Meine Freundin hat eine Therapiesperre. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird keine Therapie von der Kasse bezahlt. Wer kann einen Hinweis geben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Heinzelmann

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Hallo Leute,

Ich hab ne Freundin, die eine grausame Kindheit hatte, und aufgrund dessen schon immer im Rentenbezug ist. Ich kenne sie seit mittlerweile 10 Jahren und bemerkte, dass es ihr besser geht über die Jahre. Sie macht ne Psychotherapie, aber leider ist es wohl so, dass, wenn man einmal Therapie hatte, innerhalb der nächsten zwei Jahre keine Therapie von der Kasse bezahlt wird. Sie hängt momentan in der Luft, braucht aber die professionelle Hilfe. Es geht bei ihr um ein extrem intimes Thema, sodass Vier-Augen-Gespräche mit einem Psychologen ihrer Wahl die einzig valide Option sind. Diese zweijährige Sperre zieht sie momentan sehr runter, es wäre erst Mitte nächsten Jahres wieder möglich, ne Therapie anzufangen. Habt ihr ne Idee, wie man da helfen kann?
 

Ronald BW

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Bei Psychiatern ist es meines Wissens so das es da kaum Begrenzungen gibt die verordnen selber was nötig ist
Also auch einfache Gesprächstherapien laufen dann anders als bei Psychologen was die Stundenzahl betrifft
Bei Psychologen ist das deutlich regulierter, Psychiater ist in der Hierarchie auf der höchsten Stufe dadurch ziemlich frei von einer Regulierung
Der Wechsel zum Psychiater könnte das Problem also evtl. lösen, klar erst mal jemand finden, das ist dann schon schwieriger.
 

atasteofbunny

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Vielleicht kommt Ambulante Sozialpsychiatrie für sie in Frage?

"Grausame Kindheit" klingt danach, als wenn sie spezielle Traumatherapie braucht. Leider weiß ich nicht viel darüber, nur, dass diese eine andere Arbeitsweise haben als andere Psychotherapeuten und deshalb traumatisierte Menschen wirklich eine Traumatherapie machen sollten.
 

Heinzelmann

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hmm ich bräuchte schon was handfestes, was ich ihr empfehlen kann. Sie leidet momentan sehr und ich mit ihr mit.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Heinzelmann

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11


Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder"Therapiesperre"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 
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Larsson

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Sie sollte sich einer psychiatrischen Institutsambulanz anschließen, wenn es eine in der Nähe gibt. Da müssen dann auch keine Therapien beantragt werden. Sie wird sowohl psychotherapeutisch als auch psychiatrisch/medikamentös behandelt.
Die meisten freien Psychiater machen in den meisten Fällen keine Psychotherapie.
Ich werde seit 2011 über eine solche behandelt.
 

Heinzelmann

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Vielleicht kommt Ambulante Sozialpsychiatrie für sie in Frage?

"Grausame Kindheit" klingt danach, als wenn sie spezielle Traumatherapie braucht. Leider weiß ich nicht viel darüber, nur, dass diese eine andere Arbeitsweise haben als andere Psychotherapeuten und deshalb traumatisierte Menschen wirklich eine Traumatherapie machen sollten.
Die bekommt sie bereits, allerdings gibts da wohl auch ne Therapiesperre.

Sie sollte sich einer psychiatrischen Institutsambulanz anschließen, wenn es eine in der Nähe gibt. Da müssen dann auch keine Therapien beantragt werden. Sie wird sowohl psychotherapeutisch als auch psychiatrisch/medikamentös behandelt.
Die meisten freien Psychiater machen in den meisten Fällen keine Psychotherapie.
Ich werde seit 2011 über eine solche behandelt.
Das ist nicht wirklich eine Option. Sie hat ein Kind und Haus sowie einen Partner, das wäre ein zu großer Wechsel des Umfelds. Sie wohnt in einer Kleinstadt, das nächste Institut ist zu weit weg um täglich hinzufahren. Das beste für Sie wäre, wenn sie Therapie bekommt, aber auch zuhause ist. Zumindest ihrer Empfindung nach.
 

Larsson

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Das ist nicht wirklich eine Option. Sie hat ein Kind und Haus sowie einen Partner, das wäre ein zu großer Wechsel des Umfelds. Sie wohnt in einer Kleinstadt, das nächste Institut ist zu weit weg um täglich hinzufahren. Das beste für Sie wäre, wenn sie Therapie bekommt, aber auch zuhause ist. Zumindest ihrer Empfindung nach.
Da fährt man nicht täglich hin. Da macht man Therapie, das ist normalerweise 1 mal die Woche. Ich spr3che hier nicht von einem Klinikaufenthalt, sondern von einer psychiatrischen Institutsambulanz, diese findet man an Unikliniken oder Krankenhäusern mit psychiatrischer Abteilung.
 

ZynHH

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Der Besuch einer PIA ist ambulant, kann teilstationär sein.
 

Heinzelmann

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Okay, das klingt zumindest mal nach einer Möglichkeit. Danke! Ich melde mich, wenn sie sich dazu geäußert hat
 

Karl Schmidt

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Googel mal nach Krisenzentrum in eurer Stadt. Da gibt es nur wenige Termine, ich glaube maximal vier, aber man kommt schnell dran.
 

atasteofbunny

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Das ist nicht wirklich eine Option. Sie hat ein Kind und Haus sowie einen Partner, das wäre ein zu großer Wechsel des Umfelds. Sie wohnt in einer Kleinstadt, das nächste Institut ist zu weit weg um täglich hinzufahren. Das beste für Sie wäre, wenn sie Therapie bekommt, aber auch zuhause ist. Zumindest ihrer Empfindung nach.
Dann wäre Ambulante Sozialpsychiatrie vielleicht das Richtige (das hies bis vor kurzem noch PPM), ich hatte das auch mal. Diese Form der Hilfe geht allerdings über "klassische" Psychotherapie hinaus, die Mitarbeiter des Dienstes begleiten einen z. B. auch zu Terminen und helfen im Alltag.
Ich sehe diese ASP als eine Art "Zwischending" zwischen ambulanter Therapie und stationärem Aufenthalt in der Psychiatrie.
 

wheelie

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Moin,

Je nachdem, um was für traumatisierungen es geht (so lese ich es aus deinen Andeutungen) könnten auch Beratungsstellen wie wildwasser oder ähnliche in Frage kommen.

Und bei speziellen Traumatherapien kann auch in begründeten Einzelfällen auf ich glaube bis zu 300 Stunden aufgestockt werden.

Zudem gibt es immer wieder auch gute ergotherapeuten, die entsprechend ausgebildet sind, da geht auch sehr viel, und oft einfacher als bei Psychologen.

In den pia gibt es manchmal auch traumasprechstunden und da Evtl auch entsprechende Adressen, die vermittelt werden können.

Mittlerweile ist es bei guter therapeutischer Begründung oft möglich, als Einzelfall lange Therapie zu bekommen.

Wenn es um sexuellen Mißbrauch geht, könnte langfristig auch ein Antrag beim Fonds für ergänzende Hilfen eine Möglichkeit sein. Dieses schreibe ich bewusst als letztes, weil es belastend ist, den Antrag zu stellen und es extrem lange Bearbeitungszeiten hat. Aber ausgelaufene Therapien sind genau ein Baustein, den man da beantragen kann.

So weit erstmal.

LG wheelie
 

Caye

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Sofern es (unter anderem) um sexuellen Missbrauch im familiären Bereich (das ist weit gefasst, darunter fallen alle Erwachsenen, die privat mit einem Kind Umgang haben, auch Freunde der Familie, Nachbarn u.ä. - nur keine Erwachsenenkontakte im institutionellen Umfeld wie Schule, Jugendgruppen und so) geht, kann der Fonds sexueller Missbrauch die Therapiekosten übernehmen.
 
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