Mein minderjähriges Kind möchte Minijob ausüben, aber das Gehalt würde dann auf mein Konto überwiesen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Claudita62

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Einen guten Morgen,

habe leider im Internet keine Antwort auf meine Frage gefunden. Hoffe hier evtl. auf Informationen.
Mein minderjähriges Kind (17) möchte nach der Schule einen Minijob in Höhe von monatlich 100€ ausüben. Er verfügt über kein eigenes Konto und somit würde der Betrag auf mein Konto überwiesen.
Ein Arbeitsvertrag mit allen relevanten Daten und Anmeldung bei der Minijobzentrale kann dem Jobcenter vorgelegt werden, wenn es zu diesem Minijob kommt.
Werden mir die 100€ als Einkommen angerechnet, da es auf meinem Konto überwiesen wird, oder gilt hier auch der Freibetrag für mein Kind, wenn es nachweislich sein Einkommen ist.

Vielen dank vorab ...
 

vidar

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Moin @Claudita62,

Zum Hinweis von @Ottokar noch folgende Information.

Da die ersten 100 € (Freibetrag) eines Einkommens nicht angerechnet werden, verbleibt der Betrag bei deinem Sohn (bei dir). Gemeldet werden muss das Einkommen in jedem Fall.
.
 

Silvia123

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Claudita62 wenn Du das alleinige Sorgerecht hast wäre ein eigenes Konto für Junior wirklich sinnvoll, auch dass er lernt damit umzugehen.

Wenn das nicht der Fall ist wird ja im Text der Überweisung sicher "Gehalt, Monat, Name von Junior" stehen, sollte also kein Problem sein.
 

ZynHH

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Stellt sicher das es nie mehr als 100€ werden und seht zu das das auch so im Vertrag steht und teilt das dem jc explizit mit. Sonst rechnen manche jc spasseshalber auch gerne mit höheren zahlen.
 

gila

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wenn Du das alleinige Sorgerecht hast wäre ein eigenes Konto für Junior wirklich sinnvoll
Dazu benötigt man nicht das "alleinige Sorgerecht" ... die sog. "Alltagssorge" liegt eh beim betreuenden Elternteil und da fällt meist eine Kontoeröffnung mit drunter. In wenigen Fällen gibt es Banken, die auf die Unterschrift beider Elternteile bestehen...
 

Silvia123

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Gila,

hier mußte ich zur Kontoeröffnung den Bescheid des Jugendamtes vorlegen dass ich alleine Sorgeberechtigt bin und keine gemeinsame Sorge erklärt wurde. Das wurde mir sowohl von meiner langjährigen Hausbank als auch von der gewählten Sparkasse gesagt. Aber, man kann es ja versuchen. Ansonsten würde ich halt dann ein Konto eröffnen mit 18, kann ja nicht mehr so lange dauern.
 

gila

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Silvia: ich wollte einst für meine damals 16jährige Tochter ein "Taschengeldkonto" eröffnen - die Postbank verweigerte das: nur mit Unterschrift auch des Vaters.

Begründung des Juristen der Postbank in Bonn u.a.: die geschiedenen Eltern könnten ja "Schmuh" machen mit so einem Konto und Gelder verschieben = Generalverdacht?

Ich war darüber so angefressen, dass so eine eher "profane" Angelegenheit wie ein Taschengeldkonto der Zustimmung BEIDER Elternteile vor der Bank bedürfen sollte - demgegenüber aber das BGB mit der Alltagssorge steht - also quasi die Banken mit ihren Vorschriften hier dies nicht berücksichtigen - dass ich den damaligen Redakteur von WISO anrief und sogar an die Strippe bekam.

Die Redaktion war sehr interessiert, kam zu uns nach Bayern ins Haus, drehte dann in unserem Wohnzimmer und in unserer Hausbank (Sparkasse) zusammen mit dem Zweigstellenleiter - denn meine Hausbank sah das so wie ich - und strahlte hierüber eine Sendung aus in der Rubrik "Das Allerletzte".

Daher weiß ich um diese "Diskrepanzen" sehr genau ... ;-)
 
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Claudita62

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Danke erstmal für Eure Antworten. Somit bin ich jetzt schlauer.
Das explizit nur 100€ als Monatslohn eingetragen wird, war mir schon bekannt, da wie schon erwähnt, dass Jobcenter jeden Monat eine neue Bestätigung bzgl. der geleisteten Stunden haben möchte.
 

Silvia123

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Mir ist da gerade noch was eingefallen: Denkt dran freiwillig Rentenbeiträge abzuführen, das sind nur wenige € die netto fehlen, dafür wird das bei den Rentenjahren dann zugerechnet. Kann sich durchaus mal als hilfreich zeigen.
 

Kerstin_K

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Der Mindestbeitrag ist aber recht hoch. Da bleibt bei 100 EUR nichts ueber.
 

Kerstin_K

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Bis 100 EUR rechnet das JC nichts an.

Ich meine der Renten-Mindestbeitrag liegt bei irgendwas um die 75 EUR, das macht bei 100 EUR Einkommen keinen Sinn.
 

Silvia123

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Kerstin_K ich glaub da reden wir aneinander vorbei. Wenn man einen Minijob anfängt hat man einmalig die Möglichkeit zu Beginn anzugeben ob man Rentenbeiträge zahlen will oder nicht. Bei 450 € sind das dann so um die 20 €.

Die meisten verzichten darauf weil sie sich denken für das bisschen Anwartschaften die man sich erwirbt lohnt das nicht. Allerdings, wenn man sonst keine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausübt eben doch, weil es sich bei den Jahren auswirkt, aber eben nur wenn man die Beiträge zahlt! Kann bei der Alterstrente oder auch EU usw. mal relevant sein wenns um die Jahre geht die man hat.

Ich wußte das lange auch nicht und hab die nie gezahlt, bei Junior hab ich darauf bestanden, jetzt hat er schon 3 Jahre. Das kann viel ausmachen, meine ich. Soll aber jeder für sich entscheiden.
 
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vidar

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Der Mindestbeitrag ist aber recht hoch. Da bleibt bei 100 EUR nichts ueber.
Sofern man dem Abzug für die Rentenversicherung nicht widersprochen haben sollte, beträgt bei einem Minijob bis zu 450 € der Eigeneinteil gerade mal 3,6 %. Bei den genannten 100 € wären das also 3,6 €.

Rentenversichert im Minijob – Was kostet das?

Wenn das JC doch eh anrechnet, oder?
Sofern mehr als 100 € verdient wird, wird der Rentenbeitrag auch als abzugsfähig anerkannt.
.
 

Kerstin_K

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Ichhab da andere Informationen bekomen, dass eben mindestens der Mindestbeitrag zu zahlen ist. Und das sind um die 75 EUR.
 
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