meine befristete Rente wir zu unrecht eingestellt ! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

DonLarcio

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Ich möchte mich erstmal Vorstellen. Mein Name ist Lars und bin 32 Jahre alt. Das muss erstmal reichen :-D
Nun zu meinen Problem bzw für mich großen Problem.Ich muss etwas zurück in die Vergangenheit um Euch es zu erklären.
Es ist das Jahr 2010...es wurde bei mir im Kleinhirn ein Tumor entdeckt und erfolgreich entfernt. Nach der OP kamen starke psychische Probleme die dazu führten das ich auch nicht mehr
belastbar usw war. In den nächsten 5 Jahren ( 2010-2015 ) ging Ich zu einer Psychologin die speziell für Hirnpatienten geschult war.Ich habe viele Übungen und Tests hinter mir bei den Therapiestunden.
Im Endeffekt nach den 5 Jahren musste die Psychologin und Ich feststellen das es keine Besserung mit meinen Problemen gab.Psychisch und Körperlich hat sich nichts zum positiven geändert. Im Endbericht den meine Psychologin schrieb stand das ich in Zukunft keine Tätigkeiten ausführen könne . Diesen Bericht schickte ich zur Rentenstelle mit Erfolg. Ich bekam eine befristete Rente wieder einmal bis Nov.2018. Davor hatte ich auch schon befristete Renten alle 2 Jahre.
Nun überlegte ich mir mit Absprache ob ich nicht gegen diesen Bescheid auf befristete Rente bis 2018 einen Widerspruch einlegen soll auf eine unbefristete Rente da sich mein Gesundheitszustand nicht gebessert hat und auch in Zukunft nicht bessern wird. Gesagt getan. Nach einiger Zeit bekam ich Antwort das ich mich bei einen Arzt vorstellen muss der mich untersucht.
Soweit kein Problem. Zu diesen Termin bin ich natürlich erschienen. Der Arzt hat sich kurz den Endbericht von meiner Psychologin durchgelesen und wollte dazu noch meine Lebensgeschichte wissen. Wie und wo ich Aufgewachsen bin usw. Dann kamen noch ein paar Reflextests und auf einen Bein stehen :-D . Meine Beschwerden habe ich Nebenbei noch mittgeteilt.
Er sagte ich machen den Bericht von mir fertig und ich bekäme dann irgendwann Post. Ja...die Post kam dann vor ein paar Tagen und ich war geschockt. Für Ihn bin ich Gesund und könnte zum 1.3.2016 wieder normal Arbeiten. Die Rente wir eingstellt und wir nicht bis Nov.2018 laufen.
Daraufhin habe ich meiner Psychologin dies mittgeteilt und Sie meinte direkt was ist das für ein komischer Arzt^^ das war erstmal die Geschichte von mir.
Wenn Ihr noch wissen wollt was genau für Beschwerden ich habe dürft Ihr das gerne fragen.
Achso einen Schwerbehindertenausweis von 50 % habe ich auch. Und eine Aufstockung von der Grundsicherung bekomme ich auch. Da werde ichauch Morgen mal hin gehen und dies Schildern wie es weitergeht vom finanziellen her. Einen Widerspruch gegen dieses Gutachten werde ich natürlich stellen und mir das Gutachten zukommen lassen. Bis das alles erledigt ist muss man ja wissen wer dann solang für mich zahlt.
 

Caramell

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DonLarcio, Danke für Deine Geschichte.

Mein Mann bekommt auch EU-Rente und das immer nur für 3 Jahre befristet. Eigentlich müsste er die inzwischen auch dauerhaft bekommen. Da die Weiterbewilligung immer ohne Probleme klappt, haben wir nie Widerspruch eingelegt.

Aber Du hast schon Recht damit es zu tun. Gut nun wurde die Weiterbewilligung erst mal leider zurück gezogen. Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen ist richtig, darauf sollte stehen, das die Begründung nachgereicht wird. Dann das Gutachten anfordern, der dort steht ja drin, warum Du in Widerspruch gehen kannst. Gut ist, das die Ärztin Dich unterstützt.

Bis zur Weiterbewilligung bleibt wohl erst mal nur der Antrag auf ALG II. Die Grundsicherung fällt sicher weg, weil es ja auch keine Rente mehr gibt.

Hier werden sich sicher noch einige User melden, die auch die notwendigen Paragrafen parat haben. Und den Widerspruch bitte nachweißbar abgeben oder abschicken.
 

Ines2003

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Warum hast du denn gegen eine Bewilligte Rente, wenn Sie auch nur Befristet war Wederspruch eingelegt?
Das hättest du doch alles 2018 machen können und auch da nur, wenn die die Rente nicht verlängert wurden wäre.
Du hast hetzt einen Widerspruchbescheid erhalten, hier ist das einzigste Rechtsmittel die Klage.

Ich verstehe dich nicht, jetzt hast du viel mehr Stress als wenn du die befristete Rente akzeptiert hättest.

Die Rentenzahlung wird nun eingestellt, du bekommst zwar dann die Differenz an Grundsicherung, bis über die Klage entschieden ist.
 

DonLarcio

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da war ich wohl zu voreillig da es halt in naher Zukunft auch keine Besserung meines Gesundheitszustandes gibt. Du hast natürlich Recht. Ich hätte das 2018 machen sollen. Aber das es so kommt wusste und konnte ich leider nicht wissen. Ich muss dazu schreiben das es schon das dritte mal verlängert wurde. Daher der Versuch das ich eine unbefristete Rente bekomme. Trotzdem war dieser Artzt nicht fähig micht Gründlich zu untersuchen...bzw psychisch jemanden Untersuchen in einer halben Stunde ist nicht leicht^^
 

Caramell

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DonLargio, dann wirst Du wohl klagen müssen.

Deine Rente wurde 3 mal verlängert? Das ist noch wenig bei meinem Mann ist das einige Male mehr der Fall. Und inzwischen kommt die Bewilligung immer ziemlich schnell.

Ines2003, Danke für die Info mit der Klage. Ich war mir da nicht sicher.
Mein Mann lässt die Rente auch weiter befristet, auch wenn man das nach so vielen Jahren und neu hinzugekommen Erkrankungen nicht nachvollziehen kann. Aber er hatte Angst wieder an einen unfähigen oder übereifrigen Mitarbeiter zu kommen. Immerhin hat der 3 Jahre gebraucht, bis er die Rente das erste Mal bewilligt bekam.
 

DonLarcio

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wie läuft das denn genau mit dem Klagen? ich werde ja jetzt Widerspruch einlegen und das Gutachten vom Arzt anfordern. Das soll ich dann zu meiner Psychologin schicken das Sie mal darauf schaut. Was sollte ich denn noch tun bzw wie oder bei wem sollte ich noch "Klagen"?
 

MissRuhrpott

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Du legst jetzt erst einmal fristgerecht formlos Widerspruch ein und forderst das Gutachten an.

Für die Widerspruchsbegründung hast Du dann Zeit,ich würde dazu raten,hierfür einen guten Anwalt mit ins Boot zu holen.
Dafür brauchst Du einen Beratungshilfeschein,den bekommst Du beim Amtsgericht.

Eine Klage ist erst zulässig,wenn der Widerspruch abgelehnt wird.
Das wird dann der Anwalt in die Wege leiten,wenn Du ihn beauftragst.

Während des gesamten Verfahrens ist - besonders bei ALG II-Bezug - eine Dauer-AU äußerst sinnvoll.
Nicht nur dafür brauchst Du Ärzte,die hinter Dir stehen.

Viel Erfolg!
 
E

ExitUser

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Sorry, aber wer hat dir denn (mit Absprache wie du schreibst...) zu solch einem "alles oder nix, barfuß oder Lackschuh" geraten...???

Bis 11/2018 Verlängerung...fast 3 Jahre....

Davon träumen manche hier...




liesa
 
E

ExitUser

Gast
Mit 32 bist du ein junger Mann- meine Rente wurde beim 4. Mal zu einer unbefristeten Rente abgeändert. Bis dahin war sie auch immer befristet.
Und auch jetzt erhalte ich ca. alle 2 Jahre einen Prüfungsbogen, inwiefern ich beruflich tätig bin oder Veränderungen eingetreten sind.
 

Helga40

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Nun überlegte ich mir mit Absprache ob ich nicht gegen diesen Bescheid auf befristete Rente bis 2018 einen Widerspruch einlegen soll auf eine unbefristete Rente da sich mein Gesundheitszustand nicht gebessert hat und auch in Zukunft nicht bessern wird. Gesagt getan.
...
Ja...die Post kam dann vor ein paar Tagen und ich war geschockt. Für Ihn bin ich Gesund und könnte zum 1.3.2016 wieder normal Arbeiten. Die Rente wir eingstellt und wir nicht bis Nov.2018 laufen.
Erging dieser Aufhebungsbescheid für die Rente im Rahmen des Widerspruchsverfahrens (dann müsste darunter eigentlich der Hinweis auf § 86 SGG stehen)? Oder steht da ein normale Rechtsbehelfsbelehrung drunter, dass du in Widerspruch gehen könntest?

Kannst du den Bescheid mal einstellen?

So einfach ist nämlich eine Verböserung im Widerspruchsverfahren nicht möglich, denn eine Aufhebung geht nur nach § 45 SGB X und da ist Vertrauensschutz zu beachten:

https://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB10_45R8.2
 

aidafan301

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Hallo Lars,

oh je, da muss ich mich den anderen anschließen. Wer um Gottes Willen hat Dich da so schlecht beraten? Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du das noch einmal geradebiegen kannst. Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber hast Du einen Anwalt oder Hilfe durch den VDK?

LG
Gaby
 

DonLarcio

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Anwalt habe ich noch keinen . VDK? schlecht Beraten kann man schon so schreiben...aber ich hatte gedacht wenn der Widerspruch abgelehnt wird das dann die Rente normal weiter läuft bis 2018.
 

DonLarcio

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bei der Rentenstelle war ich heute auch schon um den Widerspruch abzugeben + kurzem Gespräch zur Situation. Der Sachbearbeiter war selber erstaunt und sollte zurecht jetzt diesen Weg gehen und Klagen
 

Helga40

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bei der Rentenstelle war ich heute auch schon um den Widerspruch abzugeben
Du hast aber meinen Beitrag gelesen oder? Dir ist bewusst, dass, wenn es tatsächlich ein Bescheid im Rahmen des Widerspruchsverfahrens war (und das muss es sein, denn der mit Widerspruch angegriffene Bewilligungsbescheid über Rente bis 2016 wurde ja aufgehoben), ein erneuter Widerspruch unzulässig ist und du ggf. die Frist zur Klageerhebung verpasst?!
 

MissRuhrpott

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Helga (danke für die Richtigstellung!) hat natürlich völlig recht,dem ist nichts hinzuzufügen.
 

DonLarcio

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Paragraph 24SGB X steht zum Schluss...das ich mich innerhalb eines Monats äußern könnte.
 

DonLarcio

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Paragraph 48 Sgb x steht am Anfang des Bescheids das die Rentenzahlung eingestellt wird.
 

Helga40

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Dann wäre es eine Anhörung. Stelle es doch einfach ein.

Wenn es eine Anhörung ist, dann solltest du die verlinkte Anweisung der DRV ausdrucken und darauf hinweisen, dass eine Verböserung im Widerspruchsverfahren unzulässig ist, da du Vertrauensschutz hinsichtlich der Bewilligung bis 2018 hast, denn in deinem Widerspruch wäre es ja nur hinsichtlich einer unbefristeten Rente gegangen.
 
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