meine Mutter bekommt bald sehr kleine Rente. Bitte um Infos

Daniel1984

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Guten Abend,

meine Mutter wird demnächst ihre Altersrente beantragen. Sie wird laut letztem Schreiben der Rentenversicherung nur eine sehr sehr kleine Rente bekommen (ca 250 Euro) da sie sehr sehr viele Fehlzeiten hat wo die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat. Mein Vater bekommt aktuell ca 970 Euro Rente. Er zahlt Miete usw alles. Meine Mutter ist über meinen Vater bei der Krankenkasse familienversichert das wird sie ja denke ich mal nicht mehr sein wenn sie Rente bekommt! Kann sie beim zuständigen Sozialamt Unterstützung beantragen wenn sie die Rente beantragt hat? wenn ja kann man irgendwie errechnen wieviel das sein wird?

ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen!
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Daniel1984

meine Mutter wird demnächst ihre Altersrente beantragen.
Hier eine Verständnisfrage, bekommt sie die Regelaltersrente also geht sie mit 65 Jahren oder mit 63 Jahren in Rente?

Warum meine Frage es gibt die Sozialhilfe 3. Kapitel und die Grundsicherung 4. Kapitel darum meine Frage.

Er zahlt Miete usw alles.
Wie hoch ist die Miete?

das wird sie ja denke ich mal nicht mehr sein wenn sie Rente bekommt!
Dann geht das über die DRV

Sie wird laut letztem Schreiben der Rentenversicherung nur eine sehr sehr kleine Rente bekommen (ca 250 Euro)
Ist das der Netto Betrag der Rente oder Brutto?
 

Daniel1984

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@Seepferdchen 2010 Guten Abend sorry es ist die Regelaltersrente die sie bekommen wird. im Schreiben der DRV steht nur der Betrag den sie ab dann und dann bekommen wird. also wohl Netto. die Miete ist ca 560 € warm
 

Seepferdchen 2010

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die Regelaltersrente die sie bekommen wird
Gut dann bitte einen Antrag auf Grundsicherung stellen also 4.Kapitel SGB XII, du kannst das Amt anschreiben für die Formulare
oder schau mal im Net deine Stadt Grundsicherungsamt SGB XII.

Hier zum Beispiel aus Berlin der Antrag und die Erklärung dazu was alles benötigt wird.
Ich denke die Formular sind gleich bei der Antagsstellung.


So und wenn du dann noch Fragen hast, dann schreibe bitte.
 

vidar

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Moin @Daniel1984,

falls anspruchsberechtigt könnte sie gemeinsam mit dem Ehemann Grundsicherung im Alter beantragen. Beide Renteneinkünfte würden für die Ermittlung des Bedarfs herangezogen. Die Abwicklung ist ähnlich, wie bei H4. Es gibt den Regelleistungsbetrag von 2 x 382 € sowie die anerkannten Kosten für die Unterkunft. Das Schonvermögen ist hier aber erheblich geringer. Auch die Abzugsmöglichkeiten (vom Renteneinkommen) sind hier eingeschränkt.

Weiter Informationen gibt es hier:

Deutsche Rentenversicherung - Grundsicherung bei niedrigen Renten

@Seepferdchen 2010 ... im Schreiben der DRV steht nur der Betrag den sie ab dann und dann bekommen wird. also wohl Netto.
Der Betrag ist Brutto! Hiervon werden also noch die Kranken- und die Pflegeversicherung sowie der KV-Zusatzbetrag (ca. 10,85 %) abgezogen.
.
 

Daniel1984

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@Seepferdchen 2010 danke für die Antwort. Das kann sie dann machen sobald sie die Rente beantragt hat oder? hier im Ort im Rathaus findet 1x im Monat eine Gratis Rentenberatung durch einen Versichertenberater statt. Da wird sie sich jetzt mal einen Termin holen. Dort kann man auch direkt die Rentenanträge abgeben

@vidar danke für die Info :)
 

Seepferdchen 2010

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Das kann sie dann machen sobald sie die Rente beantragt hat oder?
Sie braucht den Rentenbescheid und deiner Mutter bekommt ja auch ein Schreiben von der DRV das der Antrag dort eingegangen ist.
Also rechtzeitig den Antrag auf Rente stellen um dann den Antrag auf Grundsicherung einreichen.

Wenn das Bestätigungsschreiben zum Erhalt vom Antrag auf Rente deiner Mutter vorliegt, kann sie den Antrag auf Grundsicherung
stellen, mit dem Vermerk das der Rentenbescheid nachgereicht wird.

Das Schonvermögen ist hier aber erheblich geringer
Zum Thema Schonvermögen lies bitte hier:

 
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Fabiola

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Sie wird laut letztem Schreiben der Rentenversicherung nur eine sehr sehr kleine Rente bekommen (ca 250 Euro) da sie sehr sehr viele Fehlzeiten hat wo die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat.
Wie kommst Du zu der Einschätzung, "dass die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat"? Hat sich die DRV dazu geäußert oder nachgefragt?

Wichtig wäre, dass Deine Mutter (noch) weiß, "was sie in den Jahren gemacht hat". Dass heißt, dass sie z.B. bei der
im Rathaus 1x im Monat statt findenden Gratis-Rentenberatung durch einen Versichertenberater eine sogenannte (Renten)Kontenklärung macht und dem Versichertenberater anhand ihrer Erinnerungen an vergangene Arbeitsverhältnisse entsprechende Auskünfte gibt. Gut wäre es dafür natürlich, wenn Deine Mutter Rentenbelege (Anmeldungen und Abmeldungen zur Sozialversicherung) vorlegen könnte, die sie üblicherweise vom Arbeitgeber hat erhalten müssen.

Liegen ihr diese (wegen z.B. 'unzureichender privater Buchführung') nicht (mehr) vor, dann wäre es hilfreich, wenn sie die Zeiten der Beschäftigungen als auch die Namen, Adressen der jeweiligen Arbeitgeber angeben könnte. Die DRV würde sich dann an die angegebenen Arbeitgeber wenden und die Versicherungszeiten erfragen. Der Rentenberater wird sie dahingehend auch beraten und aufklären.

Und: Bei einer Rente, die unter der Grundsicherung liegt, schickt die DRV üblicherweise automatisch ein Antragsformular für Grundsicherungsleistungen gemeinsam mit dem Rentenbescheid zu.
 

Kerstin_K

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Einen Versichrrungsverlauf kann mam ganz einfach online anfordern.
 

Fabiola

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Einen Versichrrungsverlauf kann mam ganz einfach online anfordern.
Wie ich es hier vom TE verstanden habe, gibt es wohl einen Versicherungsverlauf von der DRV. Scheint aber wohl nicht vollständig zu sein ... oder so.
Daher meine vorherige Frage an TE:
Wie kommst Du zu der Einschätzung, "dass die Rentenversicherung nicht weiß was sie in den Jahren gemacht hat"? Hat sich die DRV dazu geäußert oder nachgefragt?
 

Daniel1984

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Hi, sorry für die späte Antwort aber ich war im Krankenhaus. Also: meine Mutter hat kommenden Donnerstag den Termin bei der kostenlosen Rentenberatung. Ich werde sie da begleiten. Ich habe mir das Schreiben der DRV nochmal genau angeguckt. Es geht ua um die Jahre 1985 bis 2003.(durchgehend) Dort weiß die DRV nicht was meine Mutter da gemacht hat.Und das steht als "ungeklärte Zeiten" im Brief. Sie war aber bis 2003 geringfügig Beschäftigt angestellt (bis die Firma das Werk hier im Ort geschlossen hat und die Produktion nach Dänemark verlagert hat) Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das diese Firma die Zeiten wo meine Mutter dort beschäftigt war nicht an die DRV gemeldet hat. Meine Mutter hat schon geguckt aber findet aktuell leider keine Unterlagen mehr über diese Beschäftigung. Das heißt wohl das lässt sich so nicht mehr klären weil es hier in Deutschland von dieser Firma kein Werk mehr gibt. der Zweite Zeitraum der der DRV unbekannt ist ist 2003-2004 auch dort war sie geringfügig angestellt bis die Firma pleite gegangen ist. (Wurde wohl auch nicht vom Arbeitgeber an die DRV gemeldet?) Da hat sie Gehaltsabrechnungen und Meldungen zur Sozialversicherung gefunden. Wir nehmen das alles am Donnerstag mal mit zur Rentenberatung und gucken was er dazu sagt
 

Lucky Luke

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Kleiner Tip: wenn deine Mutter Abrechnungen aus 2003/2004 hat, sollte auf diesen Abrechnungen auch das "Eintrittsdatum" ihrer geringfügigen Beschäftigung bei dieser Firma angegeben sein.

Evtl. wird die DRV das dann als Nachweis anerkennen?

Eine Nachfrage hierzu wird auf jeden Fall nicht schaden - viel Erfolg! 🙂
 

Larsson

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Kleiner Tip: wenn deine Mutter Abrechnungen aus 2003/2004 hat, sollte auf diesen Abrechnungen auch das "Eintrittsdatum" ihrer geringfügigen Beschäftigung bei dieser Firma angegeben sein.

Evtl. wird die DRV das dann als Nachweis anerkennen?

Eine Nachfrage hierzu wird auf jeden Fall nicht schaden - viel Erfolg! 🙂
Also bei mir hat die DRV Lohnabrechnungen akzeptiert. Mir fehlten auch 9 Monate.
 

Daniel1984

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@Lucky Luke ich habe das gerade vor mir liegen. Arbeitsverhältnis hat laut Arbeitsvertrag am 28.04.2003 begonnen! (eine Kündigung hat sie schriftlich nie erhalten. Die Firma ist pleite gegangen und meine Mutter hat ihr letztes Geld nach langer Wartezeit und hinterhergelaufe in Bar in die Hand bekommen. inkl. Ausgabebeleg. das war am 13.03.2004) Eintrittsdatum steht auf jeder Abrechnung drauf das habe ich gerade gesehen. bei den letzten Abrechnungen steht allerdings ein anderes Eintrittsdatum drauf als bei den vorherigen.
 

Lucky Luke

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Hmmm. Das ist natürlich blöd. Und sonst hat sie gar nichts mehr gefunden für den Zeitraum 1985 bis 2003?

Auch keine "Meldung zur Sozialversicherung"?

Das waren damals so - ich sag mal - Fresszettel (😁) aus so dünnem Papier im A6-Querformat.

Was mir gerade noch einfällt: 1985 gab es die sog. Minijobs ja noch gar nicht.... Dann müsste sie also damals "normal" soz.vers.pflichtig gearbeitet haben. Wenn sie noch weiß, bei welcher Krankenkasse sie damals war, würde sich da eine Nachfrage lohnen. Früher war ja die Krankenkassenmitgliedschaft auch meist Branchenabhängig.
 

Daniel1984

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@Lucky Luke sie ist schon immer bei ein und der selben Krankenkasse. Wir haben alles durchgesucht und bisher leider nichts gefunden :-( Nachwas müssten wir denn bei der Krankenkasse fragen? wer 1985-2003 die Beiträge gezahlt hat? ich weiß das sie bei meinem Vater familienversichert ist.
 

Larsson

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Wenn ihr alle Abrechnungen für diesen Zeitraum habt, dann legt diese vor.
Wie gesagt, bei mir haben auch 9 Monate gefehlt, mitten in einem jahrelangen Arbeitsverhältnis. Genau dafür fehlte auch mir der Sozialversicherungsnachweis, ich hatte alle bis auf diese 9 Monate.
Habe 9 Monatsabrechnungen vorgelegt und dies Zeit wurde angerechnet.
 

Lucky Luke

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@Larsson: das Problem scheint ja zu sein, dass eben nur ein paar Abrechnungen aus 2003 vorliegen, und leider nix vom Zeitraum 1985-2003.

@Daniel1984: wenn sie sich sicher ist, dass sie bei ihrem Mann familienversichert war, dann nützt eine Nachfrage bei der KK wohl nichts, dann hat sie tatsächlich nicht sog.vers.pflichtig gearbeitet.

Hat sie denn rein gar nichts mehr aus der Zeit (z.B. einen Arbeitsvertrag, Zeugnisse, Kündigungsschreiben o.ä.)?

Wenn nein, dann fällt mir leider im Moment auch nichts mehr ein...

Selbst wenn der AG noch existieren würde, so lange bewahrt praktisch niemand Lohnunterlagen auf (10 Jahre Pflicht für den AG).

Als AN sollte man zumindest IMMER die sog. SV-Meldungen aufbewahren (zumindest bis zur Rente), aber dieses Wissen nützt deiner Mutter jetzt auch nichts, soll auch kein Vorwurf sein.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Daniel1984

noch ein Gedanke schau bitte hier in diesem Link Post 8 Bundesarchiv an und die Beiträge von Doppeloma


hier meine ich mal beim Bundesarchiv nachfragen?
 
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Daniel1984

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Guten Morgen, so nachdem wir bis heute Nacht das Haus auf den Kopf gestellt haben haben wir jetzt zumindest schonmal die Kündigung aus Betrieblichen Gründen aus dem Jahre 2003 gefunden.
 
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