Meine Krankenkasse verweigert die Krankengeldzahlung nach Ablauf der sechs Wochen, Krankmeldung am 19.02.2019. Stehen mir nicht achtzehn Monate Krankengeld zu?

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welle10

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Habe heute einen Anruf meiner KK erhalten, das sie nach Ablauf der 6 Wochenkrankmeldung kein Krankengeld zahlen werden und eine weitere Krankmeldungen nicht akzeptieren. Ich soll nach der Krankmeldung (19.02.2019) mich wieder beim Jobcenter melden oder die Rente einreichen.
Bin seit 01.01.2019 Arbeitslos und seit 07.01.2019 Krankgeschrieben auf Schwere Depression. Mein Psychiater sagte mir, das ich eine sehr Schwere Depression habe und lange nicht dem Arbeitsmarkt zur verfügung stehen werde. Habe deshalb auch meinen Job gekündigt. Vor 20 Jahren hat mich der Amtsarzt vom Arbeitsamt schon auf Depressionen Kaputt geschrieben und mir gesagt das ich die Rente (damals war ich 36 Jahre) einreichen soll. Habe dann aber trotzdem einen neuen Job angefangen und hatte bis letztes Jahr eigentlich beschwerdefrei arbeiten können.

Was kann ich jetzt machen? die wollen mir kein Krankengeld zahlen, ist das überhaupt rechtens???
Stehen mir nicht 18 Monate Krankengeld zu???
 

Seepferdchen 2010

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welle10 und ja :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Krankenkasse verweigert Krankengeld" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

Überschriften (Thementitel) wenn ihr neue Themen erstellt

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Bitas

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Hallo,

als erstes lass mal deine Telefonnummer löschen.
Dann warte mal ab, ob du die selben aussagen auch schriftlich bekommst, wohl eher nicht.
Lass dich fortlaufend AU schreiben und sende oder bringe AU innerhalb einer Woche, nachweislich, der KK.
Wenn die meinen du seist nicht AU, werden die einen Termin beim MDK Vereinbarungen müssen, der dann seine Meinung dazu, der KK mitteilen wird.
Mit KK, JC, AfA usw. Telefoniert man besser nicht, nur schriftliches zählt. Am Telefon wird meist nur Terror ausgeübt, das bekommst du ja gerade selber mir.

Gruß
Bitas
 

Fabiola

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Habe heute einen Anruf meiner KK erhalten, das sie nach Ablauf der 6 Wochenkrankmeldung kein Krankengeld zahlen werden und eine weitere Krankmeldungen nicht akzeptieren.
So, so, und auf welcher rechtlichen Grundlage?
Wenn Du krank bist und das per Krankschreibung lückenlos vom Arzt bestätigt ist, dann MUSS die KK Krankengeld zahlen.
Was Dir ein KK-Anrufer so sagt ist der Versuch Dich zu verunsichern um Dich an das JC oder Afa los zu werden. Wie @Bitas zu Recht empfiehlt: Lass Deine Telenummer bei der KK löschen oder notiere Dir die Telenummer und gehe nicht ans Telefon. Die KK kann sich schriftlich an Dich wenden und ich denke nicht, dass die das Dir Gesagte (wegen Rechtswidrigkeit) schriftlich wiederholen werden. Bleib ruhig und harre der Dinge, die nicht kommen werden.
KEINE PANIK bitte -alles ist gut.
 

Doppeloma

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Hallo welle10,

Habe heute einen Anruf meiner KK erhalten, das sie nach Ablauf der 6 Wochenkrankmeldung kein Krankengeld zahlen werden und eine weitere Krankmeldungen nicht akzeptieren. Ich soll nach der Krankmeldung (19.02.2019) mich wieder beim Jobcenter melden oder die Rente einreichen.

Ich denke mal ganz so "einfach" wie meine Vorschreiber das sehen möchten ist dein Problem nicht zu lösen, mir fallen da zumindest erst mal ein paar aufklärende Fragen ein.
Ein "Anruf" hat allerdings rechtlich keine ernsthafte Bedeutung, das muss man dir schon schriftlich mitteilen und natürlich auch entsprechend begründen, warum du kein Krankengeld mehr bekommen sollst.

Gegen Telefonate kann man ja keinen Widerspruch einlegen und das ist durchaus nötig wenn die KK unberechtigt die Zahlungen beenden möchte.
Die KK-SB haben das ohnehin nicht am Telefon zu entscheiden, dafür muss der MDK beauftragt werden, um festzustellen ob du wirklich nicht mehr AU geschrieben sein musst.
OHNE persönliche Vorstellung beim MDK-Arzt ist die Einstellung des Krankengeldes gar nicht rechtmäßig zulässig, leider nehmen viele KK das inzwischen nicht mehr so besonders genau.

Bin seit 01.01.2019 Arbeitslos und seit 07.01.2019 Krankgeschrieben auf Schwere Depression.

Hier taucht für mich allerdings eine sehr wichtige Frage auf, denn wenn du seit dem 01.01. bereits arbeitslos gewesen bist warst du am 07.01.2019 für den Anspruch auf Krankengeld gar nicht mehr versichert ...
Dann überrascht es mich eher, dass bisher überhaupt Krankengeld gezahlt wurde ...

Magst du uns dazu etwas aufklären, was war denn vom 01.01. - 06.01.2019 oder hast du dich da irgendwie mit den Daten vertan ???

Mein Psychiater sagte mir, das ich eine sehr Schwere Depression habe und lange nicht dem Arbeitsmarkt zur verfügung stehen werde.

Dann sollte er das auch bei Bedarf DIREKT dem MDK mitteilen als "medizinischen Widerspruch", das hat allerdings nur Bedeutung wenn dein Anspruch auf Krankengeld aktuell überhaupt besteht ... ich weiß im Moment noch nicht wo der herkommen soll ab dem 07.01. ... aus dem Arbeitsverhältnis ja wohl nicht mehr, da hätte die AU bereits früher beginnen müssen ...

Hast du denn schon Geld bekommen von der KK seit Beginn deiner AU am 07.01. 2019 ???

Habe deshalb auch meinen Job gekündigt.

Ob das wirklich klug gewesen ist kann ich nicht beurteilen, wie lange warst du denn in diesem Job, hast du keinen Anspruch auf ALGI erworben damit ???
Weil die KK dich direkt zum JC schicken will ... dort bekommst du aber auch eine Sanktion wenn du selbst gekündigt hast = 30 % weniger vom Regelsatz für 3 Monate ...
Trotz schwerer Depressionen sollte man sich die Folgen (auch die finanziellen) seiner Handlungen schon klar machen, ehe man solche schwerwiegenden Entscheidungen trifft.

Du bist ja auch schon länger hier angemeldet und es gibt sehr viele Themen zu Krankengeld und den Bedingungen dafür und wie die Ämter (AfA / JC) das sehen mit Eigenkündigungen ...
Wenn man wegen Krankheit eine Arbeit nicht mehr machen kann, dann ist eine AU das richtige Mittel, da muss man nicht den Job hinwerfen, meist kündigen dann die AG sowieso.
Dein Arzt hätte dich doch offenbar auch mit Job länger AU geschrieben und dein Krankengeld wäre dir relativ sicher gewesen ...

Vor 20 Jahren hat mich der Amtsarzt vom Arbeitsamt schon auf Depressionen Kaputt geschrieben und mir gesagt das ich die Rente (damals war ich 36 Jahre) einreichen soll.

Na-Ja, was die "Amtsärzte" beim Arbeitsamt so als EM-Rentenwürdig ansehen wollen, muss die DRV dann noch lange nicht genau so sehen wollen, ich denke auch nicht, dass ein Allgemeinmediziner / Arbeitsmediziner das ausreichend beurteilen könnte ... die Psychiater der DRV hätten dir schon erzählt, was du noch alles leisten kannst ...

Brauchst dich NICHT angegriffen fühlen, das habe ich genau so am eigenen Leibe erlebt ... die AfA "begutachtet mich kaputt", ich beantrage die geforderte EM-Rente (weil ich mich auch kaputt genug fühle mit Ü 50, nach fast 40 Jahren Berufstätigkeit) und die DRV lehnt nach 2 "Gutachten" die EM-Rente ab, weil mich die AfA (Vollzeit) "einfach" in andere / leichtere Arbeit vermitteln soll ... :doh:
Das ÄD-Gutachten der AfA (was dabei war) müssen die wohl völlig übersehen haben ... das war vor gut 10 Jahren ... ich habe meine EM-Rente dann nach knapp 3 Jahren (und weiteren Gutachten) am Sozialgericht erkämpft ...

Habe dann aber trotzdem einen neuen Job angefangen und hatte bis letztes Jahr eigentlich beschwerdefrei arbeiten können.

Damit bestätigst du ja selber, dass der "Amtsarzt" vor 20 Jahren wohl doch nicht besonders viel Ahnung hatte ... und das hätte bei dir wohl auch die DRV dann so gesehen ..., dass du noch gar keine EM-Rente brauchst.

Was kann ich jetzt machen? die wollen mir kein Krankengeld zahlen, ist das überhaupt rechtens???

Beantworte bitte die Fragen dazu, daraus ergibt sich ziemlich schnell ob das rechtens ist oder nicht ... wenn deine AU wirklich erst am 07.01.2019 begonnen hat, dann ist das rechtens, dann hast du versicherungsrechtlich KEINEN Anspruch auf Krankengeld mehr gehabt, zum Zeitpunkt der Krankschreibung.
Dann verstehe ich nur noch nicht warum man dir überhaupt zusagt bis in den Februar zahlen zu wollen, aber am Telefon können die ja viel erzählen "wenn der Tag lang ist" ....

Stehen mir nicht 18 Monate Krankengeld zu???

Nicht unbedingt, man muss bei Erstausstellung einer AU auch mit Krannkengeld-Anspruch versichert sein ... das ist man nur IM noch laufenden Arbeitsverhältnis ODER im Bezug von ALGI bei Arbeitslosigkeit.
Um ALGI zu bekommen darf man aber bei der Antragstellung (noch) NICHT AU geschrieben sein (die Ausnahme nach § 145 SGB III ist bei dir nicht zutreffend), zu deinen Ansprüchen an die AfA generell ist ja bisher nichts bekannt.

Ob du bei regulärem Krankengeld-Anspruch auch die vollen 78 Wochen Krankengeld bekommen wirst ist eine ganz andere Frage, das hängt von der konkreten Krankheit und auch von der "Standhaftigkeit" deines behandelnden Arztes ab, denn die KK wollen keineswegs gerne so lange Krankengeld zahlen (müssen) bis der Anspruch tatsächlich mal (mit der Aussteuerung nach 78 Wochen) abgelaufen wäre. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Bitas

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@Doppeloma,
so wie ich das verstehe, hat die TS noch kein Krankengeld bekommen. Wie auch, die 6 Wochen sind noch nicht vorüber. Lies noch mal den ersten Satz, in ihrem ersten Beitrag.
Gruß
Bitas
 

Doppeloma

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Hallo Bitas,

so wie ich das verstehe, hat die TS noch kein Krankengeld bekommen. Wie auch, die 6 Wochen sind noch nicht vorüber. Lies noch mal den ersten Satz, in ihrem ersten Beitrag.

Der erste Satz beantwortet meine Fragen NICHT, lässt aber darauf schließen, dass es überhaupt KEIN Krankengeld geben wird ...
Die KK geht (vermutlich) davon aus, dass der TE noch Lohnfortzahlung vom AG bekommt (es dauert ja immer bis die AG abmelden bei der KK) und das trifft ja nicht zu weil das Arbeitsverhältnis bereits beendet war bei Beginn der AU = KEIN Krankengeld-Anspruch ...
Die werden sich bestimmt bald wieder melden, denn die "Nachversicherungsfrist" ist auch inzwischen abgelaufen und nun will die KK langsam mal wieder Beiträge haben ...oder die Chip-Karte funktioniert nicht mehr.

Aufklärung kann uns nur der TE dazu geben ... wenn die Daten oben stimmen, dann ist die Sache eigentlich klar ... dann kommt auch kein Krankengeld ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

HermineL

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Ich soll nach der Krankmeldung (19.02.2019) mich wieder beim Jobcenter melden oder die Rente einreichen. Bin seit 01.01.2019 Arbeitslos und seit 07.01.2019 Krankgeschrieben auf Schwere Depression.
Es stellt sich mir erst die Frage welche Leistungen du beziehst. ALG 1 oder ALG 2 ?

Wenn du dich am 01.01.2019 bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet hast und dort Leistungen
beziehst hast du auch Anspruch auf Krankengeld nach 6 Wochen. Dein Au beginnt nach deiner Aussage
am 07.01.2019 somit solltest du zum Zeitpunkt der Antragstellung bei der AFA nicht AU gewesen sein.

Solltest du allerdings seit 01.01.2019 ALG 2 Leistungen erhalten dann hättest du in der Tat keinen Anspruch
auf Krankengeld. Bei ALG II besteht nach § 44 Abs. 1 Satz 2 SGB V keinen Anspruch auf Krankengeld.
In dem Fall wäre es besser gewesen sich vor dem 01.01.2019 krankschreiben zu lassen um den
Krankengeldanspruch nicht zu verlieren.

Hier wird mehr Input vom TE benötigt um überhaupt beurteilen zu können ob und was ihm nun zusteht
und was nicht.
Wichtig ist hier vor allem der Zeitraum 01.01.2019 bis 06.01.2019. Wurde zum 01.01.2019 Leistungen
beantragt und wenn ja welche ?
 

Susanne42

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Ich vermute mal, dass du nicht lange genug gearbeitet hast für Alg1 Ansprüche?
So dass du seit 1.1 wieder in Alg2 bist?
Dann hast du leider keinen Krankengeldanspruch
 

Doppeloma

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Hallo Susanne42,

Ich vermute mal, dass du nicht lange genug gearbeitet hast für Alg1 Ansprüche?
So dass du seit 1.1 wieder in Alg2 bist?
Dann hast du leider keinen Krankengeldanspruch

In "Vermutungen schwelgen" wir ja nun schon seit letzten Mittwoch, Aufklärung kann uns dazu nur der TE selber geben und deine Fragen nach Anspruch auf ALGI aus der letzten Tätigkeit habe ich ihm schon weiter oben (siehe #Post 5) gestellt ... ebenso die Frage was vom 01.01. - 06.01. gewesen ist, ehe die AU vom Arzt ausgestellt wurde ...
Auch bei der AfA darf man erst IM laufenden Leistungsbezug AU-krank werden, sonst bekommt man keinen Leistungsbescheid.
Aber der "Nick" spricht wohl für sich ... macht "ne Welle" und das war es dann ...

MfG Doppeloma
 
W

Welle11

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Kann leider unter welle10 nicht antworten und melde mich jetzt unter welle11

erst mal Danke für eure Meinungen.

@Doppeloma
Hier taucht für mich allerdings eine sehr wichtige Frage auf, denn wenn du seit dem 01.01. bereits arbeitslos gewesen bist warst du am 07.01.2019 für den Anspruch auf Krankengeld gar nicht mehr versichert ...
Dann überrascht es mich eher, dass bisher überhaupt Krankengeld gezahlt wurde ...

Magst du uns dazu etwas aufklären, was war denn vom 01.01. - 06.01.2019 oder hast du dich da irgendwie mit den Daten vertan ???
habe bis 12.2017 gearbeitet und durch einen Aufhebungsvertrag hatte ich 2018 eine Sperre Sodas ich ab 01.01.2019 Arbeitslos gemeldet bin.

Ob das wirklich klug gewesen ist kann ich nicht beurteilen, wie lange warst du denn in diesem Job, hast du keinen Anspruch auf ALGI erworben damit ???
siehe oben

Genau so :)
macht "ne Welle" und das war es dann ...
Sorry aber habe die Moderatoren davon unterrichtet das ich hier im Forum nicht antworten konnte.
 

Curt The Cat

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Susanne42

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Dann antworte doch mal in ganzen Sätzen bitte. Beantworte alle Fragen.
Wieso bekommst du kein Alg1, sondern bist beim Jobcenter? Hast du das Alg1 schon verbraucht?
Und wieso streichen Sie Dir das Krankengeld? Hast du eine Lücke in der Krankmeldung oder wie?
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

strick dir das doch bitte mal selbst zusammen, denn jetzt haben wir einige detailierte Anworten erhalten.

Ich trag mal zusamen:

  1. er hat bis 12/2017 gearbeitet,
  2. hatte wegen Aufhebungsvertrag eine Sperre so das er ab 01.01.2019 ALG-I erhält,
  3. er hat bis jetzt 42 Jahre gearbeitet
  4. er hat noch kein KG erhalten !

Also wenn ab dem 01.01.2019 ein Anspruch auf ALG-I besteht, dann ist es wohl logisch das die KK noch kein Krankengeld zahlt. Nach § 146 SGB III zahlt die AfA das ALG-I im Krankheitsfall für 6 Wochen nach Vorlage der AUB weiter. Erst im Anschluß daran wäre die KK mit der KG-Zahlung dran.

Im vorliegenden Fall würde dies bedeuten das die KK erstmals ab dem 18.02.2019 als Leistungsträger in Frage käme und dies natürlich immer erst im Nachhinein, heißt nach Vorlage der nächsten AUB-Meldung als Folgebescheinigung. Das aber dauert auch bei der KK einige Zeit bis dort alles bearbeitet ist.

Zum Telefonanruf der KK hat ja Doppeloma bzw. andere bereits alles gesagt.

Wenn die KK jetzt weshalb auch immer, kein KG zahlt, dann mußt du dies schriftlich einfordern und sofern man dort nicht reagiert beim zuständigen SG eine eA-Klage (einstweilige Anordung nach §§ 86a/86b SGG) einreichen. Das kannst du selbst machen, Muster dazu gibt es zu hauf im Netz und hier im Forum. Wichtig dabei ist, daß du deine finanzielle Notleidenschaft auch mittels einem aktuellen Kontoauszug nachweisen kannst/mußt, aus dem das Gericht entnehmen kann das du dringend auf die KG-Zahlung angewiesen bist, denn ansonsten macht das Gericht aus dem Eilverfahren ein normales Verfahren und das würde eben ewig dauern.

Mein erstes KG ist beim letzten Mal z.B. erst am 30.03. bei mir aufs Konto gutgeschrieben worden, zuvor bekam ich noch aus der Lohnfortzahlung (6-Wochen) meinen letzten Lohn.

Also jetzt bereits nach der KG-Zahlung zu fragen ist eh viel zu früh, da zuvor noch die AfA für dich zuständig ist und du ja für Februar noch von denen Geld bekommst.

Wenn die KK dir wirklich kein KG zahlen will, dann muß sie dies zuvor erst einmal zuvor vom MdK prüfen lassen, ob bei dir tatsächlich kein Anspruch auf eine AU besteht - du also gesund bist, ansonsten muß sie zahlen. Die einzige Möglichkeit dies gänzlich auszuschließen bestünde darin, dich schnellstmöglich an die DRV mittels eines Reha-Antrages los zu werden, aber auch dazu wäre jetzt so früh eh wieder der MdK einzuschalten der eine Reha für dringend erforderlich hielte, daß aber ist aktuell mehr als fraglich.


Grüße saurbier
 

Helga40

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Was ich nicht verstehe: die Kündigung erfolgte wegen der Krankheit, die Krankschreibung ist aber erst 9 Tage nach Eintritt der Arbeitslosigkeit? Wieso?

Er könnte von der Agentur eine Sperrzeit wegen der Eigenkündigung erhalten haben und dann zahlt die Krankenkasse auch kein Krankengeld.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Damit es keine Sperre, aber anschließend Krankengeld gibt.

TE hat 12 Monate Dispojahr eingelegt, dann verfällt die Sperre.

#Spekulation aus den Daten#
 

Helga40

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Vielleicht war er auch schon zu lange (in der Summe) auf Depressionen krank geschrieben. Wenn es sich um dieselbe Krankheit handelt, werden die Zeiten ja zusammen gerechnet?
 

welle10

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Hallo Saurbier,
von Punkt 1-4 alles auf dem Punkt gebracht.(y)(y)(y)(y)
Nochmal Sorry das ich es nicht so sauber erklären kann, aber ich bin zeitweise einfach nicht in der lage für einfache dinge.

Was für mich einfach nicht zu verstehen ist, das es hier in D möglich ist, Kranken Menschen Angst zu machen.

Bis heute habe ich nach dem Anruf der KK

" 2 Tage bezahlen wir KK (18.02.-19.02.) dann können Sie wieder zum Amt, wenn sie aber nicht mal
3 Stunden arbeiten können, reichen Sie die Rente ein. Eine weitere Krankmeldung akzeptieren wir nicht"

nichts Schriftliches bekommen.

Depressionen habe ich seit1989 und habe bis Dezember 2017 (fast) immer damit gearbeitet.
Den Aufhebungsvertrag habe ich nur Unterschrieben weil Sie mir gedroht haben das Sie mich sonst
Betriebsbedingt kündigen, und ich gemerkt habe das es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geht.

saurbier ich danke dir für deine Nachricht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
von Punkt 1-4 alles auf dem Punkt gebracht.
Ja, aber immer noch nicht aufgelöst, warum Du in 2018 nicht arbeitslos warst, bzw. wann eine Sperre war.
Siehe meine Einschätzung.

Sollte das so sein, dass Du ab 01.01.19 im Alg1-Bezug bist, muss die KK zahlen ab dem 43. Tag.

Bitte nicht mit der KK telefonieren, alles schriftlich.
Vor allem keine Geschichten erzählen oder anhören.

Auffordern Dir den Bogen zur Ermittlung des Krankengeldanspruch zu schicken. ( manche nennen das auch Antrag )

Wenn die KK anderer Meinung ist, soll sie den MDK einschalten.
Dann sieht man weiter.

Wie sind Deine generellen Pläne?

Um so detaillierter die Antworten, um so besser die Hilfe.
 

welle10

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TE hat 12 Monate Dispojahr eingelegt, dann verfällt die Sperre.
Ja durch eine Abfindung hatte ich 2018 Alg 1 Sperre, Sodas ich ab 01.01.2019 Alg1 Empfänger für 18 Monate bin.

@RobbiRob
den Bogen hat die KK mir schon gesendet und habe ich auch schon ausgefüllt zurück gesendet.
Der Anruf von der KK kamm nach dem einreichen des KK-Bogen.

Meine Pläne..
Meine Ärztin will mich so schnell wie möglich in Reha schicken, Sie sagt das ich Richtig Krank bin und sie alles versucht mir zu helfen.
Bin 57 Jahre und zur zeit geht es mir richtig sch..
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ok, dann hatte ich fast richtig gelegen.
Sperre / Ruhezeit war es dann wegen Abfindung und Aufhebungsvertrag.

Zeitlich ist es mit dem Krankengeld so:
Ab 18.02.19 Anspruch, aber die zahlen immer rückwirkend.

Da die jetzige AU bis 19.02.19 geht, zahlen die dann eh nur die 2 Tage.
Evtl. hast Du da auch was falsch verstanden?

Um schnell Klarheit zu bekommen, würde ich die nächste AU nur 14 Tage ausstellen lassen.
Das bedeutet der nächste AU Schein, dann wieder rückwirkend.

Reha kann helfen, siehst Du das positiv oder abgeneigt?

-Kannst Du Dir vorstellen, wieder in den Beruf oder anderen Job?
-Falls Alg1 ausläuft, Alg2 oder Vermögen zu hoch?
  • Möglichkeiten Familienversicherung?
  • Hast Du vor EMR zu beantragen?
 

welle10

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Reha sehe ich Positiv
weil ich 1989 9 Wochen und 1990 10 Wochen schon einmal in Reha war.
In meinen zuletzt ausgeübten Beruf kann ich wegen meiner Gesundheit nicht mehr zurück.
Ich habe die letzten 20 Jahre als Vorstandsfahrer bei einer Grossen Bank gearbeitet, das lassen meine Symptome nicht mehr zu.
Und bitte nicht denken, WAS FÜR EIN GEILER JOB, Nein der Job hat mich mit den Jahren noch kränker gemacht.
Wenn ich könnte würde ich auch, egal was, wieder arbeiten gehen, aber im Moment geht nix mehr.
Alg2 werde ich nicht beantragen weil ich mir mit den Jahren ein kleines Polster aufgebaut habe, und bis zur Rente mit 63 würden es reichen.
Familienversicherung geht nicht da ich Single bin.
Kenne mich 0 aus ob ich EMR einreichen kann.
Seit 1990 habe ich 30% Schwerbehinderung auf meine Psyche, ich denke das wenn möglich, keine Ahnung, ich einen Verschlimmerungsantrag machen werde.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ok, dann sollte der Weg sein, das Krankengeld einzufordern und einen Rehaplatz zu bekommen.

Zumindest ist der Druck finanziell nicht so groß.
Da kann man in Richtung Krankenkasse schon mal anders agieren, falls da was mit MDK kommt.
 

Susanne42

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Wichtig ist, dass du dich lückenlos weiter krankschreiben lässt, dann kann man Dir das Krankengeld nicht streichen.
Reha Antrag macht wirklich Sinn, weil es während dessen ja eine Begutachtung zur Leistungsfähigkeit gibt.
Antrag auf Erwerbsminderungsrente würde ich erst nach der Reha stellen.
 
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