Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfordern

algfranz

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Hallo,
vielleicht habt Ihr hier ja auch Erfahrungen.

Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfordern kann.

Folgende Fragen dazu:

1. Ist das Rechtens und was wäre die Rechtsgrundlage ?
Wenn es Rechtens ist, weshalb benötigt die GKV dann mein Einverständnis ?

2. Wenn die REHA während der Woche endet, gibt es dann noch eine Art Schonfrist oder muss man ggf. sofort wieder die Arbeit antreten.

3. Ich habe etwas Angst, dass ich da vielleicht nicht gleich wieder zurechtkomme (man hört ja auch öfters, dass die Kliniken einen grundlos wieder arbeitsfähig entlassen).

Was empfehlt Ihr, falls das der Fall sein sollte ?

Bin für jeden Rat dankbar.
 
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Heidschnucke

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AW: REHA / MDK will Entlassungsbericht

1. Ist das Rechtens und was wäre die Rechtsgrundlage ?
Wenn es Rechtens ist, weshalb benötigt die GKV dann mein Einverständnis ?

Das kann ich Dir leider nicht beantworten, aber ich habe so eine Faustregel, Ich muss nichts Unterschreiben! wird das dennoch verlangt (!) ist meist was Faul daran.

2. Wenn die REHA während der Woche endet, gibt es dann noch eine Art Schonfrist oder muss man ggf. sofort wieder die Arbeit antreten.
Ja Du musst gleich wieder auf Arbeit eine "Schonfrist" gibt nicht! Also Dienstag aus der Reha Mittwoch auf Arbeit.

3. Ich habe etwas Angst, dass ich da vielleicht nicht gleich wieder zurechtkomme (man hört ja auch öfters, dass die Kliniken einen grundlos wieder arbeitsfähig entlassen).

Was empfehlt Ihr, falls das der Fall sein sollte ?

Ich würde an Deiner Stelle erst mal mit Deinen AG sprechen wie es weiter gehen soll, auch wenn Du als "arbeitsfähig" entlassen wurden bist würde ich meinen Vertrauens Arzt aufsuchen. Vielleicht schreibt er dich noch ein paar Tage krank, oder es kommt eine Eingliederung in Frage, aber rechnen musst Du damit das es gleich wieder in die vollen geht,

Bin für jeden Rat dankbar.
Bitte ich hoffe ich konnte helfen.
 

Anna B.

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AW: REHA / MDK will Entlassungsbericht

Hallo,

ich bin mir nicht sicher, aber m.E. reicht die sozialmedizinische Beurteilung völlig aus.

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/G0810_01_01_15.pdf?__blob=publicationFile&v=7

also nur die Blätter 1a - 1

versuch es mal so...
Schweigepflichtentbindung nur für die beiden Blätter.

Dann schauen, wie der MDK reagiert.

Die KK darf m.E. nicht pauschal fordern, dass du die Schweigepflichtentbindung für den kompletten Bericht unterschreibst..
der MDK muß erst dich quasi untersuchen und er könnte die sozialmedizinische Beurteilung mit dazu nehmen...und müsste dann entscheiden, ob er noch mehr Daten erforderlich wären..
 

RobbiRob

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AW: REHA / MDK will Entlassungsbericht

Kannst ja direkt nach der Reha auch Urlaub beantragen.
https://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__7.html

„Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.“
 

algfranz

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AW: REHA / MDK will Entlassungsbericht

Danke an alle drei, da bin ich ja bei richtigen Experten gelandet :bigsmile:.

Was den MDK betrifft, da wäre es natürlich super, wenn es auch irgendeine rechtliche Grundlage gäbe, auf die man sich stützen kann.

Schaut mal hier unter 2.4

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/215334/publicationFile/2078/download_leitfaden_einheitl_e_bericht.pdf

es ist ja Dreist von der GKV trotzdem die Einwilligung zu fordern mit ihrem freundlichen Schreiben. Aber ist die Auskunft der DRV belastbar, ist ja kein Gesetz ?
 

Seepferdchen 2010

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AW: REHA / MDK will Entlassungsbericht

Hallo @algfranz

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "REHA / MDK will Entlassungsbericht" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

https://www.elo-forum.org/infos-und-antworten-zu-fragen-rund-ums-forum-fuer-neu-registrierte-nutzer-und-gaeste/37114-uberschriften-thementitel-neue-themen-erstellt.html

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

HermineL

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Generell entscheidest nur du selber wer diesen Entlassungsbericht vollständig oder in Teilen erhält.

Wenn die GKV diesen haben will dann stellt sich erst einmal die Frage wofür. Hat dir die GKV begründet warum und wofür sie dies braucht ?

Pauschal kann man deine Frage nicht beantworten denn es mag sehr wohl Gründe geben die eine Einsicht in den Entlassungsbericht erforderlich machen. Hier solltest du, bevor man dir einen Rat für das weitere Vorgehen geben kann, klarstellen warum die GKV dies gaben will.

Hast du keine Begründung der GKV dann fordere diese schriftlich und nachweislich an. Danach teilst du den Grund hier mit und dann kann man entsprechend reagieren.

Kennst du den Grund dann teile Ihn hier mit wenn du einen verlässliche Hilfe bekommen möchtest.
 

algfranz

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Danke Kerstin, interessanter Link.

@Hermine:
Der MDK soll damit prüfen, ob neben meiner AU noch weitere therapeutische Maßnahmen notwendig sind.

Ich verstehe es so, dass dies benötigt wird falls ich Au aus der Reha entlassen werden sollte.

PS: Habe gerade gesehen, dass ich im Reha-Antrag G0100 schon meine Zustimmung zur Weitergabe an Dritte gegeben habe.
 

Kerstin_K

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Die KK will damit nur prüfen, ob man dich zur EM Rentenantragstellung auffordern und damit KG sparen könnte.
 

HermineL

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Habe gerade gesehen, dass ich im Reha-Antrag G0100 schon meine Zustimmung zur Weitergabe an Dritte gegeben habe.
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe bist du noch nicht aus der Reha entlassen. Dann kannst du das problemlos direkt in der Reha-Klinik rückgängig machen. Hatte ich auch gemacht und dort als einzigen Empfänger mich selber eingetragen. Somit habe ich auch die volle Kontrolle wer da was zu sehen bekommt.

Wenn die KK wissen will ob du weiter AU bist so erfährt sie dies mit der AU-Bescheinigung deines Arztes.

Welche therapeutischen Maßnahmen nach der Reha angesagt sind besprichst du im Entlassungsgespräch in der Klinik und anschließend mit deinem Doc. Das geht die KK nichts an sondern nur dich und den Doc.

Der MDK kann bestenfalls prüfen ob du weiter AU bist oder nicht. Welche Maßnahmen notwendig sind entscheiden ausschließlich deine behandelnden Ärzte und nicht der MDK.
Um überprüfen zu können ob du wirklich weiter AU bist kannst du deinen HA von der Schweigepflicht gegenüber dem MDK entbinden damit dieser begründen kann warum er dich weiter AU sieht.

Der Reha-Entlassungsbericht ist dafür nicht notwendig. Es gibt auch keine Rechtsgrundlage auf der die KK die Einsicht verlangen könnte. Lasse dich da nicht ins Bockshorn jagen.
 

algfranz

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Ja Hermine, die Reha steht noch bevor.

Wie mach ich das denn in der Klinik dann rückgängig, weil wie gesagt auf Fomular G0100 haben die ja schon meine Unterschrift.

Habe auch etwas Angst, dass ich dann gleich als Querulant hingestellt werden, wenn ich mich zu sehr querstelle und die "üblichen" Prozedere durchkreuze.

Vielleicht gibt es ja irgendwo auch ein paar Tipps was man so alles während der Reha beachten sollte, man liest ja so einiges, von falschen Berichten etc. und dass man dann Widerspruch bei der DRV einlegen soll. Aber das geht doch nur, wenn irgendwo eine Widerspruchsfrist erwähnt ist.
 
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Kerstin_K

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Im Formular G100 geht es um etwas anderes.

In der Reha gibt es nochmal ein Formular, in dem Du angeben kannst, wer de Abschlussbericht bekommen soll.

Ja, wenn man seine Rechte wahrnimmt, macht man sich leider manchmal unbeliebt. Aber da muss man durch. Wenn man gut informiert ist und sicher Auftritt, bietet man wenig Angriffsfläche.
 

hostdreamer

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Der MDK soll damit prüfen, ob neben meiner AU noch weitere therapeutische Maßnahmen notwendig sind.

Ich verstehe es so, dass dies benötigt wird falls ich Au aus der Reha entlassen werden sollte.
Zum Rehaentlassungsbericht schau mal hier:

https://www.elo-forum.org/2256095-post26.html
 

algfranz

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Hallo nochmal,

ich bin leider noch nicht ganz im Klaren bzgl. dieser Sache.

Ich fasse nochmals kurz zusammen. Die GKV möchte, dass ich eine Einwilligungserklärung an die GKV zurücksende.

In dieser steht, ich sei damit einverstanden, dass die Reha-Klinik dem MDK meinen Entlassungsbericht vollständig oder in Teilen übermittelt. Er würde damit meine AU prüfen und ob weitere therapeutische Maßnahmen notwendig seien.

Widerrufsbelehrung oder Rechtsgrundlagen fehlen.

Nun lese ich es gäbe keine Rechtsgrundlage, an anderen Stellen wird § 51 SGB V oder die Mitwirkungspflicht erwähnt.
Ich bin halt kein Rechtsanwalt und fühle mich auch zu schwach dazu mich damit ständig auseinanderzusetzen. Auch diese scheinheiligen Briefe der GKV gehen mir auf die Nerven in denen man angeblich so besorgt um meine Gesundheit ist,

Ich habe auch Angst davor als arbeitsfähig entlassen zu werden, dann wäre ich ja quasi am nächsten Tag wieder dem Mobber im Betrieb ausgeliefert und der ist nicht gut auf mich zu sprechen was ich verschiedenen Kontaktversuchen entnehmen kann.

Daher bitte ich euch um Hilfe bzgl. folgender Fragen:

Was mache ich mit der Einwilligungserklärung und wie verhalte ich mich, wenn ich erneut aufgefordert werde ?

Wie verhalte ich mich, falls ich als arbeitsfähig eingeschätzt werde, mich aber nicht so fühle ?

Ich soll für die Klinik auch schon einen Fragebogen ausfüllen (10 Seiten Fragen zu psychosomatik und psychischen Themen). Muss man hier auch wie bei den GKV mit irgendwelchen Fangfragen rechnen (deren Antwort man später bereut) oder kann man hier vertrauensvoll antworten ?

Worauf sollte ich in der Reha achten und mit welchen Fragebögen, Fangfragen und Erklärungen muss ich dort wieder rechnen.

Ich kann langsam nicht mehr ..., so viele Fragebögen wie in den letzten Monaten habe ich während meines ganzen Lebens nicht ausgefüllt. Nur geholfen hat bisher niemand.

Viele Grüße

Euer algfranz

PS: Interessant ist auch, dass die GKV schon lange Zeit vor mir den Rehabeginn wusste, obwohl ich die GKV von meinem Rehaantrag gar nicht informiert hatte. Da scheint man ganz schön aktiv zu sein im Hintergrund.

PPS: Soll auch ständig bei der Kasse anrufen,damit man mich beraten kann. Was hat es damit auf sich ?

Mein Arbeitgeber möchte auch ständig, dass ich ihn anrufe. Schrecklich. Warum geben sich Menschen für so etwas her ?
 
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Kerstin_K

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Mach Dir klar, dass die KK dir nicht helfen will. Käme sie so einfach an den Rehabericht, bräuchte sie deine Einwilligung nicht.

Telefoniere musst du mit niemandem. Wer was von dir will, soll dir schreiben.

Wenn du nach der Reha nicht wieder in der Lage bist, zu arbeiten, geh zu deinen Ärzten.
 

Anna B.

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Hallo,

die GKV will herausfinden, ob du generell arbeitsfähig bist.!!!

das du gemobbt wirst im Betrieb, ist für die KK erst mal egal...du könntest ja die Arbeitsstelle kündigen und wärest dann woanders sofort wieder arbeitsfähig.

Die KK will die Beiträge der bei ihnen Versicherten, die für dein Krankengeld aufgewendet, sparen...leider in dem Fall dann bei dir.

Hast du irgendwo erwähnt, dass du im Betrieb gemobbt wirst? Dann wird der MDK vermutlich der KK mitteilen, dass du vollschichtig wieder einsatzfähig bist, ggf. unter Wechsel des Arbeitsplatzes..
 

algfranz

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Hallo Anna:
Von mir weiß die GKV zum Thema Mobbing nichts. Zwangsläufig wird das wohl aber ein Thema bei der Reha werden, die Ärzte wissen das natürlich auch.
 

HermineL

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Nicht die GKV bekommt den Reha-Bericht sondern der MDK. Genau das fordert die GKV
vom TE wie man dem letzten Posting entnehmen kann. Letztlich wird man nicht
darum herum kommen das der MDK den Reha-Entlassungsbericht bekommt.


1. Anforderungen von Auskünften der KK sind nur in sehr reduziertem Rahmen zulässig
(z.B. § 198 SGB V ff). Da die rechtlichen Möglichkeiten der KK begrenzt sind, bleibt in
den meisten Fällen nur eine Schweigepflichtentbindungserklärung durch den Betroffenen.

2. Für darüber hinausgehende explizite Fragestellungen wurde der MDK (§ 275 SGB V ff)
geschaffen und mit entsprechenden Vollmachen ausgestattet (sh. auch www.mdk.de).
Dieser wird von den KK gutachterlich beauftragt und ist gem. § 276 Abs. 2 SGB V
erforderliche versichertenbezogene Daten bei den Leistungserbringern anzufordern.
Was "erforderlich" ist, ergibt sich aus dem Prüfauftrag. Das Ergebnis des Prüfauftrags
bzw. Gutachtens wird den KK sowie ggf. dem behandelnden Arzt mitgeteilt.

3. Eine Besonderheit stellt übrigens der Reha-Entlassbericht dar. Eine
komplette Übermittlung des Berichts an den MDK ist zulässig, wenn der MDK bestätigt,
dass eine Einwilligung des Patienten vorliegt. Die Einwilligung selbst muss nicht
vorgelegt werden, gem. § 67 Abs. 2 SGB X gilt: "Erfolgt die Übermittlung auf Ersuchen
des Dritten, an den die Daten übermittelt werden, trägt dieser die Verantwortung für
die Richtigkeit der Angaben in seinem Ersuchen."



Folgendes sagt der Bundesdatenschutz dazu:
7.3.2 Rehabilitations-Entlassungsbericht

Datenschutzrechtliche Unsicherheiten treten häufig im Zusammenhang mit dem ärztlichen
Entlassungsbericht in der medizinischen Rehabilitation auf. Der Reha-Entlassungsbericht
dient der Dokumentation und Information über den Behandlungsanlass, den Prozessverlauf
der in Trägerschaft der gesetzlichen Rentenversicherung durchgeführten Rehabilitation
und über das Rehabilitationsergebnis. Außerdem umfasst er eine sozialmedizinische
Beurteilung des Arztes der Reha-Einrichtung mit einer Aussage über die Leistungsfähigkeit
des Rehabilitanden im Erwerbsleben. Deshalb ist er für die verschiedensten Stellen wie
etwa den Rententräger, die Krankenkasse oder den MDK als Entscheidungsgrundlage für die
Leistungsgewährung von Bedeutung.

Mit dem Entlassungsbericht muss wegen der enthaltenen sensiblen Sozialdaten besonders
sorgfältig umgegangen werden. Grundsätzlich darf er nur an den behandelnden Arzt
übermittelt werden. An die Krankenkasse oder den MDK darf der Bericht bzw. Teile von
diesem nur insoweit übermittelt werden, als diese über eine gesetzliche Datenerhebungsbefugnis
verfügen. Eine Übermittlung des vollständigen Berichts an die Krankenkasse ist deshalb
unzulässig. Diese Rechtslage darf auch nicht durch das Einholen einer Einwilligungserklärung
unterlaufen werden. In Einzelfällen, etwa wenn der Rehabilitand arbeitsunfähig aus der
Rehabilitation entlassen wird und die Krankenkasse weiter- hin Krankengeld zahlen muss,
benötigt die Krankenkasse zur Erfüllung ihrer Aufgaben jedoch bestimmte Daten aus dem
Entlassungsbericht. Eine Übersendung des teilweisen oder vollständigen Berichts an den MDK
ist zulässig, soweit die Angaben für seine Aufgabenerfüllung (Anfertigung medizinischer
Gutachten für die Krankenkasse) erforderlich sind.

Eine Übermittlung darf aber grundsätzlich nur dann erfolgen, wenn die Erforderlichkeit im
Einzelfall gegenüber der DRV Bund dargelegt wird. Eine routinemäßige Übermittlung darf
es nicht geben. Zudem muss die anfordernde Stelle im Einzelfall die Einwilligung beim
Betroffenen einholen.
Quelle: Siehe Anhang Seite 48 RZ. 7.3.2
 

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Kerstin_K

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AW: Meine GKV will von mir ein Einverständnis, dass der MDK von der REHA-Klinik den Entlassungsbericht vollständig anfor

Die Einwilligung muss man aber nicht geben.

Fragt sich nur, wer überprüft eigentlich den MDK? Da der die Einwilligung ja nicht vorlegen muss, sind doch hier dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet, denn der Versicherte wird es in den meisten Fällen nicht erfahren.
 
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