Mein Mann, selbst im ALG II Bezug, muss wegen besonderen Umständen Sozialhilfe für seinen Vater beantragen. Eine Vollmacht hat mein Mann.Geht das überhaupt, oder bekommen wir dann Probleme mit dem Jobcenter? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Mutter Beimer

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Der Vater meines Mannes hat eine schwere Herzoperation hinter sich, und muss kommende Woche in Reha.
Gleichzeitig muss seine Frau raus aus der Kurzzeit- und Verhinderungspflege, und vollstationär in einem Pflegeheim.
Wegen dem hohen Eigenanteil, der ans Pflegeheim gezahlt werden muss, muss mein Schwiegervater Sozialhilfe beantragen.

Mein Mann hat eine Vollmacht, jedoch finden wir im Netz widersprüchliche Angaben.
Z.B hier:Allgemeine Vollmachten - Vollmacht Muster
Etwas runter scrollen bis zur Vollmacht für Sozialhilfe.

Wr sind jetzt sehr verunsichert.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Morgen Mutter Beimer

ich denke deine Sorge bzw. die von deinem Mann besteht darin, das die Zahlung über das
Konto von deinem Mann gehen soll oder hat der Vater auch eine Bankvollmacht für deinen
Mann erteilt?
 

Seepferdchen 2010

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@Mutter Beimer

Wenn der Antrag auf Grundsicherung nach dem 4. Kapitel SGB XII gestellt wird für den Vater und bewilligt,
bekommt der Bescheid bzw. der Vater ein "Geschäftszeichen" dieses Zeichen beinhaltet Zahlen und Buchstaben
unter dem dieser Antrag/Bewilligung zugeordnet wird, das heißt auch bei Überweisungen im Buchungstext.

Die Grundsicherung zahlt den höheren Eigenanteil direkt an das Pflegeheim, dein Mann bekommt also hier nichts überwiesen.
Im Bescheid vom Amt wird das auch geschrieben,wer und in welcher Höhe die Zahlung erfolgt.

Für das Taschengeld von monatlich 100€ legt das Pflegeheim ein extra internes "Konto" an.
 

TazD

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Aufgrund des Gesundheitszustands und eventuell noch weiterer Behördengänge, die notwendig werden könnten, würde ich mir an eurer Stelle auch mal Gedanken über eine Generalvollmacht und eine Patientenverfügung machen. Das Kind ist schneller in den Brunnen gefallen als man denkt und wenn es keine Vollmacht gibt und der Vater ist nicht mehr handlungs-/geschäftsfähig, dann läuft es auf eine gesetzliche Betreuung hinaus.
Um das zu vermeiden, allein aus Zeitgründen, empfehle ich jetzt schon die Generalvollmacht und eine Patientenverfügung zu unterschreiben.
 

saurbier

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Also ich hab das damals als die ersten ernsthaften gesundheitlichen Probleme mit meiner Mama anfingen mit einer Vorsorgevollmacht vom Bundesjustizministerium gemacht. Mit der Vorsorgevollmacht war alles relevante abgedeckt und als sie dann später zum Pflegefall wurde und ich auf ihren Wunsch hin auch zum Betreuer berufen wurde, gab es keinerlei Probleme mehr.

Schaut mal hier, z.B.


Mein Rat dazu, ist wie schon der von TazD, denkt bitte rechtzeitig daran, denn leider kann es bei alten Menschen leider viel schneller zur Notwendigkeit kommen als man denkt. Bei mir dauerte es kein Jahr mehr als meine Mama (76 jährig) promt ihren ersten Schlaganfall bekam dem sich dann 2 weitere binnen 1 Jahr anschlossen.

Also Vorsicht.
 

Mutter Beimer

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Ich danke Euch vielmals.
Der Termin beim Sozialamt ist in einer Woche.
Die Vorsorgevollmacht vom Bundesjustizministerium werden wir verwenden, die deckt ja so gut wie alles ab.

Jetzt ist erst einmal Stress angesagt, Schwiegermutter kommt heut ins Pflegeheim, Schwiegervater braucht noch Klamotten für die Reha, und der ganze Papierkram fürs Sozialamt steht an.
 
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