Meine EGV was tun wegen 1 EuroJob

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Sam088

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 April 2009
Beiträge
27
Bewertungen
0
Hallo Leute,

habe die letzte Woche auch meine EGV von der ARGE mitbekommen und obwohl ich beim Gespräch zum Ausdruck gebracht hatte das mir ein 1 Euro Job auch nicht zu einer festen Arbeitstelle verhilft hat der SB sie trotzdem mit in die EGV geschrieben. Ich habe jetzt noch bis Freitag Zeit da meine Unterschrift drunter zu setzen da ich allerdings einen abgeschlosse Berufsausbildung + einige Jahre Berufspraxis habe weiß ich jetzt nicht so genau wie ich jetzt am besten weiter vorgehen soll ich bin leider auch schon etwas Älter (49) und außerdem Schwerbehindert (80 GdB). Hier mal meine EGV: Eingliederungsvereinbarung gültig bis: 8.10.2009 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird

Ziel(e) Integration in den ersten Arbeitsmarkt, Arbeitserprobung

1. Ihr Träger für Grundsicherung Jobcenter XXXXX unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung Er unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschlâge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen. Er nimmt Ihr Bewerberprofil in Startseite - www.arbeitsagentur.de auf. Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von Kosten für schriftliche Bewerbungen auf vorherige Antragstellung und schriftlichen Nachweis nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §§ 45 ff. SGB III. Bewerbungskosten können bis zu einem Betrag von 260 Euro jährlich übernommen werden. Er unterstützt lhre Bewerbungsaktivitâten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §§ 45 ff. SGB III durch Übernahme von Fahrkosten zu Vorstellungsgeprächen auf vorherige Antragstellung und Nachweis. Er bietet folgende Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschâdigung gemäß § 16 Abs. 3 SGB II an. Art der Tätigkeit: Helfer, Tätigkeitsort: Kreis XXXXXXX; zeitlicher Umfang: 6 Monate: zeitliche Verteilung: 20-30 Std/Woche; Höhe der Mehraufwandsentschâdigung pro Stunde: 1€; individuell verfolgtes Maßnahmeziel: Arbeitserprobung

2. Bemühungen von XXXX (meine Wenigkeit) zur Eingliederung in Arbeit. Sie unternehmen von 9.4.2004 bis 8.10.2009 mindestens 4 nachgewiesene Bewerbungsbemühungen pro Monat um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und legen hierüber folgende Nachweise vor: Absage der Arbeitgeber, einzureichen unaufgefordert jeweils am 1. eines Monats. Sie bewerben sich zeitnah d.h. spätestenz am dritten Tage nach Erhalt des Stellenangebots, auf Vermittlungsvorschläge, die von der Agentur für Arbeit erhalten haben. Sie nehmen an folgender Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung teil: Art der Tätigkeit Helfer; Tätigkeitsort XXXXXX ; Zeitlicher Umfang: 6 Monate ; zeitliche Verteilung 20-30 Std/Woche; Höhe der Mehraufwandsentschädigung pro Stunde 1€ individuell verfolgtes Maßnahmeziel: Arbeitserprobung.

Ab hier kommen dann die Rechtsfolgenbelehrungen

Die Eingliederungsvereinbarung wurde mit mir besprochen. Unklare Punkte und die möglichen Rechtsfolgen wurden erläutert. Ich bin mit den Inhalten der Eingliederungsvereinbarung einverstanden und habe ein Exemplar erhalten. Ich verpflichte mich, die vereinbarten Aktivitäten einzuhalten und beim nächsten Termin über die Ergebnisse zu berichten.


Unterschrift HB Unterschrift SB

Tja und nun , einen Gegenvorschlag einreichen , einfach nicht Unterschreiben, oder die Passage mit dem 1 EuroJob einfach streichen ?

Vieleicht hat ja jemand von Euch ein paar Hilfreiche Vorschläge :)

Gruß
Sam
 

Sam088

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 April 2009
Beiträge
27
Bewertungen
0
Gibts da auch einen extra Brief/"Vorschlag" für den Ein-Euro-Job?

Nein nur die Aussicht auf einen laut der EGV, ich denke mal wenn ich die EGV dann unterschrieben habe wird der "Vorschlag" wohl kurze Zeit später bei mir eintrudeln ;)
 
E

ExitUser

Gast
Ab hier kommen dann die Rechtsfolgenbelehrungen

Kann das sein, dass du unter "Rechtsfolgebelehrungen" auch die Meldepflicht verstehst? ("Halten Sie sich innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereich auf......") sowie auch einen Satz, der vor den Rechtsfolgebelehrungen (aber im gleichen Kästchen) steht und beginnt: "Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen....".

Das sind nämlich keine Rechtsfolgebelehrungen, sondern unzulässige Sätze, auf die ebenfalls reagiert werden muss.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe jetzt noch bis Freitag Zeit da meine Unterschrift drunter zu setzen da ich allerdings einen abgeschlosse Berufsausbildung + einige Jahre Berufspraxis habe weiß ich jetzt nicht so genau wie ich jetzt am besten weiter vorgehen soll ich bin leider auch schon etwas Älter (49) und außerdem Schwerbehindert (80 GdB).

Wurde die Behinderung in das Profiling der SB aufgenommen? D.h. musstest du Atteste vorlegen oder wurdest du mal zum Amtsarzt geschickt? Und ist das aktuell, was deine SB da hat? Das ist ganz wichtig, denn die EGV soll nur mit "erwerbsfähigen Hilfebedrüftigen" abgeschlossen werden. Außerdem vermittelt die Frau die falsch, wenn sie nicht alle Einschränkungen eingetragen hat. Das ist alles Voraussetzung für den Abschluss einer EGV und müsste - falls es nicht komplett der SB vorliegt - erstmal angemahnt werden. Vorher läuft gar nichts.


Hier mal meine EGV: Eingliederungsvereinbarung gültig bis: 8.10.2009 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird

Ziel(e) Integration in den ersten Arbeitsmarkt, Arbeitserprobung

Was bedeutet "Arbeitserprobung". Ich denk du hast schon viele Jahre gearbeitet! So etwas darf man evtl. mit Schulabgängern machen.


1. Ihr Träger für Grundsicherung Jobcenter XXXXX unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung

Er unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschlâge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen.
Das ist OK. Nochmal: Liegen der SB alle Einschränkungen vor? Sonst kann sie dich nicht "geeignet" vermitteln. DAs kann verdammt lästig werden!


Bitte darum, dass es "Anonym" aufgenommen wird.

Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von Kosten für schriftliche Bewerbungen auf vorherige Antragstellung und schriftlichen Nachweis nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §§ 45 ff. SGB III. Bewerbungskosten können bis zu einem Betrag von 260 Euro jährlich übernommen werden.

Bewerbungskosten sollen verbindlich zugesagt werden. Wenn sie nur "übernommen werden können" kannst du dich als ALG II-Empfänger nicht einfach verbindlich bewerben. Wer übernimmt denn die KOsten?

Er unterstützt lhre Bewerbungsaktivitâten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §§ 45 ff. SGB III durch Übernahme von Fahrkosten zu Vorstellungsgeprächen auf vorherige Antragstellung und Nachweis.

Das ist OK. Wenn du ein Verstellungstermin hast, musst du dir von der ARGE vorher schriftlich die Fahrtkosten zusagen lassen; dann werden sie auch übernommen.


Er bietet folgende Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschâdigung gemäß § 16 Abs. 3 SGB II an. Art der Tätigkeit: Helfer, Tätigkeitsort: Kreis XXXXXXX; zeitlicher Umfang: 6 Monate: zeitliche Verteilung: 20-30 Std/Woche; Höhe der Mehraufwandsentschâdigung pro Stunde: 1€; individuell verfolgtes Maßnahmeziel: Arbeitserprobung

Dieser Job gehört entfernt mit folgenden Begründungen:
1. Die EEJobs sind nicht zur "Arbeitserprobung" da, sondern für Leute, die "keine Arbeit finden können" um sie in Arbeit zu bringen.
2. Der Job ist nicht richtig bestimmt. Gem. § 15 SGB II soll die EGV "bestimmen", welche Leistungen der erwerbsfähige Hilfebedürftige für eine Eingliederung erhält. Hier kann man nicht erkennen, wie der Job dich integrieren soll. Dadurch ist die gesamte EGV rechtswidrig.

2. Bemühungen von XXXX (meine Wenigkeit) zur Eingliederung in Arbeit.

Sie unternehmen von 9.4.2004 bis 8.10.2009 mindestens 4 nachgewiesene Bewerbungsbemühungen pro Monat um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und legen hierüber folgende Nachweise vor: Absage der Arbeitgeber, einzureichen unaufgefordert jeweils am 1. eines Monats.

Es ist ein Widerspruch, einerseits einem Leistungsempfänger durch die Zuweisung zu einem EEJ zu attestieren, dass er "keine Arbeit finden kann" und andererseits von ihm 4 Bewerbungsbemühungen zu verlangen, für die nicht einmal die Bewerbungskosten verbindlich zugesagt werden.

Ferner sollten als Nachweis nicht die "Absagen" dienen, denn viele Betriebe schicken gar keine Absage mehr. Das würde dann bedeuten, dass sie die Bemühungen, die sie von dir fordern, nicht anerkennen und dich dann wegen dem Nicht-Nachkommen einer Pflicht aus der EGV auch noch sanktionieren. Hier müsste anstelle von "Absagen" das Wort "Bewerbungskorrespondenz" rein.

Sie bewerben sich zeitnah d.h. spätestenz am dritten Tage nach Erhalt des Stellenangebots, auf Vermittlungsvorschläge, die von der Agentur für Arbeit erhalten haben.

Der Satz ist unzulässig, denn die Vermittlungsvorschläge enthalten schon eine Rechtsfolgebelehrung. Wenn du dich nicht bewirbst, wirst du sanktioniert. Wenn das zusätzlich noch in der EGV steht, dann ist das noch ein Verstoß gegen eine EGV-Pflicht und kann mit 30% zusätzlich sanktioniert werden.

Sie nehmen an folgender Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung teil: Art der Tätigkeit Helfer; Tätigkeitsort XXXXXX ; Zeitlicher Umfang: 6 Monate ; zeitliche Verteilung 20-30 Std/Woche; Höhe der Mehraufwandsentschädigung pro Stunde 1€ individuell verfolgtes Maßnahmeziel: Arbeitserprobung.

Das muss weg (s. oben)

Ich würde einen Gegenvorschlag mit einer ERklärung, weswegen du deren EGV so nicht akzeptieren kannst, schreiben. Den Gegenvorschlag würde ich so schreiben:

Ziel(e) Integration in den ersten Arbeitsmarkt

1. Ihr Träger für Grundsicherung Jobcenter XXXXX unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung


Er unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschlâge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen.
Er nimmt Ihr Bewerberprofil anonym in Startseite - www.arbeitsagentur.de auf.
Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von Kosten für schriftliche Bewerbungen auf vorherige Antragstellung und schriftlichen Nachweis nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §§ 45 ff. SGB III. Bewerbungskosten werden bis zu einem Betrag von 260 Euro jährlich übernommen.
Er unterstützt lhre Bewerbungsaktivitäten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §§ 45 ff. SGB III durch Übernahme von Fahrkosten zu Vorstellungsgeprächen auf vorherige Antragstellung und Nachweis.
Er bietet Ihnen folgende Weiterbildung: Kurs (Name einer Maßnahme deiner Wahl mit kurzer beschreibung)….. bei…..(Name des Trägers)….. in der Zeit vom …. Bis…
Alternativ: Er übernimmt die Kosten für einen privaten Arbeitsvermittler


2. Bemühungen von XXXX (meine Wenigkeit) zur Eingliederung in Arbeit.

Sie unternehmen von 9.4.2004 bis 8.10.2009 mindestens 4 nachgewiesene Bewerbungsbemühungen pro Monat um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und legen hierüber folgende Nachweise vor: Korrespondenz mit dem Arbeitgeber, einzureichen unaufgefordert jeweils am 1. eines Monats.

Er nimmt an der Weiterbildung XXXXX teil
Oder: Er sucht einen Arbeitsvermittler auf


Und dann müsste noch auf die Standardsätze entsprechend reagiert werden. Die müssen entfernt werden.


Hast du nicht für den EEJ noch eine extra Zuweisung erhalten? Diese müsste man auch sehen. Tippe sie doch kurz bis zu den REchtsfolgebelehrungen ein. Dazu müsste eine Ablehnung geschrieben werden.
 

Sam088

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 April 2009
Beiträge
27
Bewertungen
0
Hallo Mobydick,

erstmal Danke für die guten und ausführlichen Tips zu meiner EGV

Wurde die Behinderung in das Profiling der SB aufgenommen? D.h. musstest du Atteste vorlegen oder wurdest du mal zum Amtsarzt geschickt? Und ist das aktuell, was deine SB da hat? Das ist ganz wichtig, denn die EGV soll nur mit "erwerbsfähigen Hilfebedrüftigen" abgeschlossen werden. Außerdem vermittelt die Frau die falsch, wenn sie nicht alle Einschränkungen eingetragen hat. Das ist alles Voraussetzung für den Abschluss einer EGV und müsste - falls es nicht komplett der SB vorliegt - erstmal angemahnt werden. Vorher läuft gar nichts.

Die wollten nur meinen Schwerbehinderten-Ausweis sehen und dann wurde mir noch eine Schweigepflichtsentbindung für meinen Hausarzt zum Unterschreiben vorgelegt was ich damals leider auch einfach unterzeichnet hatte, ich weiss das war ein Fehler kann man das eigentlich auch Wiederrufen ?

Was bedeutet "Arbeitserprobung". Ich denk du hast schon viele Jahre gearbeitet! So etwas darf man evtl. mit Schulabgängern machen.

Bin leider schon zimmlich lange Arbeitslos eventuell deswegen ?

Dieser Job gehört entfernt mit folgenden Begründungen:
1. Die Ein-Euro-Jobobs sind nicht zur "Arbeitserprobung" da, sondern für Leute, die "keine Arbeit finden können" um sie in Arbeit zu bringen.
2. Der Job ist nicht richtig bestimmt. Gem. § 15 SGB II soll die EGV "bestimmen", welche Leistungen der erwerbsfähige Hilfebedürftige für eine Eingliederung erhält. Hier kann man nicht erkennen, wie der Job dich integrieren soll. Dadurch ist die gesamte EGV rechtswidrig.

Ok den EEJ werde ich dann einfach mal wieder rausnehmen :)

Hast du nicht für den Ein-Euro-Job noch eine extra Zuweisung erhalten? Diese müsste man auch sehen. Tippe sie doch kurz bis zu den REchtsfolgebelehrungen ein. Dazu müsste eine Ablehnung geschrieben werden.

Nein für den gab es kein extra Zuweisung, der EEJ wurde halt eben nur so Nebulös in der EGV beschreiben wie ich es abgetippt hatte.

Mit Deinen Tips für einen Gegenvorschlag werde ich dann mal einen neuen EGV formulieren mal sehen wie das beim JobCenter so ankommt ;)

Gruß
Sam
 
E

ExitUser

Gast
Vor allem bei dem Ein-Euro-Job müsstest du den § 16d SGB II zitieren: "Für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden können, sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden."

Da stehen keine anderen Zwecke!

War denn die Entbindung der Schweigepflicht für deinen Arzt "unbegrenzt", oder war das nur für eine bestimmte Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt? Wenn das "unbegrenzt" war, würde ich das widerrufen. Die müssen sich entweder mit Attesten begnügen oder aber dich zum Amtsarzt schicken.

Nur wenn die Einschränkungen richtig erfasst sind, liegen die Voraussetzungen für den Abschluss der EGV vor.
 

Rechtsverdreher

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
14 Mai 2007
Beiträge
2.552
Bewertungen
431
Diese EinV ist DRECK. Grundsätzlich nicht unterschreiben.

Alleine schon der Nachweis der Bewerbungsbemühungen ist unzumutbar. Absageschreiben von Arbeitgebern gibt es nicht.

EinV dürfen nur mit eindeutig erwerbsfähigen Hilfebedürftigen abgeschlossen werden. Ohne ärztliches Gutachten ist das in Deinem Fall obsolet.

Welche Merkzeichen bestehen bei der Behinderung? Wenn Du z. B. ein "B" im Ausweis hast, dann sollen die erstmal die Taxi-Kosten für jedwede Fahrt übernehmen oder ein KfZ bezahlen.

Falls Du doch unterschreibst (oder auch nicht), dann schreibe sowas wie die folgenden Sätze runter:

- Ich habe den Inhalt diese EinV nicht verstanden.

- Der SB weigert sich mir den Inhalt der EinV zu erklären.

- Der SB weigert sich ein ärztliches Gutachten zu erstellen.

- Der Inhalt der EinV war nicht verhandelbar. Angeblich wäre die Software dazu nicht in der Lage eine Änderung vorzunehmen.

- Der SB weigert sich mir Auskunft zu erteilen über ........

- Der SB weigert sich mir ausreichend Bedenkzeit einzuräumen, aus diesem Grund konnte ich die EinV keinem Anwalt zur Durchsicht vorlegen.

- Der SB weigert sich mir zu erklären, weshalb nicht eine ABM statt eines Ein-Euro-Job dafür infrage kommt.

- Der SB weigert sich mir zu erklären was ein Ein-Euro-Job genau sein soll und was es da noch an Möglichkeiten gibt.

- Der SB weigert sich eine Fahrtkostenregelung, für alle in Zusammenhang mit dieser EinV entstehenden Fahrtkosten, in diese EinV aufzunehmen.

usw., je mehr Fragen man dem SB stellt, desto länger wird die Mecker-Liste. Die weigern sich ihren Auskunftspflichten nachzukommen, das ist der Tenor.

Das muss ungefähr eine DIN A4 Seite füllen was man da runter schreibt. Dann abgeben, am besten ohne Unterschrift. Dann hat der Sozialrichter was zum Lesen.
 

Dora

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 Februar 2007
Beiträge
873
Bewertungen
9
Diese EinV ist DRECK. Grundsätzlich nicht unterschreiben.

....
Jede EGV ist was für die Tonne und niemand sollte sich darauf einlassen oder gar seine Unterschrift darunter setzen.

Niemand muss sich in einer EGV oder überhaupt damit einverstanden erklären durch seine Unterschrift, dass ihm sein Existenzminimum um bis zu 100% gekürzt werden kann. Das tut man aber bei einer EGV mit entsprechender Belehrung. Die Kürzung (Sanktionierbarkeit) des Existenzminimums widerspricht dem Sozialstaatsgebot, ist also verfassungswidrig. Wer so etwas unterschreibt statt dem zu widersprechen und wegen der Verfassungswidriglkeit die sofortige Klage anzudrohen, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus.
.
 
S

Sissi54

Gast
Stimmt, Dora ! :icon_klatsch:

Und wie arm sind dann die, welche Gegenvorschläge zu einer EGV vorlegen und die, welche auch noch Gegenvorschläge empfehlen ??? :icon_neutral:

Ärmer als arm, sauarm ??? :confused:
 

Dora

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 Februar 2007
Beiträge
873
Bewertungen
9
Das Thema war hier ja schon angesprochen und letztes Jahr noch hab ich mich hier dazu in verschiedenen Threads dazu gemeldet.

Für mich findet sich in dem System EGV das ganze Unrecht von Hartz IV konzentriert wieder. Die EGV ist quasi der Gipfel des Unrechts oder umhgekehrt, das ganze Unrecht gipfelt in der EGV und der Rechtsbelehrung. Die Zustimmung zu diesem Unrecht soll mit der Unterschrift gegeben werden unter dem abschließenden Textbaustein:
Unklare Punkte wurden erläutert, die möglichen Rechtsfolgen verdeutlicht. Mit den Inhalten der Eingliederungsvereinbarung bin ich einverstanden.
Zu den Inhalten gehören die möglichen Rechtsfolgen, die meist sogar eingerahmte "Rechts"-Belehrung und damit wird mit der Unterschrift Verfassungswidrigkeiten zugestimmt und deren Folgen für die eigene Person anerkannt.

Das hat nichts mit Gegenwehr zu tun. Das manifestiert Unrecht.
.
 
E

ExitUser

Gast
Stimmt, Dora ! :icon_klatsch:

Und wie arm sind dann die, welche Gegenvorschläge zu einer EGV vorlegen und die, welche auch noch Gegenvorschläge empfehlen ??? :icon_neutral:

Ärmer als arm, sauarm ??? :confused:

Solltest du dich nicht wegen Querulantentum aus den threads, die ich beantworte, raushalten? Vor allem wenn du nichts wichtiges beträgst und hier nur stichelst! Das stört ja fürchterlich, und verunsichert einen verunsicherten User!
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
Dann musst Du schneller sein mit dem Posten, meine Güte welch ein Kindergarten hier:icon_neutral:, ein verunsicherter User ist übrigens schon verunsichert und wird es noch mehr, wenn er Eure Sticheleien liest, und dazu gehören mindestens zwei
 
E

ExitUser

Gast
Dann musst Du schneller sein mit dem Posten, meine Güte welch ein Kindergarten hier:icon_neutral:, ein verunsicherter User ist übrigens schon verunsichert und wird es noch mehr, wenn er Eure Sticheleien liest, und dazu gehören mindestens zwei

Es gehören immer 2 dazu, aber einer von beiden hat den Streit immer verursacht. Ohne Ursache gibts keinen Streit.
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
Die Ursache liegt darin das jeder glaubt das Thema 1-Euro-Jobs und EGV's würde ihm/ihr alleine gehören, das ist aber ein Irrtum, es darf sich jeder äussern der etwas dazu beizutragen hat

Und da bist Du doch immer die erste in jedem Thread und möchtest dann das niemand mehr schreibt, und worin soll das begründet sein?

Ausserdem müssen Fehler korrigiert werden dürfen und das in angemessener Wortwahl
 
E

ExitUser

Gast
Für mich findet sich in dem System EGV das ganze Unrecht von Hartz IV konzentriert wieder. Die EGV ist quasi der Gipfel des Unrechts oder umhgekehrt, das ganze Unrecht gipfelt in der EGV und der Rechtsbelehrung.


Das hat nichts mit Gegenwehr zu tun. Das manifestiert Unrecht.

.

Dem stimme ich vollkommen zu. Ich möchte noch anmerken, bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liegen sollte, dass man auch eine EGV nicht unterschreiben kann. Somit wird dann daraus ein Verwaltungsakt gegen den man Widerspruch einlegen kann. Gegen eine EGV kann man keinen Widerspruch einlegen.
 
E

ExitUser

Gast
Die Ursache liegt darin das jeder glaubt das Thema 1-Euro-Jobs und EGV's würde ihm/ihr alleine gehören, das ist aber ein Irrtum, es darf sich jeder äussern der etwas dazu beizutragen hat

Und da bist Du doch immer die erste in jedem Thread und möchtest dann das niemand mehr schreibt, und worin soll das begründet sein?

Ausserdem müssen Fehler korrigiert werden dürfen und das in angemessener Wortwahl

Stimmt nicht ganz. Die Ursache liegt an der stichelnden, zertrampelnden Kritik des Verursachers. Das stiftet Unfrieden.
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
Wie schon gesagt: zu einem Streit gehören mindestens zwei, also kann nicht einer alleine der Verursacher sein
 
E

ExitUser

Gast
Wie schon gesagt: zu einem Streit gehören mindestens zwei, also kann nicht einer alleine der Verursacher sein

Sicher, an einem der verursacht, stichelt, niedertrampelt und Unfrieden stiftet und an einem anderen, der sich als Opfer fühlt und und sich nicht niedertrampeln lassen will.
 
E

ExitUser

Gast
Sie nehmen an folgender Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung teil: Art der Tätigkeit Helfer; Tätigkeitsort XXXXXX ; Zeitlicher Umfang: 6 Monate ; zeitliche Verteilung 20-30 Std/Woche; Höhe der Mehraufwandsentschädigung pro Stunde 1€ individuell verfolgtes Maßnahmeziel: Arbeitserprobung.

Den Satz einfach streichen.

Er ist weder hinreichend bestimmt, noch kann man lesen, wann er beginnt, welche Tätigkeiten ausgeübt werden sollen und eine extra Zuweisung gibt es auch nicht.
 

Dora

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 Februar 2007
Beiträge
873
Bewertungen
9
Den Satz einfach streichen.

Er ist weder hinreichend bestimmt, noch kann man lesen, wann er beginnt, welche Tätigkeiten ausgeübt werden sollen und eine extra Zuweisung gibt es auch nicht.
Um eine Arbeitsgelegenheit zu beginnen, braucht es keine EGV.
.
 

Dora

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 Februar 2007
Beiträge
873
Bewertungen
9
Habe gerade mal die "Muster-EGV" hier im Elo-Forum nachgesehen. Der letzte Absatz lautet auch hier:
Die Eingliederungsvereinbarung wurde mit mir besprochen. Unklare Punkte und die möglichen Rechtsfolgen
wurden erläutert. Ich bin mit den Inhalten der Eingliederungsvereinbarung einverstanden und habe ein Exemplar
erhalten. Ich verpflichte mich, die vereinbarten Aktivitäten einzuhalten und beim nächsten Termin über die
Ergebnisse zu berichten.

Quelle des Zitats:
https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/35494-neue-muster-egv-2009-a.html

Gegenwehr sieht nach meinem Dafürhalten anders aus.
.
 

Dora

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 Februar 2007
Beiträge
873
Bewertungen
9
Es ist aber auch keine Zuweisung gekommen.
Da sehe ich mich in meinem Verdacht bestätigt, dass die EGV nur dazu dienen, dass mit der Unterschrift darunter der eigenen Entrechtung und den verfassungswidrigen Sanktionen zugestimmt werden soll. Damit kann man dann hergehen und darauf verweisen, dass soundsoviele der SGB II-Betroffenen den brisanten, verfassungswidrigen Inhalten nach Lesen und Erläuterung durch den / die pAp ja zugestimmt hätten. Offensichtlich geht es gerade darum.
.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten