag geschlossen am xxxxx" genommen wird (sollte zumindest so oder so ähnlich da drinstehen) kann deine Mutter zumindest diesen Zeitraum schon mal beweisen bzw. belegen!

Sucht weiter 😁, viel Erfolg.
 

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
@Lucky Luke genau das steht da nicht drin :-(

es steht da nur:

hiermit kündigen wir das mit ihnen bestehende Arbeitsverhältnis durch ordentliche,fristgerechte Kündigung aus betrieblichen Gründen zum xx.xx.xxxx.

Der Betriebsrat ist ordnungsgemäß zur Kündigung angehört worden. Eine Kopie der Stellungnahme des Betriebsrates fügen wir bei...
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Daniel1984,

fange mal oben in deinem ersten Beitrag an, dann kann ich das für mich besser "sortieren" ...
Einige sehr wichtige Hinweise hast du ja schon bekommen ... für frühere "DDR-Arbeitszeiten" gab es so ein kleines grünes Versicherungsbuch, da war ALLES dazu eingetragen wo man mal wie lange (und mit welchem Einkommen) gearbeitet hat.

Ob das für deine Mutter auch Bedeutung haben kann (DDR-Versicherungszeiten) wissen wir NICHT, es wäre gut wenn du das beantworten würdest.
Trifft das nicht zu kann man sich weitere Hinweise auf diese Möglichkeiten nämlich sparen.
Ich vermute bisher mal es geht nicht um solche Zeiten, wenn du von "Minijobs" schreibst ab 1984 oder war das eine reguläre (versicherungspflichtige) Beschäftigung ???

Hat sie denn nie vorher schon Informationen dazu von der DRV bekommen, da hätte das doch schon früher auffallen müssen, dass es da Fehlzeiten gibt ???
Aber mal der Reihe nach ...

meine Mutter wird demnächst ihre Altersrente beantragen. Sie wird laut letztem Schreiben der Rentenversicherung nur eine sehr sehr kleine Rente bekommen (ca 250 Euro) da sie sehr sehr viele Fehlzeiten hat wo die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat. Mein Vater bekommt aktuell ca 970 Euro Rente. Er zahlt Miete usw alles.

Welche sozialen Zuschüsse bekommen deine Eltern denn aktuell dazu, das ist doch so schon viel zu wenig, um wenigstens ihren gesetzlichen Mindestbedarf (2 X 382 € + Wohnkosten aktuell ca. 560 €) decken zu können (ergibt einen Gesamt-Bedarf von aktuell 1324 €) ???
Abzüglich der Rente vom Vater verbleibt ein Fehlbetrag (am Existenz-Minimum) von aktuell schon 354 €. :icon_kinn:

Dafür KANN doch seine Rente alleine JETZT auch gar nicht reichen ... sie sollten mindestens Wohngeld-Anspruch haben, ist das schon mal geprüft worden oder beziehen sie sogar schon Wohngeld ???
Das ist wichtig, denn Wohngeld wäre auch (weiterhin) vorrangig VOR "Grundsicherung im Alter" nach dem SGB XII in Anspruch zu nehmen ... muss dann natürlich mit dem schriftlichen Rentenbescheid deiner Mutter neu beantragt oder zumindest überprüft (angepasst) werden ...

Guten Abend sorry es ist die Regelaltersrente die sie bekommen wird. im Schreiben der DRV steht nur der Betrag den sie ab dann und dann bekommen wird. also wohl Netto. die Miete ist ca 560 € warm

Der Betrag in den Renten-Informationen ist immer Brutto, wie es dir schon erklärt wurde, die Versicherungen (Krankenversicherung / Pflegeversicherung) werden vor der Überweisung noch abgezogen, dabei beteiligt sich die DRV mit 50 % (zusätzlich zum Rentenbetrag) an den KK-Beiträgen (inzwischen auch am Zusatzbeitrag), die Pflege - Beiträge muss der Rentner voll alleine zahlen (reduzierter Beitrag wenn man mal Kinder großgezogen hat).

Nach Bewilligung der Altersrente deiner Mutter dürfte sich der Fehlbetrag soweit reduzieren, dass es zumindest noch einen sicheren Anspruch auf Wohngeld geben dürfte ...
Ich denke NICHT, dass sie aus der Grundsicherung (SGB XII) was bekommen werden, wenn Wohngeld schon diese Lücke dann schließen kann, das wäre auch gesetzlich gesehen vorrangig zu nutzen und ist auch deutlich "angenehmer", als mit dem Sozial-AMT zu tun zu bekommen.

Meine Mutter ist über meinen Vater bei der Krankenkasse familienversichert das wird sie ja denke ich mal nicht mehr sein wenn sie Rente bekommt! Kann sie beim zuständigen Sozialamt Unterstützung beantragen wenn sie die Rente beantragt hat? wenn ja kann man irgendwie errechnen wieviel das sein wird?

Wenn deine Mutter bisher keine Leistungen irgendwo her bezogen hat (Hartz 4 vom JC ???) verstehe ich NICHT warum sich deine Eltern nicht längst mal um Wohngeld bemüht haben, auch dein Vater hätte bei Bedarf schon einen Antrag auf Grundsicherung stellen können, er KANN doch von seiner Rente die Ehe-Partnerin gar nicht regulär mit ernähren (müssen) und ist ihr gesetzlich aber zum Unterhalt verpflichtet.

Haben sie darauf verzichtet weil man deine Mutter dann (als arbeitslose, erwerbsfähige Person) zum JC geschickt hätte ???

Wohngeld hätten sie trotzdem (sehr wahrscheinlich) bekommen können ... das ist auch Vorrangig VOR Hartz 4 ... und mit dem JC hat man dann auch nichts mehr zu tun, die Wohngeldstelle verlangt keine "Bewerbungen" ... :icon_evil:

Es sieht (für mich) leider im Moment danach aus, dass deine Eltern schon bisher auf durchaus mögliche finanzielle Unterstützung verzichtet haben ... aus reiner Unwissenheit ... oder welchen Scham-Gründen auch immer ...

Nun wird es (wahrscheinlich) erst Sinn machen wenn der Bescheid zu ihrer Rente vorliegt endlich mal die richtigen Schritte einzuleiten ... denn einen "Allein-Anspruch" auf Grundsicherung des SGB XII hat deine Mutter dann auch nicht, auch dort gelten deine Eltern als "Bedarfsgemeinschaft" und die Renten werden BEIDE VOLL auf alle (gemeinsamen) Ansprüche angerechnet, ehe es überhaupt was geben könnte.

Das gilt auch bei der Wohngeldstelle aber da geht es eben nur um einen Zuschuss für die Mietzahlungen, der übrige "Lebensbedarf" wäre ja auch durch die beiden Renten dann schon sicher gedeckt ...
Selbst wenn man von den rund 250 € Rente deiner Mutter noch ca. 10 % für die Versicherungen abzieht verbleiben ca. 225 € zur Überweisung (also Netto) und das addiert mit der Rente deines Vaters (also + 970 €) ergibt 1195 € im Monat.

Kranken- und Pflegeversichert ist deine Mutter dann wieder selbst über ihre eigenen Beiträge aus der Rente, die Familienversicherung ist nicht mehr nötig aber die war ja sowieso beitragsfrei.

Ca. 1324 € (gesetzlicher Mindestbedarf für deine Eltern) minus ca. 1195 € (Gesamteinkommen aus beiden Renten) ergibt nur noch einen "überschaubaren" Fehlbetrag von ca. 147 €, dieser Betrag sollte eigentlich problemlos über Wohngeld abzudecken sein.

Bitte beachte, dass es sich hier nur um eine Beispielberechnung handelt, die realen Zahlen dürften aber sehr nahe dran liegen ... die konkreten Wohngeldbeträge sind örtlich sehr unterschiedlich ... je nach den "üblichen Mietpreisen".
Das kann nur die zuständige Wohngeldstelle vor Ort korrekt prüfen und berechnen.

Hi, sorry für die späte Antwort aber ich war im Krankenhaus. Also: meine Mutter hat kommenden Donnerstag den Termin bei der kostenlosen Rentenberatung. Ich werde sie da begleiten.

Finde ich sehr nett, dass du sie begleiten wirst, auch wenn man beim Antrag auf Altersrente nichts weiter "befürchten" muss ... darf ich fragen ab welchem Monat die Altersrente dann gezahlt werden soll / kann ???
Es könnte ja möglicherweise doch sinnvoll sein noch vorher schon mal Wohngeld zu beantragen (nur mit dem Rentenbescheid des Vaters), das braucht dann später nur noch angepasst werden, auf die neue Einkommenshöhe.

Die Bearbeitung dauert (leider) oft sehr lange, besonders beim Erst-Antrag auf Wohngeld, dann wird aber alles nachgezahlt wenn der Bescheid fertig ist.
Aktuell kann noch ein Antrag auf Wohngeld ab 01. August gestellt werden, das könnte sich noch lohnen wenn die Rente deiner Mutter erst zum Ende des Jahres überhaupt gezahlt wird ... sie hätten es bis dahin vermutlich finanziell schon etwas leichter.

Ich habe mir das Schreiben der DRV nochmal genau angeguckt. Es geht ua um die Jahre 1985 bis 2003.(durchgehend) Dort weiß die DRV nicht was meine Mutter da gemacht hat.Und das steht als "ungeklärte Zeiten" im Brief.

Dazu kann ich dir leider auch nicht sonderlich weiterhelfen, es ist eben so, dass man die Versicherungszeiten IMMER auch selber nachweisen können MUSS wenn da bei der DRV was fehlt ...
Meiner Mutter ging es ähnlich, sie hatte fast 15 Jahre (versichert) Vollzeit in einem Privat-Haushalt gearbeitet aber es gab KEINE Nachweise (mehr) darüber in ihren Unterlagen und war wohl auch nicht an die DRV gemeldet worden ...
Die privaten AG waren lange vestorben als sie das benötigt hätte, also fehlten ihr diese 15 Jahre im Rentenkonto und sie bekam entsprechend deutlich weniger Rente ...

Das tut verdammt weh wenn man (seit frühester Jugend) IMMER (Vollzeit) berufstätig war und dabei noch alleine die Verantwortung für 5 Kinder hatte ...

Um solche "Lücken" in seinem Rentenkonto sollte sich JEDER möglichst frühzeitig kümmern, denn oft kann man da kurz vor dem Rentenalter NICHTS mehr bekommen, um diese Lücken noch zu füllen .... frühere AG sind dann oft schon "pleite" oder ins Ausland gegangen ...

Da hat sie Gehaltsabrechnungen und Meldungen zur Sozialversicherung gefunden. Wir nehmen das alles am Donnerstag mal mit zur Rentenberatung und gucken was er dazu sagt

Das ist sehr gut und sollte sie unbedingt mitnehmen (bitte VORHER zur Sicherheit kopieren), die DRV will da meist die Originale sehen und das dann selber kopieren, in der Regel kann man das gleich wieder mitnehmen aber man sollte wenigstens noch Kopien zu Hause haben wenn da was "verloren" geht ...

Ich musste damals für die erste Kontenklärung bei der DRV ALLE Kopien von Arbeitsunterlagen bei der Meldestelle vergleichen und "beglaubigen" lassen (das machen die in der Regel kostenfrei), so brauchte ich aber die Originale nicht aus der Hand geben.

MfG Doppeloma
 

Daniel1984

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 August 2011
Beiträge
191
Bewertungen
15
Hallo @Doppeloma das nenne ich mal einen seeeeeehr langen Text. Also: das mit der DDR betrifft meine Mutter nicht da wir in Schleswig-Holstein leben und mit der DDR nichts zutun hatten. Sie hat schon öfter Briefe von der DRV bekommen allerdings ist zuerwähnen das sie sich darum bisher nicht kümmern konnte. Sie hatte vor Jahren nach einem Sturz eine OP wo sie immernoch mit zu kämpfen hat. (4 weitere OPs liegen noch vor ihr. beide Hüften und beide Kniegelenke müssen erneuert werden) seit der OP 2014 läuft sie an Krücken. (zumindest an einer) und seit 2014 ist sie auch zuhause. Aus Schamgefühl war sie nach der OP nie beim JC um ALG 2 zu beantragen weil sie ja so eh nicht hätte arbeiten können. seit 2014 lebt meine Mutter mit von meinem Vater. bisher hat das trotz Miete usw zum leben gereicht. Beim Rentenantrag von meinem Vater damals wurde ihm schon gesagt das es schlecht aussieht mit eventueller Unterstützung vom Sozialamt daher hat er es nie probiert. also auch kein Wohngeld beantragt weil er Angst hatte das die sagen die Wohnung ist zu teuer suchen sie sich was günstigeres. Zu seiner Rente bekommt er ja mittlerweile auch von von mir 185,00 € als Miete monatlich in Bar überreicht welche ich vom JC bekomme. Der Versichertenberater wo meine Mutter am Donnerstag den Termin hat hat sich vorhin telefonisch gemeldet und vorab gefragt um was es geht. Ich habe ihm das alles geschildert. Auch mit den Zeiten die unklar sind. Er meinte alles was wir haben sollen wir mitbringen und evtl hat die Krankenkasse da noch Unterlagen zu. Desweiteren taucht im Versicherungsverlauf nichtmal der Mutterschutz auf wo ich Geboren wurde. Er sagt das bringt auch extra Rentenpunkte und mehr Geld. Dafür muss ich meine Geburtsurkunde als Kopie mitbringen. Er beglaubigt die dann und schickt sie mit zur Rentenversicherung.
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Au weia, das ist natürlich echt blöd. Und es wird ( auch bei der Stellungnahme des BR) nirgendwo auf den Beginn des AV's hingewiesen?

Wie lange war denn die Kündigungsfrist? Kann man da evt. etwas herauslesen (gab/gibt gesetzliche Fristen hierzu, je länger die Beschäftigungszeit war, desto länger die Kündigungsfrist)?

Zumindest habt ihr jetzt schon mal einen Beleg darüber, dass deine Mutter auch bereits vorher bei diesem AG beschäftigt war, inwieweit das nützlich ist bei der DRV, kann ich allerdings nicht sagen.

Nachtrag: heute Vormittag geschrieben, und dann nicht abgeschickt 😵, so Heiss war es doch heute gar nicht...
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten